Montag, 10. Mai 2021

Tag 3: Griechenland, Österreich und Polen


Griechenland
- Glitzernde Kostüme sind in diesem Jahr schwer angesagt, was mich natürlich absolut freut. Auch Stefania für Griechenland bleibt auf dieser Linie und präsentiert sich in funkelndem Violett. Gemeinsam mit ihren routinierten Tänzern, die nahezu alle schon einmal auf der Eurovisionsbühne standen, machte sie einen ganz ordentlichen ersten Auftritt. Das angekündigte technische Novum beim Song Contest kam auch zum Vorschein, die Gesichter ihrer Tänzer werden Teil des Hintergrunds, sodass man nur die Kostüme, nicht aber die Köpfe von Stefanias Begleitern sieht. Die anspruchsvolle Umsetzung bereitete heute noch einige Probleme, die man mit Übung aber sicher noch ausbessern kann. Musikalisch und gesanglich gab es nichts zu beanstanden.


Österreich
- Auch Österreich verlässt sich scheinbar auf das Swarovski-Glitzerkonzept. Vincent Bueno steht allein auf der Bühne und rückt mit seinem schwarzen Outfit in den alleinigen Fokus des Zuschauers. Man spart nicht an ausführlichen Kamerafahrten um den Interpreten, der mal im Dunkeln steht und mal hell angestrahlt wird. Choreographisch bietet "Amen" nicht viel, muss es aber auch nicht, schließlich ist es hier mal kein Uptempo, sodass zu viel Bewegung eindeutig fehl am Platz wäre. Man nutzt dafür ein Podium, auf dem Vincent platziert ist und natürlich darf auch hier der Bodennebel nicht fehlen. Am Ende steht er wie beim Aufstieg in den Himmel in einem hellen Lichtkegel. Ich muss allerdings beichten, dass ich erst jetzt verstanden habe, dass er nicht "Hey man!" sondern "Amen" singt, da geb ich mir mal selbst 'ne Facepalm...


Polen
- Nach balladesken Tönen aus Österreich folgte die Disco Polo-Nummer von Rafał, der sich bei seinem LED-Hintergrund stark an den Einstellungen aus seinem Musikvideo orientiert. Da gibt es Neonstrahlen, Reklametafeln und "Warszawa"-Schriftzüge in grellen Farben zu entdecken. Rafał selbst trägt einen schwarzen Anzug und die obligatorische Sonnenbrille für den gewissen Coolness-Faktor, während seine Backgroundtänzer in weiß gekleidet sind und sich dem Handleuchten-Trick von Alenka Gotar bedienen. Obwohl das Lied ein bisschen altbacken daherkommt und keine Neuerfindung des Rades ist, hat der polnische Beitrag durchaus seinen Charme. Daneben verfeuern sie noch einiges an Pyrotechnik. Polen bedient in diesem Jahr eine Sparte die ich als klassischen Eurovisionsbeitrag einstufen würde und es würde mich nicht wundern, wenn wir 
Rafał auch am Samstagabend sähen.

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