Mittwoch, 31. Mai 2023

Island: RÚV bestätigt Song Contest-Teilnahme 2024


Island
- Mit der Teilnahmebestätigung von Island sind nunmehr alle skandinavischen Länder für den Eurovision Song Contest 2024 gesetzt. Der Sender RÚV bestätigte, dass das Bewerbungsfenster für den nationalen Vorentscheid bereits am 15. Juni diesen Jahres öffnen wird. Vorentscheidungsproduzent Rúnar Freyr Gíslason erklärte, dass man unglaublich stolz auf die diesjährige Vertreterin Diljá sei und man zuversichtlich ist, dass sie noch eine große Karriere vor sich hat.

Der nationale Vorentscheid Söngvakeppnin sei, laut Gíslason, in den letzten Jahren gewachsen und hätte für die isländische Musikszene stets an Bedeutung gewonnen, sodass man weiterhin einen nationalen Vorentscheid durchführen wird und durch die nationale Auswahl lokalen Künstlern die Möglichkeit bieten werde, sich international und national Gehör zu verschaffen. Das genaue Regelwerk ist noch nicht veröffentlicht worden, dürfte jedoch in den nächsten Tagen folgen.

Island nimmt seit 1986 am Eurovision Song Contest teil, zuvor war eine Teilnahme aus technischen Gründen nicht möglich. Als beste Ergebnisse gelten immer noch die beiden zweiten Plätze von Selma im Jahr 1999 und Yohanna im Jahr 2009. Seit 2019 war Island alljährlich im Finale der Eurovision vertreten, Hatari belegten 2019 den zehnten Platz, Daði & Gagnamagnið gar den vierten Platz. In diesem Jahr schied Diljá mit "Power" allerdings als Elfte im Halbfinale aus.

Montag, 29. Mai 2023

Spices: Eleni Foureira wartet auf ERT-Angebot


Griechenland
- Jahrelang versuchte Eleni Foureira für Griechenland beim Eurovision Song Contest anzutreten, der Sender ERT lehnte ihre Bewerbungen jedoch regelmäßig ab. Dadurch profitierte 2018 das zypriotische Fernsehen CyBC, das Eleni intern nominierte und mit ihr und ihrem Beitrag "Fuego" das beste Ergebnis in der Geschichte des Landes einfuhr, Platz zwei hinter Netta Barzilai aus Israel. Griechenland schied damals beim Eurovision Song Contest in Lissabon vorzeitig aus.

Crazy Hair Again?
Eleni wartet auf ein Angebot
Nun erklärte Eleni in einem Interview, dass sie gerne erneut am Song Contest teilnehmen würde. "Ja, es wäre für mich eine große Ehre es für Griechenland zu machen, es ist mein Land und ich liebe es. Wenn ich ein Angebot erhalte, werde ich darüber nachdenken." Die gescheiterten Anläufe von Eleni Foureira für Griechenland wurden angeblich aus finanziellen Gründen abgelehnt, bestätigt hat ERT dies offiziell nie. Nachdem Griechenland seit 2016 dreimal im Halbfinale ausschied, dürfte man sich bei ERT inzwischen allerdings Gedanken machen.

Der Eurovision Song Contest verliert im Land zunehmend an Interesse, wo man doch in den 2000er Jahren noch regelmäßig in den Top Ten platziert war. Das griechische Fernsehen hat sich bislang noch nicht näher zu seinen Song Contest-Plänen im kommenden Jahr geäußert, kündigte nach dem Ausscheiden von Victor Vernikos im Halbfinale von Liverpool jedoch eine gründliche Analyse und die Evaluierung neuer Auswahlmodi an. Vielleicht erhält Eleni, inzwischen Mutter, nunmehr ihre Chancen Griechenland zu altem Glanz zurück zu verhelfen.

Freitag, 26. Mai 2023

Eurovision 2023: EBU verbucht 162 Millionen Zuschauer


Europa
- Die Europäische Rundfunkunion teilte gestern mit, dass der Eurovision Song Contest 2023 in Liverpool von insgesamt über 162 Millionen TV-Zuschauern verfolgt wurde. Alleine im Gastgeberland, dem Vereinigten Königreich, schalteten durchschnittlich fast zehn Millionen Menschen das große Finale am Samstagabend auf BBC One ein, was einem Marktanteil von 63% entspricht. Europaweit lag die Einschaltquote im Schnitt bei 40,9%.

Zudem verbuchen insbesondere die Online-Dienste einen enormen Zuwachs in Bezug auf den Eurovision Song Contest. So sahen rund 7,6 Millionen Menschen das Finale von Liverpool auf Youtube, hinzu kommen rund 4,8 Millionen Zuschauer, die mindestens eine der drei Shows beim Presentingpartner TikTok verfolgten. Der von der Eurovision online bereitgestellte Content wurde fast 540 Millionen Mal aufgerufen, was einer Verdopplung der Zahlen im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

"Der Eurovision Song Contest hat wieder einmal bewiesen, dass die öffentlich-rechtlichen Medien die Macht haben, die Welt durch Musik mit einer globalen Reichweite zu vereinen, auf die wir sehr stolz sind.", so Supervisor Martin Österdahl. In Deutschland wurde das Finale am Samstag von 7,45 Millionen Zuschauer im Ersten sowie 510.000 Zuschauern auf ONE gesehen. Auch hier wurden in der werberelevanten Zielgruppe zum Teil Erfolgsquoten von über 53% gemessen.

Donnerstag, 25. Mai 2023

News-Splitter (987)


Finnland
- Der finnische Vorentscheid Uuden Musiikin Kilpailu wird im Februar 2024 stattfinden. Der Rundfunk YLE veröffentlichte gestern das offizielle Regelwerk für seine Vorauswahl, erwünscht sind Bewerbungen inklusive Demo-Tape vom 21. bis 24. August 2023, sollte es ein Beitrag in die engere Auswahl schaffen, wird eine finale Version des Songs bis zum 20. Oktober erbeten. In Interpret kann sich mit bis zu drei Titeln bewerben, wobei maximal einer berücksichtigt wird, für Komponisten gibt es keine Beschränkungen. Einzige Vorbedingung ist, dass der Interpret die finnische Staatsangehörigkeit bzw. einen permanenten Wohnsitz im Land besitzt.

Spanien
- Beim spanischen Fernsehen gab es unterdessen eine personelle Umstrukturierung. So hat Eva Mora die Verantwortung als Delegationsleiterin abgegeben und an Ana María Bordas übertragen, die in Liverpool schon als Stellvertreterin gesetzt und seit 2017 mit der Eurovision betraut ist. Auch beim Festival von Benidorm wurde am Auswahlkomitee geschraubt, so hat man sich u.a. den Musiker und Komponisten Pablo Cebrián, die Benidorm-Teilnehmer Rayden und Komponist Tony Sánchez-Ohlsson als kreative Verstärkung ins Team geholt. Gemeinsam mit Vertretern von RTVE wird das insgesamt zehnköpfige Gremium die 16 Titel für den kommenden Vorentscheid auswählen.

Andorra
- Wie die Nachrichtenseite Diari d'Andorra meldet, hat sich der andorranische Rundfunk RTVA auf die neuesten Aussagen von Susanne Georgi zu Wort gemeldet. In einer Stellungnahme heißt es bezüglich der Song Contest-Teilnahme lediglich: "Es gibt keine Bekanntmachungen, es gibt keine Nachrichten." Die andorranische Kulturministerin Mònica Bonell erklärte zudem: "Jeder, der die katalanische und andorranische Kultur verbreiten möchte ist willkommen, aber in diesem Fall muss man abwägen, was die Teilnahme mit sich bringt." Susanne Georgi, die Andorra 2009 als bisher letzte Interpretin beim Song Contest vertreten hat, engagiert sich seit Jahren für eine Rückkehr des Fürstentums und sammelt fleißig finanzielle und moralische Unterstützung für ihr Projekt.

Sonntag, 21. Mai 2023

Indien: Voxovation sympathisiert mit Eurovision India


Indien
- Ohne sich einzugestehen, dass das Projekt Eurovision bisher nur in Europa funktioniert, der American Song Contest ein Quotenflopp geworden ist, Eurovision Canada keine Partner findet und ich die zahlreichen Versuche in Asien gar nicht erst auflisten möchte, plant Voxovation, das die internationalen Rechte an der Marke Eurovision besitzt, einen neuen Ableger, dieses Mal auf dem indischen Subkontinent mit all seinen Bundesstaaten und Territorien.

Voxovation erklärt, dass Eurovision India mehr Vielfalt, Musikgenres und Leidenschaft vereinen wird, als zwischen Ländern in den meisten Regionen der Welt, der Wettbewerb könnte ein Meilenstein für die Musikszene werden und man könne sich "kaum etwas Aufregenderes" vorstellen, als die Leidenschaft und Dramatik der Eurovision vereint mit der expressionistischen Art im Bollywood-Stil. Da Indien genügend Subdivisionen hat, wäre zumindest das Teilnehmerfeld ausreichend bestückt.

Die 28 Bundesstaaten und acht Unionsterriorien Indiens:
01. - Andamanen & Nikobaren       02. - Andhra Pradesh
03. - Arunachal Pradesh        04. - Assam
05. - Bihar        06. - Chandigarh
07. - Chhattisgarh        08. - Dadra & Nagar Haveli
09. - Daman & Diu    10. - Delhi
11. - Goa      12. - Gujarat
13. - Haryana    14. - Himachal Pradesh
15. - Jammu & Kaschmir    16. - Jharkhand
17. - Karnataka    18. - Kerala
19. - Lakshadweep    20. - Madhya Pradesh
21. - Maharashtra    22. - Manipur
23. - Meghalaya    24. - Mizoram
25. - Nagaland      26. - Odisha
27. - Pondicherry      28. - Punjab
29. - Rajasthan      30. - Sikkim
31. - Tamil Nadu    32. - Telangana
33. - Tripura    34. - Uttar Pradesh
35. - Uttarakhand    36. - Westbengalen

Bislang ist das Projekt "Eurovision India" nur eine gefestigte Idee von Voxavation, Einzelheiten über einen möglichen Wettbewerb oder gar Pläne mit einer indischen Rundfunkanstalt Kontakt aufzunehmen, sind aktuell nicht bekannt. Voxavation steckt derzeit in Planungen einen Wettbewerb in Kanada mit den Provinzen und Territorien sowie mit den Staaten Lateinamerikas durchzuführen. Bisher fand außerhalb des EBU-Gebietes lediglich der US-amerikanische American Song Contest statt.

Eurovision am Sonntag (71)


Europa
- Eine Woche ist seit dem Finale des Eurovision Song Contests 2023 in Liverpool bereits wieder vergangen, in Britannien wird der Sunday Roast serviert und was wurde sich in Deutschland wieder aufgeregt... angefangen von den großen Boulevardblättern, die sich fragen, warum Deutschland sich die alljährliche Schmach überhaupt noch antut, über Plagiatsvorwürfe bis hin zu selbsternannten Experten, die mit Verbesserungsvorschlägen um die Ecke kommen oder einfach mal ins Rund brüllen, dass Deutschland besser komplett zurückzieht. 

Eigentlich fehlt nur noch die obligatorische Sex-Beichte, dann wäre alles in der deutschen Presselandschaft vertreten gewesen. Der NDR lässt sich davon nicht beirren, dankte Lord of the Lost und kündigte eine Verfahrensprüfung an, ohne direkt anzukündigen, dass man das komplette Vorauswahlsystem über den Haufen werfen werde. Das sollte man sich auch gründlich überlegen, sondern vielmehr darauf aufbauen und verfeinern, was man bisher zustande gebracht hat, allen Spöttern zum Trotz. Und das zumindest im Televoting ein bisschen mehr los war, als am Ende auf dem Tableau zu finden war, haben wir ja bereits direkt bei Bekanntgabe herausgefunden.

Chris Harms, Leadsänger von Lord of the Lost postete heute übrigens ein sehr schönes Statement bei Facebook in dem es heißt: "And yes, if someone asked me to do it again next year, even if I knew we'd be last: I would do it again, without hesitation. Knowing that once you have entered the magical ESC bubble, you never get out again, leaves me with a satisfied and cozy feeling. I loved being part of that world and I'm not going to leave it." Trotz aller Kritik von Außenstehenden, die sich nur rudimentär mit dem Wettbewerb beschäftigen, hat Chris Harms erkannt, dass die Eurovision mehr ist, als nur ein simpler Beliebtheitswettbewerb und die Atmosphäre dieser Veranstaltung vermutlich unvergleichbar ist.

In Schweden haben sich unterdessen die ersten Städte zu einer potentiellen Austragung im Jahr 2024 geäußert. In Stockholm besteht das Problem, dass die Globen Arena im kommenden Jahr umfassend saniert wird und die Friends Arena zwar "nice to have" wäre, sich die dort ansässigen Fußballclubs jedoch weigern, die Halle für einen so langen Zeitraum zu räumen. Die Stadt Malmö prüft derweil bereits eine ernstzunehmende Bewerbung, weitere positive Stimmen gibt es aus Jönköping und Örnsköldsvik. Loreen hat es mit "Tattoo" in die Charts diverser Länder geschafft, vom Sender SVT ist bisher noch nicht viel an die Außenwelt gedrungen.

Dafür wird Käärijä in Finnland wie ein Volksheld verehrt. Der Zweitplatzierte von Liverpool sang gestern Abend in der Helsinki Ice Hall, das Konzert wurde online und im finnischen Fernsehen übertragen. Finnlands nationaler Rundfunk YLE hat bereits eine Fortsetzung von Uuden Musiikin Kilpailu für 2024 angekündigt und sucht im Zeitraum vom 21. bis 24. August würdige Vertreter, die sich für den Song Contest im kommenden Jahr bewerben möchten. Ebenso wurde auch das Bewerbungsfenster für das Festival in Benidorm vom spanischen Rundfunk eröffnet.

Mehrere Länder haben zudem ihre Teilnahmeabsichten am Song Contest 2024 bekundet. Neben Deutschland und den skandinavischen Nationen sind dies bislang u.a. Italien, Malta, die Niederlande und Zypern. Auch das irische Fernsehen wird im kommenden Jahr wieder aktiv teilnehmen, befindet sich aber momentan in einer kleinen Schaffenskrise nach dem neuerlichen Aus im Halbfinale mit Wild Youth. RTÉ stünde nach Aussagen von Delegationsleiter Michael Kealy zu wenig Geld zur Verfügung, um eine ansprechende Unterhaltungsshow zu produzieren, die das Ziel hat, einen Kandidaten für die Eurovision zu finden.

So ähnlich argumentiert man auch in der Slowakei, der Sender RTVS, der zuletzt 2012 einen Beitrag zum Song Contest geschickt hat, ließ mitteilen, dass die Eurovision grundsätzlich ein spannendes Projekt sei, man aufgrund von chronischer Unterfinanzierung jedoch abwägen müsse, ob man die slowakische Kultur europaweit präsentiert oder zunächst ein TV-Programm für die lokale Bevölkerung macht. Die Kosten für eine Teilnahme würden hier größtenteils an den ausgewählten Interpreten hängen bleiben, was die Optionen einer Teilnahme schon extrem einschränken würde. Eine endgültige Absage ist dies zwar noch nicht, es dürfte aber äußerst unwahrscheinlich sein, dass die Slowakei zurückkehrt.

Dafür können sich die Zuschauer im nächsten Jahr auf ein Comeback von Luxemburg freuen. Selbst im Intro der Eurovision 2023 berichteten Graham Norton und Hannah Waddingham, dass das Großherzogtum nach 30 Jahren zur Eurovision zurückkehrt. RTL Télé Lëtzebuerg wurde zwar mehr von staatlicher Seite gedrängt, als das man freiwillig in den Kreis der teilnehmenden Nationen zurückkehrt, aber immerhin dürfte es angesichts dieser Ankündigungen und PR schwer zu rechtfertigen sein, sollte man doch zurückziehen und die Rückkehr abermals ausbleiben.

In den nächsten Wochen dürften mit aller Gemütlichkeit diverse weitere Bestätigungen folgen. Ansonsten bricht in den sozialen Medien nun die Meme-Saison an, ein Zeichen dafür, dass das Sommerloch ganz allmählich über uns hereinbricht und die Nachrichten zum Eurovision Song Contest stetig weniger werden. Während die neuesten Memes irgendwie auch niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken, beenden wir dieses Posting mit einer Heineken-Werbung aus dem Jahr 1987, die zeigt, dass die Briten schon immer ein bisschen spöttisch auf den Song Contest und seine Beiträge geblickt hat.

Heinecken-Werbung aus dem Jahr 1987

Samstag, 20. Mai 2023

Eurovision 2023: UK Charts voller Song Contest-Beiträge


Vereinigtes Königreich
- Erstmals in der Geschichte der britischen Charts haben gleich vier Song Contest-Beiträge die Top Ten erobert, gleichzeitig ist es das erst das zweite Mal, dass mehr als ein Eurovisionsbeitrag die Top Ten der UK Official Charts stürmt. Allen voran natürlich Loreen, die mit ihrem "Tattoo" neu auf die #2 der Charts einsteigt. Die Historie erklärt weiter, dass es der höchste nicht-britische Neueinsteiger der Eurovision seit "Hold me now" von Johnny Logan ist.

Die übrigen Platzierungen sind "Cha Cha Cha" von Käärijä auf der #6, der britische Beitrag "I wrote a song" von Mae Muller auf #9 und "Queen of kings" von Alessandra auf der #10. Daneben platzierten sich auch die Beiträge von Noa Kirel (#45), Teya & Salena (#48), Blanka (#56), Gustaph (#63), Voyager (#79), Andrew Lambrou (#92), La Zarra (#94) und Tvorchi (#95) in den offiziellen britischen Singlecharts. Der Interval-Beitrag "Mountain" von Sam Ryder steigt neu auf die #35 ein.

In Deutschland sieht das Ganze ein wenig anders aus, dort schafften es Lord of the Lost mit ihrem Album "Blood & Glitter" als Re-Entry auf die #2 der Charts, in den Singlecharts platzierten sich "Tattoo" auf der #7, Käärija auf der #18 und Alessandra auf der #19. Erfahrungsgemäß fallen viele Song Contest-Beitrag bereits in der ersten oder zweiten Woche wieder aus den Charts raus, als Momentaufnahme dürfte der Wettbewerb die Verkaufs- und Streamingzahlen der Künstler aber als recht erfolgreich verbucht werden.

Freitag, 19. Mai 2023

Slowakei: RTVS erörtert Gründe für Fernbleiben


Slowakei
- In einem ausführlichen Bericht auf aktuality.sk hat das slowakische Fernsehen seine Gründe für das Fernbleiben beim Eurovision Song Contest erklärt, die vor allem finanziellen Ursprungs sind. So hieß es von Filip Púchovský aus der PR-Abteilung des Senders RTVS, dass man sorgfältig mit der Programmplanung umgehe und insbesondere aufgrund der Kosten-/Nutzenrechnung auf die Ausstrahlung bzw. Teilnahme am Eurovision Song Contest verzichtet. Die Zuschauerzahlen stünden in keinem Verhältnis zu den Kosten, die eine Teilnahme mit sich bringt.

Aus Bratislava hieß es darüber hinaus, dass RTVS chronisch unterfinanziert sei und man bereits jetzt kaum die Vorgaben aus dem Rundfunkvertrag erfüllen könne. Eine Song Contest-Teilnahme sei daher nur möglich, wenn nahezu die gesamten anfallenden Kosten vom ausgewählten Künstler getragen werden, was die potentiellen Teilnehmer bereits sehr einschränken würde. Dennoch, so u.a. Musikexperte Juraj Čurný, sei die Eurovision eine "der interessanten Möglichkeiten, die Slowakei nicht nur in Europa zu präsentieren."

RTVS müsse daher abwägen, ob man sich auf lokale Produktionen für den slowakischen TV-Markt konzentriere oder Geld für ein Prestige-Objekt wie den Eurovision Song Contest ausgibt. In den wenigen Jahren ihrer Teilnahme hat die Slowakei vor allem durch Misserfolge geglänzt. Bei den drei Finalteilnahmen in den 90er Jahren war das beste Ergebnis der 18. Platz von Marcel Palonder in Oslo 1996, bei den vier Teilnahmen von 2009 bis 2012 schafften es die slowakischen Interpreten allesamt nicht über das Halbfinale hinaus.

Donnerstag, 18. Mai 2023

Spanien: Anforderungen für Benidorm von RTVE publiziert


Spanien
- Seit zwei Tagen ist das Bewerbungsfenster für das Festival von Benidorm 2024 geöffnet. Bis einschließlich 10. Oktober diesen Jahres sucht der spanische Rundfunk RTVE nach potentiellen Beiträgen für den kommenden Vorentscheid und somit den nächsten Eurovision Song Contest. Der Sender behält sich zudem vor, Komponisten, Texter und Sänger neben dem öffentlichen Bewerbungsverfahren auch direkt einzuladen. Auch ist es für Komponisten möglich einen Titel ohne Interpreten einzureichen.

RTVE fordert von allen Bewerbern Livegesang, Autotune und Co. seien nicht zulässig. Solisten müssen die spanische Staatsangehörigkeit oder einen permanenten Wohnsitz in Spanien besitzen, bei Gruppen müssen mindestens 50% der Bandmitglieder diese Kriterien erfüllen. RTVE gibt zudem vor, dass mindestens 60% des Textes in Spanisch oder anerkannten Minderheitensprache, etwa Baskisch, Katalanisch oder Galicisch sein müssen. Ansonsten gelten die üblichen EBU-Regularien des Song Contests.

Eine Fachjury wird alle Bewerbungen prüfen und 16 Interpreten sowie sechs Backup-Beiträge auswählen, die dann an den beiden Halbfinals von Benidorm im Frühjahr 2024 teilnehmen werden. Dort gilt weiterhin das dreistufige Bewertungskonzept aus 50% internationaler und nationaler Expertenjury, 25% Zuschauervoting und 25% demoskopischer Jury, bestehend aus Mitgliedern aller Alterskategorien um einen möglichst breiten Querschnitt durch die spanische Gesellschaft widerzuspiegeln. Termine, wann der Nachfolger von Blanca Paloma gesucht wird, stehen noch nicht fest.

News-Splitter (986)


Estland
- Der Eurovision Song Contest wurde in Estland von rund 472.000 Menschen für mindestens 15 Minuten gesehen. Der Sender ERR erklärte, dass das Finale am Samstagabend mit durchschnittlich 166.000 Zuschauern das Wochen-Highlight des Senders war und einem Marktanteil von 66% entspricht. Rund 15.000 Zuschauer verfolgten zudem das Finale auf ETV2 mit Zeichensprache sowie zusätzlich 29.000 Zuschauer auf ETV+. Auch das Halbfinale aus dem sich Alika qualifizierte wurde im Schnitt von immerhin 159.000 Zuschauern gesehen. Dies stellt insbesondere bei einer Einwohnerzahl von 1,3 Millionen Einwohnern hervorragende Werte dar.

Rumänien
- Die Transparenz des rumänischen Fernsehens, die beim Vorentscheid beschworen wurde, reicht auch bis zur Offenlegung der Teilnahmekosten für den Song Contest-Ausflug nach Liverpool. TVR beziffert seine Gesamtkosten auf knapp 400.000 Euro. Nahezu die Hälfte, rund 180.000 Euro dienten dazu, die Teilnahmegebühr an die EBU zu decken, rund 80.000 Euro flossen in die Bühnenshow und alle damit zusammenhängenden Effekte. 63.000 Euro gab TVR für den nationalen Vorentscheid aus, hinzu kommen noch einmal 25.000 Euro Übertragungskosten in Rumänien, 23.500 Euro für die Unterkünfte in Liverpool sowie 11.000 Euro für Transport und sonstige Ausgaben.

Deutschland
- Nachdem diverse selbsternannte Experten ihrer schlechten Stimmung Luft gemacht haben, gibt es von einigen Interpreten auch Interesse an einer Song Contest-Teilnahme im kommenden Jahr. So berichtete der Zweitplatzierte des deutschen Vorentscheids, Will Church, dass er sich, sofern er ein gutes Lied hat, noch einmal für den Vorentscheid zur Auswahl stellen würde. Ebenfalls twitterte die armenische Song Contest-Teilnehmerin von 2016, Iveta Mukuchyan, dass sie bereit sei, Deutschland wieder "an die Spitze zu bringen". Die Sängerin lebt, mit Unterbrechungen, seit 1992 in Deutschland. Für Armenien belegte sie mit "Love wave" den siebten Platz im Finale von Stockholm.

Mittwoch, 17. Mai 2023

Färöer: KVF strebt Vollmitgliedschaft in EBU an


Färöer
- "Unser ultimatives Ziel ist es, mit dieser Bewerbung eine unabhängige färöische Teilnahme am Eurovision Song Contest zu erreichen.", sagte Ivan Hentze Niclasen, Generaldirektor des färöischen Rundfunks KVF heute in einer entsprechenden Pressemitteilung. Nach der Teilnahme von Reiley für Dänemark am Eurovision Song Contest brach ein regelrechter Hype auf den Färöer-Inseln aus, der nun offenkundig in einer Bewerbung für die Eurovision münden soll.

"Die EBU-Mitgliedschaft in der erste Schritt. Falls wir damit Erfolg haben, ist unser nächstes Ziel die Eurovision. Dieser Wettbewerb ist derzeit nur für unabhängige Staaten bestimmt, aber vielleicht können wir zunächst eine Art assoziierte Mitgliedschaft erlangen und dann von dort aus arbeiten. Ich gehe davon aus, dass wir bis zum nächsten Frühjahr eine viel klarere Vorstellung von unseren Chancen haben werden.", heißt es aus Tórshavn vom Generaldirektoren von Kringvarp Føroya.

Bereits in der Vergangenheit gab es Bestrebungen, der Europäischen Rundfunkunion beizutreten, diese waren bislang allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Kringvarp Føroya plant nunmehr, sich bis zum Sommer bei der EBU zu bewerben. Die Färöer-Inseln liegen im Nordatlantik und gehören außenpolitisch zu Dänemark, genießen jedoch, ähnlich wie Grönland ein weites Maß an Autonomie. Die Inseln haben etwa 54.000 Einwohner und seit der Zusammenlegung von Sjónvarp Føroya und Útvarp Føroya im Jahr 2005 einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Eurovision Choir 2023: EBU sagt Wettbewerb ab


Lettland
- Der Wettbewerb Eurovision Choir 2023 wurde zum zweiten Mal in Folge abgesagt. Die Europäische Rundfunkunion bestätigte heute, dass es auch in diesem Jahr keinen Wettbewerb europäischer Chöre geben wird, obwohl die Vorbereitungen hierfür bereits liefern, Lettland im Herbst als Gastgeber festgelegt wurde und das walisische Fernsehen bereits seinen Vertreter gefunden hatte. Bis dato waren fünf Nationen gemeldet.

Die eigentlichen Teilnehmer am Eurovision Choir 2023:
01. -Belgien
02. -Lettland 
03. -Litauen
04. -Slowenien
05. -Wales - Côrdydd

Warum die dritte Ausgabe des Wettbewerb gecancelt wurde ist nicht bekannt, aller Voraussicht nach aufgrund des Desinteresses der angeschlossenen Rundfunkanstalten. Erstmals fand der Wettbewerb 2017 in Riga statt, damals nahm auch Deutschland, vertreten durch den Jazzchor Freiburg, teil. Die 2021 angesetzte Ausgabe fiel bedingt durch die Corona-Pandemie aus. Offenbar wird, ähnlich wie dereinst beim Eurovision Dance Contest, keine Fortsetzung geplant.

Eurovision 2023: Quoten in Irland, Zypern und Polen


Irland
- Auch wenn Wild Youth für Irland im Halbfinale des Eurovision Song Contests ausgeschieden sind, erzielte das Finale am Samstag die höchste Einschaltquote seit 2018. The Irish Mirror vermeldet, dass insgesamt 371.000 Zuschauer das Finale auf RTÉ One verfolgt haben, was einem Marktanteil von 38 Prozent entspricht. Zusätzlich hätten rund 132.000 Zuschauer auf dem RTÉ Player verschiedenen Content zur Eurovision angeschaut, darunter 63.000 Zuschauer, die dort das Finale verfolgten. Damit fällt die Quote rund 10% höher aus, als noch im vergangenen Jahr.

Zypern
- Eine ausgezeichnete TV-Quote erzielte auch das zypriotische Fernsehen mit dem Eurovision Song Contest. Das Finale am Samstag ist mit 139.600 Zuschauern das meist gesehene Programm der vergangenen Woche und erreichte einen Marktanteil von 61,6 Prozent auf Zypern, im Vergleich sahen rund 50.000 Zuschauer mehr als im Vorjahr, wie ihr Interpret Andrew Lambrou den zwölften Platz belegte. Das zweite Halbfinale war mit 89.520 Zuschauern immerhin das am viertmeisten gesehene Programm der Woche, was einem Marktanteil von 34,6 Prozent entspricht. 

Polen
- Und auch aus Polen liegen Einschaltquoten vor, das Finale erreichte mit 3,07 Millionen Zuschauern einen Marktanteil von 34,13 Prozent auf TVP 1, hinzu kommen 428.000 Zuschauer, die die Show auf TVP Polonia verfolgten. Das erste Halbfinale am Dienstag zog knapp 960.000 Polen vor den Fernseher, was 9% Marktanteil entspricht, das zweite Halbfinale mit polnischer Beteiligung erreichte 2,66 Millionen Zuschauer und 25,22% Marktanteil. Polen qualifizierte sich mit Blanka und "Solo" für das Song Contest-Finale und belegte dort den 19. Platz, immerhin mit einer Höchstwertung aus dem ukrainischen Televoting.

Dienstag, 16. Mai 2023

Zypern: CyBC plant weiter mit offenem Vorentscheid


Zypern
- Das zypriotische Fernsehen CyBC hat kurz nach dem Finale des Eurovision Song Contests in Liverpool nicht nur seine Teilnahme im Jahr 2024 sondern auch seine Absicht zur Austragung eines öffentlichen Wettbewerbs für das kommende Jahr erneuert. Generaldirektor Thanasis Tzokos erklärte in einem Interview, Zypern werde seinen Interpreten durch einen nationalen Vorentscheid ermitteln.

Hierzu wird CyBC in den kommenden Tagen einen entsprechenden Vertrag mit dem griechischen Label Panik Records unterzeichnen, um einen "sehr anspruchsvollen Wettbewerb" zu gewährleisten, wie es aus Nikosia heißt. Dementsprechend kann man mit einem mehrwöchigen Auswahlverfahren mit mehreren Shows für die kommende Saison rechnen. Genaue Einzelheiten zum Konzept des Vorentscheids sollen in Kürze folgen. 

Bereits in diesem Jahr sollte ein nationaler Vorentscheid ausgerichtet werden, der zugunsten der internen Nominierung von Andrew Lambrou abgeblasen wurde. Mit "Break a broken heart" belegte Zypern im Finale von Liverpool den zwölften Platz. Der letzte öffentliche Vorentscheid in Zypern fand 2015 statt, damals wurde Giannis Karagiannis ausgewählt und belegte anschließend mit "One thing I should have done" den 22. Platz im Finale von Wien.

News-Splitter (985)


Schweden
- Loreen hat den Rekord der meisten Spotify-Streams innerhalb von 24 Stunden nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest gebrochen. Innerhalb eines Tages wurde "Tattoo" insgesamt 4.275.290x gestreamt, womit sie die bisherigen Rekordhalter Måneskin aus Italien ablöste. Ihr Song erreichte zudem in diversen Ländern die #1 der Spotify-Trends, etwa in Belgien, Irland, Luxemburg, Österreich, Polen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich, sowie die #2 in Finnland oder auch Deutschland, weltweit steht "Tattoo" auf der #5. Loreen wurde heute Nachmittag um 16:30 Uhr im Kungsträdgården in Stockholm feierlich empfangen, der Willkommensempfang wurde live von SVT 2 übertragen.

Österreich
- In Österreich hat der Eurovision Song Contest die höchste Einschaltquote seit 2016 erzeugt. Während das Halbfinale im Schnitt von rund 600.000 Zuschauern im ORF verfolgt wurde, erreichte das Finale im Mittel 1,08 Millionen Österreicher, was einem Marktanteil von 47 Prozent und damit den besten Quotenschnitt seit 2016 entspricht. Da der ORF den Song Contest durch Werbeblöcke in eigenständige TV-Shows aufsplittet, erreichte etwa die Punktevergabe sogar 89%, der höchste Wert, der in Österreich jemals beim Song Contest gemessen wurde, auch der Marktanteil in der Zielgruppe der 12- bis 29jährigen stellten 82% den bis hierhin aufgestellten Rekord ein.

Island
- Daði Freyr, der am Samstagabend im Finale von Liverpool eine wundervolle Version des Atomic Kitten-Klassikers "Whole again" gesungen hat, setzt sich für die Rückkehr zum 100%igen Livegesang ohne die Nutzung sogenannter "Pre-Recorded Vocals" ein. Diese wurden 2021 von der Europäischen Rundfunkunion im Zuge der Corona-Pandemie freigegeben und den Interpreten gestattet, um die Größe der Delegationen vor Ort möglichst gering zu halten. Daði und seine Begleitband Gagnamagnið nahmen 2021 am Song Contest-Teil, damals wurde jedoch aufgrund einer Corona-Infektion innerhalb der Band nur der Probenauftritt gezeigt, dennoch erreichte Island mit "10 Years" den vierten Platz.

Daði Freyr - Whole again im ESC-Finale von Liverpool

Niederlande: Teilnahme am Song Contest 2024 bestätigt


Niederlande
- Der niederländische Rundfunk AVROTROS hat seine Teilnahme am Song Contest 2024 bestätigt. Bevor die Künstlersuche für das kommende Jahr beginnen wird, erklärte der Sender jedoch: "Wir prüfen zunächst, wo wir es besser machen können und müssen.", eine Sprecherin erklärte, dies werde bereits zeitnah geschehen und anschließend die Registrierungsphase für interessierte Künstler beginnen.

Nach erfolgreichen Jahren beim Eurovision Song Contest, etwa 2019, als Duncan Laurence mit "Arcade" in Tel Aviv gewinnen konnte und der am Samstag mit "You'll never walk alone", der Stadionhymne vom FC Liverpool für einen der ganz großen Momente beim Song Contest-Finale sorgte, schieden die Niederlande heuer mit Mia Nicolai und Dion Cooper im Halbfinale aus. Vorangegangen war deutliche Kritik an den Interpreten.

Kritik gab es am internen Auswahlmodus, infolgedessen sich u.a. Jan Smit, langjähriges Mitglied des Komitees zurückzog, eine Rückkehr zum nationalen Vorentscheid wurde gefordert. Inwiefern AVROTROS das Auswahlprinzip für 2024 abändert bleibt abzuwarten, eine Sprecherin erklärte jedoch unmissverständlich gegenüber den niederländischen Medien: "Wir werden auf jeden Fall wieder teilnehmen."

Eurovision 2024: Malmö prüft Bewerbung für 2024


Schweden
- Während es für Stockholm offenbar schwierig werden könnte, den Eurovision Song Contest 2024 auszutragen, nicht zuletzt aufgrund von Renovierungsarbeiten in der Globen Arena im kommenden Jahr und der Absage mehrerer Fußballvereine, während der Hochsaison der schwedischen Liga die Friends Arena zu räumen, bereitet die Stadt Malmö offenbar eine Bewerbung für die Ausrichtung im kommenden Jahr vor. "Wir bereiten ein Angebot vor.", heißt es in schwedischen Medien.

Während die Europäische Rundfunkunion dem Sender SVT bereits das Handbuch für den Song Contest 2024 übergeben hat, prüfen mehrere schwedische Städte entsprechende Bewerbungen. Nach 1992 und 2013 prüft die Stadtverwaltung von Malmö bereits, den Wettbewerb ein drittes Mal auszutragen. Als potentieller Austragungsort käme die Malmö Arena, die bei Konzerten bis zu 15.500 Plätze bietet, in Frage. Hier fand auch der Wettbewerb 2013 statt.

Dabei ist sie signifikant kleiner als etwa die Friends Arena oder die Tele2-Arena in Stockholm. Trotz des bereits ausgedrückten Enthusiasmus der Stadt am Öresund heißt es von Katrin Stjernfeldt Jammeh, Vorsitzender des Malmöer Stadtrates, dass man zunächst die finanziellen Aspekte prüfen müsse, ehe man sich als Gastgeber der Eurovision 2024 bewerbe. Loreen gewann am Samstag den Song Contest in Liverpool. Es ist der siebte Sieg für Schweden, der Wettbewerb würde passend zum 50jährigen ABBA-Jubiläum wieder in Schweden stattfinden.

Bulgarien: Gegenwärtig keine Informationen zu 2024


Bulgarien
- In den Jahren, in denen Bulgarien am Eurovision Song Contest teilgenommen hat, nutzte der Sender BNT vor allem Twitter als Kommunikationsmedium und war relativ präsent beim Einspeisen von Neuigkeiten rund um die Song Contest-Teilnahme. In diesem Jahr war BNT nicht mit einem eigenen Interpreten in Liverpool vertreten, vorangegangen waren Meldungen, dass der Wettbewerb nicht mehr in das Programmkonzept passen wurde, nachdem ein Führungswechsel stattfand, auch wurden die Shows nicht von BNT übertragen.

Noch einen Tag vor dem Song Contest-Finale von Liverpool hieß es, Bulgarien werde in Zukunft an keinen Wettbewerben der Eurovision teilnehmen, was allerdings missverständlich kommuniziert wurde. Mittlerweile twitterte der offizielle Song Contest-Kanal auf Nachfrage, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch zu früh sei, um die Frage zu klären, ob Bulgarien im nächsten Jahr teilnimmt oder nicht. Zu gegebener Zeit werden weitere Informationen folgen, heißt es nun aus Sofia.

Bulgarien nimmt seit 2005 am Eurovision Song Contest teil und startete mit einer Pleiteserie in den Wettbewerb. 2007 erreichte das Land mit Elitsa & Stoyan einen fünften Platz, ab 2012 setzte man aus, kehrte danach jedoch erstarkt zurück, belegte mit Poli Genova einen vierten und mit Kristian Kostov 2017 den zweiten Platz. Zwischenzeitlich setzte BNT vornehmlich aus finanziellen Gründen aus, die letzte Teilnahme mit dem Intelligent Music Project in Turin endete mit dem vorletzten Platz im Halbfinale.