Freitag, 14. Mai 2021

Tag 7: Die bühnenfüllende Ethnonummer


Albanien
- Anxhela singt gegen die gute alte Windmaschine und zeigt sich dabei äußerst verführerisch. Im Hintergrund gibt es Blitz und Donner, rote Explosionen und in der gesamten Performance erfreulich viel Pathos, der zeigt, dass Albanien voll und ganz auf der Ethnoschiene unterwegs ist. Bühnenbild und Melodie passen gut zueinander und sind fein aufeinander abgestimmt, Anxhela kann sich bewegen und füllt die Bühne, obwohl sie auf weiter Flur alleine ist, mit ihrer Präsenz und Stimme. Da hat Albanien in diesem Jahr alles richtig aufbereitet und ich denke, man kann sich im Land des Doppelkopfadlers auf einen Finaleinzug vorbereiten, denn "Karma" hat ein Alleinstellungsmerkmal.

Das Lied wurde bereits im alten Jahr gewählt und bis zur Deadline der EBU noch einmal überarbeitet, zusammengeschnitten und zum Glück auf Albanisch gelassen. So erhält der Titel wesentlich mehr Authentizität, als ein in eine englische Fassung gepresste Version. Und auch wenn man aufgrund der sprachlichen Barriere nicht so ganz versteht, was Anxhela uns textlich mitteilen möchte, so wird doch deutlich, dass es etwas Wichtiges ist, dass sie unbedingt loswerden möchte. Ich verneige mich vor Albaniens Künstlerin und drücke ihr die Daumen, dass es mehr wird, als nur der obligatorische Finaleinzug mit anschließender Platzierung im hinteren Mittelfeld.



Anxhela Peristeri - Karma

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