Dienstag, 7. Juli 2026

Ungarn: M1 stellt Nachrichtendienst vorübergehend ein


Ungarn
- Nur wenige Tage nach der Änderung des Mediengesetzes in Ungarn und der damit verbundenen Umstrukturierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat der Sender MTVA seinen Sendebetrieb eingestellt. Ab 16 Uhr (MESZ) wurde die Ausstrahlung eingestellt und durch eine Programmtafel ersetzt, in der sich der Sender öffentlich entschuldigt. Ebenso stellte der Radiosender Kossuth Rádió seinen Betrieb ein.

"Die öffentlich-rechtlichen Medien sollten nicht lügen. Wir entschuldigen uns dafür, dass wir das so viele Jahre lang getan haben! Die öffentlich-rechtlichen Medien befinden sich im Wandel, um in Zukunft unabhängig und glaubwürdig zu sein. Das Nachrichtenangebot ist vorübergehend eingestellt. Bitte bleiben Sie bei uns", heißt es in der schwarz-weißen Einblendung. Der Nachrichtendienst des Senders M1 bleibe vorerst eingestellt, bis hierhin laufen nur Filme.

"Ein historischer Tag. Die Propaganda-Übertragung auf den Flächen der öffentlich-rechtlichen Medien endete heute. Sie haben nachts gelogen, sie haben tagsüber gelogen, sie haben auf jeder Wellenlänge gelogen. Jetzt ist es vorbei.", erklärte Präsident Peter Magyar über soziale Medienkanäle. Magyar setzte sich nach seiner Vereidigung dafür ein, die Unabhängigkeit staatlicher Medien wiederherstellen zu wollen. 

Montag, 6. Juli 2026

Andorra: RTVA bestätigt Song Contest-Absage für 2027


Andorra
- Und weiterhin wird es kein Comeback des andorranischen Fernsehens RTVA beim Eurovision Song Contest geben. RTVA hat gegenüber Eurofestivales bestätigt, dass man auch 2027 nicht am Song Contest in Bulgarien teilnehmen werde. Eine formelle Begründung lieferte der Sender mit Sitz in Andorra la Vella keine, zuletzt wurde argumentiert, dass der Wettbewerb nicht mit der redaktionellen Linie des Senders übereinstimmt.

Wie es weiter heißt, verfügt RTVA im laufenden Jahr mit rund 6,2 Millionen Euro über das größte Haushaltsbudget in der Geschichte des Senders, 67% davon sind für das Personal vorgesehen, weitere 410.000 Euro sollen für die Erneuerung veralteter technischer Ausrüstung investiert werden. Die Entrichtung einer Teilnahmegebühr für den Eurovision Song Contest sei hingegen zu hoch und liege nicht im Ermessen des Senders.

Andorra nahm lediglich im Zeitraum von 2004 bis 2009 am Eurovision Song Contest teil und ist bis zum heutigen Tage das einzige Land, das es niemals über das Halbfinale eines Song Contests hinaus geschafft hat. Mehrfach gab es Gerüchte und Kampagnen das Land in den Pyrenäen zum Song Contest zurückzubringen, doch sowohl eine Initiative der letzten Teilnehmerin Susanne Georgi als auch eine mögliche Kooperation mit dem katalanischen Sender TV3 wurden nicht umgesetzt.

Italien: Sanremo um Eurovisionsabstimmung ergänzt


Italien
- Stefano De Martino, Artistic Director des Sanremo-Festivals hat bestätigt, dass der italienische Vertreter für den Eurovision Song Contest 2027 am 19. Februar in der vierten Wettbewerbsnacht ermittelt wird. Gegenüber der Corriere della Sera bestätigte er, dass man ein eigens hierfür eine vom Festival unabhängige Abstimmung abhalten wird. Gleichzeitig versicherte De Martino, dass die Cover-Night nicht aus dem Programm gestrichen wird.

"Die Künstler erhalten die Möglichkeit, ihre Darbietungen nach ihrer eigenen kreativen Vision zu gestalten. Und ich glaube, dies ist bereits ein kleiner Schritt hin zu einer internationaleren Ausrichtung des Festivals.", so De Mattino. Die Cover-Night wird auf den Donnerstag verschoben, der Song Contest-Vorentscheid auf den Freitag. Das Finale des Sanremo-Festivals findet weiterhin am Samstagabend statt. 

Dennoch ist es möglich, dass der Sieger des Sanremo-Festivals Italien beim Eurovision Song Contest vertritt, sofern die Abstimmungsergebnisse übereinstimmen. Der genaue Abstimmungsmodus ist noch nicht kommuniziert worden. Das Sanremo-Festival selbst findet in der Woche vom 16. bis 20. Februar im Teatro Ariston in der ligurischen Kleinstadt Sanremo statt. Italien ist als Big Five-Mitglied direkt für das Finale der Eurovision qualifiziert.

Freitag, 3. Juli 2026

Bosnien-Herzegowina: Kein Comeback im Jahr 2027


Bosnien-Herzegowina
- Vor zehn Jahren hat Bosnien-Herzegowina zum bisher letzten Mal am Eurovision Song Contest teilgenommen und dies wird auch für ein weiteres Jahr die vorletzt letzte Teilnahme gewesen sein. Wie ESCtoday.com heute meldet, hat das bosnische Fernsehen BHRT bestätigt, keinen Vertreter zum Eurovision Song Contest schicken zu können. Weiterhin greifen die Sanktionen der EBU.

Nach wie vor hat BHRT Schulden in Höhe von über elf Millionen Euro bei der Europäischen Rundfunkunion und den Sender somit von den Diensten der EBU, einschließlich der Teilnahme am Song Contest ausgeschlossen. "Wir benötigen finanzielle Unterstützung im Kampf um den Erhalt unseres Sendesignals, da die Institutionen unseres Staates und die internationalen Vertreter nicht bereit sind, uns eine stabile, systematische Finanzierung zu ermöglichen.", so BHRT vor zwei Wochen. 

BHRT hat sich inzwischen in einer Kampagne an Zivilpersonen und Unternehmen gerichtet und eine Spendenkampagne ins Leben gerufen. Wie der österreichische Standard berichtet, zahlt der Sender RTRS, der Rundfunk der Republika Srpska seit 2017 keine Gebühren: "Bis Ende des Vorjahres häuften sich die ausgebliebenen Beitragszahlungen der Republika Srpska auf etwa 53 Millionen Euro. Der Sender der Föderation Bosnien und Herzegowinas zahlt hingegen seinen Anteil weiterhin."

Ungarn: Änderung des Mediengesetzes verabschiedet


Ungarn
- Mit 145 Ja- zu 39 Nein-Stimmen hat das ungarische Parlament einer Änderung des Mediengesetzes zugestimmt. Während die oppositionelle Fidesz den Vorschlag ablehnte, wurde die Änderung von der regierenden Tisza-Partei und Mi Hazánk unterstützt. Darin geht es, die öffentlich-rechtlichen Medien umzustrukturieren und ihre Nutzung für Propagandazwecke abzuschaffen. Dies sieht u.a. die Auflösung des Senders MTVA vor.

MTVA und Duna Média Service sollen durch zwei neue Organisationen ersetzt werden, Magyar Rádio és Televízío, das ungarische Fernsehen und Radio sowie Magyar Távirati Iroda (das ungarische Telegraphenamt). Die Führungsebene von MTVA und Duna sollen ausgewechselt werden, die neuen Vorsitzenden durch öffentliche Ausschreibungen statt direkte Ernennungen ausgewählt werden. Ministerpräsident Magyar machte es sich zu seinem Ziel, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wieder unabhängig zu gestalten.

Beiden Sendern wurde unter der Kontrolle der Regierung Órban vorgeworfen, zu sehr unter staatlicher Kontrolle zu stehen. Ob die neu aufgestellten Rundfunkanstalten die rechtliche Nachfolge von MTVA und Duna antreten bleibt abzuwarten. Falls nicht, müsste sich das ungarische Fernsehen erneut um die EBU-Mitgliedschaft bemühen um u.a. am Eurovision Song Contest teilzunehmen. Die EBU hat in der Vergangenheit bereits Ausnahmen für Sender gemacht, die auf die Vollmitgliedschaft warteten, etwa den Sender KAN im Jahr 2018.

Niederlande: Entscheidung über Teilnahme Ende August


Niederlande
- AVROTROS, der für den Eurovision Song Contest in den Niederlanden zuständige öffentlich-rechtliche Rundfunk hat erklärt, dass man Ende Augst/Anfang September über die Teilnahme am Song Contest 2027 in Bulgarien informieren werde. "Unsere Entscheidung wird Ende August, Anfang September fallen. Wir werden sie dann auch bekanntgeben. Kanadas Teilnahme ändert daran nichts.", wird ein Sprecher von AVROTROS zitiert.

Der niederländische Rundfunk zog sich unmittelbar nach der EBU-Generalversammlung in Genf im Dezember 2025 vom Song Contest zurück und begründet dies, ähnlich wie Irland, Island, Slowenien und Spanien mit der anhaltenden Teilnahme Israels im Wettbewerb. Der Song Contest wurde daraufhin aus dem Programm von AVROTROS verbannt, von den Sendeanstalten NOS und NTR aber dennoch in den Niederlanden übertragen.

Die Niederlande nahmen entsprechend zuletzt 2024 am Song Contest in Malmö teil, damals wurde der Beitrag "Europapa" von Joost Klein jedoch nach dem Halbfinale von der EBU disqualifiziert. Vorangegangen war ein angeblicher Vorfall zwischen Klein und einer TV-Mitarbeiterin, nachdem die schwedischen Behörden Ermittlungen aufgenommen hatten, wurden diese später eingestellt, da keine kriminelle Handlung nachgewiesen werden konnte. Die EBU stand weiterhin zu ihrer Disqualifikation.

Mittwoch, 1. Juli 2026

Kanada: CBC wird Debüt beim Song Contest 2027 geben


Kanada
- Heute ist der Canada Day, der Nationalfeiertag, der an den British North America Act vom 1. Juli 1867 erinnert. 160 Jahre nach der Gründung Kanadas wird das Land am Eurovision Song Contest teilnehmen. Nach Erlangen der EBU-Vollmitgliedschaft durch CBC/Radio-Canada erklärte die EBU heute, dass Kanada sein Debüt beim Eurovision Song Contest 2027 in Bulgarien geben wird. 

Möglich wird dies durch die Änderungen der Mitgliedsstatuten, die es öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Übersee möglich macht, am Song Contest teilzunehmen, sofern jenes Land einen Beobachterstatus im Europarat besitzt. Dies gilt neben Kanada auch für die USA, Mexiko, Japan und den Heiligen Stuhl. Man freue sich in Kanada bereits auf die erstmalige Teilnahme beim 71. Eurovision Song Contest in Bulgarien.

"An diesem Canada Day, an dem wir mit Kanadiern im ganzen Land und auf der ganzen Welt den Reichtum und die Vielfalt der kanadischen Kultur feiern, freuen wir uns sehr, bestätigen zu können, dass wir das größte Live-Musik-Event der Welt nach Kanada bringen.", so Senderchefin Marie-Philippe Bouchard. Auch die EBU begrüße das Debüt, kam die drittgrößte Wählerschaft beim Rest of the World-Voting doch aus Kanada. Weitere Einzelheiten sollen in Kürze folgen.

Bekannt ist unterdessen bereits, dass der Eurovision Song Contest, sollte Kanada den Wettbewerb gewinnen, tatsächlich auch in Kanada ausgetragen wird. "Für den Fall, dass Kanada gewinnt, würde der Wettbewerb im darauffolgenden Jahr von CBC/Radio-Canada in Kanada ausgerichtet.", so Head of Communication des Eurovision Song Contests, Dave Goodman. Dies stehe damit im Kontrast zum assoziierten EBU-Mitglied SBS in Australien.

Dienstag, 30. Juni 2026

Nordmazedonien: Vlado Janevski mit 65 Jahren verstorben


Nordmazedonien
- Vorgestern verstarb der nordmazedonische Sänger Vlado Janevski (Владо Јаневски) im Alter von 65 Jahren nach kurzer Krankheit in Skopje. Der seit den späten 70er Jahren aktive Musiker und Songwriter vertrat die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien bei ihrem Debüt beim Eurovision Song Contest 1998 in Birmingham. Mit "Ne zori zoro" wurde er dort 19. unter 25 Teilnehmern.

Der Sänger wurde 1960 in Skopje geboren und war in den 70er und 80er Jahren Teil der bekannten jugoslawischen Gruppen Tost Sendvich und Bon-Ton, ehe er ab Ende der 90er Jahre Solopfade ging. Er nahm an diversen Musikfestivals auf dem Balkan teil, u.a. 1992 an der letzten Vorentscheidung Jugoslawiens, wo er mit gemeinsam mit der Gruppe Music Box und "Hiljadu snova" den elften Platz belegte.

1998 gewann er schließlich das Skopje Fest und damit die Berechtigung, Mazedonien beim Eurovision Song Contest zu vertreten. Janevski trat als letzter Starter im Jahrgang auf, sein Beitrag, der übersetzt so viel wie "Die Sonne möge nicht aufgehen", komponiert von Grigor Koprov, ist damit der letzte in der Geschichte des Wettbewerbs, der mit vollständiger orchestraler Begleitung aufgeführt wurde. 

Vlado Janevski - Ne zori zoro

Samstag, 27. Juni 2026

Dänemark: DR öffnet Bewerbungsfenster für 2027


Dänemark
- Das dänische Fernsehen DR hat die Bewerbungsphase für den Melodi Grand Prix 2027 eingeläutet. Bis einschließlich 25. Oktober können sich interessierte Komponisten und Interpreten für den dänischen Vorentscheid bewerben. Insgesamt sollen nach Senderangaben erneut acht Acts am Vorentscheid am 13. Februar in der Sydbank Arena in Kolding teilnehmen.

Der Bewerbung muss ein Audio-File sowie ein Video beigefügt sein, das den Interpreten beim Darbieten des Liedes zeigt. Komponisten, Liedtexter oder Sänger müssen entweder dänische Staatsbürger sein oder eine enge Verbindung zu Dänemark haben. Der Vorentscheid steht auch Personen mit Wohnsitz auf den Färöer-Inseln und Grönland offen. Die Lieder müssen die grundsätzlichen EBU-Regularien einhalten und nicht vorab veröffentlicht worden sein.

Für die Interpreten gilt eine Altersbeschränkung von mindestens 18 Jahren mit Stichtag Ende Mai. Dänemark sucht den Nachfolger von Søren Torpegaard Lund, der mit "Før Vi Går Hjem" den siebten Platz im Finale von Wien belegt hat. Dänemark hat den Song Contest seit seinem Debüt im Jahr 1957 bislang dreimal gewinnen können, zuletzt im Jahr 2013 mit Emmelie de Forest und "Only Teardrops". 

Freitag, 26. Juni 2026

Kanada: CBC plant spätere Berichte zum Song Contest


Kanada
- Nachdem das kanadische Fernsehen CBC durch eine Anpassung der Mitgliedsstatuten nunmehr ein Vollmitglied der Europäischen Rundfunkunion ist, hat sich CBC, das seit 1950 assoziiertes Mitglied der EBU war, erstmals selbst in einem Beitrag zu Wort gemeldet. Leon Mar, Sprecher von CBC/Radio Canada erklärte: "Wir werden später noch ausführlicher über den Eurovision Song Contest berichten." Ein Debüt des Landes gilt nach den neuesten Entwicklungen als wahrscheinlich.

Bereits im Vorfeld des Song Contests von Wien in diesem Jahr gab es erste Anzeichen, im Haushaltsplan des Senders seien für 2025 Gelder vorgesehen, um "eine Teilnahme Kanadas am Eurovision Song Contest zu prüfen", CBC berichtet damals, dass der Premierminister Mark Carney selbst an der Initiative beteiligt gewesen sei. Song Contest-Direktor Martin Green erklärte im Mai, dass er eine kanadische Teilnahme begrüßen würde. 

"Dieses neue Kapitel in unserer Beziehung zur EBU und ihren Mitgliedern wird unsere Zusammenarbeit in einer Zeit vertiefen, in der die kollektive Wirkung der öffentlich-rechtlichen Medien von entscheidender Bedeutung ist.", so CBC-Direktorin Marie-Philippe Bouchard. Auch EBU-Generaldirektor Noel Curran erklärte, Kanada könne einen wichtigen Beitrag zur Europäischen Rundfunkunion leisten. Anders als Australien ist Kanada als Vollmitglied ohne Einladung zur Teilnahme am Song Contest berechtigt.

Donnerstag, 25. Juni 2026

Irland: Gewerkschaft begrüßt RTÉ-Boykott der Eurovision


Irland
- SIPTU, die größte Gewerkschaft in Irland, hat den Boykott des Eurovision Song Contests von RTÉ begrüßt und wendet sich gleichzeitig an den Sender auch auf die geplante Übertragung der UEFA Nations League-Spiele der irischen Nationalmannschaft gegen Israel zu verzichten. RTÉ erklärte in einer Pressemeldung, dass die Ausgangssituation hier jedoch in einem anderen Rahmen stattfinde, als die freie Entscheidung des Senders, keinen Interpreten zur Eurovision zu schicken oder diese zu übertragen.

"Wir nehmen die Entscheidung von RTÉ und anderen europäischen öffentlich-rechtlichen Sendern zur Kenntnis und loben sie, die Übertragung des Eurovision Song Contest Anfang des Jahres abgelehnt zu haben. Wir fordern RTÉ auf, auch diesmal denselben moralischen Mut zu beweisen und die Übertragung der für September und Oktober geplanten Wettbewerbe zu verweigern", so SIPTU in einer Mitteilung. RTÉ erklärte, dass Übertragung der Fußballspiele hingegen vertraglich geregelt sei und ein Bruch zukünftige Vereinbarungen über Sportübertragungsrechte beeinträchtigen könne.

Den Entschluss sich dem Boykott der Eurovision 2026 anzuschließen habe RTÉ hingegen frei entscheiden können. Der Sender äußerte sich unmittelbar nach dem Finale von Wien, dass man die Situation in einigen Monaten neu bewerten werde. Sollte Israel die Teilnahme von Seiten der EBU weiterhin gestattet bleiben, gilt eine Rückkehr Irlands 2027 als unwahrscheinlich. Irland gilt innerhalb der Europäischen Union als eines der Länder, die sich historisch bedingt am stärksten mit den Palästinensern solidarisieren. 2024 erkannte Irland Palästina als unabhängigen Staat an und schloss sich der südafrikanischen Völkermord-Klage gegen Israel vor dem IGH an.

Kanada: CBC wird Mitglied in Europäischer Rundfunkunion


Kanada
- In der tschechischen Hauptstadt Prag findet derzeit die 96. Generalversammlung der Europäischen Rundfunkunion statt und dabei wurde sogleich beschlossen und bestätigt, dass der kanadische Rundfunk CBC/Radio Canada das neueste Vollmitglied der Europäischen Rundfunkunion wird. Der Sender ist bereits formell auf der Website der EBU als Mitglied gelistet. Bisher war CBC lediglich assoziiertes Mitglied, ähnlich wie etwas SBS in Australien.

CBC nimmt nun als vollwertiges Mitglied am Nachrichtenaustausch der Europäischen Rundfunkunion teil und genießt umfängliche Rechte, die u.a. auch eine Teilnahme am Eurovision Song Contest ermöglichen, ohne formelle Einladung, wie etwa im Fall des australischen Senders. Daneben wurde die Corporacio Catalana de Mitjans Audiovisuelles, kurz 3CAT, als "Ancillary Member" in die EBU aufgenommen. Die sogenannte Nebenmitgliedschaft wurde neu geschaffen und steht laut EBU-Richtlinien Rundfunkanstalten großer autonomer Sprachgemeinschaften offen.

Bezüglich des kosovarischen Rundfunks RTK gibt es bislang keinerlei neue Informationen, wenngleich Zana Spahiu, Generaldirektorin des Senders Ende Mai erklärte, dass man im engen Kontakt mit der EBU stehe. Die Generalversammlung der EBU findet heute und morgen in Prag statt, aller Voraussicht nach wird hier auch die Nachlese zum Eurovision Song Contest in Wien betrieben, dem fünf Vollmitglieder aufgrund der israelischen Teilnahme fernblieben.

Sonntag, 21. Juni 2026

Norwegen: Kirsti Sparboe mit 79 Jahren verstorben


Norwegen
- Die dreifache norwegische Song Contest-Teilnehmerin Kirsti Sparboe ist im Alter von 79 Jahren nach kurzer Krankheit verstorben. Die Nachricht wurde von ihrer Enkelin bestätigt: "Oma ist gestern Abend im Krankenhaus friedlich eingeschlafen. Mama und ich saßen bis zum Schluss bei ihr. Ich glaube, Oma hat es sehr geschätzt, dass wir da waren. (...) Besonders traurig ist, dass ich vor sieben Wochen einen Sohn bekommen habe. Sie hat ihn nie kennengelernt."

Kirsti Sparboe wurde am 7. Dezember 1946 in Tromsø geboren und erhielt im Alter von 17 Jahren ihren ersten Plattenvertrag. 1964 hatte sie mit ihrem Lied "Ballerina" erste Erfolge in Norwegen und Schweden, 1965 nahm sie, wie auch 1967 und 1969 am Eurovision Song Contest teil, mit "Karusell" belegte sie 1965 den 13. Platz in Neapel, zwei Jahre später wurde sie mit "Dukkemann" 14. und 1969 mit "Oj, oj, oj, så glad jeg skal bli" 16. und damit Letzte im Finale von Madrid.

1970 versuchte sie ihr Glück mit "Pierre, der Clochard" beim deutschen Vorentscheid, schied jedoch in der ersten Wertungsrunde aus. Ihren größten musikalischen Erfolg verzeichnete sie 1969, als sie mit "Ein Student aus Uppsala" vierzehn Wochen in den deutschen Charts vertreten war, zeitgleich trat sie in diversen Theater- und Filmproduktionen auf. Sie gewann mehrfach den norwegischen Spellemanprisen und erhielt 1998 den Ehrenpreis der Stadt Tromsø.

Ihr bekanntester Erfolg in Deutschland: "Ein Student aus Uppsala"

Donnerstag, 18. Juni 2026

News-Splitter (1158)


Tschechien
- Nach Veröffentlichung der detaillierten Ergebnisse wurde bekannt, dass u.a. Tschechien, Zypern und Malta lediglich nur sechs statt sieben Juroren abgestimmt haben. In Luxemburg waren es im Halbfinale zudem sieben, im Finale jedoch nur sechs. Die EBU erklärt, dass es sich dabei um keinen Regelverstoß handelt: "In diesem Jahr wurden die Jurys auf sieben Mitglieder erweitert, und die Sender waren nicht verpflichtet, Ersatzjuroren zu benennen. In Tschechien beispielsweise konnte ein Jurymitglied kurzfristig nicht teilnehmen, sodass die tschechische Jury nur noch aus sechs Mitgliedern bestand."

Vereinigtes Königreich
- Niall Hay, Head of Press innerhalb der britischen Delegation, bestätigte heute, dass die BBC auch im kommenden Jahr wieder am Eurovision Song Contest teilnehmen werde. BBC Productions werde auch bis mindestens 2028 weiterhin in den Auswahlprozess für das Vereinigte Königreich einbezogen. Detaillierte Einzelheiten zum geplanten Auswahlverfahren wurden jedoch noch nicht erläutert. In den letzten Jahren hat die BBC intern ihre Interpreten und Beiträge ermittelt, dabei waren u.a. Plattenfirmen und andere Branchenpartner involviert. Mit Look Mum No Computer belegte das UK erneut nur den letzten Platz im Finale von Wien.

Monaco
- Wie Eurovoix.com meldet, hat das monegassische Fernsehen TV Monaco bislang keine Entscheidung in Bezug auf eine mögliche Rückkehr zum Eurovision Song Contest getroffen. Mehrere Quellen berichten, dass TVM angesichts von Budgeteinschränkungen die Kosten einer Teilnahme sorgfältig abwägen werde. TV Monaco wurde 2023 gegründet und im März des Folgejahres Teil der Europäischen Rundfunkunion, wodurch der Sender an Eurovisionsveranstaltungen teilnahmeberechtigt wäre. Zuletzt nahm Monaco von 2004 bis 2006 teil, damals unter der Führung der monegassischen Regierung in Zusammenarbeit mit dem damaligen EBU-Mitglied TMC. 

Donnerstag, 11. Juni 2026

Schweiz: SRG geht auf Schweizer Beitragssuche


Schweiz
- Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Schweiz hat seine Teilnahme am 71. Eurovision Song Contest in Bulgarien bestätigt. In einer gemeinsamen Presseerklärung der regionalen Sendeanstalten RSI, RTR, RTS und SRF erklärte man die Schweizer Song Contest-Saison für 2027 für eröffnet. Nunmehr läuft das offene Bewerbungsverfahren für den internen Vorentscheid, den die Schweiz seit Jahren mehr ansetzt und dabei auf ein Jurypanel setzt.

"Songs können weiterhin von allen Interessierten eingereicht werden. Das Zeitfenster für die Einreichung von Bewerbungen auf der Plattform srf.ch/eurovision ist offen vom 20. August 2026, 10 Uhr, bis am 7. September 2026, 23 Uhr.", heißt es in der Meldung. Wie es weiter heißt, werden die beiden Jurys, eine internationale Expertenjury und eine nationale Fanjury verjüngt, um den Vorgaben, wie sie etwa von der EBU bei der Song Contest-Jury verlangt werden, gerecht zu werden.

Delegationsleiter Yves Schifferle erklärte: "Wir wollen Songs und Artists finden, die international überzeugen und gleichzeitig authentisch zur Schweiz passen. Dafür entwickeln wir unsere Prozesse kontinuierlich weiter; auf Basis unserer Erfahrungen, mit neuen Ideen und modernen Instrumenten". Das Reglement und die Vorgaben für den Schweizer Auswahlprozess kann man sich hier (auf Deutsch) anschauen. In diesem Jahr scheiterte die Schweiz mit Veronica Fusaro im Halbfinale von Wien.

Sonntag, 7. Juni 2026

News-Splitter (1157)


Italien
- Die italienische RAI hat die Termine für das Festival di Sanremo 2027 bestätigt. Moderator und künstlerischer Direktor Stefano De Martino, der diese Rolle erstmals ausfüllt und die Funktionen von Carlo Conti übernimmt, erklärte, das traditionelle italienische Musikfestival wird in der Woche vom 16. bis 20. Februar 2027 stattfinden. Gerüchte, dass der vierte Abend von einer Cover-Night zur Suche des Eurovision-Beitrags umfunktioniert wurde sind (bisher) nicht bestätigt worden. Die RAI hat sich diesbezüglich nicht geäußert und keine Planänderungen bekannt gegeben. 

Slowakei
- Vergangene Woche sagte Jindřich Bardon, Programmdirektor von Rádio Slovensko, dass er zuversichtlich ist, dass die Slowakei in den kommenden Jahren zum Eurovision Song Contest zurückkehren wird. Bardon erklärte, STVR hätte bereits in diesem Jahr mit dem Gedanken gespielt: "Es geht um das Preis-Leistungs-Verhältnis. In diesen schwierigen Zeiten ist es für uns momentan nicht einfach." Mittelfristig sei die Teilnahme an der Eurovision jedoch wieder Thema. Die Slowakei nahm von 1993 bis 1998 und von 2009 bis 2012 am Song Contest teil und zählt zu den erfolgreichsten Nationen im Wettbewerb.

Armenien
- Der polnische Akkordeonspieler Michał Stochel hat den Eurovision Young Musicians in der armenischen Hauptstadt Yerevan gewonnen. Er setzte sich im Finale mit elf Kandidaten gegen die lettische Marimba-Spielerin Sonja Misiņa und die armenische Flötistin Elen Virabyan durch. Deutschland wurde durch die Geigerin Moë Dierstein vertreten. Für die Organisation in Deutschland ist der WDR zuständig, der die Show am 14. Juni morgens um 7:15 Uhr übertragen wird, die vollständige Show kann man sich hier in der ARD Mediathek anschauen. Der nächste Wettbewerb findet 2027 im lettischen Liepāja statt.

Freitag, 5. Juni 2026

Eurovision 2026: EBU vermeldet 131 Millionen Zuschauer


Europa
- Die Europäische Rundfunkunion vermeldet 131 Millionen Zuschauer für die drei Shows des diesjährigen Eurovision Song Contests innerhalb der 35 teilnehmenden Nationen. Während im Gastgeberland Österreich mit 4,4 Millionen Zuschauern ein neuer Rekord aufgestellt wurde, liegt der Jahrgang deutlich hinter den Vorjahren zurück, nicht zuletzt aufgrund des Boykotts von fünf Nationen, darunter quotenstarke Länder wie den Niederlanden und Spanien.

Im Vergleich, der Eurovision Song Contest 2025 wurde von 166 Millionen Zuschauern in den 37 Teilnehmerländern verfolgt. Das Finale des Wettbewerbs in Wien erreichte einen durchschnittlichen Marktanteil von 42,62%, was einem Einbruch von 5% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In 14 Ländern erreichte die Show mehr als 50% Marktanteil, die höchsten Werte wurden in Skandinavien verzeichnet (Finnland 92,8%, Schweden 85,5%, Norwegen 83,4%).

In anderen großen Nationen brachen die Quoten hingegen ein. So wurden in Polen 3,8 Millionen, im Vereinigten Königreich 3,7 Millionen und in Frankreich 3,3 Millionen weniger Zuschauer gemessen. Die EBU teilt weiterhin mit, dass innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Finale 5,43 Millionen Zuschauer die Show bei Youtube gesehen haben, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 4,6% entspricht.

Bezüglich der Abstimmung verzeichnet die EBU Stimmen aus 148 Nationen und Territorien, zwei mehr als im Vorjahr. Die meisten Stimmen kamen aus den USA, den Niederlanden, Kanada, Spanien, Irland, der Slowakei, der Türkei, Ungarn, den VAE und Mexiko. Seit einigen Jahren gibt es neben der regulären Televotingergebnisse aus den Teilnehmerstaaten auch noch ein Rest of the World-Voting, das als zusätzliche Zuschauerabstimmung eines Landes gewertet wird.

Sonntag, 31. Mai 2026

News-Splitter (1156)


Bulgarien
- Die bulgarische Regierung hat das Organisationskomitee für die Koordination des Eurovision Song Contest 2027 zusammengestellt. Als Vorsitzender wird der stellvertretende Premierminister Ivo Hristov agieren. Daneben sind u.a. der stellvertretende Finanzminister Galab Donev, das Außenministerium sowie das Kultur-, Jugend- und Sportministerium und die Generaldirektorin des öffentlich-rechtlichen Senders BNT, Milena Milotinova, beteiligt. Bis zum 30. Juni sollen diese Minister den Aktionsplan für die Organisation des Wettbewerbs 2027 zusammenstellen.

Italien
- Der vierte Abend von San Remo könnte laut italienischen Medien grundlegend verändert werden. In der Vergangenheit diente dieser Abend dazu, den Teilnehmern im Duett mit anderen Künstlern einen Coversong darbieten zu lassen. Nunmehr plant man offenbar, die vierte Show ausschließlich dazu zu verwenden, einen Beitrag für den Eurovision Song Contest zu finden. Plattenfirmen und die Föderation der italienischen Musikindustrie hätten sich dafür ausgesprochen, den Song Contest-Beitrag unabhängig vom Sieger des Festivals zu küren. Die RAI hat die Meldungen bisher nicht kommentiert.

Neuseeland
- Der neuseeländische Sender TVNZ scheint am Erwerb der Übertragungsrechte für den Eurovision Song Contest interessiert zu sein. Wie "The Post" berichtet, gäbe es Gespräche über den Erwerb jener Rechte: "Wir haben die Möglichkeit geprüft, sind aber noch nicht zu einem Ergebnis gekommen.", wird ein Sprecher von TVNZ zitiert. Man plane jedoch nicht, aktiv am Wettbewerb teilzunehmen. Damit seien sowohl der europäische als auch der geplante asiatische Ableger gemeint. Der Wettbewerb wurde in der Vergangenheit unregelmäßig in Neuseeland übertragen, 1992 erstmals durch TVNZ, später von Stratos und BBC UKTV.

Samstag, 30. Mai 2026

Vereinigtes Königreich: Boy George möchte Song schreiben


Vereinigtes Königreich
- Im Halbfinale von Wien schied Boy George als Sidekick von Senhit für San Marino aus, bei den LGBT-Awards im Vereinigten Königreich schwärmte der 64jährige jedoch vom Song Contest. Zudem erklärte er im Interview in der "Chris Moyles Show" bei Radio X, dass er den Wunsch hege, im kommenden Jahr den britischen Song Contest-Beitrag zu schreiben. Er betont, dass das UK zahlreiche Weltstarts hervorgebracht hat, es beim Song Contest aber immer wieder scheitert.

"Ich finde, der Schwerpunkt sollte auf dem Song liegen. Schreibt zuerst den Song, dann sucht den Sänger. Ihr braucht jemanden mit einer Wahnsinnsstimme, so eine richtig kraftvolle, europäische Stimme, die bis in den Himmel reicht (...) und der Song sollte eine Ballade sein, die sich als Disco ausgibt, die vorgibt irisch zu sein, aber ein bisschen schwul ist. Ich meine, das ist so typisch Eurovision...", wird Boy George zitiert und fügte hinzu, er wolle den Song lieber schreiben als ihn zu performen.

Die BBC hat sich bislang nicht weiter zum Song Contest geäußert, nach dem erneuten letzten Platz für Look Mum No Computer mit lediglich einem Punkt von der ukrainischen Jury, gab es bisher keinerlei weitergehenden Informationen von der BBC zum nächsten Jahr. Der bulgarische Siegertitel "Bangaranga" hat vergangene Woche unterdessen die #21 der britischen Singlecharts erreicht. In Deutschland erreichte Dara vergangene Woche sogar die #1, was seit "Euphoria" keinem Song Contest-Sieger mehr gelungen ist.

Montag, 25. Mai 2026

Bangladesch: Vorentscheid für Eurovision Asia geplant


Bangladesch
- Der Eurovision Song Contest Asia nimmt Gestalt an, mittlerweile hat auch NTV, der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Bangladesch einen nationalen Vorentscheid für das Finale am 14. November in Bangkok angekündigt. Demnach läuft die Bewerbungsphase bis zum 10. Juni, es gelten die allgemeinen Eurovisionsbestimmungen, erwünscht sind Originalsongs, die nicht länger als drei Minuten sind.

Künstler werden gebeten mit einem Plattenlabel zusammenzuarbeiten, Interpreten ohne festes Label werden von Voxovation einem Label zugewiesen. Der bangladeschische Vorentscheid wird mit zwölf Acts über die Bühne gehen, die Teilnehmer werden von NTV am 21. Juni bekannt gegeben. Der Vorentscheid selbst wird am 23. August in Dhaka stattfinden. Angekündigt wurde eine Publikumsabstimmung, eine Juryabstimmung ist optional.

Zuschauer müssen, so die ersten Regularien, für mindestens drei Interpreten abstimmen um einen Vorteil von Fanclubs einzelner Künstler zu vermeiden. Der Sieger des Vorentscheids vertritt Bangladesch beim Debüt des Eurovision Song Contest Asia in Bangkok. Neben Bangladesch hat u.a. der nepalesische und der philippinische Rundfunk einen nationalen Vorentscheid angekündigt, bislang sind zehn Nationen für den Wettbewerb gemeldet.

Sonntag, 24. Mai 2026

Eurovision: EBU feiert 70 Jahre Eurovision Song Contest


Europa
- Die Europäische Rundfunkunion feiert heute den 70. Geburtstag des Eurovision Song Contests. Am 24. Mai 1956 moderierte Lohengrin Filipello den ersten Gran Premio Eurovisione della Canzone Europea, an dem sieben westeuropäische Länder teilnahmen. Um diesen Anlass gebührend zu feiern, hat die EBU verschiedensten Content zur Verfügung gestellt, darunter eine remasterte Aufnahme des ersten Siegerbeitrags "Refrain" von Lys Assia.

Song Contest-Direktor Martin Green sagte: "Seit 70 Jahren zeigt der Eurovision Song Contest, was möglich ist, wenn öffentlich-rechtliche Sender mit einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeiten: Momente der Freude, der Emotionen und der Verbundenheit zu schaffen, die Grenzen überwinden.", seinem Grundgedanken, Menschen durch Musik zusammenzubringen folge man noch heute. 

Zum anderen hat die EBU ein Video mit dem Titel "Crossing the Bridge", untermalt von Ingrid Peters Song Contest-Beitrag 1986 "Über die Brücke geh'n" veröffentlicht, bei dem sich Teilnehmer des Wettbewerbs in den Armen liegen. Zu guter Letzt wurde mit Eurofan Voice eine Umfrage ins Leben gerufen, die Zuschauer animieren soll, aktiv den Wettbewerb mitzugestalten. An der Umfrage, die zwischen fünf und zehn Minuten dauert, kann man bis zum 7. Juni hier teilnehmen.

Samstag, 23. Mai 2026

News-Splitter (1155)


Bulgarien
- Unmittelbar nach dem Sieg von Dara beim Song Contest in Wien erklärte BNT-Generaldirektorin Milena Milotinova, dass die Show im kommenden Jahr in Sofia stattfinden wird. Nachdem sich nunmehr aber auch Burgas, Varna und Plowdiw für die Ausrichtung interessieren, hieß es heute vom Sender BNT, dass man voraussichtlich Mitte kommender Woche, nachdem man die 200seitige "Bibel" mit den Anforderungskriterien der EBU übersetzt und durchgearbeitet habe, einen Bewerbungsprozess interessierter Städte mit den erforderlichen Kriterien starten werde.

Kosovo
- Der kosovarische Rundfunk RTK hat die Rückkehr der Show "Akordet e Kosovës" angekündigt, um diesen in Zukunft als Vorentscheid für den Eurovision und Junior Eurovision Song Contest nutzen zu können. Das Festival ersetzt das Festivali i Këngës, welches in den vergangenen drei Jahren stattfand. Ziel sei es, die kosovarische Musikszene zu fördern und gleichzeitig, sollte der Sender EBU-Vollmitglied werden, ein Format zur Ermittlung des nationalen Beitrags für die Eurovision zu finden. RTK bewirbt sich seit Jahren vergeblich um die Mitgliedschaft in der Rundfunkunion.

Niederlande
- Gegenüber der Nachrichtenagentur AD erklärte der niederländische Rundfunk Omroep Max, dass man gerne für die Niederlande am Song Contest teilnehmen wolle, sollte sich der bisher zuständige Sender AVROTROS weiterhin für einen Boykott der Veranstaltung aussprechen. "Der Eurovision Song Contest ist wichtig für die Niederlande, und ich denke, wir sollten einfach mit einem Künstler teilnehmen... Auch wenn wir das Vorgehen der israelischen Regierung verurteilen, muss das nicht zu einem Boykott führen.", so Generaldirektor Jan Slatter. AVROTROS wartet die Entwicklungen innerhalb der EBU ab, Omroep Max ist ebenfalls Mitglied der EBU.