Freitag, 21. Mai 2021

Eurovision 2021: Österdahl über mögliche Änderungen


Europa
- In einer Q&A-Runde bei Twitter hat sich der neue Supervisor des Eurovision Song Contests, der Schwede Martin Österdahl, zu einigen möglichen Regeländerungen im Wettbewerb geäußert. Wie schon seine beiden Vorgänger Svante Stockselius und Jon Ola Sand ist er bemüht, den Song Contest im Flow zu halten, damit der Wettbewerb zukunftsfähig bleibt. Dies impliziert auch die Gespräche mit der Reference Group, ob Pre-Recorded Vocals, wie sie in diesem Jahr bei vielen Ländern zum Einsatz kommen, auch in Zukunft verwendet werden dürfen.

Unter anderem sagte Österdahl auf die Frage, ob der Song Contest ähnlich wie beim Melodifestivalen auch in mehreren Städten stattfinden könne, dass dies grundsätzlich möglich sei, jedoch nicht nur von der EBU abhängt, sondern auch vom gastgebenden Rundfunk. Dies wäre eine logistische Herausforderung, würde meiner Meinung nach aber auch die Kosten für die Veranstaltung deutlich in die Höhe treiben. Zudem hat der TV-Zuschauer ohnehin nichts davon, wenn die Eurovision auf Wanderschaft gehen würde.

Eine andere diskutierte Regeländerung sei die Erhöhung der maximalen Anzahl von Personen auf der Bühne. Die derzeit greifende Regelung mit sechs Personen auf der Bühne datiert aus dem Jahr 1971. Ob Konkretes geplant ist, ließ Österdahl jedoch offen. Jede Regeländerung im Wettbewerb durchläuft die sogenannte Reference Group, die den Sinn und die Vorteile für den Wettbewerb abwägen. In den letzten Jahren kam es zu diversen Änderungen, zumeist das Wertungssystem und die Präsentation der Punkte betreffend.

Durchgesetzt hat sich aber offenbar schon der markante Slogan "You're good to go" von Österdahl, den er nach Validierung der Semifinalergebnisse in beiden Shows als Übergang zu den Moderatoren auf der Bühne vom Stapel ließ. Ob es genau so episch wird, wie das "Take it away" von Jon Ola Sand, der nunmehr wieder bei seinem Heimatsender NRK unter Vertrag steht, werden wir im Laufe der nächsten Jahr und am morgigen Finalabend erleben.

2 Kommentare:

  1. Ist Dir bekannt, ob auch Überlegungen existieren, die Abstimmungen in den Halbfinals für alle teilnehmenden Länder frei zu geben? Durch die Juryvotings ist der ursprüngliche Grund der Nachbarschaftsvotings nicht mehr so im Vordergrund. Sollte das immer noch jemanden stören, könnte man ja Nord-/Westeuropa in das eine Halbfinale stecken und Süd-/Osteuropa in das andere. Hauptsache alle dürfen in allen drei Shows abstimmen. LG Jörg

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich denke, dass wird nicht so schnell passieren. Dafür müssten dann auch alle Länder die Halbfinals live ausstrahlen und das hat dieses Jahr schon nicht geklappt. Portugal hat das zeitversetzt gemacht, da wird es immer jemanden geben, der da gegen anspringt schätze ich.

      Löschen