Freitag, 14. Mai 2021

Tag 7: Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel


Georgien
- Es gibt Länder beim Eurovision Song Contest, die schlagen sich oft mit der gleichen produzierten Masche durch, siehe Zypern und Schweden und es gibt Nationen, die wagen etwas. Die beweisen Mut zum Experimentieren und bleiben dabei auf der Strecke. Dazu gehören Montenegro, das in diesem Jahr leider außen vor ist und auch Georgien. Mit Tornike Kipiani hat Georgien einen Sänger, der letztes Jahr rockige Qualitäten unter Beweis stellt und heuer in Rotterdam einen Song zum Besten gibt, der allerbeste Lagerfeuerqualitäten hat. "You" ist ein langsamer Walzer, den Tornike ganz gentlemenlike vorträgt und dabei nicht überheblich oder langweilig wirkt. Trotz allem fürchte ich, dass diese zurückgenommene Act es sehr sehr schwer haben wird, im Halbfinale gehört zu werden.

Die Bühne ist auch bei der zweiten Probe schwarz-blau gehalten, er steht alleine im Lichtschein und singt exakt auf der Linie. Man kann ihm nichts vorwerfen, er macht seinen Job auch am siebten Tag der Liveproben in Rotterdam toll und ich würde mir wünschen, dass Georgien, das in den letzten Jahren schwer gebeutelt aus dem Wettbewerb hervorging, endlich mal wieder belohnt wird. Also holt die Feuerzeuge und die Mobiltelefone raus, damit die Leistung von Tornike belohnt wird und Georgien endlich mal wieder einen Grund zur Freude beim Song Contest hat. Der Appell wird vermutlich nichts nützen, aber in diesem Jahr bin ich Team Georgia und wünsche ihnen nur das Beste.



Tornike Kipiani - You

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