Dienstag, 19. März 2019

Norwegen: NRK plant Ausbau seines Vorentscheids



Norwegen - In den letzten Jahren hatte das norwegische Fernsehen NRK seinen Melodi Grand Prix auf eine einzige Show zusammengestrichen, bei der zehn Kandidaten um das Startticket beim Song Contest buhlen. Nunmehr plant der Sender NRK im großen Stil und kündigt für das kommende Jahr einen massiv ausgedehnten Vorentscheid mit fünf regionalen Vorrunden und einer Finalshow an.

Jede dieser fünf Vorrunden soll in Oslo stattfinden, eine Tour wie beim Melodifestivalen quer durch das Land oder in früheren Melodi Grand Prix-Jahrgängen, wird es nach Senderangaben nicht geben. Dennoch soll bei den einzelnen Shows der Fokus auf die einzelnen Regionen Norwegens und deren Interpreten gelegt werden. Die Aufteilung soll in die Divisionen Nord-, Ost-, Süd-, West- und Zentralnorwegen vorgenommen werden.

Produktionsleiter Stig Karlsen erklärte: "Wir schauen voller Vorfreude auf die Vermittlung großartiger Musik aus dem ganzen Land." Wie genau das regionale Konzept des Vorentscheids aussehen soll, ist noch nicht bekannt. Derzeit läuft bereits die Bewerbungsphase für den Vorentscheid 2020. Noch bis 17. Mai können sich interessierte Künstler und Komponisten bei NRK bewerben. In diesem Jahr wird Norwegen zunächst von Keiino mit "Spirit in the sky" vertreten.

Montag, 18. März 2019

Andorra: RTVA offen für Kooperation mit TV3



Andorra - Ob es sich wieder nur um ein Windei handelt oder in naher Zukunft zu einer Rückkehr Andorras zum Eurovision Song Contest führt bleibt abzuwarten, dennoch dürften die heutige Meldung aus der Tageszeitung "El Nacional" Hoffnungen von Eurovisionsfans wecken, die sich seit zehn Jahren die Rückkehr des Fürstentums Andorra wünschen.

Xavi Mujal, Generaldirektor von Ràdio i Televisió d’Andorra erklärte, man könne eine Zusammenarbeit mit dem katalanischen Fernsehen TV3 in Betracht ziehen, um sein Land zum Eurovision Song Contest zurückzubringen. Das katalanische Fernsehen half im Jahr 2004 mit, einen Auswahlprozess für das Debüt Andorras in Istanbul, zu initiieren. Damals waren auch die Zuschauer Kataloniens aufgerufen, über die potentiellen Beiträge abzustimmen.

Zwischen 2004 und 2009 nahm Andorra erfolglos am Eurovision Song Contest teil und ist bis zum heutigen Tage das einzige Land, das es nie über das Halbfinale hinaus geschafft hat. Nachdem die Teilnahmen keinen Erfolg zeigten und sich die finanzielle Situation von RTVA nicht besserte, zog Andorra nach dem Wettbewerb in Moskau seine Teilnahme zurück und fehlt seither in der alljährlichen Teilnehmerliste, mit dem Verweis, man könne die Aufgabe einer Teilnahme allein nicht stemmen.

News-Splitter (736)



Weißrussland - Der Chef des weißrussischen Fernsehens BTRC hat im Interview angegeben, dass die Entscheidung, in diesem Jahr auf ein Televoting beim nationalen Vorentscheid zu verzichten, von den Interpreten und Produzenten des Wettbewerbs und nicht vom Sender selbst ausgegangen sei. Um den Wunsch der Teilnehmer zu respektieren habe man lediglich eine Jury eingesetzt und kein öffentliches Televoting geschaltet. Als Siegerin ging die 16jährige Sängerin Zena mit "Like it" aus dem Eurofest 2019 hervor.

Schweiz - Luca Hänni ist mit seinem Song Contest-Beitrag "She got me" auf die #11 der Schweizer Hitparade eingestiegen. Damit ist er der beste Eurovisionsteilnehmer der Schweiz seit DJ Bobo 2007, der sich vor dem Wettbewerb in den Charts platzieren konnte. Der letzte Schweizer Beitrag der sich höher platzieren konnte war Sebalter mit "Hunter of stars" im Jahr 2014, damals belegte er die #6 allerdings erst in der Song Contest-Woche. Für Luca ist es der größte Single-Erfolg in der Schweiz seit seinem Debütsong "Don't think about me".

Südafrika - Wie neulich bereits erwähnt, findet in diesen Tagen die erste Wertungsrunde beim Afrimusic Song Contest statt. Bewerber aus 13 Nationen hoffen auf einen der 20 Startplätze und wie nun bekannt wurde, stecken hinter dem Titel "I will never fight again" von Linda Kilian europäische Komponisten, die bereits bei diversen nationalen Vorentscheiden für die Eurovision tätig waren. Der Titel wurde von den schwedischen Komponistinnen Ylva & Linda Persson geschrieben und kann hier angehört werden. Nach wie vor läuft die Abstimmung für den Wettbewerb, zum Votingfenster geht es hier.

Sonntag, 17. März 2019

News-Splitter (735)



Heute zeigt sich die
Welt in Grün
Irland - Es ist das erste Wochenende nach dem Abschluss der Vorentscheidungssaison 2019 und gleichzeitig ist auch noch St. Patrick's Day. Überall auf der Welt wird heute mit Paraden oder dem Einfärben von Sehenswürdigkeiten an den Heiligen Patrick gedacht. Die irische Song Contest-Teilnehmerin Sarah McTrenan ist unterdessen mit dem Shot ihrer Postkarte in Israel beschäftigt. Einzelheiten zu den Clips der einzelnen Interpreten liegen nicht vor, Sarah scheint aber im Eliot-Kibbuz im Süden des Landes gedreht zu haben. Während ihres Aufenthalts in Israel traf sie auch den georgischen Vertreter Oto Nemsadse, mit dem sie sich ausführlich über den diesjährigen Wettbewerb unterhielt.

Russland - Sergey Lazarev wird auf der Song Contest-Bühne im Mai von vier schwedischen Backings begleitet. Adam Svensson, Jennie Jahns, Erik Segerstedt und Simon Lingmerth werden während des russischen Beitrags mit dabei sein. Adam und Jennie waren schon 2016, als Sergey das erste Mal beim Eurovision Song Contest auftrat Teil der russischen Delegation. Die Bühnenshow zu "Scream" wird in diesem Jahr von Fokas Evagelinos entworfen, der gleichzeitig auch vom spanischen Fernsehen RTVE verpflichtet wurde, die Show zu "La venda" von Miki aufzupeppen. Russland ist im zweiten Semifinale von Tel Aviv dabei.

Sacha Jean-Baptiste
und Luca Hänni
Schweiz - Das Schweizer Fernsehen überlässt in diesem Jahr scheinbar nichts dem Zufall. Nachdem man mit "She got me" von Luca Hänni einen Song ausgewählt hat, der in den Wettquoten ganz weit oben mitspielt, bestätigte SRF inzwischen auch, dass man Sacha Jean-Baptiste als Creative Director für den Beitrag gewinnen konnte. Die schwedische Choreographin hat in den letzten Jahren mit mehreren Delegationen zusammengearbeitet, u.a. mit Australien, Bulgarien und Zypern im vergangenen Jahr. Neben Luca Hänni vertraut auch das zypriotische Team in diesem Jahr auf ihren Rat. Erste gemeinsame Proben fanden bereits gestern statt.

Freitag, 15. März 2019

News-Splitter (734)



San Marino - Serhat erhält für seine Show in Tel Aviv einen professionellen Creative Director an die Seite gestellt. Wie der sanmarinesische Sender SMRTV bestätigte, wird Nick Marianos, der schon am Musikvideo zu "Say na na na" mitgewirkt hat, sich auch den Herausforderungen der Performance in Tel Aviv stellen. Nick war 2009 einer der Backgroundtänzer von Sakis Rouvas, als dieser mit "This is the night" für Griechenland in Moskau antrat und 2012 mit Eleftheria Eleftheriou zusammengearbeitet hat, als diese mit "Aphrodisiac" in Baku an den Start ging. Serhat tritt im ersten Semifinale am 12. Mai an.

Ukraine - Die Europäische Rundfunkunion wird nach dem Eurovision Song Contest über mögliche Sanktionen gegen das ukrainische Fernsehen entscheiden. "Die EBU und KAN sind darauf fokussiert, den Eurovision Song Contest zu einem wirklich spektakulären Event zu machen. Weiter Entscheidungen über den Rückzug von UA:PBC werden wir nach dem Wettbewerb treffen.", heißt es in einer Stellungnahme. Die Beurteilung des Falls wird in Abstimmung mit der Reference Group der Eurovision erfolgen. Die Ukraine zog sich nach den gescheiterten Verhandlungen mit Maruv und anderen Vorentscheidungsteilnehmern Ende Februar zurück.

Russland - In einem seiner ersten Interviews nach der Veröffentlichung von "Scream" mit dem russischen Portal super.ru sagte Sergey Lazarev, dass man von seiner Bühnenshow in Tel Aviv Großes erwarten darf. "Wir hatten bewusst vor, einen "unformatierten" Song zu produzieren, der sich von anderen Eurovisionsliedern abhebt." Als Vergleich zog er Parallelen zu überragenden Soundtracks von Blockbuster-Filmen, erklärte aber, dass seine Performance noch "epischer" sein wird, als man dies von etwaigen Filmen behaupten könne. Wir dürfen von Russland also viel erwarten. Sergey tritt für Russland im zweiten Halbfinale am 16. Mai an.

Ukraine: Al Bano auf Schwarze Liste gesetzt



Ukraine/Italien - Nachdem die Ukraine sich unrühmlich aus dem diesjährigen Wettstreit in Tel Aviv verabschiedet hat, dreht sich das Anti-Russland-Glücksrad im Land weiter. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hat das Kulturministerium der Ukraine den italienischen Eurovisionsteilnehmer Al Bano auf die Schwarze Liste gesetzt. Er zählt nunmehr zu den unerwünschten Personen im Land mit der Begründung, seine Nähe zu Russlands Präsidenten Wladimir Putin stelle eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar.

In der Ukraine unerwünscht:
Toto Cutuno und Al Bano
(im Bild mit Fausto Leali)
Auslöser des Einreisebanns scheinen Äußerungen gegenüber der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" zu sein, in der Albano Carrisi sagte: "Er ist ein großartiger Mann. Er hat ein religiöses Lebensgefühl. Er regiert mit eiserner Faust und das ist nichts falsches für mich." Al Bano war darüber hinaus bei den Feierlichkeiten zum 100jährigen Jubiläum des russischen Geheimdienstes KGB aufgetreten. Er selbst versteht die Aufregung nicht: "Ich habe nie ein Wort gegen die Ukraine gesagt. Es ist inakzeptabel, dass ich, der seit jeher für den Frieden singe, jetzt wie ein Terrorist behandelt werde."

Neben dem Einreiseverbot zieht der Eintrag auf der Schwarzen Liste weitere Kreise, so dürfen Musikvideos und Filme mit Al Bano in der Ukraine nicht mehr gezeigt werden. Insbesondere in den 80er Jahren hatten er und seine Partnerin Romina Power in der ehemaligen Sowjetunion viele Auftritte, in Russland ist er noch heute sehr beliebt. Aus dem gleichen Grund plant eine Gruppe ukrainischer Parlamentarier zudem Toto Cutugno auf diese Liste setzen zu lassen. Cutugno, Song Contest-Sieger von 1990, hätte angeblich die Annexion der Krim durch Russland unterstützt, heißt es aus der Ukraine.

Schweden: Zahlen und Fakten zum Melodifestivalen 2019



Schweden - Für die Statistiknerds unter uns hat der schwedische Sender SVT die detaillierten Abstimmungszahlen vom Melodifestivalen 2019 veröffentlicht. In diesem Jahr wurde das Voting per App eingeführt, die Zuschauer wurden dabei in acht verschiedene Altersgruppen eingeteilt. Hinzu kam das klassische Televoting, bei dem man die Radiohjälpen unterstützen konnte. Das SMS-Voting wurde in diesem Jahr aufgrund der geringen Nutzung in den letzten Jahren eingestampft. Die genauen Statistiken kann man sich hier anschauen.

Große Überraschungen in den Vorrunden gibt es keine zu vermelden. In der ersten Show konnte sich Wiktoria deutlich vor Mohombi durchsetzen (90 zu 68 Punkten). Für Witkoria wurden 1,43 Millionen Stimmen abgegeben. In der zweiten Show gewannen Hanna Ferm & Liamoo mit 94 Punkten vor Malou Prytz, die es auf 76 Zähler brachte. In den beiden anderen Vorrunden setzten sich Jon Henrik Fjällgren und John Lundvik von der Konkurrenz ab, wenngleich John nur zwei Punkte Vorsprung vor Bishara hatte. 

In der Andra Chansen fielen die Ergebnisse sehr deutlich aus, so konnte Anna Bergendahl mit 8:0 gegen Andreas Johnson ins Finale einziehen, Nano setzte sich mit 7:1 gegen Vlad Reiser durch, Lisa Ajax ebenfalls mit 7:1 gegen Martin Stenmarck und Arvingarna immerhin mit 6:2 gegenüber Rebecka Karlsson. Mehrere Rekorde wurden beim Melodifestivalen gebrochen, u.a. wurden fast 7,9 Millionen SEK für die Radiohjälpen gespendet, was umgerechnet knapp 750.000 Euro entspricht. Zudem erhielt John Lundvik im Finale die höchsten Anruferzahlen seit Frans im Jahr 2016.

Donnerstag, 14. März 2019

Italien: Kein englischer Text für "Soldi" geplant



Italien - Der diesjährige italienische Song Contest-Titel "Soldi" bleibt komplett auf Italienisch. Dies bestätigte Mahmood im Interview, es werden nachträglich keine englischen Lyrics auf den Song zugeschnitten. "Ich denke, "Soldi" ist schon europäisch genug, auch ohne große Veränderungen oder andere Sprachen hinzufügen zu müssen." Mit dem arabischen Einwurf hätte der Titel bereits zwei Sprachen.

Mahmood
Gemäß dem Motto "Zu viele Köche verderben den Brei", sei Mahmood auch hier der Meinung, dass zu viele Sprachfetzen den Song zerstören würden. Während sein Beitrag für den Eurovision Song Contest bereits im Kasten sei und die endgültige Version vorliege, ist Mahmood im Tonstudio fleißig um sein Debütalbum für den italienischen Markt vorzubereiten. Ein genauer VÖ-Termin steht noch nicht fest.

In seinem Eurovisionsbeitrag "Soldi" geht es um seine persönlichen Erfahrungen und das Verhältnis zu seinem Vater, der sich nicht um seine Kinder kümmert und es lediglich auf Geld absieht. Mahmood wurde in Mailand geboren und hat eine sardische Mutter und einen ägyptischen Vater, der insgesamt fünfmal verheiratet war und über Kinder über den Globus verteilt allein ließ. Italien tritt am 18. Mai direkt im Finale von Tel Aviv an.

Afrika: Afrimusic Song Contest 2019 nimmt Fahrt auf



Südafrika - 2016 teilten die Organisatoren des Africa Song Contests mit, dass aufgrund fehlender Gelder die Grundlage für einen Wettbewerb nach europäischem Vorbild fehlt. Heute wurde bekannt, dass es in diesem Jahr zu einer Neuauflage des "Afrimusic Song Contests" kommen wird, bei dem sich insgesamt 13 Nationen mit verschiedenen Interpreten um 20 Finalplätze im April bewerben.

Hierfür finden zunächst regionale Vorrunden statt, eingeteilt in drei Gruppen:

Gruppe 1, Westafrika:
 Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire)
 Ghana
 Kamerun
 Nigeria
 Senegal
Gruppe 2, Zentral- und Ostafrika:
 Kongo
 Malawi
 Ruanda
 Südsudan
Gruppe 3, Südliches Afrika:
 Mosambik
 Sambia
 Südafrika
 Swaziland (eSwatini)

Aus der Region Westafrika kommen zehn Bewerber ins Finale, acht aus der Gruppe Südliches Afrika und zwei aus Zentral- und Ostafrika. Momentan läuft bereits das Voting für den Wettbewerb, abgestimmt werden kann hier auf der offiziellen Website. Hier stehen auch alle Lieder zum Anhören bereit. Der Afrimusic Song Contest stellt die größte überregionale Plattform für Musiker des schwarzen Kontinents. Die Organisatoren haben sich zum Ziel gesetzt, die afrikanische Musikindustrie zu unterstützen.

Mittwoch, 13. März 2019

Spices: Über Madonna und fehlende Millionen



Israel - Seit Wochen geistert die Meldung, dass Madonna den Interval-Act im Finale des Eurovision Song Contests von Tel Aviv in Beschlag nehmen soll. Sylvan Adams, ein kanadisch-israelischer Milliardär, setzt sich dafür ein und möchte die Gage für den amerikanischen Superstar aus eigener Tasche zahlen. Das Produktionsteam des Wettbewerbs sieht dieses Unterfangen allerdings eher kritisch, wie die Nachrichtenseite ynet.co.il berichtet.

Ein israelischer Milliardär will
Madonna zum ESC holen
Adams ist für seine großzügigen Investitionen zur Bewerbung Israels im Ausland bekannt, so hat er u.a. dafür gesorgt, dass das Radrennen Giro d'Italia in Jerusalem begann und zwei Etappen des Italien-Rundkurses in Israel stattfanden. Er selbst gab an, die Verhandlungen mit Madonna laufen prima, das Produktionsteam des Wettbewerbs stört sich nach Berichten mehrerer Medien aber an den potentiellen Songs, die die 60jährige plane zu singen.

Die Europäische Rundfunkunion reagierte bislang nicht, auch scheinen noch keine Gespräche mit Adams erfolgt zu sein. Dieser sei bereit einen siebenstelligen Betrag aufzubringen, um Madonna für den Eurovision Song Contest zu gewinnen. Das mögliche Engagement Madonnas wäre nach Justin Timberlake der zweite Weltstar innerhalb von drei Jahren im Wettbewerb. Sollten sich die Gerüchte bestätigen oder in Wohlgefallen auflösen, werden wir natürlich darüber berichten.

Während für die Mobilmachung eines Weltstars Geld vorhanden zu sein scheint, drängt die Europäische Rundfunkunion die israelische Regierung erneut, die versprochenen Gelder für die Organisation des Wettbewerbs umgehend an den Sender KAN zu überweisen. In einem Brief fordert der irische Generaldirektor der EBU, Noel Curran, die israelische Regierung zum Handeln auf. Es geht darin um einen Betrag von 75 Millionen Schekel, was umgerechnet rund 18,5 Millionen Euro entspricht.

In Sorge: EBU-General-
direktor Noel Curran
"Leider mussten wir feststellen, dass die 70 Millionen NIS, die Sie zur Finanzierung der Eurovision an KAN überweisen mussten, entgegen früherer Aussagen während unserer Treffen in Israel, nur in Form eines 15jährigen Darlehens an den Rundfunk übertragen haben. (...) Diese kurzfristigen Änderungen bei der Finanzierung des Wettbewerbs sind besonders besorgniserregend, da sie die Handlungsfähigkeit von KAN als öffentlich-rechtlichen Rundfunk erheblich beeinträchtigen können.", heißt es in dem Schreiben.

Die Regierung des Landes gefährde laut Europäischer Rundfunkunion, die gesetzliche Forderung, durch die Schaffung diverser Programm im Sinne der israelischen Bevölkerung, einem Grundversorgungsauftrag nachzukommen. Um die Funktionsfähigkeit von KAN und die Finanzierung des Eurovision Song Contests nicht zu gefährden, sei umgehendes Handeln notwendig, so die EBU. Bereits im Vorwege der Planungen gab es mehrere schleppend verlaufende Gespräche über die Finanzierung des Wettbewerbs zwischen der EBU und dem israelischen Regierungsapparat.

Eurovision 2019: Infos zu den Einrichtungen in Tel Aviv



Israel - Beim Delegationstreffen in Tel Aviv wurden weitere Details rund um den Eurovision Song Contest beschlossen bzw. vom israelischen Fernsehen KAN publiziert. Schon vorgestern erfuhren wir beispielsweise, dass der Euroclub, als die Location für die Zeit nach getaner Arbeit im Hangar 11 im "Port of Tel Aviv" stattfinden wird. Die multiple Veranstaltungslocation, bei der sich jede Schule freuen dürfte, wenn hier ihre Prom Night stattfindet, kann bis zu 1.000 Menschen Platz bieten.

Kann auch für Hochzeiten
gebucht werden: Hangar 11
Die Location liegt am Anfang der Corniche von Tel Aviv, rund zehn Minuten Autofahrt vom Expogelände entfernt, auf dem der Eurovision Song Contest ausgestragen wird. Zu Fuß dauert der Marsch entlang des Flusses Yarkon und des Ganei Yehoshua Parks rund 45 Minuten. Der Euroclub öffnet vom 11. bis 18. Mai täglich von 21 Uhr bis 4 Uhr morgens, akkreditierte Presse und Delegationen kommen kostenfrei herein. Einen Einblick in die Lokalität gibt es hier.

Zudem wurde heute bekannt gegeben, dass das Red Carpet Event am Sonntag, den 12. Mai ab 18 Uhr (MESZ, 19 Uhr Ortszeit) auf dem Habima Square, südlich der Innenstadt ausgetragen und von Eurovision.tv per Livestream übertragen wird. Der Habima Square ist dabei die Kreuzung des Rothschild Boulevards und der Dizengoff Street, was ihn zu einem zentralen Knotenpunkte in Tel Aviv macht. 

Der Habima Square
Beiläufig wird er auch "The Orchestra Plaza" genannt, da sich hier diverse kulturelle Einrichtungen wie das Habima Theatre, der Helena Rubinstein-Pavillon oder der Kulturpalast befinden.Die anschließende Opening Ceremony, bei der der Song Contest feierlich eröffnet wird und zu der gern Abendgarderobe erwünscht ist, findet dort ebenfalls im Anschluss unter Beteiligung des Bürgermeisters Ron Huldai, des israelischen Fernsehens und der EBU statt.