Donnerstag, 13. Mai 2021

Tag 6: Von der Handwave zur Handleuchte


Polen
- Nach der heutigen Probe von 
Rafał Brzozowski verabschiede ich mich nun auch von der Idee, dass es Polen ins Finale schaffen könnte. Tatsächlich ist er in Polen ja eine bekannte Persönlichkeit, mit eigenen TV-Formaten und einer beachtlichen Karriere im eigenen Land. Das nützt ihm nur leider in Hinblick auf den Eurovision Song Contest nichts, weil seine Bekanntheit schon an der Oderbrücke in Frankfurt endet. Da sich zu dem fehlenden Popularitätsbonus in Europa auch noch eine eher magere Stimme gesellt, bleiben fast nur die netten Hintergrundanimationen und die Handlämpchen seiner Tänzer. Es ist gut choreographiert, es gibt viel Feuerwerk, aber eben keine klare Richtung für den Song. 

Was mir ein bisschen Sorge bereitet ist, dass das polnische Fernsehen mit dem Eurovision Song Contest in den letzten Jahren immer mal wieder Probleme hatte, die meist von der Politik des Landes angefüttert wurden. Und so könnte ich fast die These aufstellen, dass ein Ausscheiden von Rafał einen Rückzug vom Song Contest zur Folge hätte. Das ist zwar noch lange hin, aber wie schon bei Gromee stelle ich fest, dass alles ganz nett gemeint ist, man einen bekannten Künstler verpflichtet, der es dann aber entweder mit der Handwave oder dem Gesang versemmelt. Wir können jedenfalls nach der heutigen Leistung gewiss sein, dass "Warszawa 2022" ins Wasser fällt, höchstwahrscheinlich auch die Finalteilnahme in Rotterdam.



Rafał Brzozowski - The ride

1 Kommentar:

  1. Hätte mir gerne was traditionelles aus Polen gewünscht, dann kommt was altbackenes wie dieser Song heraus und alleine der Typ macht mir sowas von ein unsympathischen Eindruck. Das wird nix das wird nix...

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