Sonntag, 24. Mai 2026

Eurovision: EBU feiert 70 Jahre Eurovision Song Contest


Europa
- Die Europäische Rundfunkunion feiert heute den 70. Geburtstag des Eurovision Song Contests. Am 24. Mai 1956 moderierte Lohengrin Filipello den ersten Gran Premio Eurovisione della Canzone Europea, an dem sieben westeuropäische Länder teilnahmen. Um diesen Anlass gebührend zu feiern, hat die EBU verschiedensten Content zur Verfügung gestellt, darunter eine remasterte Aufnahme des ersten Siegerbeitrags "Refrain" von Lys Assia.

Song Contest-Direktor Martin Green sagte: "Seit 70 Jahren zeigt der Eurovision Song Contest, was möglich ist, wenn öffentlich-rechtliche Sender mit einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeiten: Momente der Freude, der Emotionen und der Verbundenheit zu schaffen, die Grenzen überwinden.", seinem Grundgedanken, Menschen durch Musik zusammenzubringen folge man noch heute. 

Zum anderen hat die EBU ein Video mit dem Titel "Crossing the Bridge", untermalt von Ingrid Peters Song Contest-Beitrag 1986 "Über die Brücke geh'n" veröffentlicht, bei dem sich Teilnehmer des Wettbewerbs in den Armen liegen. Zu guter Letzt wurde mit Eurofan Voice eine Umfrage ins Leben gerufen, die Zuschauer animieren soll, aktiv den Wettbewerb mitzugestalten. An der Umfrage, die zwischen fünf und zehn Minuten dauert, kann man bis zum 7. Juni hier teilnehmen.

Samstag, 23. Mai 2026

News-Splitter (1155)


Bulgarien
- Unmittelbar nach dem Sieg von Dara beim Song Contest in Wien erklärte BNT-Generaldirektorin Milena Milotinova, dass die Show im kommenden Jahr in Sofia stattfinden wird. Nachdem sich nunmehr aber auch Burgas, Varna und Plowdiw für die Ausrichtung interessieren, hieß es heute vom Sender BNT, dass man voraussichtlich Mitte kommender Woche, nachdem man die 200seitige "Bibel" mit den Anforderungskriterien der EBU übersetzt und durchgearbeitet habe, einen Bewerbungsprozess interessierter Städte mit den erforderlichen Kriterien starten werde.

Kosovo
- Der kosovarische Rundfunk RTK hat die Rückkehr der Show "Akordet e Kosovës" angekündigt, um diesen in Zukunft als Vorentscheid für den Eurovision und Junior Eurovision Song Contest nutzen zu können. Das Festival ersetzt das Festivali i Këngës, welches in den vergangenen drei Jahren stattfand. Ziel sei es, die kosovarische Musikszene zu fördern und gleichzeitig, sollte der Sender EBU-Vollmitglied werden, ein Format zur Ermittlung des nationalen Beitrags für die Eurovision zu finden. RTK bewirbt sich seit Jahren vergeblich um die Mitgliedschaft in der Rundfunkunion.

Niederlande
- Gegenüber der Nachrichtenagentur AD erklärte der niederländische Rundfunk Omroep Max, dass man gerne für die Niederlande am Song Contest teilnehmen wolle, sollte sich der bisher zuständige Sender AVROTROS weiterhin für einen Boykott der Veranstaltung aussprechen. "Der Eurovision Song Contest ist wichtig für die Niederlande, und ich denke, wir sollten einfach mit einem Künstler teilnehmen... Auch wenn wir das Vorgehen der israelischen Regierung verurteilen, muss das nicht zu einem Boykott führen.", so Generaldirektor Jan Slatter. AVROTROS wartet die Entwicklungen innerhalb der EBU ab, Omroep Max ist ebenfalls Mitglied der EBU.

Freitag, 22. Mai 2026

Ungarn: Kulturminister soll Rückkehr-Optionen prüfen


Ungarn
- Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar erklärte, dass er den Kulturminister bzw. Staatssekretär beauftragt hat, die mögliche Rückkehr Ungarns zum Eurovision Song Contest zu prüfen. In einem Interview mit dem ORF erklärte Magyar, die Entscheidung ob Ungarn zurückkehrt läge nicht bei ihm, er sehe jedoch keinen Grund, warum Ungarn nicht am Eurovision Song Contest teilnehmen sollte.

"Es ist nicht meine Entscheidung, ob Ungarn erneut an diesem Wettbewerb teilnimmt. Ich habe viele Briefe und Bitten von jungen Menschen erhalten, Ungarn für diesen Wettbewerb zu nominieren. Daher werde ich den Kulturminister bzw. den Staatssekretär beauftragen, unsere Möglichkeiten zu prüfen (...)", so Magyar. Die endgültige Entscheidung liegt beim öffentlich-rechtlichen Sender MTVA.

Dieser wurde in den vergangenen Jahren massiv nach dem Willen Orbáns umgestaltet und ist stark unter staatliche Kontrolle geraten. MTVA hat nach dem Rückzug im Anschluss an den Song Contest 2019 nie formell einen Grund genannt, warum Ungarn sich vom Wettbewerb zurückgezogen hat. Ab 2020/21 setzte MTVA aus und formte seinen ursprünglichen Vorentscheid "A Dal" zum einem nationalen Musikfestival um.

Donnerstag, 21. Mai 2026

Luxemburg: Regierung will Teilnahme weiterhin fördern


Luxemburg
- Der luxemburgische Premier- und Medienminister Luc Frieden bekräftigte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus, dass das Land auch künftig am Eurovision Song Contest teilnehmen werde. Auf Anfrage eines Parlamentsmitgliedes erklärte Frieden, dass die Regierung auch weiterhin dafür einstehe, luxemburgische Beiträge zum Eurovision Song Contest zu schicken. Dies meldete auch der verantwortliche Sender RTL.

Der Premierminister betonte die Wichtigkeit des Eurovision Song Contests, die Sichtbarkeit des Großherzogtums auf europäischer und internationaler Ebene zu stärken. Bereits jetzt laufen Gespräche mit den Organisatoren des Luxembourg Song Contests, man plane die nationale Musikszene aktiv in den Vorentscheid einzubinden. "Es ist uns wichtig sicherzustellen, dass dies den luxemburgischen Sängerinnen und Sängern wirklich einen Schub gibt.", so Frieden.

Er lobte die Zusammenarbeit mit RTL sowie der Rockhal, dem Austragungsort der bisherigen Ausgaben des luxemburgischen Vorentscheids in Esch-sur-Alzette und möchte dieses Format mit staatlichen Geldern auch im kommenden Jahr fördern. Luxemburg kehrte 2024 nach 30jähriger Pause zum Eurovision Song Contest zurück, schaffte es zweimal mit Tali und Laura Thorn ins Finale, schied 2026 jedoch mit "Mother Nature" von Eva Marija im Halbfinale aus.

Nordmazedonien: MRT-Direktor bestätigt Rückkehr für 2027


Nordmazedonien
- MRT-Generaldirektor Zoran Ristoski bestätigte heute bei einem Treffen des Programmrates, an dem diverse Medienvertreter teilgenommen haben, dass Nordmazedonien nach vierjähriger Pause wieder einen Vertreter zum Eurovision Song Contest schicken wird. Ristoski sagte, dass die EBU den Sender kulturell unterstütze und daher scheinbar Budget für die Teilnahme in Bulgarien 2027 vorhanden sei.

Nordmazedonien musste sich nach dem Song Contest 2022 in Turin aus finanziellen Gründen zurückziehen, bis dahin nahm man regelmäßig ab 1998 am Wettbewerb teil, geprägt von einer kontinuierlichen Qualifikationsrate Mitte der 2000er Jahre und der Bestplatzierung von Tamara Todevska beim Song Contest 2019 und dem siebten Rang mit "Proud", das damals auch Sieger im Juryvoting wurde.

Anschließend verzichtete der Sender trotz stetiger Diskussionen über eine mögliche Rückkehr auf die Teilnahme, nahm den Wettbewerb jedoch konsequent in sein TV-Programm auf und hat weiterhin alle Shows live übertragen. Nordmazedonien ist damit das erste Land, das sein Comeback beim Eurovision Song Contest im kommenden Jahr bestätigt hat, weitere Einzelheiten wurden noch nicht genannt.