Freitag, 22. Februar 2019

News-Splitter (727)



Litauen - Jurijus und sein Titel "Run with the lions" bleibt weiterhin Teil des litauischen Vorentscheids "Eurovizijos". Der Delegationsleiter Yuri Veklenko erklärte, man habe mit der Europäischen Rundfunkunion gesprochen und sei zu dem Schluss gekommen, dass man keine zusätzliche Spannung vor dem nationalen Vorentscheid aufbauen wolle. Die endgültige Entscheidung, ob das Lied beim Eurovision Song Contest starten dürfe, fällt die Reference Group der Eurovision, sofern er als Sieger aus dem Vorentscheid hervorgeht. Das Finale von "Eurovizijos" findet morgen Abend in Vilnius statt.

San Marino - Das sanmarinesische Lied und der dazugehörige Videoclip wird vom nationalen Rundfunk SMRTV am Donnerstag, den 7. März im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Serhat hat für den Videoshot in San Marino, Frankreich und der Türkei gedreht, der Sender ergänzte, man habe ein frisches und modernes Konzept für den Dreh gewählt. Nähere Einzelheiten nannte SMRTV jedoch nicht. Serhat wurde intern vom sanmarinesischen Fernsehen ausgewählt und vertritt das Land nach seinem Anlauf 2016 mit "I didn't know" bereits zum zweiten Mal. 

Griechenland - Das griechische Fernsehen ERT wird seinen Song "Better love" bereits einen Tag zuvor, am 6. März, vorstellen. Hierfür hat man die Athens Concert Hall angemietet, um sowohl das Lied für Tel Aviv als auch Informationen zu seinem neuen TV-Programm zu präsentieren. Griechenland wird in diesem Jahr von Katerine Duska vertreten. Für die Song Contest-Teilnahme in Tel Aviv, inklusive der Vorbereitungen, Promotion, den Videodreh und die Erarbeitung der Bühnenshow hat ERT in diesem Jahr 326.855 Euro netto veranschlagt, dies entspricht Schätzungen zufolge dem doppelten Budget, das noch im vergangenen Jahr zur Verfügung stand.

Heute: "Unser Lied für Israel" aus Berlin



Deutschland - Seit Mitternacht sind alle Lieder des deutschen Vorentscheids nun öffentlich und können z.B. hier auf Eurovision.de angehört werden. Das 100köpfige Jurypanel macht sich auf den Weg nach Berlin-Adlershof und ab 20:15 Uhr (MEZ) sitzen wir alle gespannt vor dem Fernseher und schauen uns die von Linda Zervakis und Barbara Schöneberger moderierte deutsche Vorentscheidung an. Sieben Kandidaten treten an, um den letzten vakanten Platz im Finale von Tel Aviv am 18. Mai zu besetzen.

Die Teilnehmer von "Unser Lied für Israel":
01. - Aly Ryan - Wear your love
02. - BB Thomaz - Demons
03. - Linus Bruhn - Our city
04. - Gregor Hägele - Let me go
05. - Sisters - Sister
06. - Lilly Among Clouds - Surprise
07. - Makeda - The day I loved you most

Zu jeweils einem Drittel stimmen die Zuschauer per SMS- und Televoting sowie das oben genannte Panel und eine internationale Jury über den deutschen Song Contest-Beitrag ab. Es gibt, ähnlich wie im Vorjahr, nur eine Wertungsrunde. Für die musikalische Rahmengestaltung hat die ARD u.a. Revolverheld, Andreas Bourani, Udo Lindenberg und Lena Meyer-Landrut sowie natürlich den Vorjahressieger Michael Schulte eingeladen. Parallel wird die Show auch auf one und per Stream auf Eurovision.de übertragen.

Programmtipp:
Fr., 22. Februar 2019 - 20:15 Uhr
Unser Lied für Israel
Deutscher Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2019
Moderation: Barbara Schöneberger u. Linda Zervakis

Foreign visitors: Fans and visitors from outside Germany will be able to watch the national final via Eurovision.de. The official website will provide a live stream right here starting at 8:15pm (CET). 

Donnerstag, 21. Februar 2019

Finnland: Dritter Darude-Song heißt "Look away"



Finnland - Um Mitternacht finnischer Zeit hat der Sender YLE das Video zum dritten und letzten Vorentscheidstitel von "Uuden Musiikin Kilpailu" vorgestellt. Sebastian Rejman singt diesmal "Look away", produziert und abgemischt ist das Ganze von Ville Virtanen alias Darude. Das Musikvideo zum Song kann man sich hier auf der Website des finnischen Fernsehens anschauen. Nachdem nun alle drei Lieder vorliegen, steuert Finnland auf seinen Vorentscheid am 2. März zu.

Die drei Titel des finnischen Vorentscheids 2019:
01. - Darude feat. Sebastian Rejman - Release me
02. - Darude feat. Sebastian Rejman - Superman
03. - Darude feat. Sebastian Rejman - Look away

Darude wurde intern vom finnischen Fernsehen YLE für den Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv ausgewählt. Dabei war er allerdings nicht die erste sondern vielmehr die sechste Wahl des nationalen Rundfunks. Den Gesangspart in allen drei Liedern übernimmt The Giant Leap-Sänger Sebastian Rejman, mit dem Darude bereits vor seiner Nominierung für Tel Aviv zusammengearbeitet hat. Die Entscheidung, mit welchem Lied die Finnen zur Eurovision fahren obliegt den Zuschauern am übernächsten Samstag.

Grönland: Grönländer können beim DMGP werten



Grönland - Sie gelten sowieso schon als heimliche Favoriten beim Dansk Melodi Grand Prix 2019 und jetzt erhalten sie noch einen weiteren Vorteil. Julie & Nina, die am Samstag im Finale des dänischen Vorentscheids ihren Titel "League of lights" vorstellen und dabei erstmals seit 1979 wieder die grönländische Sprache zum Vorentscheid bringen, können Stimmen aus Grönland erhalten.

Der lokale Sender KNR (Kalaallit Nunaata Radioa) wird den Melodi Grand Prix live ab 16 Uhr Ortszeit übertragen. Zusätzlich haben auch die Grönländer die Chance, per SMS oder über die DR App abzustimmen. Diese Übereinkunft gab es beispielsweise auch 2008 mit dem Sender KVF von den Färöer Inseln, als die Gruppe The Dreams am dänischen Vorentscheid teilnahm.

Julie wurde in Grönland geboren und wurde in Dänemark durch ihren zweiten Platz beim dänischen Ableger von "Popstars" bekannt, seither hat sie fünf Alben veröffentlicht, darunter zwei Nummer-Eins-Alben. Der dänische Vorentscheid findet am Samstag in Herning statt. Das Land nimmt am zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests am 16. Mai teil. In den letzten Jahren übertrug KNR mehrfach den Eurovision Song Contest zeitversetzt.

Litauen: Monika Marija zieht "Criminal" aus Vorentscheid ab



Litauen - Am letzten Samstag hat Monika Marija bereits dazu aufgerufen, ihren zweiten Wettbewerbstitel "Criminal" nicht zu berücksichtigen und sowohl die Juroren als auch die Zuschauer aufgefordert, nicht für das Lied abzustimmen, da sie bereits mit "Light on" im Finale von "Eurovizijos" stand. Daran haben sich beide Parteien jedoch nicht gehalten, der Titel qualifizierte sich dennoch für die Endrunde des litauischen Vorentscheids.

Wollte sich nicht selbst im Weg
stehen: Monika Marija
Die Sängerin hat nun die Konsequenzen daraus gezogen und eigenmächtig ihren Song vom litauischen Finale zurückgezogen, damit sich beide Titel nicht gegenseitig die Stimmen wegnehmen. In diesem Fall hat sich Monika nun dazu entschieden, lediglich mit "Light on" an den Start zu gehen, mit dem sie Anfang Februar die zweite Vorrunde gewann und im Halbfinale eine Woche später ebenfalls die maximale Punktezahl aus Jury- und Televoting erreichte.

Gemäß des Regelwerks des litauischen Vorentscheids muss Monika Marija nun eine nicht genannte Strafzahlung leisten. Den vakanten achten Startplatz im Finale von "Eurovizijos" nimmt stattdessen Alen Chicco miz "Your cure" ein, der im zweiten Semifinale des Vorentscheids am Samstag mit zwölf Punkten als Fünfter ausschied. Das Finale findet übermorgen in den LRT-Studios in Vilnius statt. Litauen nimmt am 16. Mai im zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests in Tel Aviv teil.

Ihr verbliebener Wettbewerbstitel "Light on"

Eurovision 2019: KAN streamt Song Contest barrierefrei



Israel - Der israelische Sender KAN wird den Eurovision Song Contest erstmals online für taube und blinde Menschen streamen. Der Sender bestätigte, dass man hierfür die notwendigen Vorkehrungen getroffen habe und alle drei Shows online barrierefrei ohne Geoblocking anbieten werde. Für die Darstellung der Zeichensprache konnte das sogenannte Sign Now Team gewonnen werden, die Vorbereitungen hierfür laufen bereits.

Mit diesem Schritt möchte man den Eurovision Song Contest 2019 möglichst vielen Menschen offenbaren. In der Vergangenheit haben mehrere nationale Rundfunkanstalten in Europa den Wettbewerb in Eigenregie barrierefrei gestaltet. So zeigten z.B. ORF 2 in Österreich und der litauische Sender LRT Kultura den Song Contest aus Stockholm in Gebärdensprache, NRK Tegnspråk die Ausgaben von 2016 und 2017 in Norwegen und SVT24 den letztjährigen Wettbewerb in Schweden.

Erwartungsgemäß wird auch die ARD den Eurovision Song Contest barrierefrei anbieten. Der deutsche Vorentscheid "Unser Lied für Israel", der morgen Abend in Berlin stattfindet, wird im Ersten ohne Einblendungen gezeigt, der Digitalsender one bietet allerdings Untertitel und eine Hörfassung an. Auf Eurovision.de zeigt der NDR die Show zudem in Deutscher Gebärdensprache. Weitere Informationen zur Barrierefreiheit beim deutschen Vorentscheid gibt es hier.

Mittwoch, 20. Februar 2019

Israel: Kobi Merimi singt "Home" beim Song Contest



Israel - Der israelische Song Contest-Titel wird "Home" heißen. Am Abend bestätigte der Gastgebersender der Eurovision 2019 den Songtitel, mit dem Kobi Merimi am 18. Mai im Finale von Tel Aviv glänzen möchte. Der Titel wurde aus über 200 Einsendungen ausgewählt, wenngleich hinter verschlossenen Türen. Bei dem Lied handelt es sich nach Angaben des Sängers um eine "berührende Ballade", deren Komponisten Ohad Shargai und Inbar Weitzman sind.

Kobi sagte: "Das Lied hat mich schon beim ersten Hören sehr bewegt und ich fühlte mich sofort damit verbunden. Ich danke dem Auswahlkomitee dafür, dieses Lied ausgewählt zu haben, da es perfekt auf mich zugeschnitten ist. In ein paar Tagen kann jeder meine Emotionen mit dem Lied teilen." Die Premiere des Liedes erfolgt am Sonntag, den 10. März. "Home" wurde von einer internen Jury des Senders KAN und Teddy Productions ermittelt, die Entscheidung fiel heute.

Kobi Merimi wurde 1991 in Ramat Gan, östlich von Tel Aviv geboren und studierte zunächst Schauspiel, ehe er sich für die sechste Staffel der Talentshow "Hakochav haba" anmeldete, in der er zeitfast fast ausgeschieden wäre, sich im Finale jedoch zunächst gegen Maya Buskila und im Anschluss mit dem Beatles-Klassiker "Let it be" gegen Ketreyah und Shefita durchsetzen konnte. Kobi ist nach Nadav Guedj, Hovi Star, Imri Ziv und Netta Barzilai der fünfte Vertreter Israels, der durch die Show für die Eurovision entdeckt wurde.

News-Splitter (726)



Litauen - Nicht nur in Ungarn gibt es wenige Tage vor dem Vorentscheid Probleme mit potentiellen Regelbrüchen, sondern auch beim litauischen Finale "Eurovizijos". Wie LRT bestätigte, steht der Song "Run with the lions" von Jurijus im Verdacht, bereits vor dem 1. September 2018 öffentlich aufgeführt worden zu sein. Offenbar war das Lied bereits im Frühjahr 2018 online verfügbar, inzwischen ist die Aufnahme gelöscht. Der Produzent des Liedes nannte diese Unterstellung "Lächerlich". Ob Jurijus' Teilnahme am Vorentscheid hiervon tangiert wird, erfahren wir, sollte er den Vorentscheid am Samstag gewinnen.

Ukraine - Der Privatsender STB erklärte derweil, dass man keine Interpreten vom nationalen Vorentscheid Vidbir ausschließen werde, die zuvor in Russland aufgetreten sind. Namentlich geht es um die Teilnehmer Yuko und Maruv. Die ukrainische Delegationsleiterin erklärte, es gehe nicht darum, wer wann wo aufgetreten sei, sondern welcher Kandidat die Ukraine am besten vertreten könne. Die Thematik flammte auf, nachdem Vertreter der ukrainischen Regierung die Frage aufwarfen, ob Interpreten, die zuvor in Russland aufgetreten sind, passende Kandidaten für die Eurovision seien. Yevhen Nyschchuk, Kulturminister der Ukraine, ergänzte später, man werde sich von staatlicher Seite nicht in das Auswahlverfahren für Tel Aviv einmischen.

Österreich - Der ORF hat bestätigt, dass die Premiere des österreichischen Song Contest-Beitrags "Limits" am Freitag, den 8. März erfolgen soll. Der Titel, gesungen von Pænda soll im Rahmen einer Pressekonferenz am Morgen des 8. März vorgestellt und im Anschluss auch im Ö3 Wecker zu hören sein. Das Lied, mit dem Österreich im zweiten Semifinale des Eurovision Song Contests am 16. Mai antritt wird als "elektronische Popballade" angepriesen. Pænda wurde intern vom ORF für die Eurovision selektiert. Anfang 2018 veröffentlichte sie ihr Debütalbum "Evolution I", im April diesen Jahres soll mit "Evolution II" das Folgealbum in Österreich erscheinen.

Dienstag, 19. Februar 2019

News-Splitter (725)



Island - Immerhin zwei der fünf isländischen Vorentscheidungsbeiträge bleiben auch im Finale des Söngvakeppnin auf Isländisch. RÚV hat die Liste der Beiträge für den 2. März bestätigt und lässt durchblicken, dass die Gruppe Hatari ihren Song "Hatrið mun sigra" und auch Friðrik Ómar sein Lied "Hvað ef ég get ekki elskað" weiterhin in der Landessprache vortragen werden. Hera Björk, Tara Mobee und Kristina Bærendsen haben sich hingegen für die englischen Versionen ihrer Songs entschieden. 

Albanien - Albaniens Song Contest-Vertreterin Jonida Maliqi ist in Tirana mit dem Bürgermeister der Stadt zusammengetroffen, um Gelder für ihre bevorstehende Eurovisionsteilnahme zu sammeln. Jonida erklärte Erion Veliaj, dem OB der albanischen Hauptstadt, dass sie finanzielle Unterstützung benötigt, um das bestmögliche Ergebnis mit "Ktheju tokës" zu erzielen. In welchem Rahmen sich die Finanzierungshilfe abspielt ist nicht bekannt, er sagte ihr jedoch seine Unterstützung zu und ebnete den Weg für ein Konzert auf dem Skanderbeg-Platz, um Gelder zu sammeln.

Australien - Die Freiheitsstatue-Optik, die Kate Miller-Heidke beim australischen Vorentscheid an den Tag legte, werden wir beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv höchstwahrscheinlich nicht sehen. Die Sängerin erklärte via Twitter, dass man den Auftritt im Vergleich zum Vorentscheid in Gold Coast noch einmal überarbeiten werde. Dort trat sie als Eiskönigin in einem Aliona Moon-Gedächtniskleid auf und hatte einen, auf eine Fiberglasstange geschnallten, Backgroundtänzer dabei. Kate singt ihren Song "Zero gravity" im ersten Halbfinale von Tel Aviv am 14. Mai.

Kommentar: Der ESC - bald nur noch für Gutbetuchte?



Ein Kommentar von Matthias Breitinger

Da werden die Fans heute Mittag ziemlich geschluckt haben, als der israelische Sender KAN die Ticketpreise für den Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv veröffentlicht hat. Wer das Finale am Samstagabend live in der Halle verfolgen möchte, muss mindestens 280 Euro berappen. Für diese Summe bekam man voriges Jahr fast schon das teuerste Ticket.

Den Stehplatz vor der Bühne in Tel Aviv (Golden Ring) gibt’s für 366 Euro. Auch die Halbfinaltickets beginnen mit 183 Euro nicht gerade günstig. Fans, die im Golden Ring alle drei Liveshows verfolgen wollen, sind mal eben 926 Euro los. In den Paketen war früher auch jeweils das Juryfinale am Vorabend dabei. Das macht dann für den Golden-Ring-Platz die Gesamtsumme von 1.644 Euro.

So teuer war bisher kein ESC vor Ort. Der Song Contest wird ein Event für gutbetuchte Fans.

Nicht umsonst sehen Ökonomen Monopole kritisch. Wenn jemand eine Sache als einziger anbietet, besteht das Risiko, dass die anderen übertrieben viel dafür bezahlen. Sofern der fragliche Gegenstand nicht lebensnotwendig ist, lässt sich der Preis natürlich nicht bis ins Astronomische anheben – dann springen irgendwann die Kunden ab: „So unbedingt brauche ich das nun auch nicht.

Diese Wahl haben auch ESC-Fans grundsätzlich, und darum sollten die Veranstalter – also in erster Linie die EBU mit dem jeweiligen nationalen Broadcaster – den Bogen auch tunlichst nicht überspannen. Der eine oder andere wird sich die Reise nach Israel nun vielleicht doch noch mal überlegen. Aber die Preise kamen relativ spät in die Öffentlichkeit, so dass die Organisatoren berechtigte Hoffnungen haben können, dass jetzt nicht eine gewaltige Cancel-Flut auf Unterkünfte und Flüge zukommt.

Eine eigentlich unverschämte Taktik, darauf zu vertrauen, dass Fans sagen: „Jetzt hab ich eh schon gebucht, dann will ich das Ding auch in der Halle sehen.“ Man will wohl austesten, wo für die ESC-Fans die Schmerzgrenze liegt. Bei so manchem wird die Begeisterung über das Event und die Stimmung vor Ort so riesig sein, dass er auch einen Tausender zu geben bereit ist. Doch schon die Tickets für Lissabon waren nicht wirklich günstig. Nun ist wirklich das Ende der Fahnenstange erreicht. Die EBU sollte nicht vergessen, dass sie auch von den Fans abhängt: Die schönen Bilder feiernder ESC-Anhänger mit wehenden Flaggen gibt’s eben nur, wenn die Halle voll ist. Also genügend Leute bereit sind, die hohen Ticketpreise zu zahlen.

Für Tel Aviv dürfte das angesichts der vergleichsweise geringen Kapazitäten kein Problem sein. Aber in den nächsten Jahren könnte das schon wieder anders aussehen. Events wie der ESC sollten also für Fans mit normal dickem Geldbeutel bezahlbar bleiben. Es wäre schade, wenn sich künftig nur noch Zahlungskräftige den Besuch vor Ort leisten könnten. Denn das liefe auch dem völkerverbindenden Gedanken des Events entgegen. Schon in früheren Jahren entdeckte man vor Ort kaum Fans aus Moldawien, Bulgarien oder der Ukraine. Es wäre schade, wenn das Liveerlebnis künftig nur noch was für die reicheren Nord- und Mitteleuropäer wäre.

Weißrussland: Neue Wege im Jahr 2020



Weißrussland - Der nationale Vorentscheid in Weißrussland hat offenbar ausgedient. Wie es auf Eurovoix.com heißt, plant der Sender BTRC ab der Saison 2020 einen völlig anderen Weg einzuschlagen und auf das Eurofest, das größte Trash-Festival des Kontinents, zu verzichten. Stattdessen möchte der Sender mit einer bestimmten Zahl von Interpreten arbeiten und diese bis zur Perfektion auf ihrem Weg zum Song Contest begleiten.

Ivan Eismont, BTRC-Chairman erklärte: "Wir arbeiten derzeit an verschiedenen Formaten, aber wir planen bereits in naher Zukunft keinen öffentlichen nationalen Vorentscheid mehr auszutragen. Wenn die Entscheidung endgültig ist, werden wir bereits im nächsten Jahr einen bestimmten Interpreten einsetzen, wie dies schon in vielen europäischen Ländern der Fall ist." Man werde eine Auswahlliste potentieller Beiträge selektieren und diese dann bestmöglich auf den Song Contest vorbereiten.

Trotz allem kann sich natürlich jeder willige Interpret jederzeit beim weißrussischen Fernsehen bewerben, solange die Bewerbung in Einklang mit den EBU-Richtlinien ist. Zunächst wird der weißrussische Beitrag aber noch einmal durch das Eurofest ermittelt. Der Vorentscheid ist für den 7. März angesetzt, die Entscheidung über den Sieger fällen aber einzig und allein die Juroren, ein Televoting ist nicht geplant. Unter den Bewerbern finden sich bekannte Namen wie z.B. Napoli, Aura oder PROvokatsiya.

Eurovision 2019: Finaltickets ab 280 Euro aufwärts



Israel - Gemäß dem Motto "Dare to pay" werden Eurovisionsreisende aber noch einmal tief in die Tasche greifen müssen. Der Sender KAN hat die Paketpreise für die Song Contest-Eintrittskarten 2019 veröffentlicht und man stellt fest, unter 280 Euro gibt es keine Eintrittskarten für das Finale am 18. Mai. Die Greenroom VIP-Tickets liegen sogar bei stolzen 487 Euro bzw. 2.000 israelischen Schekel.

Der Tel Aviv-Ausflug kann
heuer ziemlich ins Geld gehen
Dabei genießt man allerdings nichts von der Atmosphäre in der eigentlichen Song Contest-Bühne sondern sitzt, wie die Delegationen auch, in der benachbarten Halle und verfolgt dort die Show. Normale Kategorien mit Sitzplatz liegen im Finale bei 280 Euro, in den Halbfinals bei etwa 180 Euro, zudem gibt es die besseren Kategorien "Level 2", "Prime Site" und die Stehplatzkategorie "Golden Circle" vor der Bühne, die im Finale bis zu 365 Euro pro Karte kosten.

Liveshows

Semi-finalsGrand Final
Common Seats750 ₪ (183€)1.150 ₪ (280€)
Common, Level 21.000 ₪ (244€)1.350 ₪ (329€)
Golden Ring (Stehplatz)1.150 ₪ (280€)1.500 ₪ (366€)
Prime Site1.250 ₪ (305€)1.700 ₪ (414€)
Greenroom (VIP)1.000 ₪ (244€)2.000 ₪ (487€)

Rehearsals

Semi-finalsGrand final
Common Seats350 ₪ (85€)500 ₪ (122€)
Common, Level 2750 ₪ (183€)1.000 ₪ (244€)
Golden Ring (Stehplatz)900 ₪ (219€)1.150 ₪ (280€)
Prime Site1.000 ₪ (244€)1.250 ₪ (305€)

Bei den rund 1.500 VIP-Tickets für den Greenroom ist immerhin die Bewirtung inkludiert. Günstiger, wenngleich nicht mit den Preisen der Vorjahre vergleichbar, sind die Eintrittskarten der Juryfinals. Hier starten die Preise bei 85 Euro und ziehen sich bis in die Golden Circle-Kategorie für 280 Euro. KAN arbeitet für den Vertrieb der Eintrittskarten und Ticket-Pakete mit dem israelischen Event-Veranstalter Leaan zusammen, begründet werden die hohen Ticketpreise in diesem Jahr damit, dass die Organisatoren die Produktionskosten selbst aufbringen müssen und von staatlicher Seite keinerlei finanzielle Unterstützung erhalten. 

Zudem gibt es im Vergleich zu vorherigen Jahrgängen schlichtweg weniger Platz und demnach auch weniger verfügbare Eintrittskarten. Die Expo-Halle fasst zwar rund 10.000 Plätze, aufgrund der Montage von technischem Equipment und aus Sicherheitsgründen, um z.B. eine Stage-Invasion wie in Lissabon zu verhindern, müssen Kapazitäten abgezogen werden, woraus sich rund 7.300 Plätze ergeben. Der Sender KAN behält sich zudem das Recht vor, 500 Probentickets für Mitglieder der Israel Defense Forces (IDF) zu reservieren. Wann genau die Karten in den Verkauf gehen, ist noch nicht terminlich festgelegt.

In Kürze: TRM zieht Vorentscheid einen Tag vor



Moldawien - Am 2. März diesen Jahres hätte ursprünglich das Semifinale des moldawischen Vorentscheids "O Melodie Pentru Europa" stattfinden soll. Nachdem der Sender TRM allerdings festgestellt hat, dass nur wenige Bewerbungen eingegangen sind und die musikalische Qualität doch etwas zu wünschen übrig ließen, hat man dieses vorangestellte Halbfinale kurzerhand komplett abgesagt und stattdessen zehn Finalisten gewählt.

Das Finale hätte am 3. März, einem Sonntag stattfinden sollen. Nunmehr hat Teleradio Moldova den Termin um einen Tag nach vorn gezogen, die Republik Moldau wählt ihren Vertreter somit schon am Samstag, den 2. März. Damit wählen die Moldawier am gleichen Tag wie Georgien, Norwegen, Finnland, Island und Portugal. Moldawien nimmt am zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests am 16. Mai in Tel Aviv teil. Vergangenes Jahr belegten die DoReDos mit "My lucky day" den zehnten Platz.

Montag, 18. Februar 2019

News-Splitter (724)



Polen - Vergangene Woche hat das polnische Fernsehen TVP die vier Damen von Tulia für den Eurovision Song Contest in Tel Aviv nominiert. Weitere Einzelheiten über das Lied, welches Patrycja, Dominika, Joanna und Tulia singen werden, sind bisher nicht bekannt. Als sehr wahrscheinlich gilt jedoch, dass die Gruppe den Song "Pali się" ("Es brennt") zum Besten geben wird. Er ist einer von 140 Beiträgen, die das polnische Fernsehen an Zusendungen erhalten hat. Momentan finden Verhandlungen zwischen der Band, TVP und der Plattenfirma Universal Music statt, auch darüber, ob der Song auf Englisch, Polnisch oder als "Mixed Entry" aufgeführt wird.

Nordmazedonien - Tamara Todevska ist da schon einen Schritt weiter. Der Titel ihres Songs ist bekannt und nunmehr auch der Termin der Veröffentlichung. "Proud" soll am 4. März, also heute in zwei Wochen der Öffentlichkeit präsentiert werden. An der Komposition sind Robert Bilbilov, Lazar Cvetkovski und Darko Dimitrov beteiligt. Derzeit ist das nordmazedonische Team damit beschäftigt, das finale Arrangements des Titels abzumischen. Nordmazedonien nimmt am 16. Mai im zweiten Semifinale von Tel Aviv teil und versucht sich erstmals seit 2012 wieder für das Finale zu qualifizieren.

Kroatien - Unverändert bleibt dafür der kroatische Song Contest-Beitrag "The dream" von Roko Blažević. Der Komponist des Liedes und ehemalige Song Contest-Teilnehmer Jacques Houdek erklärte, man werde im Vergleich zum Auftritt bei der Dora 2019 keinerlei Veränderungen vornehmen. Ob sich dies auch auf den engelsgleichen Auftritt seines Schützlings bezieht, ist allerdings nicht bekannt. Kroatien ist im zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests am 16. Mai mit von der Partie. Im letzten Jahr schieden die Kroaten mit Franka Batelić im Halbfinale von Lissabon aus.

Griechenland - Und inzwischen ist auch der griechische Songtitel bekannt. Katerine Duska wird in Lissabon den Song "Better love" singen. Dies bestätigten sowohl der zuständige Sender ERT als auch die Plattenfirma Minos EMI. Vorgestellt wird das Lied am Donnerstag, den 7. März. Griechenland hat für seine Verhältnisse schwere Song Contest-Jahre hinter sich. Die letzte Top Ten-Platzierung liegt inzwischen sechs Jahre zurück, 2016 und vergangenes Jahr in Lissabon schaffte es Griechenland nicht einmal ins Finale. Gianna Terzis schied als 14. im Halbfinale aus. Heuer ist Griechenland im ersten Halbfinale am 14. Mai dabei.

Israel: KAN sucht Volunteers für Song Contest



Israel - Das israelische Fernsehen KAN sucht öffentlich nach Volunteers, die gerne einer Freiwilligentätigkeit während des Eurovision Song Contests nachgehen möchten und Aufgaben im Eurovision Village oder dem Pressezentrum, dem Flughafen Ben Gurion oder während der Opening Ceremony übernehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass man mindestens 18 Jahre alt ist, gute Sprachkenntnisse auf Englisch hat und eine "smart appearance" an den Tag legt.

Auch weitere Fremdsprachenkenntnisse zur Betreuung der jeweiligen Delegationen aus den 42 Nationen sind gerne gesehen. Die Bandbreite der Tätigkeiten reicht, wie auch schon in den Vorjahren von der Erteilung von Akkreditierungen im Pressezentrum über die Bereitstellung während des Orange Carpet-Events (ja, der Rote Teppich soll dieses Mal orange sein), dem Catering-Bereich bis zu Post- und Fahrdiensten für die EBU und die Delegationen.

Gesucht werden rund 500 Freiwillige, die im Mai gute zwei Wochen Zeit haben, um sich dem Eurovision Song Contest in Tel Aviv zu verschreiben. Ein Bewerbungsformular (auf Hebräisch) gibt es hier, die ersten Bewerbungsgespräche für die Anstellung als Volunteer finden am Nachmittag des 24. Februars statt, die letzten Termine am Abend des 3. Aprils. Der Eurovision Song Contest findet am 14., 16. und 18. Mai auf dem Expo-Gelände von Tel Aviv statt.

News-Splitter (723)



Ungarn - Ein nicht näher genannter Beitrag des ungarischen Vorentscheids "A Dal" steht unter Plagiatsverdacht. Wie der Sender MTVA bestätigte, werde derzeit geprüft, ob der Song nicht gegen das geltende Regelwerk des Vorentscheids verstoße. Sollte dies der Fall sein und die Prüfung eine Verletzung der Regeln ergeben, so stünden mit Konyha und Gergő Oláh zwei mögliche Ersatzkandidaten bereit. Das Finale des ungarischen Vorentscheids findet am Samstag, den 23. Februar in Budapest statt.

Update [14:13 Uhr]: Inzwischen hat MTVA den Titel "Help me out of here" von Petruska vom Vorentscheid ausgeschlossen und durch Gergő Oláh und "Hozzád bújnék" ersetzt. Der disqualifizierte Titel soll frappierende Ähnlichkeiten mit "White sky" von Vampire Weekend haben.

Portugal - Das erste Halbfinale des Festival da Canção 2019 wurde in Portugal von 620.000 Zuschauern verfolgt. Der staatliche Sender RTP 1 fuhr damit einen Marktanteil von 6,4% in der Zielgruppe ein, muss jedoch auch einen Einbruch von rund 147.000 Zuschauern im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen, als Portugal jedoch auch den Status des Gastgebers für den Eurovision Song Contest inne trug. Kommenden Samstag geht der portugiesische Vorentscheid in die zweite Runde, dann treten erneut acht Interpreten um die verbliebenen vier Finalplätze ein.

Frankreich - Sie will es vor dem Ende ihrer musikalischen Karriere noch einmal wissen. Lisa Angell, die Frankreich 2015 in Wien mit dem Titel "N'oubliez pas" vertreten hat, startet einen Anlauf in der französischen Ausgabe von "The Voice". Sie möchte die Uhr noch einmal zurückstellen, sagte sie, während sie auf ihre Eurovisionsteilnahme angesprochen wurde. Zwei der Coaches drückten den Buzzer, sie entschied sich für das Team von Chansonnier Julien Clerc, in der Nachbetrachtung sagte der englisch-libanesische Sänger Mika, dass er es bereue, sich nicht umgedreht zu haben. Wir dürfen von Lisa also noch mehr erwarten.

Sonntag, 17. Februar 2019

Rumänien: Ester Peony gewinnt Selecția Națională!



Rumänien - Huch, was ist denn da in Rumänien vorgefallen? Weder Bella Santiago, noch Laura Bretan noch Linda Teodosiu haben den nationalen Vorentscheid gewonnen sondern eine Sängerin, die kaum jemand in der Song Contest-Bubble auf dem Schirm hatte: Ester Peony. Geschuldet ist dies dem seltsam anmutenden Wertungskonzept des Finales in Rumänien, bei dem der Sender TVR die Wertigkeit der Juroren hochstufte und dem Televoting lediglich den Rang eines(!) Juroren gab. Im Televoting selbst schaffte es Ester nämlich nur auf den achten Platz.

Das Ergebnis der Selecția Națională 2019 (Jury- und Televoting):
01. - 065 (62+03) - Ester Peony - On a Sunday
02. - 060 (48+12) - Laura Bretan - Dear father
03. - 058 (50+08) - Bella Santiago - Army of love
04. - 042 (36+06) - Linda Teodosiu - Renegades
05. - 040 (35+05) - Letiția Moisescu & Sensibil Balkan - Daina
06. - 035 (28+07) - Vaida - Underground
07. - 029 (19+10) - Trooper - Destin
08. - 027 (26+01) - Olivier Kaye - Right now
09. - 019 (19+00) - Claudiu Mirea - We are the ones
10. - 014 (10+04) - Aldo Blaga - Your journey
11. - 010 (08+02) - Dya & Lucian Colareza - Without you (sin ti)
12. - 007 (07+00) - Teodora Dinu - Skyscraper

Ohne der Siegerin nahetreten zu wollen, aber zunehmend ödet mich der diesjährige Eurovision Song Contest an. Es ist nicht so, dass Rumänien in diesem Jahr keine guten Alternativen hatte. Statt eine Nummer mit etwas mehr Wums zu nominieren, hat sich das von TVR, im Stil des früheren Diktators Ceaușescu, installierte Wertungsgremium auf einen Titel verständigt, von dem ich das Gefühl habe, dass er gestern bereits in Lettland gewonnen hat. Dafür hagelt es auf der offiziellen Facebook-Seite des Senders derzeit reichlich Kritik, Ausdrücke wie "stinkende Kommunisten von TVR" sind noch das Harmloseste.

Ein Land in Aufruhr und dennoch muss Rumänien damit nun durch das zweite Halbfinale am 16. Mai. Ester Alexandra Crețu stammt aus Bukarest und betreibt seit 2014 Musik, ist jedoch auch als Songwriterin aktiv, ihren Song Contest-Beitrag hat sie gemeinsam mit Alexandru Șerbu und Victoria Badea selbst verfasst. Zu ihren bisherigen Veröffentlichungen zählt die EP "Dig it" aus dem Jahr 2017 mit insgesamt vier Titeln. Ester tritt nach ihrem Sieg die Nachfolge der Gruppe The Humans an, die mit "Goodbye" im Semifinale von Lissabon baden ging und als erster rumänischer Act vorzeitig die Heimreise antreten durfte.

Ester Peony - On a Sunday

Georgien: Lied für Tel Aviv wird auf Georgisch gesungen



Georgien - Freunde von Beiträgen in der Landessprache werden bei Georgien in diesem Jahr auf ihre Kosten kommen. Im Jahr nachdem die Gruppe Iriao erstmals einen kompletten Song auf Georgisch gesungen hat, bestätigte Tinatin Berdzenishvili, Vize-Generaldirektorin des Senders GPB, die gleichzeitig auch in der Jury der Castingshow "Sakartvelos vvarskvlavi" sitzt, dass der Sieger der Show beim Eurovision Song Contest auf Georgisch singen wird.

"Die Eurovision versucht so viele Lieder wie möglich in ihrer Landessprache zu bekommen. Deshalb kann ich Ihnen bestätigen, dass Georgien in diesem Jahr mit einem Lied auf Georgisch antreten wird.", so Berdzenishvili. Bis auf "Sheni gulitsvis" aus dem letzten Jahr und einzelne Phrasen im Intro von "I'm a joker" von Anri Jokhadse schickte Georgien ausschließlich englischsprachige Titel zum Eurovision Song Contest.

Momentan arbeitet eine siebenköpfige Jury an der Auswahl der potentiellen Eurovisionsbeiträge, die die Finalisten der Castingshow am 2. März vortragen werden. In dieser Jury sitzt u.a. Nodiko Tatishvili, der Georgien 2013 gemeinsam mit Sopho Gelovani in Malmö vertreten hat. Im Finale des georgischen Idols-Ablegers treten vier Kandidaten an, ein Bewerber muss somit noch aus dem Format ausscheiden, gestern traf es Tamar Lachkhepiani.