Samstag, 30. Mai 2026

Vereinigtes Königreich: Boy George möchte Song schreiben


Vereinigtes Königreich
- Im Halbfinale von Wien schied Boy George als Sidekick von Senhit für San Marino aus, bei den LGBT-Awards im Vereinigten Königreich schwärmte der 64jährige jedoch vom Song Contest. Zudem erklärte er im Interview in der "Chris Moyles Show" bei Radio X, dass er den Wunsch hege, im kommenden Jahr den britischen Song Contest-Beitrag zu schreiben. Er betont, dass das UK zahlreiche Weltstarts hervorgebracht hat, es beim Song Contest aber immer wieder scheitert.

"Ich finde, der Schwerpunkt sollte auf dem Song liegen. Schreibt zuerst den Song, dann sucht den Sänger. Ihr braucht jemanden mit einer Wahnsinnsstimme, so eine richtig kraftvolle, europäische Stimme, die bis in den Himmel reicht (...) und der Song sollte eine Ballade sein, die sich als Disco ausgibt, die vorgibt irisch zu sein, aber ein bisschen schwul ist. Ich meine, das ist so typisch Eurovision...", wird Boy George zitiert und fügte hinzu, er wolle den Song lieber schreiben als ihn zu performen.

Die BBC hat sich bislang nicht weiter zum Song Contest geäußert, nach dem erneuten letzten Platz für Look Mum No Computer mit lediglich einem Punkt von der ukrainischen Jury, gab es bisher keinerlei weitergehenden Informationen von der BBC zum nächsten Jahr. Der bulgarische Siegertitel "Bangaranga" hat vergangene Woche unterdessen die #21 der britischen Singlecharts erreicht. In Deutschland erreichte Dara vergangene Woche sogar die #1, was seit "Euphoria" keinem Song Contest-Sieger mehr gelungen ist.

Montag, 25. Mai 2026

Bangladesch: Vorentscheid für Eurovision Asia geplant


Bangladesch
- Der Eurovision Song Contest Asia nimmt Gestalt an, mittlerweile hat auch NTV, der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Bangladesch einen nationalen Vorentscheid für das Finale am 14. November in Bangkok angekündigt. Demnach läuft die Bewerbungsphase bis zum 10. Juni, es gelten die allgemeinen Eurovisionsbestimmungen, erwünscht sind Originalsongs, die nicht länger als drei Minuten sind.

Künstler werden gebeten mit einem Plattenlabel zusammenzuarbeiten, Interpreten ohne festes Label werden von Voxovation einem Label zugewiesen. Der bangladeschische Vorentscheid wird mit zwölf Acts über die Bühne gehen, die Teilnehmer werden von NTV am 21. Juni bekannt gegeben. Der Vorentscheid selbst wird am 23. August in Dhaka stattfinden. Angekündigt wurde eine Publikumsabstimmung, eine Juryabstimmung ist optional.

Zuschauer müssen, so die ersten Regularien, für mindestens drei Interpreten abstimmen um einen Vorteil von Fanclubs einzelner Künstler zu vermeiden. Der Sieger des Vorentscheids vertritt Bangladesch beim Debüt des Eurovision Song Contest Asia in Bangkok. Neben Bangladesch hat u.a. der nepalesische und der philippinische Rundfunk einen nationalen Vorentscheid angekündigt, bislang sind zehn Nationen für den Wettbewerb gemeldet.

Sonntag, 24. Mai 2026

Eurovision: EBU feiert 70 Jahre Eurovision Song Contest


Europa
- Die Europäische Rundfunkunion feiert heute den 70. Geburtstag des Eurovision Song Contests. Am 24. Mai 1956 moderierte Lohengrin Filipello den ersten Gran Premio Eurovisione della Canzone Europea, an dem sieben westeuropäische Länder teilnahmen. Um diesen Anlass gebührend zu feiern, hat die EBU verschiedensten Content zur Verfügung gestellt, darunter eine remasterte Aufnahme des ersten Siegerbeitrags "Refrain" von Lys Assia.

Song Contest-Direktor Martin Green sagte: "Seit 70 Jahren zeigt der Eurovision Song Contest, was möglich ist, wenn öffentlich-rechtliche Sender mit einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeiten: Momente der Freude, der Emotionen und der Verbundenheit zu schaffen, die Grenzen überwinden.", seinem Grundgedanken, Menschen durch Musik zusammenzubringen folge man noch heute. 

Zum anderen hat die EBU ein Video mit dem Titel "Crossing the Bridge", untermalt von Ingrid Peters Song Contest-Beitrag 1986 "Über die Brücke geh'n" veröffentlicht, bei dem sich Teilnehmer des Wettbewerbs in den Armen liegen. Zu guter Letzt wurde mit Eurofan Voice eine Umfrage ins Leben gerufen, die Zuschauer animieren soll, aktiv den Wettbewerb mitzugestalten. An der Umfrage, die zwischen fünf und zehn Minuten dauert, kann man bis zum 7. Juni hier teilnehmen.

Samstag, 23. Mai 2026

News-Splitter (1155)


Bulgarien
- Unmittelbar nach dem Sieg von Dara beim Song Contest in Wien erklärte BNT-Generaldirektorin Milena Milotinova, dass die Show im kommenden Jahr in Sofia stattfinden wird. Nachdem sich nunmehr aber auch Burgas, Varna und Plowdiw für die Ausrichtung interessieren, hieß es heute vom Sender BNT, dass man voraussichtlich Mitte kommender Woche, nachdem man die 200seitige "Bibel" mit den Anforderungskriterien der EBU übersetzt und durchgearbeitet habe, einen Bewerbungsprozess interessierter Städte mit den erforderlichen Kriterien starten werde.

Kosovo
- Der kosovarische Rundfunk RTK hat die Rückkehr der Show "Akordet e Kosovës" angekündigt, um diesen in Zukunft als Vorentscheid für den Eurovision und Junior Eurovision Song Contest nutzen zu können. Das Festival ersetzt das Festivali i Këngës, welches in den vergangenen drei Jahren stattfand. Ziel sei es, die kosovarische Musikszene zu fördern und gleichzeitig, sollte der Sender EBU-Vollmitglied werden, ein Format zur Ermittlung des nationalen Beitrags für die Eurovision zu finden. RTK bewirbt sich seit Jahren vergeblich um die Mitgliedschaft in der Rundfunkunion.

Niederlande
- Gegenüber der Nachrichtenagentur AD erklärte der niederländische Rundfunk Omroep Max, dass man gerne für die Niederlande am Song Contest teilnehmen wolle, sollte sich der bisher zuständige Sender AVROTROS weiterhin für einen Boykott der Veranstaltung aussprechen. "Der Eurovision Song Contest ist wichtig für die Niederlande, und ich denke, wir sollten einfach mit einem Künstler teilnehmen... Auch wenn wir das Vorgehen der israelischen Regierung verurteilen, muss das nicht zu einem Boykott führen.", so Generaldirektor Jan Slatter. AVROTROS wartet die Entwicklungen innerhalb der EBU ab, Omroep Max ist ebenfalls Mitglied der EBU.

Freitag, 22. Mai 2026

Ungarn: Kulturminister soll Rückkehr-Optionen prüfen


Ungarn
- Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar erklärte, dass er den Kulturminister bzw. Staatssekretär beauftragt hat, die mögliche Rückkehr Ungarns zum Eurovision Song Contest zu prüfen. In einem Interview mit dem ORF erklärte Magyar, die Entscheidung ob Ungarn zurückkehrt läge nicht bei ihm, er sehe jedoch keinen Grund, warum Ungarn nicht am Eurovision Song Contest teilnehmen sollte.

"Es ist nicht meine Entscheidung, ob Ungarn erneut an diesem Wettbewerb teilnimmt. Ich habe viele Briefe und Bitten von jungen Menschen erhalten, Ungarn für diesen Wettbewerb zu nominieren. Daher werde ich den Kulturminister bzw. den Staatssekretär beauftragen, unsere Möglichkeiten zu prüfen (...)", so Magyar. Die endgültige Entscheidung liegt beim öffentlich-rechtlichen Sender MTVA.

Dieser wurde in den vergangenen Jahren massiv nach dem Willen Orbáns umgestaltet und ist stark unter staatliche Kontrolle geraten. MTVA hat nach dem Rückzug im Anschluss an den Song Contest 2019 nie formell einen Grund genannt, warum Ungarn sich vom Wettbewerb zurückgezogen hat. Ab 2020/21 setzte MTVA aus und formte seinen ursprünglichen Vorentscheid "A Dal" zum einem nationalen Musikfestival um.