Samstag, 8. August 2026

Ukraine: Ausschlussregel bleibt weiterhin in Kraft


Ukraine
- Das ukrainische Fernsehen Suspilne hält an der Regel fest, dass sich ukrainische Künstler, die in den letzten zwölf Jahren in Russland oder von Russland kontrollierten Gebieten aufgetreten sind, nicht am Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2027 in Bulgarien bewerben können. Gemäß der gestern veröffentlichten Regeln, dürfen Künstler nach dem 15. März 2014 in Russland und nach dem 22. Februar 2022 in Belarus nicht mehr aufgetreten sein.

Suspilne bekräftigt diese Regel, nachdem die Sängerin Olya Polyakova 2026 nach einer gescheiterten Bewerbung Protest in der Werchowna Rada, dem ukrainischen Parlament eingelegt hatte. Diese argumentierte: "Diese Regelung wurde 2019 eingeführt. Ich war übrigens nur einmal dort, und zwar nicht wegen eines Konzerts, Anfang 2015, und bin danach nie wieder hingegangen. (...) Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Regelung sah das ukrainische Gesetz keine Haftung, weder strafrechtliche noch verwaltungsrechtliche, für solche Auftritte vor."

Das ukrainische Fernsehen sieht sich durch die Ergebnisse einer Umfrage gestärkt, in der 56% der Ukrainer diese Regel für gerechtfertigt halten, dass Künstler mit Auftritten in Russland und Belarus ausgeschlossen werden sollten. Trotz der Erklärung, die Regel hätte weiterhin Bestand, hat das ukrainische Fernsehen bisher keine offizielle Teilnahmebestätigung für den Eurovision Song Contest noch einen Aufruf für den Vorentscheid Vidbir bekannt gegeben.

Mittwoch, 5. August 2026

Eurovision Asia: Diverse Vorentscheide für Erstausgabe


Bhutan
- Im Herbst findet erstmals der Eurovision Song Contest Asia statt. Wie im Finale der Eurovision von Wien angekündigt, werden diverse asiatische Nationen erstmals zusammentreten und dem Konzept der Eurovision folgend einen Sieger untereinander ausmachen. Mittlerweile ist auch bekannt, dass diverse Länder einen nationalen Vorentscheid veranstalten werden, die per Livestream online und bei Youtube verfügbar sein werden.

Die angekündigten TV-Vorentscheidungen für Eurovision Asia:
11.08. (15:00 Uhr MESZ) - Bhutan - Rhythm of Bhutan
15.08. (14:00 Uhr MESZ) - Malaysia - Bekanntgabe des Interpreten
30.08. (15:45 Uhr MESZ) - Philippinen - Philippine Selection Night
04.09. (16:00 Uhr MESZ) - Südkorea - Korea's Next Wave
19.09. (15:15 Uhr MESZ) - Nepal - Nepal Decides
23.09. (15:30 Uhr MESZ) - Laos: Sieng Lao: The One
27.09. (13:00 Uhr MESZ) - Thailand: Thailand's Chosen One
30.09. (17:00 Uhr MESZ) - Bangladesch: Voice of Bangladesh

Das kambodschanische Fernsehen wird seinen Interpreten durch das Festival "Cambodia's Finest Voice" Anfang September ermitteln, ein genauer Termin ist noch nicht bekannt. Das vietnamesische Fernsehen hat sich bislang ebenfalls noch nicht konkret auf den Auswahlmodus und einen Termin festgelegt. Hinzu kommt, dass möglicherweise noch weitere Nationen am Eurovision Song Contest Asia teilnehmen werden, die Show soll am 14. November in Bangkok ausgetragen werden.

San Marino: Erneut massive Vorentscheid für 2027


San Marino
- Mit einer weitere gewaltigen Auswahlrunde tritt San Marino im nächsten Jahr wieder in den Ring und erklärt, das Bewerbungsfenster für den nationalen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2027 für eröffnet. In zwei Phasen wird der Vertreter der kleinen Republik ermittelt. Zunächst findet das Format "Dreaming San Marino Song Contest" statt, danach die TV-Phase.

Alle Bewerber werden in einer Castingrunde von Juroren bewertet, 240 (oder mehr) von ihnen erreichten die Stage & Live Academy Phase, die aus acht Shows bestehen wird. In jeder Show qualifizieren sich fünf Interpreten für die Halbfinale des sanmarinesischen Vorentscheids. Diese Halbfinals sind für den 3. und 4. März 2027 angesetzt, insgesamt nehmen hier 40 Acts teil.

Fünf pro Halbfinale qualifizieren sich per Jury für die Endrunde, zehn weitere Acts werden direkt vom Sender SMRTV nominiert. Die insgesamt 20 Kandidaten werden anschließend von einer Jury bewertet, der Gesamtsieger darf die Nachfolge von Senhit antreten und San Marino beim Eurovision Song Contest in Bulgarien vertreten. Sollte ein Kandidat aus San Marino selbst es bis in die Halbfinals schaffen, erhält dieser automatisch eine Wildcard für das Finale.

Sonntag, 2. August 2026

Slowakei: Erneutes "Nein" aus Bratislava für 2027


Slowakei
- Das slowakische Fernsehen wird wohl auch im kommenden Jahr keinen Vertreter zum Eurovision Song Contest nach Bulgarien schicken. Der Sender STVR bestätigte heute, dass man entgegen der Kommentare von Rádio Slovensko-Generaldirektor Jindřich Bardan nicht am Song Contest 2027 teilnehmen werde. Dieser erklärte, dass die Rückkehr der Slowakei "früher oder später" erfolgen werde.

STVR erklärte in einem öffentlichen Forum, "dass die für eine Teilnahme erforderlichen erheblichen Investitionen langfristig nicht im Verhältnis zur Bedeutung und Popularität des Wettbewerbs in der Slowakei stünden". Die Teilnahme am Eurovision Song Contest werde von STVR allerdings jedes Jahr auf's Neue überprüft, zumindest für 2027 sehe der Sender aufgrund der finanziellen Lage keine Möglichkeit.

Aus Bratislava heißt es, dass man nach der Ernennung eines neuen Direktionsteams verschiedene Projekte neu bewerten werde, sofern dafür die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen sind. Ähnlich verhält sich dies mit dem Junior Eurovision Song Contest, an dem der slowakische Rundfunk bisher noch nicht teilgenommen hat. Beim adulten Wettbewerb war die Slowakei zuletzt 2012 vertreten, damals schied Max Jason Mai als Letzter im Halbfinale von Baku aus.

Freitag, 24. Juli 2026

Lettland: LTV bestätigt Supernova als Vorentscheid


Lettland
- Das nächste Land, das seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 bestätigt hat, ist Lettland. Latvian Public Media (LSM) bestätigt, dass die Supernova erneut als Vorentscheid für den Song Contest eingesetzt wird, das Finale findet am 6. Februar in der Xiaomi Arena in Riga statt, die über 14.000 Zuschauern Platz bietet und hauptsächlich für Eishockey- und Basketballspiele genutzt wird.

Für die Bewerbung gilt, dass die EBU-Regularien eingehalten werden, der Song nicht vor dem 1. September 2026 veröffentlicht wurde und der Interpret am 15. April 2027 mindestens 18 Jahre alt sind. Der Vorentscheid steht allen Interpreten mit lettischer Staatsbürgerschaft offen, Nicht-Staatsbürger können als Komponisten, Autoren oder Produzenten auftreten, sofern ihr Anteil an der Produktion nicht mehr als 49% beträgt.

Eine Jury wird alle Bewerbungen sichten und im November die Namen der Teilnehmer des Vorentscheids bekannt geben. "Es wird ein echtes Musikfestival mit großartigen Überraschungen und besonderen musikalischen Gästen.", kündigt LTV-Unterhaltungschefin Agnese Štrause-Kubliņa an. Weitere Informationen hält das lettische Fernsehen LTV hier bereit. Lettland ist das erste der drei baltischen Staaten, das seine Teilnahme bestätigt.