Mittwoch, 15. April 2026

News-Splitter (1152)


Island
- Vergangenen Donnerstag verstarb Björgvin Helgi Halldórsson im Alter von 74 Jahren unerwartet. Er wurde 1951 in Hafnarfjörður geboren und warte Mitglied mehrerer Bands wie Bendix und Brimkló, ehe er Island 1995 mit "Núna" beim Eurovision Song Contest in Dublin vertrat, wo er den 15. Platz belegte. Zudem war er als Sprecher beim Radiosender Stöð 2. 2017, als seine Tochter Svala für Island beim Song Contest in Kiew teilnahm, vergab er die isländischen Jurypunkte. In seiner Karriere veröffentlichte er über 20 Alben. 

Ungarn
- Nach der Abwahl von Viktor Órban in Ungarn mehren sich die Spekulationen um eine mögliche Rückkehr Ungarns zum Eurovision Song Contest. Mehrere Medien berichten, dass durch den pro-westlichen Kurs von Peter Magyar auch der Anschluss an die Eurovision wieder in den Fokus rücken könnte. Vor seiner Wahl erklärte Magyar: "Ich weiß nicht, ob die Regierung dafür verantwortlich ist, aber wenn ja, dann werden wir uns darum kümmern." Aus seiner Sicht sei der Rückzug ab 2020 ein Fehler gewesen. Die letztliche Entscheidung über den Eurovision Song Contest hängt jedoch vom Sender MTVA ab.

USA
- Der Eurovision Song Contest 2026 wird in diesem Jahr erstmals via Youtube auch in den Vereinigten Staaten zu sehen sein. Dies vermeldet die Europäische Rundfunkunion, die mit Youtube entsprechende Vereinbarungen getroffen hat. In den letzten Jahren war der Contest lediglich über den Streaming-Service Peacock von NBC in den USA verfügbar. Der offizielle Livestream bei Youtube war durch Geoblocking in den USA nicht zu sehen. Zuvor hatten mehrere kleine Lokal- und Spartensender den Song Contest in den USA übertragen.

Freitag, 3. April 2026

Eurovision 2026: Startreihenfolge festgelegt


Österreich
- In etwas mehr als einem Monat findet der Eurovision Song Contest in Wien statt, mittlerweile steht auch die Startreihenfolge der Halbfinalisten fest. Den Auftakt in diesem Jahr erledigt Moldawiens Satoshi, beendet wird das erste Halbfinale von Lavina aus Serbien. Das zweite Halbfinale wird von Bulgarien eröffnet und von Jonas Lovv aus Norwegen beendet. Zudem treten auch die Finalisten zwischendrin als Gastacts auf.

Die Startreihenfolge im ersten Halbfinale am 12. Mai:
01. - Moldawien - Satoshi - Viva, Moldova!
02. - Schweden - Felicia - My system
03. - Kroatien - Lelek - Andromeda
04. - Griechenland - Akylas - Ferto
05. - Portugal - Bandidos do Cante - Rosa
06. - Georgien - Bzikebi - On replay
07. - Finnland - Linda Lampenius x Pete Parkkonen - Liekinheitin
08. - Montenegro - Tamara Živković - Nova zora
09. - Estland - Vanilla Ninja - Too epic to be true
10. - Israel - Noam Bettan - Michelle
11. - Belgien - Essyla - Dancing on the ice
12. - Litauen - Lion Ceccah - Sólo quiero más
13. - San Marino - Senhit feat. Boy George - Superstar
14. - Polen - Alicja Szemplińska - Pray
15. - Serbien - Lavina - Kraj mene

Die Startreihenfolge im zweiten Halbfinale am 14. Mai:
01. - Bulgarien - Dara - Bangaranga
02. - Aserbaidschan - Jiva - Just go
03. - Rumänien - Alexandra Căpitănescu - Choke me
04. - Luxemburg - Eva Marija - Mother Nature
05. - Tschechien - Daniel Žižka - Crossroads
06. - Armenien - Simón - Paloma rumba
07. - Schweiz - Veronica Fusaro - Alice
08. - Zypern - Antigoni - Jalla
09. - Lettland - Atvara - Ēnā
10. - Dänemark - Søren Torpegaard Lund - Før vi går hjem
11. - Australien - Delta Goodrem - Eclipse
12. - Ukraine - Leléka - Ridnym
13. - Albanien - Alis - Nân
14. - Malta - Aidan - Bella
15. - Norwegen - Jonas Lovv - Ya Ya Ya

Im ersten Halbfinale gibt es zudem die Beiträge aus Italien (nach Georgien) und Deutschland (nach Israel) zu hören, im zweiten Halbfinale treten Gastgeber Österreich (nach Tschechien), Frankreich (nach Zypern) und das Vereinigte Königreich (nach der Ukraine) außer Konkurrenz auf. In den Halbfinals kommt, analog zum Finale, wieder ein Mix aus Jury- und Zuschauervoting zum Einsatz, wie dies bereits zwischen 2010 und 2022 der Fall war, auch das Rest of the World-Voting bleibt erhalten.

Donnerstag, 2. April 2026

Asien: Eurovision Asia feiert Debüt am 14. November


Thailand
- Fast 20 Jahre lang gab es Planungen für einen Wettbewerb in Asien, der dem Konzept des Eurovision Song Contests gleicht. Nun hat die Produktionsfirma Voxovation gemeinsam mit der EBU erklärt, dass der erste Eurovision Song Contest Asia am 14. November 2026 in Bangkok stattfinden soll. Zehn Länder sollen an dem Format teilnehmen, das ähnlich wie der Eurovision Song Contest auf jeweils 50% Zuschauer- und Televoting basiert. Als Gastgeber wurde das thailändische Fernsehen Channel 3 berufen.

Die Teilnehmerländer des Eurovision Song Contest Asia 2026:
01. -Bangladesch (NTV)
02. -Bhutan (BBS)
03. -Kambodscha (TV5)
04. -Laos (VTE9)
05. -Malaysia (TV3)
06. -Nepal (Himalaya TV)
07. -Philippinen (ABS-CBN)
08. -Südkorea (ENA)
09. -Thailand (Channel 3)
10. -Vietnam (VTV)

Mit Stand 2. April handelt es sich hierbei um eine vorläufige Teilnehmerliste, die sich noch erweitern könne. Das australische Fernsehen SBS hat unterdessen bereits bestätigt, dass es nicht an der geplanten Erstausgabe teilnehmen werde. SBS erklärte jedoch, dass man "die Entwicklung mit Interesse verfolgen wird". Gemäß der Vorgabe sollen alle angebundenen Rundfunkanstalten die Show live übertragen, die EBU werde die Show zudem auf ihrem Youtube-Kanal übertragen.

Sonntag, 29. März 2026

Ungarn: Re Va Dame gewinnt "A Dal" 2026


Ungarn
- Wäre Ungarn noch aktives Teilnehmerland am Eurovision Song Contest, wäre dies der Beitrag für dieses Jahr geworden. Mit "Veled álmodtam" gewann Re Va Dame gestern Abend das Finale von A Dal, dem ursprünglichen Vorentscheid des ungarischen Fernsehens MTVA. Nachdem sich das Land jedoch 2020 vom Eurovision Song Contest verabschiedet hatte, wurde der Wettbewerb lediglich auf nationaler Ebene fortgeführt.

An A Dal nahmen in diesem Jahr 30 Interpreten teil, elf davon nahmen gestern Abend an der Finalshow in Budapest teil. Mit 22 Punkten im Juryvoting landete "Veled álmodtam" zwar nur auf dem dritten Platz, in Kombination mit der Telefonabstimmung konnte Re Va Dame jedoch an BariLaci mit "Talán" und Dorimoczi mit "Szuzi" vorbeiziehen, die bei den Juroren zuvor 28 Punkte erreichten. Ungarn nahm zuletzt 2019 mit Joci Pápai am Song Contest in Tel Aviv teil.

Re Me Dame - Veled álmodtam

Samstag, 28. März 2026

Griechenland: Marinella mit 87 Jahren verstorben


Griechenland
- Marinella, die allererste griechische Vertreterin ihres Landes beim Eurovision Song Contest ist im Alter von 87 Jahren verstorben. "Mit tiefer Trauer geben wir den Verlust von Marinella, unserer geliebten Mutter und Großmutter, bekannt, die heute, am 28. März 2026 um 18 Uhr in ihrem Zuhause verstorben ist", heißt es in einer Erklärung ihrer Familie. Im September 2024 hatte sie während einer Aufführung im Odeon-Theater einen Schlaganfall erlitten und sich davon nicht mehr erholt.

Kyriaki Papadopoulou, besser bekannt unter ihrem Alias Marinella (Μαρινέλλα) wurde am 19. Mai 1938 in Thessaloniki geboren und veröffentlichte mit "Nitsa, Elenitsa" im Jahr 1957 ihr erstes Lied. Gemeinsam mit Stelios Kazantsidis bildete sie über viele Jahre das erfolgreichste Duo des Landes. 1974 nahm sie mit "Krasi, thalassa kai t'agori mou" als erste Interpretin für Griechenland am Song Contest teil und belegte dort den elften Platz.

Später wirkte sie hauptsächlich als Musicalsängerin und Schauspielerin. Es folgten zahlreiche weitere Single- und Albenveröffentlichungen, 2006 erschienen zwei Best of-Alben mit Liedern ihrer frühen Karriere. 2024 erlitt Marinella während einer Musical-Aufführung in Athen einen Schlaganfall und verbrachte fast einen Monat auf der Intensivstation. Nach vier Monaten Krankenhausaufenthalt wurde sie im Januar 2025 entlassen.

Marinella - Krasi, thalassa kai t'agori mou