Sonntag, 21. Juni 2026

Norwegen: Kirsti Sparboe mit 79 Jahren verstorben


Norwegen
- Die dreifache norwegische Song Contest-Teilnehmerin Kirsti Sparboe ist im Alter von 79 Jahren nach kurzer Krankheit verstorben. Die Nachricht wurde von ihrer Enkelin bestätigt: "Oma ist gestern Abend im Krankenhaus friedlich eingeschlafen. Mama und ich saßen bis zum Schluss bei ihr. Ich glaube, Oma hat es sehr geschätzt, dass wir da waren. (...) Besonders traurig ist, dass ich vor sieben Wochen einen Sohn bekommen habe. Sie hat ihn nie kennengelernt."

Kirsti Sparboe wurde am 7. Dezember 1946 in Tromsø geboren und erhielt im Alter von 17 Jahren ihren ersten Plattenvertrag. 1964 hatte sie mit ihrem Lied "Ballerina" erste Erfolge in Norwegen und Schweden, 1965 nahm sie, wie auch 1967 und 1969 am Eurovision Song Contest teil, mit "Karusell" belegte sie 1965 den 13. Platz in Neapel, zwei Jahre später wurde sie mit "Dukkemann" 14. und 1969 mit "Oj, oj, oj, så glad jeg skal bli" 16. und damit Letzte im Finale von Madrid.

1970 versuchte sie ihr Glück mit "Pierre, der Clochard" beim deutschen Vorentscheid, schied jedoch in der ersten Wertungsrunde aus. Ihren größten musikalischen Erfolg verzeichnete sie 1969, als sie mit "Ein Student aus Uppsala" vierzehn Wochen in den deutschen Charts vertreten war, zeitgleich trat sie in diversen Theater- und Filmproduktionen auf. Sie gewann mehrfach den norwegischen Spellemanprisen und erhielt 1998 den Ehrenpreis der Stadt Tromsø.

Ihr bekanntester Erfolg in Deutschland: "Ein Student aus Uppsala"

Donnerstag, 18. Juni 2026

News-Splitter (1158)


Tschechien
- Nach Veröffentlichung der detaillierten Ergebnisse wurde bekannt, dass u.a. Tschechien, Zypern und Malta lediglich nur sechs statt sieben Juroren abgestimmt haben. In Luxemburg waren es im Halbfinale zudem sieben, im Finale jedoch nur sechs. Die EBU erklärt, dass es sich dabei um keinen Regelverstoß handelt: "In diesem Jahr wurden die Jurys auf sieben Mitglieder erweitert, und die Sender waren nicht verpflichtet, Ersatzjuroren zu benennen. In Tschechien beispielsweise konnte ein Jurymitglied kurzfristig nicht teilnehmen, sodass die tschechische Jury nur noch aus sechs Mitgliedern bestand."

Vereinigtes Königreich
- Niall Hay, Head of Press innerhalb der britischen Delegation, bestätigte heute, dass die BBC auch im kommenden Jahr wieder am Eurovision Song Contest teilnehmen werde. BBC Productions werde auch bis mindestens 2028 weiterhin in den Auswahlprozess für das Vereinigte Königreich einbezogen. Detaillierte Einzelheiten zum geplanten Auswahlverfahren wurden jedoch noch nicht erläutert. In den letzten Jahren hat die BBC intern ihre Interpreten und Beiträge ermittelt, dabei waren u.a. Plattenfirmen und andere Branchenpartner involviert. Mit Look Mum No Computer belegte das UK erneut nur den letzten Platz im Finale von Wien.

Monaco
- Wie Eurovoix.com meldet, hat das monegassische Fernsehen TV Monaco bislang keine Entscheidung in Bezug auf eine mögliche Rückkehr zum Eurovision Song Contest getroffen. Mehrere Quellen berichten, dass TVM angesichts von Budgeteinschränkungen die Kosten einer Teilnahme sorgfältig abwägen werde. TV Monaco wurde 2023 gegründet und im März des Folgejahres Teil der Europäischen Rundfunkunion, wodurch der Sender an Eurovisionsveranstaltungen teilnahmeberechtigt wäre. Zuletzt nahm Monaco von 2004 bis 2006 teil, damals unter der Führung der monegassischen Regierung in Zusammenarbeit mit dem damaligen EBU-Mitglied TMC. 

Donnerstag, 11. Juni 2026

Schweiz: SRG geht auf Schweizer Beitragssuche


Schweiz
- Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Schweiz hat seine Teilnahme am 71. Eurovision Song Contest in Bulgarien bestätigt. In einer gemeinsamen Presseerklärung der regionalen Sendeanstalten RSI, RTR, RTS und SRF erklärte man die Schweizer Song Contest-Saison für 2027 für eröffnet. Nunmehr läuft das offene Bewerbungsverfahren für den internen Vorentscheid, den die Schweiz seit Jahren mehr ansetzt und dabei auf ein Jurypanel setzt.

"Songs können weiterhin von allen Interessierten eingereicht werden. Das Zeitfenster für die Einreichung von Bewerbungen auf der Plattform srf.ch/eurovision ist offen vom 20. August 2026, 10 Uhr, bis am 7. September 2026, 23 Uhr.", heißt es in der Meldung. Wie es weiter heißt, werden die beiden Jurys, eine internationale Expertenjury und eine nationale Fanjury verjüngt, um den Vorgaben, wie sie etwa von der EBU bei der Song Contest-Jury verlangt werden, gerecht zu werden.

Delegationsleiter Yves Schifferle erklärte: "Wir wollen Songs und Artists finden, die international überzeugen und gleichzeitig authentisch zur Schweiz passen. Dafür entwickeln wir unsere Prozesse kontinuierlich weiter; auf Basis unserer Erfahrungen, mit neuen Ideen und modernen Instrumenten". Das Reglement und die Vorgaben für den Schweizer Auswahlprozess kann man sich hier (auf Deutsch) anschauen. In diesem Jahr scheiterte die Schweiz mit Veronica Fusaro im Halbfinale von Wien.

Sonntag, 7. Juni 2026

News-Splitter (1157)


Italien
- Die italienische RAI hat die Termine für das Festival di Sanremo 2027 bestätigt. Moderator und künstlerischer Direktor Stefano De Martino, der diese Rolle erstmals ausfüllt und die Funktionen von Carlo Conti übernimmt, erklärte, das traditionelle italienische Musikfestival wird in der Woche vom 16. bis 20. Februar 2027 stattfinden. Gerüchte, dass der vierte Abend von einer Cover-Night zur Suche des Eurovision-Beitrags umfunktioniert wurde sind (bisher) nicht bestätigt worden. Die RAI hat sich diesbezüglich nicht geäußert und keine Planänderungen bekannt gegeben. 

Slowakei
- Vergangene Woche sagte Jindřich Bardon, Programmdirektor von Rádio Slovensko, dass er zuversichtlich ist, dass die Slowakei in den kommenden Jahren zum Eurovision Song Contest zurückkehren wird. Bardon erklärte, STVR hätte bereits in diesem Jahr mit dem Gedanken gespielt: "Es geht um das Preis-Leistungs-Verhältnis. In diesen schwierigen Zeiten ist es für uns momentan nicht einfach." Mittelfristig sei die Teilnahme an der Eurovision jedoch wieder Thema. Die Slowakei nahm von 1993 bis 1998 und von 2009 bis 2012 am Song Contest teil und zählt zu den erfolgreichsten Nationen im Wettbewerb.

Armenien
- Der polnische Akkordeonspieler Michał Stochel hat den Eurovision Young Musicians in der armenischen Hauptstadt Yerevan gewonnen. Er setzte sich im Finale mit elf Kandidaten gegen die lettische Marimba-Spielerin Sonja Misiņa und die armenische Flötistin Elen Virabyan durch. Deutschland wurde durch die Geigerin Moë Dierstein vertreten. Für die Organisation in Deutschland ist der WDR zuständig, der die Show am 14. Juni morgens um 7:15 Uhr übertragen wird, die vollständige Show kann man sich hier in der ARD Mediathek anschauen. Der nächste Wettbewerb findet 2027 im lettischen Liepāja statt.

Freitag, 5. Juni 2026

Eurovision 2026: EBU vermeldet 131 Millionen Zuschauer


Europa
- Die Europäische Rundfunkunion vermeldet 131 Millionen Zuschauer für die drei Shows des diesjährigen Eurovision Song Contests innerhalb der 35 teilnehmenden Nationen. Während im Gastgeberland Österreich mit 4,4 Millionen Zuschauern ein neuer Rekord aufgestellt wurde, liegt der Jahrgang deutlich hinter den Vorjahren zurück, nicht zuletzt aufgrund des Boykotts von fünf Nationen, darunter quotenstarke Länder wie den Niederlanden und Spanien.

Im Vergleich, der Eurovision Song Contest 2025 wurde von 166 Millionen Zuschauern in den 37 Teilnehmerländern verfolgt. Das Finale des Wettbewerbs in Wien erreichte einen durchschnittlichen Marktanteil von 42,62%, was einem Einbruch von 5% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In 14 Ländern erreichte die Show mehr als 50% Marktanteil, die höchsten Werte wurden in Skandinavien verzeichnet (Finnland 92,8%, Schweden 85,5%, Norwegen 83,4%).

In anderen großen Nationen brachen die Quoten hingegen ein. So wurden in Polen 3,8 Millionen, im Vereinigten Königreich 3,7 Millionen und in Frankreich 3,3 Millionen weniger Zuschauer gemessen. Die EBU teilt weiterhin mit, dass innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Finale 5,43 Millionen Zuschauer die Show bei Youtube gesehen haben, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 4,6% entspricht.

Bezüglich der Abstimmung verzeichnet die EBU Stimmen aus 148 Nationen und Territorien, zwei mehr als im Vorjahr. Die meisten Stimmen kamen aus den USA, den Niederlanden, Kanada, Spanien, Irland, der Slowakei, der Türkei, Ungarn, den VAE und Mexiko. Seit einigen Jahren gibt es neben der regulären Televotingergebnisse aus den Teilnehmerstaaten auch noch ein Rest of the World-Voting, das als zusätzliche Zuschauerabstimmung eines Landes gewertet wird.