Sonntag, 2. August 2026

Slowakei: Erneutes "Nein" aus Bratislava für 2027


Slowakei
- Das slowakische Fernsehen wird wohl auch im kommenden Jahr keinen Vertreter zum Eurovision Song Contest nach Bulgarien schicken. Der Sender STVR bestätigte heute, dass man entgegen der Kommentare von Rádio Slovensko-Generaldirektor Jindřich Bardan nicht am Song Contest 2027 teilnehmen werde. Dieser erklärte, dass die Rückkehr der Slowakei "früher oder später" erfolgen werde.

STVR erklärte in einem öffentlichen Forum, "dass die für eine Teilnahme erforderlichen erheblichen Investitionen langfristig nicht im Verhältnis zur Bedeutung und Popularität des Wettbewerbs in der Slowakei stünden". Die Teilnahme am Eurovision Song Contest werde von STVR allerdings jedes Jahr auf's Neue überprüft, zumindest für 2027 sehe der Sender aufgrund der finanziellen Lage keine Möglichkeit.

Aus Bratislava heißt es, dass man nach der Ernennung eines neuen Direktionsteams verschiedene Projekte neu bewerten werde, sofern dafür die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen sind. Ähnlich verhält sich dies mit dem Junior Eurovision Song Contest, an dem der slowakische Rundfunk bisher noch nicht teilgenommen hat. Beim adulten Wettbewerb war die Slowakei zuletzt 2012 vertreten, damals schied Max Jason Mai als Letzter im Halbfinale von Baku aus.

Freitag, 24. Juli 2026

Lettland: LTV bestätigt Supernova als Vorentscheid


Lettland
- Das nächste Land, das seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 bestätigt hat, ist Lettland. Latvian Public Media (LSM) bestätigt, dass die Supernova erneut als Vorentscheid für den Song Contest eingesetzt wird, das Finale findet am 6. Februar in der Xiaomi Arena in Riga statt, die über 14.000 Zuschauern Platz bietet und hauptsächlich für Eishockey- und Basketballspiele genutzt wird.

Für die Bewerbung gilt, dass die EBU-Regularien eingehalten werden, der Song nicht vor dem 1. September 2026 veröffentlicht wurde und der Interpret am 15. April 2027 mindestens 18 Jahre alt sind. Der Vorentscheid steht allen Interpreten mit lettischer Staatsbürgerschaft offen, Nicht-Staatsbürger können als Komponisten, Autoren oder Produzenten auftreten, sofern ihr Anteil an der Produktion nicht mehr als 49% beträgt.

Eine Jury wird alle Bewerbungen sichten und im November die Namen der Teilnehmer des Vorentscheids bekannt geben. "Es wird ein echtes Musikfestival mit großartigen Überraschungen und besonderen musikalischen Gästen.", kündigt LTV-Unterhaltungschefin Agnese Štrause-Kubliņa an. Weitere Informationen hält das lettische Fernsehen LTV hier bereit. Lettland ist das erste der drei baltischen Staaten, das seine Teilnahme bestätigt.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Rumänien: TVR bestätigt Teilnahme in Bulgarien 2027


Rumänien
- Das rumänische Fernsehen TVR hat nach einer Sitzung des Programmrates mit elf Stimmen für eine weitere Teilnahme am Eurovision Song Contest gestimmt, ein Mitglied hat sich enthalten. Damit ist die Teilnahme des Landes auch für den Wettbewerb 2027 in Bulgarien gesichert und bestätigt. Rumänien kehrte erst in diesem Jahr zum Song Contest zurück, nachdem es ausführliche Umstrukturierungen gab.

Rumänien hat 2026 in Wien mit Alexandra Căpitănescu und "Choke Me" den dritten Platz erreicht, das beste Ergebnis seit 2005 bzw. 2010 und mit 296 Zählern im Finale die bisher höchste Punktezahl eines rumänischen Song Contest-Beitrags. Einzelheiten zum Auswahlmodus des rumänischen Beitrags gibt es derzeit keine, als wahrscheinlich gilt jedoch, dass TVR wieder auf seine Selecția Națională zurückgreift.

Nach dem punktelosen letzten Platz von Theodor Andrei 2023 in Liverpool zog sich das rumänische Fernsehen für zwei Jahre vom Song Contest zurück, formell aus finanziellen Gründen, später räumte TVR ein, dass man sich für eine Rückkehr zum Wettbewerb mehr Initiative und finanzielles Engagement der Plattenfirmen und rumänischen Musikindustrie wünscht. Nach mehreren Sitzungen kehrte TVR 2026 schließlich zum Song Contest zurück.

Mittwoch, 15. Juli 2026

Deutschland: SWR startet Bewerbungsaufruf


Deutschland
- Der SWR hat einen Bewerbungsaufruf für den Eurovision Song Contest 2027 gestartet. "Alle Genres sind denkbar!", heißt es auf Eurovision.de, ein Musikteam werde alle Bewerbungen sichten. Es gilt der Grundsatz, dass Songs nicht vor dem 1. September 2026 veröffentlicht worden sein darf, Bewerber müssen gleichzeitig auch einen passenden Song einreichen, Einzelbewerbungen ohne vorhandenen Titel sind nicht möglich.

Weiterhin heißt es: "Für eine gültige Bewerbung benötigt ihr einen Sicherheitscode. Diesen Code kann euer professioneller Business-Partner (...) bei esc-2027@swr.de erfragen." Teilnehmende Künstler müssen am 1. Januar 2027 mindestens 18 Jahre alt sein, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und/oder fließend Deutsch sprechen bzw. deutsche Ursprünge aufweisen. Aus logistischen Gründen müssen die Künstler in Deutschland oder einem Nachbarland leben.

Teilnehmer können sich in mehreren Vorentscheidungen bewerben, müssen dies dem SWR jedoch mitteilen, sollten sie für "Das Deutsche Finale 2027" ausgewählt werden, müssen sie sich in anderen Vorentscheidungen abmelden. Sprachvorgaben zum Song gibt es keine, lediglich die Mithilfe von Künstlicher Intelligenz ist nicht gestattet. Der Bewerbungsschluss für den Vorentscheid endet am 21. September um 12 Uhr mittags.

Montag, 13. Juli 2026

Bulgarien: Song Contest 2027 in Sofia oder Burgas


Bulgarien
- Das bulgarische Fernsehen BNT hat bekannt gegeben, dass der Eurovision Song Contest 2027 entweder in der bulgarischen Hauptstadt Sofia oder in Burgas am Schwarzen Meer stattfinden wird. Die beiden übrigen Bewerberstädte Varna und Plowdiw werden damit nicht mehr bei der Frage um die Ausrichtung vom Sender BNT berücksichtigt.

Song Contest-Direktor Martin Green bedankt sich für die Begeisterung für die beiden abgelehnten Bewerber: "Vielen Dank an Plowdiw und Varna für ihre Begeisterung für den Eurovision Song Contest und ihr Interesse an der Ausrichtung dieses Events, das Millionen von Menschen weltweit durch die Kraft der Musik vereint. Der intensive Wettbewerb zwischen den Städten unterstreicht die bedeutenden wirtschaftlichen und sozialen Vorteile einer Ausrichtung.

Die Entscheidung wo der nächste Eurovision Song Contest stattfinden wird, soll in den kommenden Tagen fallen und die Bekanntgabe in der letzten Juliwoche erfolgen. BNT-Generaldirektorin Milena Milotinova erklärte, man habe die Entscheidung aufgrund der vorab festgelegten technischen und infrastrukturellen Kriterien getroffen. Der 71. Eurovision Song Contest findet nach dem Sieg von Dara mit "Bangaranga" erstmals in Bulgarien statt.