Samstag, 31. Oktober 2026

Irland: RTÉ-Generaldirektor hält Comeback für schwierig


Irland
- Im RTÉ-Podcast "Behind the story" hat Kevin Bakhurst, Generaldirektor des irischen Fernsehens erklärt, dass es für Irland "sehr schwierig" sei, zum Eurovision Song Contest zurückzukehren, es sei denn Israel wäre nicht mehr Teil des Wettbewerbs oder es gebe eine "sehr bedeutende Veränderung" im Gazastreifen und im Westjordanland, so Bakhurst. Er selbst glaube nicht daran, dass es der EBU möglich sei, Israel aus dem Wettbewerb auszuschließen.

RTÉ erklärt seinen Boykott 2026 und 2027 damit, dass eine Teilnahme angesichts der humanitären Krise in Gaze nicht zu rechtfertigen sei. Bakhurst sagte im Podcast: "Als Generaldirektor des irischen Rundfunks fühlte ich mich in einer unkomplizierteren Position, da ich wusste, wo sich das irische Publikum und die Öffentlichkeit aufhalten." Man habe die Teilnahme 2027 frühzeitig abgesagt, da er wisse, welchen Standpunkt ein Großteil des irischen Publikums vertritt.

Bakhurst fügte hinzu, dass es der EBU vermutlich nicht möglich sein wird, Israel vom Wettbewerb auszuschließen: "Man sieht es ja in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Österreich, die ganz öffentlich erklären, dass sie Israel auf keinen Fall ausschließen wollen. Ich glaube also nicht, dass es der EBU wirklich möglich ist, diese Entscheidung zu treffen. Ich würde die EBU in dieser Hinsicht überhaupt nicht kritisieren." Irland verzichtet 2027 auf die Teilnahme in Burgas.

Freitag, 30. Oktober 2026

Irland: Eddie Friel mit 64 Jahren verstorben


Irland
- Edward Joseph Friel ist im Alter von 64 Jahren an einer Sepsis in Österreich verstorben. Der Sänger, der zunächst als Musiklehrer in seiner Heimat startete, bewarb sich 1995 für den Eurovision Song Contest und vertrat die Republik Irland auf heimischen Boden in Dublin. Mit seinem Song "Dreamin'" wurde er schlussendlich 14. mit 55 Punkten.

Seine Schwester erklärte: "Wir, seine vier Schwestern, waren bei ihm in Innsbruck, als er gegen die Sepsis kämpfte. Er ist im Krankenhaus ganz friedlich verstorben.", berichtet der Belfast Telegraph. Eddie Friel wurde 1962 in Belfast geboren und wuchs in Donegal auf. 1986 begann er als Musiklehrer zu arbeiten, widmete sich später jedoch der Komposition. Er spielte in Irland in diversen Bars und Lokalen, zeitweise führte er das Belfast Arts Theatre.

Friel arbeitete als Tourpianist mit Van Morrison und wirkte an dessen Album "Hymns to the silence" mit. 1995 gewann er mit "Dreamin'", geschrieben von Richard Abbott und Barry Woods den "Eurosong '95" und vertrat Irland damit beim Eurovision Song Contest. Sein 14. Platz beendete die dreijährige Siegesserie Irlands im Wettbewerb. Nach der Eurovision trat Friel weiterhin auf, später zog er nach Innsbruck, wo er nun nach kurzer Krankheit verstarb.

Eddie Friel - Dreamin'

Mittwoch, 28. Oktober 2026

Eurovision 2027: Aktuell 36 Länder gemeldet!


Europa
- Die Europäische Rundfunkunion hat bestätigt, dass 36 Länder am Eurovision Song Contest in Burgas teilnehmen werden. Zu den Änderungen zählt, dass Nordmazedonien nach vierjähriger Pause zum Wettbewerb zurückkehren wird und Kanada sein Debüt geben wird. Tschechien entsendet aufgrund von Sparmaßnahmen beim Sender ČT keinen Vertreter. Von den fünf boykottierenden Ländern haben Irland, Island und die Niederlande ihre Rückkehr ausgeschlossen.

Die Teilnehmerländer des Eurovision Song Contests 2027:
- Albanien (RTSH)
- Armenien (AMPTV)
- Aserbaidschan (İctimai)
- Australien (SBS)
- Belgien (RTBF)
- Bulgarien* (BNT)
- Dänemark (DR)
- Deutschland (ARD/SWR)
- Estland (ERR)
- Finnland (YLE)
- Frankreich (FT)
- Georgien (GPB)
- Griechenland (ERT)
- Israel (Kan)
- Italien (RAI)
- Kanada (CBC/Radio Canada)
- Kroatien (HRT)
- Lettland (LSM)
- Litauen (LRT)
- Luxemburg (RTL)
- Malta (PBS)
- Moldawien (TRM)
- Montenegro (RTCG)
- Nordmazedonien (MRT)
- Norwegen (NRK)
- Österreich (ORF)
- Polen (TVP)
- Portugal (RTP)
- Rumänien (TVR)
- San Marino (SMRTV)
- Schweden (SVT)
- Schweiz (SRG SSR)
- Serbien (RTS)
- Ukraine (Suspilne)
- Vereinigtes Königreich (BBC)
- Zypern (CyBC)
*Gastgeber

Die veröffentlichte Teilnehmerliste kann sich jedoch noch ändern, die EBU hat dem slowenischen und spanischen Fernsehen bis Dezember eine Verlängerung der Anmeldefrist eingeräumt. Sowohl das slowenische Fernsehen RTVSlo als auch der spanische Sender RTVE hatten den Song Contest 2026 ähnlich wie Island, Irland und die Niederlande boykottiert. Auch das ungarische Fernsehen erhielt eine Fristverlängerung, lokale Medien sprechen jedoch bereits nicht von einer Rückkehr im nächsten Jahr.

Dienstag, 27. Oktober 2026

Kanada: CBC stellt fünf Kandidaten vor


Kanada
- Der kanadische Sender CBC-Radio Canada hat heute die Namen seiner fünf Hoffnungsträger für das Debüt beim Eurovision Song Contest gedroppt. In einer Liveshow wurden die Interpreten, noch ohne Titel, vorgestellt, die sich dem Vorentscheid "Canada's Choice/Le Choix du Canada" stellen. Zunächst folgt ein Online-Voting bis 5. November.

Die Teilnehmer von "Canada's Choice/Le Choix du Canada":
01. - Talk (Singer-Songwriter, hatte 2021 den Hit "Run away to Mars")
02. - Josiane (Singer-Songwriterin, gewann 2020 "La Voix")
03. - Rêve (Dance-Pop-Künstlerin, über 175 Millionen Streams)
04. - Tyler Shaw (Singer-Songwriter, über 692 Millionen Streams)
05. - William Cloutier (Popsänger, gewann 201 die "Star Académie)

Das Ergebnis des kanadischen Vorentscheids setzt sich durch die online abgegebenen Stimmen sowie eine Jury von Musikexperten zusammen. Mit eben jener Jury wird der siegreiche Act dann im Folgenden auch zusammenarbeiten, um den Beitrag und die Show für den Eurovision Song Contest zu erarbeiten. 

Niederlande: Nach Kritik doch keine Rückkehr 2027


Niederlande
- Nun also doch nicht. NPO, der Dachverband der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in den Niederlanden hat heute bekannt gegeben, dass das Land doch nicht zum Eurovision Song Contest 2027 in Burgas zurückkehren wird. Der bis 2026 verantwortliche Sender AVROTROS gab die Zuständigkeit an NPO zurück, nachdem man in diesem Jahr den Wettbewerb ob der Teilnahme Israels boykottierte.

NPO suchte in den eigenen Reihen nach einer Alternative, die mit NOS gefunden schien, auch hieß es, dass Künstler wie etwa Davina Michelle in Verhandlungen um die Teilnahme in Burgas stünden. In einer Pressemeldung vom heutigen Tage erklärte NPO jedoch: "In unserer Koordinierungsfunktion haben wir Gespräche mit den Sendern geführt, um zu prüfen, ob Sender bereit wären, die Teilnahme eines niederländischen Künstlers zu ermöglichen. In diesen Gesprächen hatten wir zunächst den Eindruck, dass genügend Unterstützung für eine Rückkehr bestünde."

Weiter: "Leider konnten wir kein geeignetes Format finden. Daher müssen wir feststellen, dass es derzeit noch zu früh für eine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 ist. Aufgrund der Sensibilität der aktuell diskutierten Themen haben wir beschlossen, vorerst Abstand zu nehmen." Gemäß der niederländischen Medienbestimmungen hat der Sender NTR die gesetzliche Aufgabe Programmlücken zu füllen, was NPO das Recht geben würde, den Song Contest dorthin zu verlegen.

Allerdings sei man zu dem Schluss gekommen, dass das Thema derart heikel ist und kontroverse Reaktionen hervorruft, dass es unverantwortlich wäre, einen Sender für die Übernahme des Song Contests 2027 zu verpflichten. Die EBU kommentierte bereits, dass man die Entscheidung von NPO bedauere und man die Entscheidung respektieren und verstehen würde. Gleichzeitig erklärte NPO jedoch auch, dass der Wettbewerb 2027 im niederländischen Fernsehen zu sehen sein wird.