Montag, 7. September 2026

Estland: ERR sucht Beiträge für Eesti Laul 2027


Estland
- Ende vergangener Woche hat das estnische Fernsehen ERR seine Teilnahme am Eurovision Song Contest in Burgas bestätigt. Zudem werde es im Vorfeld wieder einen nationalen Vorentscheid, den Eesti Laul 2027, geben. Bewerbungen hierfür nimmt das estnische Fernsehen bis zum 8. Oktober entgegen, der Vorentscheid selbst ist für den 30. Januar angekündigt.

Insgesamt sollen zwölf Beiträge beim Vorentscheid in der Unibet Arena in Tallinn vorgestellt werden. Wie üblich wird der Sieger in zwei Wertungsrunden ermittelt. Zunächst werden in einer Mischung aus Jury- und Televoting die drei Superfinalisten ermittelt, in der zweiten Runde wird der Beitrag, der Estland in Burgas vertritt, durch reines Televoting bestimmt.

Dem Regelwerk hinzugefügt wurde, in Abstimmung mit den Regularien des Eurovision Song Contests, dass teilnehmende Interpreten mindestens 18 Jahre alt sein müssen und sich im Klaren darüber sein müssen, dass sie Estland auf internationaler Bühne vertreten. Gesucht wird in Estland der Nachfolger von Vanilla Ninja, die in Wien mit "Too Epic To Be True" als Elfte im Halbfinale des Song Contests ausschieden.

Donnerstag, 3. September 2026

Ungarn: EBU räumt Sender verlängerte Bedenkzeit ein


Ungarn
- Ungarische Medien, etwa die Online-Zeitung 24.hu berichtet, dass das ungarische Fernsehen MRTV vor einer Rückkehr zum Eurovision Song Contest in Burgas steht. Man bezieht sich damit auf Berichte, dass die Interimsverwaltung des Senders mit der Europäischen Rundfunkunion in Kontakt steht, eine Rückkehr zum Song Contest 2027 zu planen. Die EBU kommt dem Sender offenbar auch finanziell entgegen.

Demnach hat die EBU dem ungarischen Fernsehen eine deutliche Reduzierung der Teilnahmegebühr in Aussicht gestellt, ebenso wie eine verlängerte Bedenkzeit bis zum 7. Dezember diesen Jahres. Eine finale Entscheidung wird vom ungarischen Fernsehen erst erwartet, sobald sich der unabhängige öffentlich-rechtliche Medienrat beraten hat. Interimsleiter András Horváth erklärte, dass MRTV kürzlich Gespräche mit der EBU geführt hat.

Die letzte Entscheidungsgewalt liegt beim neu bestimmten permanenten Generaldirektor des Senders. MRTV wird derzeit grundsätzlich umgebaut um unabhängige Standards wieder zu erreichen. Die Berichte greifen Forderungen des neu gewählten Ministerpräsidenten Péter Magyar auf, der sich Anfang des Jahres für eine Rückkehr Ungarns ausgesprochen hatte. Das Land nahm zuletzt 2019 in Tel Aviv teil, anschließend zog der Sender ohne offizielle Gründe vom Wettbewerb zurück.

Dienstag, 1. September 2026

Australien: SBS schickt Beitrag nach Bulgarien


Australien
- Nicht nur Kanada nimmt als außereuropäisches Land am Eurovision Song Contest 2027 in Burgas teil, auch das australische Fernsehen SBS hat seine Teilnahme im kommenden Jahr erneut bestätigt. Damit setzt sich die Tradition fort, das Land am anderen Ende der Welt per Einladung zum Wettbewerb zuzulassen. In einer Pressemeldung zur neuen TV-Saison stellte der zuständige Sender SBS heute seine Pläne vor.

"Der Eurovision Song Contest  kehrt 2027 zurück, nachdem dieses Jahr über 3,27 Millionen Australier eingeschaltet haben und die Australierin Delta Goodrem in Wien einen beeindruckenden vierten Platz belegte.", so SBS. Mit über drei Millionen Zuschauern setzte der Wettbewerb in Wien in diesem Jahr neue Maßstäbe für das australische Fernsehen, mit "Eclipse" belegte Delta Goodrem insgesamt den vierten Platz im Finale.

Bei der Vorstellung seines Programms für die kommende Saison wurde die Teilnahme Australiens nunmehr für Burgas 2027 bestätigt. Ein genaues Konzept, auf welche Art und Weise der Beitrag für die Eurovision ermittelt wird, wurde bisher nicht präsentiert. SBS hat in der Vergangenheit sowohl nationale Vorentscheide veranstaltet als auch interne Ausscheidungen getroffen. Der letzte Vorentscheid fand 2022 statt, damals gewann Sheldon Riley die nationale Auswahl.

Sonntag, 30. August 2026

Philippinen: Carmelle gewinnt mit "Sobra-Sobra"!


Philippinen
- Die dritte Interpreten, die am Eurovision Song Contest Asia in Bangkok teilnehmen wird, steht fest und mit ihr auch der zweite durch einen nationalen Vorentscheid ermittelten Beitrag. Beim philippinischen Vorentscheid setzte sich die 19jährige Carmelle Collado mit dem Song "Sobra-Sobra" gegen die neun weiteren Konkurrenten im Jury- und Zuschauervoting durch.

Das Ergebnis des philippinischen Vorentscheids:
01. - Carmelle - Sobra-Sobra
02. - Saga - Broken Beyond Repair
03. - JM Dela Cerna & Marielle Montellano - Mapadama
Platzierungen unbekannt:
- AJAA - Make It Exist
- DNA - Between Bitun
- Elha Nympha, Esang de Torres, Lande Reblando & Nar Cabico - Cheri(e)
- Jason Dy & Sassa Dagdag - Di Yan (Red Flag)
- Khimo - Reason To Live
- Ryssi Avila - Good For You
- Vvink feat. Wrive Russu - Round n' Round

Der Vorentscheid fand heute Abend im New Frontier Theater in Quezon City statt. Carmelle Collado wurde 2007 in Sipocot geboren und 2025 als Siegerin der ABS-CBN Castingshow "Tawag ng Tanghalan: School Showdown Edition" bekannt. 2019 nahm sie bereits an The Voice Kids auf den Philippinen teil. Die Philippinen sind eines von elf Ländern, die am ersten asiatischen Eurovision Song Contest teilnehmen.

Carmelle - Sobra-Sobra

Montag, 24. August 2026

Niederlande: EBU reagiert auf AVROTROS-Statement


Niederlande
- Nachdem der niederländische Rundfunk AVROTROS seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 abgesagt und gleichzeitig die Verantwortlichkeit für den Wettbewerb zurück an den Dachverband NPO übertragen hat, hat sich inzwischen auch die Europäische Rundfunkunion geäußert. In einem Statement erklärte Song Contest-Direktor Martin Green, dass man die Entscheidung des Senders bedauert.

"Wir bedauern die Entscheidung von AVROTROS, nicht mehr am Eurovision Song Contest teilzunehmen, verstehen aber ihre Wahl und respektieren die Ansichten unserer Mitgliedssender. (...) Wir werden nun unseren Dialog mit NPO, dem Dachverband der niederländischen öffentlich-rechtlichen Medien, über die Möglichkeiten für eine Beteiligung eines weiteren Senders fortsetzen. Wir hoffen sehr, dass das Publikum und die Künstler in den Niederlanden auch weiterhin beim Eurovision Song Contest vertreten sein werden."

Zwei weitere niederländische EBU-Mitglieder haben die Übernahme von AVROTROS bereits abgelehnt. Der christlich ausrichtete Sender KRO-NCRV kommunizierte in einer Pressemeldung: "Programmtechnisch passt dies nicht zum Programmangebot von KRO-NCRV, daher haben wir keine Pläne dafür." Ebenso lehnte der Sender BNNVARA ab: "Wir betrachten dies als eine starke und mutige Entscheidung von AVROTROS und unterstützen unsere Kollegen dabei voll und ganz."