Donnerstag, 25. Februar 2021

Beyond Eurovision (199): Slowakei


Slowakei
- Im östlichen Mitteleuropa liegt die Slowakische Republik, ein Binnenstaat, der sich 1993 in friedlicher Aufsplittung der Tschechoslowakei von Tschechien loslöste und seit 2004 EU- und NATO-Mitglied ist, ebenso ist es Mitglied im Euroraum und zählt gemeinsam mit Polen, Tschechien und Ungarn zu den Visegrád-Staaten. Durch zwei Besuche meinerseits, die aber auch schon wieder über zehn Jahre zurückliegen kann ich behaupten, dass das Land sehr facettenreich und landschaftlich äußerst attraktiv ist.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Bratislava
Sprachen
Slowakisch
Fläche
49.043km²
Währung
Euro (€)
Einwohner
5,5 Mio.
Internet-TLD
.sk
Zeitzone
UTC +1
Wiki-Info

Mit dem Herausbilden einer eigenen slowakischen Identität, die mehrere Jahrhunderte von allen Seiten untergraben wurde, entstand auch die slowakische Volksmusik, deren Spuren sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lassen. Waren es zunächst eine Mischung aus slawischen Traditionen und mittelalterlichen Choralen, entwickelten sich insbesondere im Osten der Slowakei, in der bäuerlichen Gesellschaft, eigene Instrumentalstücke, unterlegt von typischen Flöten, etwa der Píšťala oder der Dvojačka. Beeinflusst wurde die slowakische Musik dabei stets von den Nachbarvölkern aus Mähren, Böhmen, Österreich-Ungarn und ab Ende des 19. Jahrhunderts auch der Roma. 

Als Begründer der modernen slowakischen Musik gilt Gejza Dusík, der die Operette als auch den slowakischen Tango gesellschaftsfähig machte. In dieser Zeit entwickelte sich auch die Stredný prúd, die "mittlere Strömung", welche auch von kommunistischen Machthabern im Gegensatz zu kapitalistischen Musiken wie Rock'n'Roll aktiv gefördert wurde. Ab 1964 wurde alljährlich das Musikfestival Bratislavská lýra veranstaltet, in dem sich die populärsten Interpreten der Tschechoslowakei zusammenfanden. Seit 1989 gibt es keinerlei musikalische Restriktionen mehr, Rockbands wie Elán setzten sich ebenso durch wie Popmusik.

Heute prägen Talentshows wie "Slovensko hladá superstar" oder in den Sommermonaten stattfindende Festivals die Musikszene der Slowakei. Einer der Teilnehmer der ersten Staffel im Jahr 2004 war Miro Jaroš, der 1978 in Žilina geboren wurde und zunächst jahrelang in England und Israel lebte, wo er erstmals aktiv Musik machte. 2004 belegte er bei der oben genannten Castingshow den sechsten Platz. Noch heute sind viele ehemalige Kandidaten, etwa Martina Šindlerová, Tomáš Bezdeda oder Katka Koščová Teil der slowakischen Hitparaden. Miro veröffentlichte seither acht Alben, 2009 und 2010 versuchte er sich zudem am slowakischen Vorentscheid für die Eurovision.

Miro Jaroš - Šamanka

Niederlande: Jeangus Song folgt am 4. März


Niederlande
- Lange war es recht ruhig um die Gastgeber, nun steht fest, dass der niederländische Song Contest-Beitrag von Jeangu Macrooy am 4. März, sprich heute in einer Woche erscheinen wird. Der Song wird um 19 Uhr (MEZ) auf diversen Kanälen, etwa bei Youtube, Facebook und Instagram Premiere feiern. Die Nachricht twitterte Jeangu persönlich und erklärte, dass es zwar ein Teaser-Video geben wird, allerdings kein einziger Ton des Liedes vorab geleakt wird. 

Jeangu wurde in diesem Jahr intern vom niederländischen Fernsehen für den Eurovision Song Contest ausgewählt. Ursprünglich war geplant, dass er die Niederlande bei der Eurovision 2020 im eigenen Land vertritt, die jedoch coronabedingt abgesagt wurde. "Grow" wurde damals von ihm selbst geschrieben und gemeinsam mit Pieter Perquin produziert. Mit ihm arbeitet Jeangu bereits seit einigen Jahren zusammen und veröffentlichte diverse andere Singles, etwa "Dance with me" oder "Second hand lover".

Jeangu Macrooy wurde am 6. November 1993 in Paramaribo, der Hauptstadt von Suriname geboren und zog, bestärkt von seinen Eltern, 2014 in die Niederlande wo er u.a. am Konservatorium in Enschede studierte und später bei Perquin beim Label Unexpected Records unterschrieb. Seither hat er mehrere Clubtouren in den Niederlanden und Belgien unternommen und zwei Studioalben veröffentlicht. Sein Song Contest-Beitrag "Grow" stieg bis auf die #48 der niederländischen Charts ein. Aufgrund der Gastgeberrolle sind die Niederlande automatisch im Finale am 22. Mai in Rotterdam dabei.

Deutschland: "I don't feel hate" vorgestellt


Deutschland - Jendrik wurde 1994 in Hamburg geboren und intern vom NDR mit Hilfe zweier Jurys ausgewählt. Heute wurde sein selbstgeschriebener Titel "I don't feel hate" präsentiert. Das offizielle Musikvideo folgt am späten Nachmittag. Morgen wird er in der NDR-Talkshow auftreten, für Samstag ist ein Auftritt bei den Schlagerchampions mit Florian Silbereisen geplant. Deutschland ist direkt im Finale am 22. Mai qualifiziert.

Jendrik - I don't feel hate

Mittwoch, 24. Februar 2021

Beyond Eurovision (198): Britische Jungferninseln


Britische Jungferninseln
- 60 Inseln bilden die Britischen Jungferinseln, kleine karibische Eilande, die Namen wie Virgin Gorda, Anadega, Jost Van Dyke oder Tortola haben und insbesondere bei Seglern hoch im Kurs stehen. Sie bilden den nordöstlichen Teil der Jungferninseln, in nächster Nachbarschaft liegen noch die Amerikanischen Jungferninseln und die Spanischen Jungferninseln, die Inseln Vieques und Culebra, die zu Puerto Rico gerechnet werden. Hierzulande sind sie aber weniger als tropisches Paradies sondern vielmehr als Steueroase bekannt.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Road Town
Sprachen
Englisch
Fläche
150km²
Währung
US-Dollar ($)
Einwohner
28.100
Internet-TLD
.vg
Zeitzone
UTC-4
Wiki-Info

Gerade einmal 28.000 Menschen bevölkern die Inseln, dafür aber sind über 800.000 Briefkastenfirmen gemeldet, auch als Billigflagge wird der Union Jack mit der Heiligen Ursula von Köln, die Schutzpatronin der Insel, von vielen Reedereien zweckentfremdet. Kolonialisiert wurde das britische Überseegebiet nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus. Die indigenen Arawak wurden dabei nahezu komplett vernichtet. Später war der niederländische Freibeuter Joost van Dyk auf Tortola ansässig, ihm zu Ehren wurde die Nachbarinsel benannt. Seit 1960 sind die Inseln eine britische Kronkolonie.

Die Bevölkerung setzt sich aus den Nachfahren afrikanischer Sklaven, dereinst für den Anbau und die Ernte von Zuckerrohr benötigt und europäischen Siedlern zusammen. Seit 2002 sind alle Inselbewohner gemäß Pass britische Staatsbürger. Kulturell fließen hier sowohl europäische bzw. britische Elemente, etwa im Nationalsportart Cricket, als auch amerikanische Einflüsse und die Traditionen der umliegenden Inseln ein. So ist man musikalisch stark vom Calypso, Soca oder Reggae angetan. Dabei kommen improvisierte Instrumente wie die Calabash, ein ausgehöhlter Flaschenkürbis zum Einsatz.

Die Musikszene der Britischen Jungferninseln orientiert sich zudem stark an den Nachbarn von den amerikanischen Inseln. So bin ich auf den Sänger Delyno Brown gestoßen, der 1981 auf St. Thomas geboren wurde und unter seinem Reggae-Künstlernamen Pressure bekannt ist. Seit 2005 macht er als Solist Musik und veröffentlichte im gleichen Jahr sein Debütalbum "The pressure is on", zwei Jahre später hatte er mit dem hier vorgestellten Remix von "Love and affection" einen Hit in Jamaika. Inzwischen sind sieben Reggae-Alben entstanden. Er ist bekennender Rastafari und engagierte sich nach einem Angriff auf ihn gegen Gewalt auf den Virgin Islands.

Pressure - Love and affection

Zypern: "El diablo" von Elena Tsagkrinou vorgestellt


Zypern
- Am Nachmittag hat Zypern seinen Song "El diablo", gesungen von Elena Tsagkrinou ( Έλενα Τσαγκρινού) auf CyBC 1 vorgestellt. Im Rahmen der Show "Happy Hour" mit Andreas Giortsios wurde das von George Benioudakis produzierte Video vorgestellt, mit dem Elena am 18. Mai im ersten Halbfinale von Rotterdam auftreten wird. Komponisten sind Jimmy Thornfeld, Laurell Barker, Oxa und Thomas Stengaard. Anhören kann man sich den Titel auf der Website von Panik Records.

Unterschwellig ist für meinen Geschmack ein Hauch von Lady Gaga wahrzunehmen. Elena Tsagkrinou wurde durch ihre Teilnahme an der Talentshow "Ellada Eheis Talento" bekannt. Sie wurde 1994 in Athen geboren und folgt beim Eurovision Song Contest auf Sandro, der nach seiner Nominierung im Vorjahr nicht wieder für Rotterdam 2021 nominiert wurde. Seit 2013 ist sie musikalisch aktiv und war u.a. Leadsängerin der griechischen Band OtherView. Ein Debütalbum steht derzeit noch aus.

QR-Code zum Video von "El diablo
(da noch nicht auf Youtube verfügbar)

News-Splitter (837)


Irland
- "Maps", der Titel, den Lesley Roy beim Eurovision Song Contest in Rotterdam singen wird, feiert seine Premiere am Freitag in der 2FM Breakfast-Show im irischen Radio RTÉ 2fm. Die Show wird zwischen 7 und 10 Uhr (MEZ) gesendet und hat schon im Jahr zuvor den Titel "Story of my life" uraufgeführt. Lesley hat Freitag zudem noch einen Auftritt in der Late Late Show bei RTÉ One. An ihrem Lied hat u.a. auch Lukas Hallgren mitgewirkt, der 2019 den Schweizer Beitrag "She got me" von Luca Hänni produziert hat. Eigenen Angaben zufolge hat Lesley drei Monate an ihrem Song gearbeitet und diesen im Studio aufgenommen.

Island
- Daði og Gagnamagnið werden in diesem Jahr mit dem Lied "10 years" an den Start gehen. Via Twitter bestätigte der Daði Freyr, dass der isländische Song Contest-Beitrag am 13. März veröffentlicht wird. Auch die Dreharbeiten zum Musikvideo scheinen bereits abgeschlossen. RÚV wird zudem eine zweiteilige Dokumentation über Daði und die Eurovision ausstrahlen, die Sendungen sollen am 27. Februar und 6. März laufen. Daði und seine Freunde gewannen im letzten Jahr den isländischen Vorentscheid Söngvakeppnin mit "Think about things" und galten als Mitfavoriten auf den Sieg in Rotterdam, ehe der Wettbewerb aus bekannten Gründen ersatzlos gestrichen wurde.

Rumänien
- Gute Nachrichten kommen zudem noch aus Rumänien. Die Organisatoren des Festivals Cerbul de Aur und der Sender TVR gaben bekannt, dass der Musikwettbewerb in diesem Jahr wieder stattfinden wird, nachdem er 2020 coronabedingt ausfiel. Die Planungen in der gastgebenden Stadt Braşov gehen weiter und man hoffe, dass man konstruktive Lösungen finden wird, das Festival traditionsgemäß fortzuführen. Das Cerbul de Aur-Festival findet seit 1968 statt, zeitweise wurde die Austragung allerdings ausgesetzt, zwischen 2009 und 2018 pausierte der Wettbewerb erneut. Immer wieder nehmen auch Teilnehmer des Eurovision Song Contests am Festival teil.

Beyond Eurovision (197): Spanien


Spanien
- Erst waren es die Phönizier, die im 11. Jahrhundert v.Chr. Handelsstützpunkte an der spanischen Küste öffneten, dann kamen die Römer, später eroberten die Mauren die Iberische Halbinsel, aus deren Zeit noch heute kolossale Bauwerke wie die Alhambra in Granada zeugen. Es begann die Reconquista, in deren Zuge Königin Isabella von Kastilien ihren Herrschaftsbereich zurückholte, 1492 startete Kolumbus von hier aus in die Neue Welt, in der Neuzeit prägte General Franco das Land und führte Spanien diktatorisch und isolierte es über Jahrzehnte vom Rest der Welt. Seit 1975 fand die Transición statt, in deren Zuge Spanien 1978 wieder zur Monarchie wurde.

Schnelle Fakten

Hauptstadt

Madrid

Sprachen

Spanisch

Fläche

505.970km²

Währung

Euro (€)

Einwohner

47,1 Mio.

Internet-TLD

.es

Zeitzone

UTC +1

Wiki-Info

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Heute gliedert sich Spanien in 17 autonome Regionen, die in einem föderalen System die gleichen Kompetenzen haben, wie beispielsweise die deutschen Bundesländer. Aus dieser Stellung versuchten insbesondere die Katalanen mehrfach auszubrechen. Hinzu kommen noch die beiden autonomen Städte Ceuta und Melilla an der marokkanischen Küste. Ansonsten braucht man Spanien wohl nicht näher vorstellen, jeder kennt den Osborne-Stier, die Sangría, Tapas, Siesta, Flamenco und Co., die ein oftmals stereotypisches Bild auf die spanische Gesellschaft werfen, wenngleich die spanische Kultur derart vielfältig ist, dass es hier den Rahmen sprengen würde. 

Die spanische Musiklandschaft kann man hingegen nicht vereinheitlichen, zwar gilt der Flamenco als Sinnbild für spanische Klänge, im Laufe der Geschichte haben sich aber sowohl maurische, religiöse und gitane Klänge vermischt und spätestens nach der Franco-Diktatur eine eigene Wertigkeit eingenommen. Nachdem alles unterdrückt wurde, was anders war, blühte die spanische Musikszene auf und zweigte in sämtliche moderne Musikgenres ab. So gibt es heute sowohl eine ausgeprägte Alternative-, Rock- und Popkultur als auch weiterhin den temperamentvollen andalusischen Flamenco. 

Mit der Einfühung von Castingshows begann auch in Spanien die Suche nach neuen Topstars. 2001 startete die Operación Triunfo, ein Konzept aus Idols und Big Brother, mit deren Hilfe auch mehrere Song Contest-Vertreter gefunden wurden. In der ersten Staffel war auch María Laura Corradini Falomir dabei, die 1975 im argentinischen Mar del Plata geboren wurde und heute als Chenoa bekannt ist. Sie belegte hinter Rosa, David Bisbal und David Bustamante den vierten Platz. 2003 veröffentlichte Chenoa mit "Soy mujer" ihr erstes Album, das ad hoc die #1 der Charts erreichte. Auch die fünf Folgealben konnten sich in den Top Ten platzieren. In Spanien und Lateinamerika verkaufte sie bisher mehr als eine Million Tonträger.

Chenoa - Soy lo que me das

Deutschland: Präsentationstermin rückt näher


Deutschland
- Morgen Nachmittag wird der deutsche Song Contest-Beitrag erstmals in Gänze der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die ARD räumt Jendrik Sigwart dafür im Ersten zwei Sendeplätze, nämlich um 17:50 Uhr und kurz vor der Tagesschau um 19:57 Uhr ein. Auch ein Auftritt in der NDR-Talkshow am Tag drauf und bei den Schlagerchampions am Samstag bei Florian Silbereisen sind geplant. Wenn man den Berichten von Unterhaltungschef Thomas Schreiber glauben kann, dann hat sein Wettbewerbstitel die Juroren der internen Auswahl deutlich überzeugt.

Mit 11,82 von 12 möglichen Punkten wurde der Beitrag ausgewählt. Kurioserweise wurde bei Youtube in den vergangenen Tagen allerdings schon ein 19sekündiger Schnipsel eines Liedes geleakt, der unheilvolle Schatten vorauswirft, sollte es sich dabei tatsächlich um den Eurovisionstitel handeln. Dort zu hören ist "I don't feel hate", was dem Muster eines Konzeptsongs mit bedeutungsschwangerer Botschaft entspricht. Zu hören ist auch die Ukulele, jenes Instrument, das eigentlich nur bei Stefan Raab und dem verstorbenen hawaiianischen Sänger Israel Kamakawiwoʻole annehmbar klingt.

Zudem gab die ARD bekannt, dass beide Halbfinals des Eurovision Song Contests wieder auf ONE zu sehen sein werden. Das Finale überträgt das Erste, geplant ist, den Kommentar von Peter Urban und Michael Schulte, ähnlich wie beim "deutschen Finale" im letzten Jahr zu senden. Derweil freuen wir uns vielmehr auf die Präsentation des zypriotischen Beitrag "El diablo", der heute Nachmittag vom Sender CyBC vorgestellt wird. Nachdem Sandro nicht für 2021 gesetzt wurde, hat man sich auf Zypern für Elena Tsagkrinou entschieden, deren Song heute um 15:30 Uhr (MEZ) von CyBC1 gezeigt wird.

Montag, 22. Februar 2021

News-Splitter (836)


Griechenland
- Die griechische Delegation gab heute bekannt, dass Stefania bei ihrem Auftritt in Rotterdam durch vier Tänzer begleitet wird. Namentlich sind dies Nikos Koukakis, Markos Giakoumglou, Kostas Pavlopoulos und George Papadopoulos. Die drei zuletzt genannten standen bereits als Tänzer beim Song Contest zur Verfügung, Markos war 2017 im Hintergrund bei Demy zu sehen, George trat 2009 und 2012 für Griechenland in Erscheinung und Kostas war zuletzt in Tel Aviv im Hintergrund von Serhat für San Marino zu sehen, lediglich Nikos Koukakis ist beim Song Contest bisher noch nicht in Erscheinung getreten.

Weißrussland
- Weißrussische Medien berichten, dass Zena einen Beitrag für die Eurovision beim Sender BTRC eingesendet hat. Die Deadline für die weißrussische Auswahl verstrich am 31. Januar, seither ist es relativ ruhig in Minsk geworden. Nur wenige andere Namen kursieren im Internet, darunter Daz Sampson, der britische Song Contest-Vertreter von 2006, Kazka, Chakras und Vitali Voronko. Was genau Weißrussland für 2021 geplant hat ist nicht bekannt, es wird aller Voraussicht nach auf eine interne Auswahl hinauslaufen. Derzeit laufen mehrere Initiativen das weißrussische Fernsehen vom Eurovision Song Contest auszuschließen.

Serbien
- Der offizielle Twitter-Account der Eurovision hat heute den Songtitel des serbischen Beitrags veröffentlicht. Das Damentrio Hurricane bleibt ihrer spanischsprachigen Linie treu und schickt nach "Hasta la vista" nun "Loco loco" zur Eurovision. Die Gruppe arbeitete hierfür mit Nemanja Antonić und Dark Dimitrov zusammen. Dimitrov hat in den letzten Jahren mehrere Beiträge für Balkanländer zur Eurovision gebracht, zuletzt "Proud" für Nordmazedoniens Sängerin Tamara Todevska. Wann genau der serbische Beitrag veröffentlicht wird, ist noch nicht bekannt. Hurricane wurden intern von RTS nominiert, nachdem sie im vergangenen Jahr die Beovizija gewannen.

San Marino
- Ursprünglich hätte der sanmarinesische Song Contest-Beitrag von Senhit morgen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Nach Angaben des Senders SMRTV hat man die Publikation kurzerhand um zwei Wochen nach hinten verlegt und wird seinen Beitrag für Rotterdam erst am 8. März vorstellen. Warum es zu Verzögerungen im Betriebsablauf kommt, wurde nicht näher erläutert. Senhit wurde schon für 2020 vom sanmarinesischen Fernsehen nominiert, nachdem sie erstmals 2011 in Düsseldorf Eurovisionsluft schnuppern konnte. Damals kam ihr Titel "Stand by" nicht über das Halbfinale hinaus.

Beyond Eurovision (196): Mosambik


Mosambik
- Arabische Händler schöpften dereinst die Rohstoffe des ostafrikanischen Landes aus, das reich an Gold, Elfenbein und Sklaven war, später auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien wurde der Küstenstreifen von portugiesischen Seefahrern in Besitz genommen und erhielt den Namen Moçambique. Seine Unabhängigkeit erreichte Mosambik im Jahr 1975 nach der Nelkenrevolution in Portugal und rief nach marxistischem Vorbild eine Volksrepublik aus. Noch heute zeugen das Nationalwappen mit sozialistischen Elementen und die Kalaschnikow in der Staatsflagge von jenen Zeiten.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Maputo
Sprachen
Portugiesisch
Fläche
801.590km²
Währung
Neuer Metical (MTn)
Einwohner
28,9 Mio.
Internet-TLD
.mz
Zeitzone
UTC+2
Wiki-Info

Das Land verfiel kurz nach der Unabhängigkeit in einen lange währenden Bürgerkrieg, der erst 1992 beendet werden konnte. Noch heute steht die politische Stabilität auf wackeligen Füßen und wenngleich Portugals Rolle im Land mit den Jahren immer kleiner wird, streckt inzwischen die Volksrepublik China ihre Fühler nach Afrika aus. So bauten chinesische Unternehmen etwa eine Brücke über die Bucht von Maputo, der Hauptstadt des Landes, die zu Kolonialzeiten Lourenço Marques hieß. Maputo ist auch das kulturelle Zentrum des Landes mit etwa 2,7 Millionen Einwohnern im Einzugsgebiet.

Die traditionelle mosambikanische Musik wird untermalt von diversen Xylophonen, etwa der Timbila oder dem Manguilo sowie Zithern und anderen improvisierten Instrumenten. Zu Zeiten der portugiesischen Kolonialzeit entwickelte sich mit dem Marranbenta eine eigene Tanzkultur. Das Wort leitet sich vom portugiesischen "rebentar" ab, was so viel wie "aus sich herausbrechen" bedeutet. Mittlerweile haben auch zeitgenössische Instrumente wie die E-Gitarre und das Schlagzeug in Mosambik Einzug gehalten und werden von Interpreten der Neuzeit genutzt.

Einer der bekanntesten Interpreten des Landes ist Afric Simone, der eigentlich Henrique Simone heißt und 1956 in Inhambane geboren wurde. Er landete mit "Ramaya" im Jahr 1975 einen ersten Hit und bekam insbesondere hinter dem Eisernen Vorhang in den UdSSR, der Tschechoslowakei und der DDR große Aufmerksamkeit, da Mosambik damals noch unter sozialistischer Führung stand. Später füllte er auch im Westen große Hallen wie die Royal Albert Hall oder die Carnegie Hall in London. Er veröffentlichte mehrere Alben, angefangen schon im Jahr 1974 mit "Mr. Barracuda". Sein hier vorgestellter Titel "Hafanana" kletterte 1976 in die Hitparaden.

Afric Simone - Hafanana

Kommentar: Der erste Krach der Saison


Norwegen
- Eines ist nach dem letzten Samstag klar, die Eurovisionsgemeinde hat den ersten Schock der Saison zu verkraften, wenngleich die Vorzeichen wie bei einem Vulkanausbruch eigentlich erkennbar waren. Es geht um das Goldduell beim Melodi Grand Prix in Norwegen. Dort standen sich am Ende der Veranstaltung die bunt gemischte Formation Keiino und der spätere Sieger Tix gegenüber, der mit einer überraschend hohen Anzahl von Stimmen das Ticket nach Rotterdam löste.

Wenn Freshtorge sich
als Roko verkleidet: Tix
Wenn man die Teilnahme von Keiino zunächst einmal ausblendet, muss man aber auch neidlos anerkennen, dass es Tix alias Andreas Haukeland schon im Vorfeld geschafft hat, über einen recht überschaubaren Zeitraum einen großen Popularitätsschub in Norwegen zu bekommen. Seine bisherigen Veröffentlichungen stießen im Land auf Gehör, platzierten sich recht hoch in den Charts, der sogenannten VG-Lista. Und wie man vielerorts hört, scheint Tix insbesondere bei der klickwütigen Jugend- und Instagramfraktion viele Anhänger zu haben, die nicht müde sind, mehrfach auf den gleichen Button zu drücken.

Solche Phänomene kann man überall beobachten, wer eine große Anhängerschaft besitzt, erhält auch viele Punkte in einer Abstimmung, so war das schon immer und hat auch in Deutschland schon manch einem guten Beitrag für den Eurovision Song Contest am Ende den Sieg vermasselt. Ich erinnere mit Wehmut an das Jahr 2008, als Carolin Fortenbacher mit ihrer krachenden Ballade "Hinterm Ozean" mit hauchdünnem Rückstand gegen die No Angels verlor, der Rest ist Geschichte. Und dort war das Lied musikalisch noch dünner als es heute bei "Fallen angel" der Fall ist.

Schneefall im Oktober:
Keiino
Nun hat sich Norwegen in den letzten Jahren jedoch eine recht hohe Messlatte auferlegt, der Melodi Grand Prix steht, oft sogar zu Unrecht, zwar im Schatten der schwedischen Nachbarn, hat allerdings viele gute Beiträge vorzuweisen und das Jahr für Jahr. Das dabei nicht immer der Fanfavorit die Nase vorn hat, ist nun mal leider so, dafür haben es Keiino immerhin schon vor zwei Jahren mit "Spirit in the sky" geschafft und die Euphorie war umso größer. Man könnte auch einfach sagen, das Trio ist im falschen Jahr wieder angetreten, vielleicht hätten sie 2020 oder 2022 bessere Karten gehabt.

Mit der Zeit, je länger man den Eurovision Song Contest und die einzelnen Vorentscheide verfolgt, wird man entspannter. Heute ärgere ich mich nicht mehr schwarz, weil es mein Favorit nicht zum Song Contest schafft. Das muss auch so sein, sonst würde ich mit 35 Jahren wegen Herzproblemen auf der Intensivstation landen. Ja, ich gräme mich auch heute noch, dass es Saša Lendero, Erika Vikman, Julie & Nina oder Markus Riva nicht zur Eurovision geschafft haben, aber "so what", das Leben geht weiter. Apropos Markus Riva...

Erinnert sich jemand dran?
Da war ich noch empört...
Der lettische Sunnyboy mit dem übertrieben platinblonden Haar, hat 2016 mit "I can" an der lettischen Supernova für Stockholm teilgenommen und irgendwie erinnert mich das Lied von Tix sehr an den damaligen Beitrag von Markus Riva. Parallelen in der Beschaffenheit beider Lieder sind nicht von der Hand zu weisen. Die Zeit des Markus Riva in Lettland ist aber inzwischen auch gezählt, das einst empathische Œuvre hat sich in den letzten Jahren stark verändert und könnte heute mehr als Russendisko betitelt werden. Aber zurück nach Norwegen...

Es wundert mich, dass es noch keine Petition gibt, die eine Neuauszählung der Stimmen beim Melodi Grand Prix fordert, analog zu gewissen US-Wahlergebnissen. Zwar gab es Reaktionen von Usern die berichten, sie hätten nicht abstimmen können, NRK stellt allerdings klar: "Der Umfang (dieser Fälle) war im Vergleich zur Gesamtzahl der User, die gestern abgestimmt haben, sehr gering und hat keines der Ergebnisse in den drei Abstimmungsrunden beeinflusst." Es wäre sehr verwunderlich, wenn durch Wertungsprobleme nahezu 100.000 Stimmen unter den Tisch fallen würden.

Nun haben die Norweger eine Entscheidung getroffen und Tix nach Rotterdam votiert. Ja, es ist schade um "Monument", aber wie Keiino im Anschluss an den Melodi Grand Prix über verschiedene Kanäle mitteilten, sei die Reise der Band noch nicht an ihrem Zielort angekommen und man werde weiter musizieren, was eine erneute Bewerbung am Melodi Grand Prix nicht ausschließt. Ob Norwegen ins Finale einziehen wird oder aus Gründen auf der Strecke bleibt, wage ich nicht zu prognostizieren, wir kennen schließlich erst fünf Lieder in jenem Semifinale. Auch hier bin ich inzwischen entspannter geworden und habe es aufgegeben, voreilig Länder in meinem Ranking auf den letzten Platz zu setzen, nur weil mir der Ausgang des Vorentscheids nicht 100%ig gefällt.

Nachtrag: Inzwischen wurde auch die Einschaltquote für das Finale des Melodi Grand Prix ausgezählt. Fast 1,1 Millionen Norweger verfolgten die Show, so viele wie seit 2017 nicht mehr. Mit weiteren 28.000 Online-Zuschauern erreicht die Show einen Marktanteil von 67,1%. Delegationsleiter Stig Karlsen freut sich sehr und mutmaßt, dass der Vorentscheid die Menschen in diesen schweren Zeiten offenbar abgeholt und mitgenommen hat.

Sonntag, 21. Februar 2021

Israel: Frühzeitige Teilnahmebestätigung für 2022


Israel
- Das erste Land hat seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2022 bestätigt. Am Abend erklärte der israelische Rundfunk KAN, das man Vorbereitungen für ein Vorentscheidungskonzept mit externen Partnern treffen wird. Schon in den letzten Jahren suchte das israelische Fernsehen mit Hilfe der Produktionsfirma Keshet und dem TV-Format "Hakochav haba" nach Teilnehmern für den Eurovision Song Contest.

Diese Kooperation wurde im Jahr 2021 beendet, nachdem sich der israelische Sender darauf verständigt hatte, die Siegerin der Castingshow "Hakochav haba 2020", Eden Alene, nach der verwehrten Chance nach der Absage des Eurovision Song Contests in Rotterdam vergangenes Jahr, erneut zu nominieren. Stattdessen wurde ein Mini-Vorentscheid durchgeführt, bei dem Eden Alene mehrere Titel zur Auswahl stelllte, die Wahl fiel im Anschluss auf "Set me free", das wir im Mai hören werden.

Welchen Weg der Sender für 2022 einschlagen wird, ob man sich erneut aus dem Castingpool von Shows wie "Hakochav haba", "X Factor" oder anderen Talentwettbewerben bedienen wird oder ein völlig neues Konzept mit einer Produktionsfirma ins Leben rufen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Israel läutet damit jedenfalls frühzeitig einen ersten Ausblick ins Jahr 2022 ein, bislang hat noch keine andere Nation ihre Teilnahmeabsicht im nächsten Jahr bekundet. 

Portugal: Festival da Canção beschließt den Abend


Portugal
- Auf der Iberischen Halbinsel sind nun mittlerweile auch beide TV-Shows mit Song Contest-Bezug zu Ende gegangen. Und somit können wir nach einem langen Vorentscheidungsabend auch die ersten Ergebnisse vom portugiesischen Festival da Canção nachtragen und den Abend mit melancholischen Melodien und viel Saudade beschließen. In der von Sónia Araújo und Jorge Gabriel moderierten Show lag es an den Juroren und den Zuschauern per Televoting fünf der zehn Kandidaten ins Finale zu voten.

Das Ergebnis des ersten Halbfinals in Portugal:
Für das Finale qualifiziert:
- The Black Mamba - Love is on my side
- Valéria - Na mais profunda saudade
- Fábia Maia - Dia lindo
- Karetus & Romeo Bairos - Saudade
- Sara Afonso - Contramão
Ausgeschieden:
- Mema - Claro como água
- Nadine - Cheguei aqui
- Miguel Marôco - Girassol
- Irma - Livros
- Ian - Mundo

Nächsten Samstag grüßen die Portugiesen erneut, dann findet mit zehn weiteren Kandidaten die zweite Vorrunde des Festivals statt, bei dem der prominenteste Name wohl Carolina Deslandes sein dürfte, die 2010 an der vierten Staffel von Ídolos Portugal teillnahm. Moderiert wird die Show dann von Tânia Ribas de Oliveira und José Carlos Malato. Das Finale findet eine Woche später, am 6. März in Lissabon statt. In allen drei Shows wird zu jeweils 50% per Jury- und Televoting abgestimmt.

Spanien: Blas Cantó singt "Voy a quedarme"!


Spanien
- Im Schatten skandinavischer Länder, die für die eine oder andere Erschütterung am heutigen Abend gesorgt haben, fand nahezu unbemerkt die Galashow "Destino Eurovisión" in Spanien statt, bei der Blas Cantó zwei Lieder zur Auswahl stellte. Schon lange vor der eigentlichen TV-Show wurde mit dem Online-Voting begonnen, die spanischen und internationalen User hatten die Gelegenheit zwischen zwei Titeln abzustimmen, das Ergebnis fiel mit 58% auf "Voy a quedarme".

Und offenbar haben auch in Spanien die Friseure derzeit eine Auszeit, der Live-Auftritt von Blas Cantó im RTVE-Studio legt ein baldiges Hairstyling nahe. Sein Lied "Voy a quedarme", zu Deutsch "Ich werde bleiben" ist für meinen Geschmack eine recht leichte und irgendwie auch öde Nummer, an der er sowohl musikalisch als auch textlich beteiligt war, gemeinsam mit Leroy Sanchez, Daniel Ortega und Dan Hammond. Die Alternative "Memoria" kam auf 42% der Stimmen. Mit "Voy a quedarme" ist Blas Cantó automatisch für das Finale der Eurovision qualifiziert.

Schon im vergangenen Jahr wurde der 29jährige vom spanischen Fernsehen für den Eurovision Song Contest ausgewählt, nachdem er an der "Operación Triunfo" teilnahm. Sein damaliger Titel "Universo" war für mein Empfinden gar noch etwas peppiger. Bekannt wurde er in Spanien durch sein Gastspiel in der Gruppe Auryn, mit der er 2011 beim spanischen Vorentscheid teilnahm und den zweiten Platz belegte sowie seine Bewerbung beim Junior Eurovision Song Contest 2004, wo er der späteren Siegerin María Isabel unterlag. 

Blas Cantó - Voy a quedarme

Samstag, 20. Februar 2021

Norwegen: Tix gewinnt Melodi Grand Prix 2021!


Norwegen
- Das Finale des Melodi Grand Prix war der erste Vorentscheid der Saison, den ich mir in voller Länge angeschaut habe und ich bin vom Geschmack des Publikums schwer beeindruckt. Meine beiden Favoriten haben es ins Goldduell geschafft, wenngleich einige Fanherzen durch das frühzeitige Ausscheiden von Raylee heute Abend mit Sicherheit gebrochen wurden. Auf der anderen Seite setzt Norwegen in diesem Jahr auf einen Newcomer beim Melodi Grand Prix und schickt Tix zum Eurovision Song Contest nach Rotterdam. Keiino, die beim Schlussvoting nur in Nordnorwegen vorn lagen, erreichen einen soliden zweiten Platz.

Das Ergebnis des norwegischen Melodi Grand Prix:
01. - 380.033 - Tix - Fallen angel
02. - 281.043 - Keiino - Monument
In der zweiten Runde ausgeschieden:
- Blåsemafian feat. Hazel - Let loose
- Jorn - Faith bloody faith
In der ersten Runde ausgeschieden:
- Atle Pettersen - World on fire
- Raylee - Hero
- Stavangerkameratene - Who I am
- Kiim - My lonely voice
- Emmy - Witch woods
- Kaja Rode - Feel again
- Rein Alexander - Eyes wide open
- Imerika - I can't escape

Tix heißt eigentlich Andreas Haukeland und wurde 1993 in Bærum, einem Vorort von Oslo geboren. Der Bühnenname entstand in Anspielung auf sein Tourette-Syndrom. Das Debütalbum "Dømt og berømt" veröffentlichte er im September 2016 und belegte damit die #2 der norwegischen Albumcharts. Mit diversen Liedern, zuletzt "Karantene" im Jahr 2020 schaffte er die #1 der Singlecharts. Er ist auch als Songwriter und Produzent bekannt, so arbeitete er u.a. an "Game time" von Flo Rida und "Sweet but psycho" von Ava Max mit. Seinen Wettbewerbstitel sang er in der Vorrunde noch auf Norwegisch ("Ut av mørket"). Tix tritt im ersten Halbfinale von Rotterdam am 18. Mai auf.

Tix - Fallen angel

Finnland: Blind Channel singen für Finnland!


Finnland
- Finnland bricht wieder einmal aus der Riege derer aus, die Balladen oder seichte Popsongs zum Eurovision Song Contest schicken und sendet die Post-Hardcore-Band Blind Channel nach Rotterdam. Sowohl die Jury, die aus sieben Nationen (darunter kurioserweise auch die USA) bestand und 25% Stimmanteil besaß, als auch die Zuschauer sahen die Gruppe aus Oulu klar vorn. Für Vorjahressieger Aksel reichte es nur zum fünften Platz.

Das Ergebnis des finnischen Vorentscheids (Jury- und Televoting):
01. - 551 (072+479) - Blind Channel - Dark side
02. - 180 (030+150) - Teflon Brothers x Pandora - I love you
03. - 149 (048+101) - Ilta - Kelle mä soitan
04. - 115 (062+053) - Oskr - Lie
05. - 108 (056+052) - Aksel Kankaanranta - Hurt
06. - 060 (022+038) - Danny - Sinä päivänä kun kaikki rakastaa mua
07. - 013 (004+009) - Laura Põldvere - Play

Die Gruppe Blind Channel setzt sich zusammen aus Leadsänger Joel Hokka, Niko Vilhelm, Joonas Porko, Olli Matela, Tommi Lalli und Aleksi Kaunisvesi und hat in ihrer heutigen Form seit 2013 Bestand. Wacken-Fans kennen die Gruppe spätestens seit 2014, im gleichen Jahr erhielten sie ihren ersten Plattenvertrag bei Ranka Kustannus. Inzwischen sind drei Alben erschienen, zuletzt das Album "Violent pop" im Jahr 2020. Mit "Dark side" treten Blind Channel am 20. Mai im zweiten Halbfinale der Eurovision an.

Blind Channel - Dark side