Sonntag, 24. Juni 2018

News-Splitter (662)



Großbritannien - Die DVD zum Eurovision Song Contest 2018, die zwar vorbestellt werden kann aber sich noch nicht im Versand befindet, wird den Auftritt von SuRie aus dem Juryfinale zeigen und nicht den eigentlichen Auftritt mit dem Störer, der während ihres Beitrags auf die Bühne stürmte. Für eben jenen Auftritt zu "Storm" erhielt SuRie enormen Support, insbesondere von den Zuschauern in der Altice Arena. Die EBU hat sich nun leider für den Schritt entschieden, den Auftritt zu zensieren und stattdessen die reibungslose Darbietung aus dem Juryfinale zu zeigen. 

Israel - Der Sender IPBC hat nun auch offiziell mit der Ausschreibung für seinen nationalen Vorentscheid, eine neue Staffel von "Hakochav haba" begonnen. Produktionsteams seien eingeladen worden, das Projekt für die Wahl des israelischen Song Contest-Vertreters 2019 vorzubereiten. Das Format, mit dessen Hilfe seit 2015 alle Eurovisionskandidaten ermittelt wurden, soll wieder über mehrere Monate ausgetragen werden und Ende Januar einen Interpreten für den Song Contest 2019 finden. Im Anschluss daran werde man ein, auf den Künstler zugeschnittenes, Lied produzieren.

USA - Der amerikanische Schauspieler Will Ferrell, bekannt aus dem Comedy-Format "Saturday Night Live" möchte aus dem Eurovision Song Contest eine Filmkomödie auf Grundlage des Eurovision Song Contests machen. Wie der Mediendienst DWDL.de berichtet, soll der Song Contest-Fan für das Streamingportal Netflix das Format produzieren und den eigentlichen Wettbewerb in seiner Heimat bekannter machen. Der Eurovision Song Contest wird seit einigen Jahren vom Nischensender Logo TV ausgestrahlt, der damit in diesem Jahr 0,2% Marktanteil einfuhr. Das Interesse am Song Contest ist in Nordamerika also durchaus noch ausbaufähig.

Europa - ...und noch einmal zurück nach Israel. Wie die Zeitung Haaretz meldet, geht der Spielball um die Ausrichtung des Eurovision Song Contests in eine neue Runde. So erklärte ein hochrangiger Mitarbeiter des Finanzministeriums, dass der Wettbewerb durchaus auch in Tel Aviv stattfinden könne. Der Bürgermeister der Mittelmeer-Metropole hatte bereits kurz nach dem Finale von Lissabon eine Bewerbung seiner Stadt ausgeschlossen, offenbar ist diese aber nun doch wieder im Rennen. Bis spätestens September möchten die Europäische Rundfunkunion und der Sender IPBC eine verbindliche Entscheidung treffen, wo und vor allem wann der nächste Wettbewerb stattfinden sollen.

Samstag, 23. Juni 2018

Irland: Vizepräsident spricht sich für Teilnahme aus


Irland - Israel als Gastgeber des 64. Eurovision Song Contests steht fest, betonte die Europäische Rundfunkunion nach absolvierten Gesprächen mit einer Delegation des verantwortlichen Senders IPBC. Damit reißen die Kontroversen zwar nicht ab, zumindest einer bekräftigt allerdings die Absicht, am Wettbewerb im kommenden Jahr teilzunehmen, nämlich der irische Vizepräsident.

Tanaiste Simon Coveney erklärte in einem Interview, dass Irland durchaus Interesse daran hat, sich auch im kommenden Jahr mit einem Beitrag beim Song Contest zu präsentieren. Seit 2002 hat das Land schließlich keinen Jahrgang verpasst und ein Boykott würde noch mehr polarisieren und den Palästinensern in ihrer Situation kein bisschen helfen. Daher spricht er sich klar dafür aus, dass RTÉ auch im nächsten Jahr wieder mit dabei ist.

Insbesondere aus Irland kamen nach dem Sieg von Netta Barzilai kritische Stimmen, die sich für einen Boykott aussprachen. Insbesondere der Bürgermeister der Hauptstadt Dublin, Michael MacDonncha, erklärte, ein Eurovision Song Contest in Israel sei aus Solidarität zu den Palästinensern ohne irische Teilnahme zu absolvieren. Irland qualifizierte sich in diesem Jahr mit Ryan O'Shaughnessy erstmals seit 2013 wieder für das Finale des Song Contests.

Freitag, 22. Juni 2018

Kosovo: Mitgliedsantrag von RTK erneut auf dem Tisch



Kosovo - Mentor Shala, Generaldirektor des kosovarischen Fernsehens RTK hat sich mit dem Präsidenten der Europäischen Rundfunkunion Jean-Paul Philippot getroffen und streut die Nachricht, dass sich der Sender gute Karten auf die Vollmitgliedschaft in der EBU erhofft. Darüber soll bereits in der kommenden Woche bei der Generalversammlung der Union in der albanischen Hauptstadt Tirana entschieden werden.

Shala erklärte: "Wir hatten ein Treffen mit EBU-Präsident Jean-Paul Philippot, mit dem wir die Generalversammlung Ende des Monats und die Möglichkeit besprochen haben, dass RTK ein Vollmitglied der EBU wird, sodass wir im nächsten Jahr am Eurovision Song Contest teilnehmen können." Der Kosovo ist seit Jahren bestrebt der Union beizutreten, bislang scheiterte dies am Einspruch von Bosnien-Herzegowina und Serbien.

Dennoch hat der Kosovo bereits in der Vergangenheit an mehreren Eurovisionsformaten wie z.B. den Eurovision Young Dancers teilgenommen. Durch die Vollmitgliedschaft in der Europäischen Rundfunkunion stünde einer Teilnahme am Song Contest nichts im Wege. Die nächste Woche wird zeigen, ob es 2019 "Priština calling" heißen könnte oder ob die Debatte erneut ins Nichts geführt hat. Kosovo wäre das erste neue Vollmitglied seit dem Beitritt Aserbaidschans im Jahr 2007.

Frankreich: Bewerbungsphase für Vorentscheid eingeläutet



Frankreich - Nach dem toll umgesetzten nationalen Vorentscheid in Frankreich hält der Sender France 2 am Konzept von "Destination Eurovision" fest und wird auch im kommenden Jahr wieder seinen Vertreter für den Eurovision Song Contest durch das Format auswählen, das eine ungeahnt hohe Reichweite innerhalb des Landes erreicht hat und mit Madame Monsieur würdige Sieger fand.

France 2 hat inzwischen das Bewerbungsfenster für die "Destination Eurovision" 2019 geöffnet. Bis zum 30. November können sich alle interessierten Kandidaten, die zum 1. Januar 2019 das 16. Lebensjahr vollendet haben einschreiben. Potentielle Eurovisionssongs sind in jeglicher Hinsicht zulässig, solange sie nicht vor dem 1. September diesen Jahres kommerziell veröffentlicht wurden.

"Destination Eurovision" basierte in diesem Jahr auf zwei Vorrunden, in denen lediglich die Jury abstimmen durfte sowie einer Finalshow, in dem Juroren und Zuschauer zu jeweils 50% den Sieger und späteren Vertreter Frankreichs bestimmten. Madame Monsieur belegten mit "Mercy" den 13. Platz im Finale von Lissabon, für das sie automatisch qualifiziert waren.

Mittwoch, 20. Juni 2018

Malta: Vorentscheid zugunsten von X Factor gekippt


Malta - In das betrübliche Sommerloch fällt eine Mitteilung vom maltesischen Fernsehen PBS, das nicht nur seine Teilnahmebestätigung für den 64. Eurovision Song Contest ausgesprochen hat, sondern darüber hinaus auch gleich mit dem Modus für die Kandidatenauswahl in die Vollen geht. Seit seiner ersten Teilnahme im Jahr 1971 wurden alle maltesischen Kandidaten für die Eurovision durch einen Vorentscheid ermittelt, dies wird sich für 2019 ändern.

Aus Valletta heißt es nämlich, dass der Sieger der nationalen Version von "X Factor" für Malta zum Eurovision Song Contest 2019 nach Israel fahren wird. Der Sieger erhält automatisch das Startrecht bei Europas größer Unterhaltungsshow. Der ausrichtende Sender TVM erhofft sich durch den X-Faktor, dass "die lokale Unterhaltungsindustrie das nächste Level erreicht". Für Kandidaten, die in Dauerrotation den nationalen Vorentscheid blockieren dürfte dies jedoch ein Problem darstellen.

In den letzten Jahren gewannen im Regelfall Interpreten den nationalen Vorentscheid "Malta Song For Europe", die sich bereits über Jahre hinweg in der Line Up der Show aufhielten, etwa Claudia Faniello, die im achten Anlauf ihr Ticket für den Song Contest löste. "X Factor" beginnt im Oktober, wann das Finale der Show stattfindet ist bisher aber noch nicht fixiert. Malta hat bislang keine Siege, dafür aber zwei zweite Plätze mit Chiara und Ira Losco auf dem Konto, Christabelle schied in diesem Jahr mit "Taboo" im Semifinale von Lissabon aus.

Über VIVA, Artikel 13 und die Fußball-WM



Europa - Auch wenn der Bezug zum Eurovision Song Contest kaum bis gar nicht vorhanden ist oder war, traurig ist es doch, dass nach 25 Jahren eine Ära zu Ende geht und der Musiksender VIVA am 1. Januar 2019 seinen Sendebetrieb einstellen wird. Der erste deutsche Musiksender ging 1993 mit einem Video von den Fantastischen Vier auf Sendung und brachte Sendungen wie "Interaktiv" oder auch Stefan Raabs "Vivasion". Damit ist nun zum Jahreswechsel Schluss.

Ebenso Schluss ist nach Angaben verschiedener Online-Dienste die Zeit des "freien Internets", nachdem die Europäische Union heute den Entwurf des sogenannte "Artikel 13" abgenickt hat, der mit der Initiierung von Upload-Filtern eine der größten Urheberrechtsreformen überhaupt ankündigt. Für viele Youtuber könnte diese neue Gesetzgebung, sofern sie vom Plenum bestätigt wird, das Ende ihrer Karriere darstellen. Worum es genau geht erklärt das unten stehende Video. Nach der Datenschutzgrundverordnung winken die Abgeordneten somit den nächsten unliebsamen Erlass durch, parallel zur medienwirksamen Fußball-WM in Russland.

Über die Fußball-Weltmeisterschaft gibt es derzeit auch nicht wirklich viel zu berichten, außer dass sich Uruguay mit seinem Sieg über Saudi-Arabien heute bereits für die Achtelfinals qualifiziert hat. Deutschland spielt am Samstag gegen Schweden, dort geht es dann bereits um alles oder nichts. In Bezug auf den Eurovision Song Contest gibt es nur wenige Meldungen, eine Nachricht aus Malta greifen wir gleich noch in einem separaten Posting auf, ansonsten ist die Schwangerschaft von Barei aus Spanien schon der Höhepunkt der aktuellen Meldungen.

Kompakt formuliert: Artikel 13 und seine Auswirkungen

Dienstag, 19. Juni 2018

Eurovision 2019: EBU trifft israelische Delegation in Genf



Israel - Bei allen Gerüchten und Debatten hält die Europäische Rundfunkunion an Israel als Gastgeber des 64. Eurovision Song Contests fest. Nach einer weiteren Gesprächsrunde im EBU-Hauptquartier in Genf erklärte die Union, dass es keine Verlegung nach Österreich oder in andere Nationen geben wird. Reference Group-Mitglied Jan Langermand Lundme zeigte sich zufrieden über die Gespräche zwischen der EBU und dem Sender IPBC.

Der Termin, wann genau der Song Contest 2019 stattfinden wird und vor allem wo soll bis zum September geklärt werden. Letzteres soll ohne die Einmischung israelischer Politiker ermittelt werden, wie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu persönlich vor einigen Tagen mitteilen ließ. Das israelische Fernsehen hat unterdessen eine Taskforce gebildet, die sich mit der Organisation des Wettbewerbs beschäftigen wird. Als Leiter der Song Contest-Produktion wurde Yuval Cohen benannt.

Cohen war in den vergangenen Jahren als Programmdirektor beim Sender Channel 10 tätig und schuf u.a. einen lokalen Ableger von "The Voice". Einzelheiten über die besprochenen Themen zwischen der EBU und dem israelischen Fernsehen sind nicht nach außen gedrungen, ein elementares Thema dürfte allerdings der Aspekt Sicherheit spielen, da Israel nicht unbedingt in der friedlichsten Region der Erde liegt. Sobald nähere Einzelheiten rund um die Vorbereitungen zum Eurovision Song Contest 2019 vorliegen, werden wir natürlich darüber berichten.

Montag, 18. Juni 2018

Israel: Warnung des EBU-Generaldirektors



Israel - Und weiter geht der Trouble um das israelische Fernsehen IPBC. Nunmehr hat sich auch der Generaldirektor der Europäischen Rundfunkunion, der Ire Noel Curran, eingeschaltet. Demnach warnt Curran, dass der Mitgliedschaftsantrag des Senders auf Eis gelegt werden könnte, sollte der Oberste Gerichtshof des Landes ein Gesetz absegnen, dass die Auslagerung der Nachrichtensparte beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk auslagert.

Die Führungsspitze des Senders IPBC, Gil Omer und Eldad Koblenz, wurden aus Genf davon in Kenntnis gesetzt, dass der bisher immer noch schwebende Mitgliedsstatus des Senders davon abhängt, ob die höchste juristische Instanz des Landes Israels einem Entwurf zustimmt, dass die Auslagerung des Nachrichtenbüros legitim ist. Die EBU hat ihre Vorbehalte in einem Brief an IPBC deutlich gemacht, dass kein Mitglied der Union seine Nachrichten von einem externen Anbieter bezieht.

Nach Angaben aus Israel stehe der Auslagerung nach dem Empfinden des Obersten Gerichtshofs nichts im Wege, um eine Ausrichtung des Eurovision Song Contests 2019 zu gewährleisten, soll die finale Entscheidung um zwölf bis 18 Monate nach hinten verschoben werden. Ende Juni entscheidet die Europäische Rundfunkunion, ob die Interimsmitgliedschaft von IPBC verlängert wird oder nicht. Alle Beteiligten werden bis zum Eurovision Song Contest im nächsten Jahr noch eine Menge Steine aus dem Weg räumen müssen.

Eurovision 2019: Österreich als Ausrichter im Gespräch



Israel/Österreich - Es gibt viel Gerede um die Ausrichtung des Eurovision Song Contests 2019. Nun hat sich eine weitere Stimme zum Geschehen geäußert, Araleh Goldfinger, Produzent des Eurovision Song Contests 1999, der eine hochrangige Stimme bei der Europäischen Rundfunkunion zitiert. Laut seiner Aussage wird darüber diskutiert, ob man den Wettbewerb nicht nach Österreich verlagert.

Goldfinger erklärte, dass ein hochrangiges EBU-Mitglied erwägt, den Wettbewerb in Wien stattfinden zu lassen, sollte die Politisierung des Wettbewerbs von Seiten israelischer Behörden nicht unterlassen werden. Die Einmischung diverser Abgeordneter und Minister der Knesset seien nicht unbedingt förderlich, wenn es darum geht, den Wettbewerb im kommenden Jahr in Israel stattfinden zu lassen.

Innerhalb des Produktionsteams gäbe es bereits die Debatte, den 64. Eurovision Song Contest auszulagern. Auch die internationale Presse hat bereits dieses Nachrichtenhäppchen aufgegriffen und darüber spekuliert, dass die Europäische Rundfunkunion aufgrund der unklaren Lage und der politischen Einmischung die Möglichkeit in Betracht zieht, den Wettbewerb 2019 in einem anderen Land, darunter die zweit- und drittplatzierten Nationen Zypern oder Österreich auszutragen.

Sonntag, 17. Juni 2018

Eurovision am Sonntag (56)



Lea Sirk brachte Slowenien
wieder einmal ins Finale
Europa - Wie in jedem Jahr fühlen sich die Wochen nach dem Eurovision Song Contest für Fans an wie ein Wachkoma, kaum mehr Neuigkeiten, da die Prioritäten der nationalen Rundfunkanstalten bei anderen Dingen liegen als bei den Vorbereitungen für den kommenden Song Contest. So hat uns das slowenische Fernsehen RTVSlo in dieser Woche bestätigt, dass noch keine Entscheidung über Israel 2019 vorliegt und diese auch erst fallen wird, wenn der Programmplan für das kommende Jahr abgesegnet wird.

Wann dies der Fall sein wird, ließ man in Ljubljana vorerst noch offen, die Mobilisierung des Budgets wird darüber hinaus den Ausschlag geben, in welcher Form und Größe ein nationaler Vorentscheid veranstaltet wird. Nach zweijähriger Pause schaffte es Lea Sirk wieder einmal, Slowenien ins Finale der Eurovision zu bringen. Unterdessen hat sich AWS-Leadsänger Örs Siklósi zu seiner Song Contest-Teilnahme geäußert und erklärte, dass er nie damit gerechnet hätte, so viel Liebe und Zuspruch zu erhalten.

Sah über weite Strecken ver-
bittert aus, hatte aber Spaß:
Örs Siklósi von AWS
"Ich habe nie zuvor in meinem Leben die Eurovision gesehen, aber die Interpreten und Organisatoren waren alles so offen und freundlich. Es war ein gutes Gefühl und egal aus welchem Land man kommt, man fühlt sich einfach gut." Natürlich habe er auch den Druck gespürt, zumal er als musikalischer Diplomat für Ungarn dabei war. "Viszlát nyár" schaffte es zwar nicht ganz nach vorne im Finale von Lissabon, Örs zeigte sich aber dennoch sehr zufrieden und freute sich über die hohe Aufmerksamkeit für seine Band in Lissabon, was er insbesondere an der hohen Anzahl an Interviews festmacht.

Derweil gehen in Israel die Planungen für den Song Contest 2019 weiter. Wie die TV-Anstalt Hadashot berichtet, hat die Europäische Rundfunkunion den Senderchef von IPBC, Eldad Koblenz darum gebeten, unvorbelastete Alternativen für Jerusalem als Gastgeberstadt zu finden. In einem Kommentar der EBU heißt es: "Wir haben kein Problem mit Jerusalem, solange es die professionellen Anforderungen erfüllt." Man habe bereits früher aus Jerusalem übertragen und würde dies wieder tun, solange die Regularien gewahrt bleiben und die Show problemlos auf die Beine gestellt werden kann.

Um 17 Uhr (MESZ) trifft
Deutschland auf Mexiko
Und zu guter Letzt wollen wir natürlich nicht verschweigen, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft heute ihr erste Vorrundenspiel gegen Mexiko bestreitet. Im Luschniki-Stadion in Moskau stehen dem Weltmeister von 2014 ab 17 Uhr (MESZ, 18 Uhr Ortszeit) der Weltranglisten 15. gegenüber, den Deutschland zuletzt im Halbfinale des Confederation Cups 2017 mit 4:1 besiegte.  Zuvor treffen ab 14 Uhr bereits Costa Rica und Serbien in Samara aufeinander, das dritte und letzte Spiel zwischen Brasilien und der Schweiz findet um 20 Uhr (MESZ) in Rostow am Don statt.

Programmtipp:
So., 17. Juni - 17:00 Uhr
Fußball-Weltmeisterschaft 2018 
 Deutschland vs. Mexiko 
live aus Moskau
Kommentar: Oliver Schmidt

Samstag, 16. Juni 2018

Türkei: Ränkespiele ermöglichten israelischen Sieg


Türkei - Normalerweise freue ich mich über jede europäische Nation, die sich für den Eurovision Song Contest entscheidet und einen eigenen Beitrag entsendet. Im Falle der Türkei bin ich offen gestanden aber mehr als froh, dass dieses Land sich weiterhin weigert ein Comeback zum Wettbewerb anzukündigen. Auch 2019 wird der Sender TRT keinen Beitrag schicken. 

Dafür prangert Premierminister Binali Yıldırım in einem TV-Interview sogar an, dass seitens der EBU im Vorfeld von Lissabon alles dafür getan wurde, einen israelischen Sieg zu gewährleisten, obwohl die Sängerin seiner Meinung nach nicht gut war. „Sie haben die Abstimmung so verändert, dass dies möglich wurde. Sie haben alles geplant, damit die Eurovision in Jerusalem stattfindet.“, so Yıldırım

In diesem Kontext trauere ich der türkischen Abkehr von Eurovision Song Contest kein bisschen nach. Wenngleich es für die türkischen Fans schade ist, die nach wie vor engagiert den Wettbewerb verfolgen, so hat ein Land mit dieser Rhetorik und diesem politischen Hinterwäldler-Apparat keinerlei Daseinsberechtigung in einer europäischen Großveranstaltung wie dem Eurovision Song Contest. Vielen Dank fürs Fernbleiben, Ankara!

Freitag, 15. Juni 2018

Finnland: Keine öffentliche Ausschreibung für Vorentscheid


Finnland - Das finnische Fernsehen YLE hat derweil seine Pläne für den Eurovision Song Contest 2019 vorgestellt. Anssi Autio, Produzent des nationalen Vorentscheids "Uuden Musiikin Kilpailu" erklärte, für das Auswahlverfahren im kommenden Jahr werde es keine öffentliche Ausschreibung geben und lediglich von YLE eingeladene Interpreten werden sich dem nationalen Vorentscheid im kommenden Jahr stellen.

Autio erklärte: "UMK 2018 hat gezeigt, dass wir durch die Einladung mehr in die Performances und andere Dinge investieren können. Nach diesem Gesichtspunkt können wir das Format nun weiterentwickeln." YLE hat in diesem Jahr die Sängerin Saara Aalto intern ausgewählt und ihr drei Titel für einen nationalen Vorentscheid auf den Leib geschneidert, von denen schlussendlich "Monsters" gewonnen hat. 

Momentan befindet sich YLE in der Verhandlungsphase mit mehreren Plattenfirmen, Produzenten und Künstlern, so Autio. Das sich die Änderung des Auswahlverfahrens gelohnt hat zeigt der erste Finaleinzug Finnlands seit 2014. Zwar belegte Saara Aalto in Lissabon nur den 25. und damit vorletzten Platz, für finnische Verhältnisse ist das Erreichen des Finales aber schon ein Schritt in die richtige Richtung. Bislang konnte Finnland nur einmal, 2006 mit Lordi, den Eurovision Song Contest gewinnen.

Wales: Der rote Drache nimmt Fahrt auf



Wales - Der kleine walisische Sender S4C nimmt immer mehr Vorzüge seiner EBU-Mitgliedschaft in Anspruch. Nachdem der Sender mit Sitz in Cardiff bereits im letzten Jahr beim neu geschaffenen "Choir of the Year" der Europäischen Rundfunkunion dabei war, bestätigte S4C auch schon seine Teilnahme im nächsten Jahr und setzt einen nationalen Vorentscheid namens "Côr Cymru 2019" dafür an. In fünf verschiedenen Kategorien werden die besten Chöre der Nation gesucht.

Darüber hinaus hat S4C auch schon sein Debüt beim Junior Eurovision Song Contest 2018 in Minsk bestätigt, nachdem sich die BBC nicht dazu bequemen konnte, einen Interpreten auszuwählen. Allerdings darf man davon ausgehen, dass das Vereinigte Königreich beim "großen" Eurovision Song Contest nicht zersplittet wird und die BBC weiterhin das gesamte Vereinigte Königreich vertreten wird, wenngleich u.a. die Schotten schon mehrfach einen eigenen Kandidaten gefordert haben.

Wales, der Landesteil mit dem wunderschönen Wahlspruch "Y ddraig goch ddyry cychwyn" ("Der rote Drache rückt vor") nimmt mit gerade einmal 20.000km² den kleinsten Teil Großbritanniens ein und trat international bislang nur bei Fußball-Meisterschaften oder bei der Neuauflage von "Spiele ohne Grenzen" als eigenständiger Staat auf. Beim Eurovision Song Contest hat Wales bereits mehrere Kandidaten gestellt, darunter 2013 mit Bonnie Tyler oder 2017 mit Lucie Jones.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Russland: WM füllt Song Contest-Sommerloch


Europa - Der Eurovision Song Contest dürfte bei den Mitgliedssendern der Europäischen Rundfunkunion nun erst einmal in den Hintergrund rücken, denn die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland hat begonnen. Im Luschniki-Olympiastadion in Moskau fand das Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber Russland und Underdog Saudi-Arabien statt und endete wie erwartet mit einem klaren Sieg für die russische Nationalmannschaft.

 Russland vs. Saudi-Arabien 
5:0

Moskau 2018: Russland
gewinnt gegen Saudi-Arabien
Große Sportereignisse wie Olympische Spiele oder eben eine Fußball-Meisterschaft, sei es nun die EM oder wie heuer die WM sorgen dafür, dass der Fokus logischerweise auf diese Events gelenkt wird. Insofern dürften in den nächsten Tagen relativ wenige Nachrichten zur bevorstehenden Saison des Eurovision Song Contests folgen. Die einzig "relevante" Information, die wir heute nachliefern können ist, dass sich eine ehemalige Song Contest-Teilnehmerin für Tel Aviv ausgesprochen hat.

Noa, die gemeinsam mit Mira Awad beim Song Contest 2009 dabei war, der im Übrigen auch in Russland stattfand, erklärte ihre Wahl würde ganz klar auf Tel Aviv fallen: "Weil die Stadt voller Leben und Freude steckt. Sie ist nicht politisch und auch nicht umstritten. Dort gehört die Eurovision hin." Es gehe bei der Eurovision um Party und nicht um Politik. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten und es würde eines Tages Frieden in der Region herrschen, dann könne man die Eurovision auch an Jerusalem vergeben.

Moskau 2009: Noa & Mira
Awad singen für Israel
Noa und Mira Award vertraten Israel 2009 in Moskau mit dem Lied "There must be another way". Erstmals war mit Mira auch eine arabischstämmige Sängerin für Israel beim Song Contest dabei, die auch auf Arabisch sang. Ihr Song sei nach eigenen Angaben kein Friedenslied, sondern eine Hymne für gegenseitigen Respekt und Verständnis. Am Ende reichte es für die beiden für den 16. Platz im Finale. Da Israel nicht für die WM qualifiziert ist, dürfte es vielleicht doch hin und wieder neuen Content zur Austragung 2019 geben. 

Heute Abend findet auch kein weiteres Länderspiel mehr statt. Morgen erwartet Sportfans das zweite Spiel der Gruppe A, in Jekaterinburg treffen Ägypten und Uruguay aufeinander, um 17 Uhr (MESZ) folgt das erste Spiel in Gruppe B, Marokko vs. Iran und am Abend dann ein prestigeträchtiges Duell zwischen Europameister Portugal und Spanien in Sotschi.

Mittwoch, 13. Juni 2018

Zypern: Teilnahme 2019 durch CyBC bestätigt


Zypern - Nach einer etwas längeren Nachrichtenpause, mit Ausnahme von Meldungen über die Frage, ob der Eurovision Song Contest 2019 in Jerusalem stattfinden soll oder nicht, folgt nun endlich einmal wieder die Teilnahmebestätigung einer Nation für den Wettbewerb im kommenden Jahr, namentlich Zypern. CyBC wird auch im nächsten Jahr in Israel mit einem Beitrag an den Start gehen.

Angespornt durch den zweiten Platz mit Eleni Foureira ist Zypern eine der ersten Nationen, die ihre Teilnahme für das kommende Jahr bestätigt haben. Pläne, auf welche Art und Weise der Kandidat gefunden werden soll, sind noch nicht öffentlich geworden, angesichts der guten Ergebnisse in den letzten Jahren durch interne Auswahlen dürfte der Sender in Nikosia diesem Verfahren treu bleiben.

Zypern ist seit 1981 Teil der Eurovisionsfamilie und belegte bis zum Wettbewerb in Lissabon dreimal den fünften Platz, zuletzt 2004 mit Lisa Andreas. "Fuego" von Eleni Foureira konnte die bisherige Bestmarke toppen und erstmals eine Treppchenplatzierung erreichen. Eleni konnte nach dem Eurovision Song Contest einen internationalen Plattenvertrag bei Sony Music an Land ziehen und wurde vom zypriotischen Präsidenten empfangen.

Dienstag, 12. Juni 2018

Mazedonien: Einigkeit im Namensstreit mit Griechenland


Mazedonien - Seit mehr als 25 Jahren hacken sich Skopje und Athen gegenseitig die Augen aus, wenn es um die Streitfrage geht, wie der nördliche Nachbar der Griechen formell genannt wird. Beim Eurovision Song Contest und anderen offiziellen Institutionen wird seither der umständliche Name "FYR Macedonia" bzw. im Deutschen Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien verwendet. Nun haben sich beide Seiten offenbar nachhaltig angenähert.

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras erklärte, es sei eine "gute Lösung" gefunden worden. Nach mehrmonatigen Verhandlungen beider Seiten, die zunächst auf ihrem Standpunkt beharrten, sei die Wahl nun auf den weniger ungelenken Begriff "Republik Nord-Mazedonien" gefallen. Auch Mazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev erklärte laut Tagesschau, dass sein Land künftig so heißen werde. Bedingung hierfür ist, dass Mazedonien seine Verfassung entsprechend abändert.

Nach der Loslösung Mazedoniens aus dem jugoslawischen Staatenbundes fassten die Griechen die Benennung in Mazedonien als unangebracht auf, ihrer Auffassung nach sei das historische Königreich Makedonien mit Alexander dem Großen integraler Bestandteil des kulturellen Erbes Greichenlands. Sollte sich Mazedonien so nennen, würde man dadurch auch Ansprüche auf das griechische Makedonien erheben. Der Namensstreit blockiert bis zum heutigen Tage die Bestrebungen Mazedoniens der EU und der NATO beizutreten.

Die Mazedonier müssen zunächst in einem Referendum über die Namensänderung abstimmen, auch beide Parlamente müssen dem Entwurf zustimmen. Tsipras erklärte, er werde seinen Abgeordneten erst dazu raten, sobald Mazedonien seinen Teil der Abmachung erfüllt habe. Unabhängig vom Namensstreit bestehen viele wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen zwischen beiden Nationen. Sollte der Entwurf genehmigt werden, könnte, sofern sich das Land endlich einmal wieder für das Finale qualifiziert, beim Eurovision Song Contest fortan der Name "Republic of North Macedonia" fallen.

Montag, 11. Juni 2018

Eurovision 2019: Regierung mischt sich nicht in Vergabe ein



Israel - Kaum ein Tag ohne Meldungen über die Spekulationen um die Gastgeberstadt des 64. Eurovision Song Contests. Nachdem sich Haifa, Jerusalem, Petah Tikva und Eilat ernsthaft überlegen, den Wettbewerb in ihre Stadt zu holen, hat die oberste Führungsriege des Staates Israel Freitagmorgen erklärt, dass sich die Politik nicht bei der Vergabe des Song Contests einmischen wird.

Benjamin Netanjahu persönlich sagte bei einem Treffen mit Finanzminister Moshe Kahlon und Kommunikationsminister Ayoub Kara, dass die Regierung sich nicht in die Wahl des Ausrichters für den Eurovision Song Contest 2019 einmischen wird. Dies berichtet zumindest das israelische Nachrichtenportal "Haaretz". Die EBU hatte zuletzt Kritik an der zunehmenden Politisierung des Eurovision Song Contests ausgedrückt und äußerte Bedenken, ob eine Vergabe an Jerusalem nicht zu Boykottambitionen einiger Nationen führen könnte.

Der 64. Song Contest wird im kommenden Jahr in Israel stattfinden, genaue Termine liegen noch nicht vor, Einzelheiten sollen in Abstimmung zwischen dem verantwortlichen Sender IPBC und der Europäischen Rundfunkunion bei weiteren Gesprächen in Genf getroffen werden. Epische Diskussionen über die mögliche Vergabe an Jerusalem als Gastgeberstadt dürften dennoch bereits ihre Schatten vorauswerfen, insbesondere da der potentiell heißeste Konkurrenz, die Stadt Tel Aviv, gar nicht am Bewerbungsprozess teilnehmen möchte.

Sonntag, 10. Juni 2018

News-Slitter (661)



USA/Israel - In dieser Woche schwappte "Toy", der israelische Siegertitel von Netta Barzilai über den Großen Teich und wurde anlässlich der Feierlichkeiten zum 70jährigen Bestehen des Staates Israel auch in New York gezeigt. Dort schmückte das offizielle Musikvideo die Werbetafeln am Times Square. Netta ist allerdings nicht die erste Eurovisionsteilnehmerin die es auf die Anzeige geschafft hat, 2014 wurde auch Conchita Wurst dort angezeigt, da ihr Name zu den am meisten eingegebenen Namen bei Google gehörte, noch vor Größen der Popmusik wie Beyoncé oder Lady Gaga.

Litauen - Ieva Zasimauskaitė ist nach einer kurzen Verschnaufpause nach dem Finale des Eurovision Song Contests und Zeit mit ihrer Familie mit neuer Musik zurück und zeigt im Musikvideo zum Song "Paslėpk mane" ("Versteck mich") ganz persönliche Einblicke in ihr Abenteuer in Lissabon. Das Video zeigt private Szenen, die hinter den Kulissen des Eurovision Song Contests 2018 entstanden sind. Mit "When we're old" landete Ieva im Finale von Lissabon auf dem 12. Platz und erreichte damit eines der besten Ergebnisse ihres Landes in der Geschichte des Wettbewersb. Ieva bewarb sich zuvor mehrere Male beim nationalen Vorentscheid in Litauen. Das Video gibt es am Ende des Postings zu sehen.

Deutschland - Michael Schulte hat geheiratet. Wenige Wochen nach dem Eurovision Song Contest in Lissabon, wo er mit "You let me walk alone" den vierten Platz belegte, hat er am gestrigen Samstag, den 9. Juni im Rathaus von Buxtehude seiner langjährigen Freundin Katharina das Ja-Wort gegeben. Als Trauzeuge war u.a. auch der Sänger Max Giesinger anwesend, mit dem Michael einige Jahre in einer Hamburger WG lebte. Im Spätsommer werden die beiden Eltern eines Jungen, wie Michael im Halbfinale von Lissabon bekanntgab. 

Aus dem Greenroom in Lissabon | Und gestern vor dem Rathaus von Buxtehude
Ieva Zasimauskaitė - Paslėpk mane