Donnerstag, 21. Mai 2026

Luxemburg: Regierung will Teilnahme weiterhin fördern


Luxemburg
- Der luxemburgische Premier- und Medienminister Luc Frieden bekräftigte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus, dass das Land auch künftig am Eurovision Song Contest teilnehmen werde. Auf Anfrage eines Parlamentsmitgliedes erklärte Frieden, dass die Regierung auch weiterhin dafür einstehe, luxemburgische Beiträge zum Eurovision Song Contest zu schicken. Dies meldete auch der verantwortliche Sender RTL.

Der Premierminister betonte die Wichtigkeit des Eurovision Song Contests, die Sichtbarkeit des Großherzogtums auf europäischer und internationaler Ebene zu stärken. Bereits jetzt laufen Gespräche mit den Organisatoren des Luxembourg Song Contests, man plane die nationale Musikszene aktiv in den Vorentscheid einzubinden. "Es ist uns wichtig sicherzustellen, dass dies den luxemburgischen Sängerinnen und Sängern wirklich einen Schub gibt.", so Frieden.

Er lobte die Zusammenarbeit mit RTL sowie der Rockhal, dem Austragungsort der bisherigen Ausgaben des luxemburgischen Vorentscheids in Esch-sur-Alzette und möchte dieses Format mit staatlichen Geldern auch im kommenden Jahr fördern. Luxemburg kehrte 2024 nach 30jähriger Pause zum Eurovision Song Contest zurück, schaffte es zweimal mit Tali und Laura Thorn ins Finale, schied 2026 jedoch mit "Mother Nature" von Eva Marija im Halbfinale aus.

Nordmazedonien: MRT-Direktor bestätigt Rückkehr für 2027


Nordmazedonien
- MRT-Generaldirektor Zoran Ristoski bestätigte heute bei einem Treffen des Programmrates, an dem diverse Medienvertreter teilgenommen haben, dass Nordmazedonien nach vierjähriger Pause wieder einen Vertreter zum Eurovision Song Contest schicken wird. Ristoski sagte, dass die EBU den Sender kulturell unterstütze und daher scheinbar Budget für die Teilnahme in Bulgarien 2027 vorhanden sei.

Nordmazedonien musste sich nach dem Song Contest 2022 in Turin aus finanziellen Gründen zurückziehen, bis dahin nahm man regelmäßig ab 1998 am Wettbewerb teil, geprägt von einer kontinuierlichen Qualifikationsrate Mitte der 2000er Jahre und der Bestplatzierung von Tamara Todevska beim Song Contest 2019 und dem siebten Rang mit "Proud", das damals auch Sieger im Juryvoting wurde.

Anschließend verzichtete der Sender trotz stetiger Diskussionen über eine mögliche Rückkehr auf die Teilnahme, nahm den Wettbewerb jedoch konsequent in sein TV-Programm auf und hat weiterhin alle Shows live übertragen. Nordmazedonien ist damit das erste Land, das sein Comeback beim Eurovision Song Contest im kommenden Jahr bestätigt hat, weitere Einzelheiten wurden noch nicht genannt.

Dienstag, 19. Mai 2026

Irland: RTÉ hält an bisheriger Meinung fest


Irland
- Kevin Bakhurst, Generaldirektor des irischen Senders RTÉ bestätigte heute Morgen in einem Radio-Interview bei "Morning Ireland" auf RTÉ Radio 1, dass der Rundfunk derzeit "keinen Grund" sehe, zum Eurovision Song Contest im nächsten Jahr zurückzukehren. Irland zog sich in diesem Jahr aufgrund der israelischen Song Contest-Teilnahme vom Wettbewerb in Wien zurück, ähnlich wie die Niederlande, Slowenien, Spanien und später auch Island.

"We haven’t started to think about next year and there’s a long way to go. Our rationale still holds, civilians are still dying in smaller numbers, but they are still dying in significant numbers in Gaza, and also in Lebanon. Journalists are still being targeted, and they still have been up to recently.", so Bakhurst. Als nationaler Rundfunk, für den die Unabhängigkeit und der Schutz von Journalisten sowie Menschenrechte von großem Wert sind, gäbe es momentan keinen Grund die bestehende Meinung zu ändern. Man werde die Situation in den nächsten Monaten erneut bewerten.

RTÉ zog seine Teilnahme unmittelbar nach der Generalversammlung der EBU in Genf zurück. Sowohl führende Politiker in der Republik Irland als auch ein Großteil der Bevölkerung zeigt sich pro-palästinensisch und übt scharfe Kritik am israelischen Vorgehen. Im Mai 2024 erkannte Irland Palästina gemeinsam mit Norwegen und Spanien als unabhängigen Staat an. Irland ist nach wie vor Rekordsieger beim Eurovision Song Contest, der letzte Sieg von Eimear Quinn jährte sich gestern zum 30. Mal. 

Montag, 18. Mai 2026

News-Splitter (1154)


Moldawien
- Vlad Țurcanu ist nach der massiven Kritik an der moldawischen Jurywertung als TRM-Generaldirektor zurückgetreten. Das Ergebnis, welches die Jury unabhängig erstellt hatte, wurde unmittelbar nach der Show kritisiert, da u.a. Rumänien lediglich drei und die Ukraine keine Punkte erhielten. "Die Jury, die beim Eurovision Song Contest die Punktzahl vergeben hat, repräsentiert nicht die Position von Tele-Radio Moldova". Gleichzeitig bestätigte er, dass die Abstimmung unabhängig und in Einklang mit den Regeln stattfand. 

Bulgarien
- "Diese Woche werde ich sie zusammen mit den zuständigen Ministern in den Ministerrat einladen, um zu klären, welche Ressourcen für die Vorbereitungen im nächsten Jahr benötigt werden und wie wir diese organisieren sollten, damit Bulgarien sich würdevoll präsentieren kann. Dies ist eine große Chance für uns in vielerlei Hinsicht.", sagte Bulgariens frisch gebackener Ministerpräsident Rumen Radev. Er gratulierte Dara und BNT zum Sieg und für die Professionalität ehe er zu einem Staatsbesuch nach Deutschland aufbrach.

Russland
- Während ESC-Direktor Martin Green in Wien das zweifelhafte Statement setzte, dass Russland theoretisch zurückkehren könnte, sofern der öffentlich-rechtliche Rundfunk wieder den Werten der Eurovision entspricht, steuert Russlands Außenminister Sergej Lawrow dem nun entscheidend entgegen. Russland sei "nicht in der Lage, die Kriterien zu erfüllen, die derzeit die Teilnehmer des Eurovision Song Contest definieren", die er als "offenen Satanismus" bezeichnete. Das russische Außenministerium organisierte im vergangenen Jahr erstmals mit dem Intervision Song Contest eine eigene Gegenveranstaltung.

News-Splitter (1153)


Bulgarien
- Auch wenn die Sache relativ klar erschien, so scheinen neben der Hauptstadt Sofia noch weitere Städte Interesse an einer Austragung des 71. Eurovision Song Contests im nächsten Jahr signalisiert haben. So liegen erste Interessensbekundungen aus den Schwarzmeerstädten Varna und Burgas sowie aus Plowdiw vor. Neben der Arena Sofia, die eine Kapazität von rund 17.900 Plätzen bei Konzerten bietet, erfüllt lediglich die Arena Burgas mit 14.500 Zuschauerplätzen die Kriterien der EBU. Beide Locations hätten demnach höhere Kapazitäten als etwa die Hallen in Liverpool und Basel in den letzten Jahren.

Luxemburg
- Dave Gloesener aus der luxemburgischen Song Contest-Delegation erklärte nach dem Finale von Wien, dass die weitere Teilnahme des Großherzogtums von der Regierung des Landes und deren Finanzierung abhängt. Die Regierung unterstützte RTL im Zeitraum von 2023 bis 2026 finanziell. Die Unterstützung sei jedoch nicht an den Erfolg des Landes im Wettbewerb gekoppelt hieße es. In den kommenden Wochen werden sich Vertreter von RTL mit Regierungsvertreten treffen um die zukünftige Teilnahme am Song Contest zu besprechen.

Philippinen
- Wie bereits beim Song Contest-Finale in Wien angekündigt, findet im November in Bangkok tatsächlich der erste asiatische Ableger statt. Hierfür haben bereits zehn Nationen zugesagt, darunter die Philippinen. Der Sender ABS-CBN bestätigte nun, dass es einen nationalen Vorentscheid geben wird, der im August diesen Jahres stattfinden soll. Nähere Informationen sollen in Kürze folgen. Daneben haben bislang Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Nepal, Südkorea, Thailand und Vietnam zugesagt.