Samstag, 19. Juni 2021

Türkei: TRT signalisiert Gesprächsbereitschaft


Türkei
- Ähnlich ablehnend wie das slowakische Fernsehen war bisher der türkische Sender TRT. In einem Interview erklärte der Generaldirektor İbrahim Eren nun jedoch zumindest, dass sein Sender wieder die Gespräche mit den Organisatoren bei der Europäischen Rundfunkunion aufgenommen hat. In einer Anfrage sagte Eren: "Bezüglich der Eurovision hat TRT vor einer Weile eine Entscheidung getroffen. Solange sich am Wertungssystem nichts ändert, wird die Türkei nicht wieder teilnehmen." Die Direktion steht nach wie vor zu dieser Entscheidung, bestätigte jedoch Verhandlungen mit der EBU.

Eren erklärte darüber hinaus: "Ich finde, die diesjährige Eurovision war sehr erfolgreich. Nach vielen Jahren haben sie wieder eine gute Show abgeliefert. Unsere Kollegen haben erneut Gespräche mit dem neuen Executive Supervisor aufgenommen. Ich weiß nicht, was passieren wird." TRT zog sich 2012 vom Song Contest zurück, nachdem sich der Sender unzufrieden über das greifende Privileg der Big Five-Nationen und der Wiedereinführung des Jurysystems. Zeitweise hieß es vom TRT-Generaldirektor zudem: "Abnormale Menschen gewinnen den Wettbewerb und niemand unternimmt etwas dagegen."

Die Türkei ist seit 1975 Teil des Eurovision Song Contests und konnte ihn 2003 mit Sertab Erener einmal gewinnen. Im weiteren Verlauf profitierte die Türkei insbesondere durch eine große türkische Diaspora in ganz Europa beim Eurovision Song Contest und verfehlte lediglich 2011 in Düsseldorf den Finaleinzug mit der Gruppe Yüksek Sadakat. Nach der Teilnahme im befreundeten Aserbaidschan 2012 zog sich TRT mit wehenden Fahnen von der Eurovision zurück und bekundete seither kaum Interesse am Wettbewerb. Auch heute dürfte die Priorität der Eurovision in der Türkei recht gering sein.

Slowakei: RTVS plant 2022 keine Rückkehr in Italien


Slowakei
- Seit 2013 verzichtet das slowakische Fernsehen RTVS auf die Teilnahme am Eurovision Song Contest und entsprechend einer Anfrage der tschechischen Website eurocontest.cz wird dies auch 2021 so bleiben. Der Sender mit Sitz in Bratislava erklärte in einem Statement, dass man weder ein Debüt beim Junior Eurovision Song Contest in Paris noch eine Rückkehr zum Eurovision Song Contest 2022 beabsichtigt. Damit ist die Slowakei das erste Land, dass seine Teilnahme scheinbar definitiv verneint hat.

Die Slowakei nahm zwischen 1994 und 1998 sowie später an den Halbfinals von 2009 bis 2012 teil, die letzten vier Beiträge konnten sich jedoch nicht für die Endrunde qualifizieren. 1993 konnte sich die Gruppe Elán nicht über die osteuropäische Vorrunde hinaus qualifizieren. Das beste Ergebnis des Landes ist bis heute der 18. Platz von Marcel Palonder mit "Kým nás máš" im Jahr 1996. Nach dem letzten Platz von Max Jason Mai in Baku 2012 zog der Sender aufgrund des geringen Interesses innerhalb der slowakischen Zuschauer und aus finanziellen Gründen zurück.

2009 und 2010 veranstaltete RTVS, damals noch als STV, ausschweifende Vorentscheide mit diversen Vorrunden und vielen etablierten Künstlern der slowakischen Musikszene. Insbesondere Kristina, die die Slowakei 2010 in Oslo vertrat, gehörte mit "Horehronie" zu den Favoriten, ehe sie im Halbfinale rausflog. Ihr Musikvideo zählt jedoch noch heute zu den meistgesehenen Videos des offiziellen Youtube-Kanals der Eurovision. 2011 vergaß das slowakische Fernsehen sich rechtzeitig von der Teilnehmerliste streichen zu lassen, 2012 folgte noch eine interne Auswahl.

News-Splitter (868)


Ukraine
- Die nächste Nation, die ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest 2022 in Italien bestätigt hat, ist die Ukraine. Nach dem guten fünften Platz von Go_A in Rotterdam ist es nur die logische Konsequenz, dass man der Eurovision weiter einen Platz im Sendeprogramm bietet. Gegenüber ESCtoday.com bestätigte der Sender UA:PBC die Teilnahme im kommenden Jahr. Ob der nationale Vorentscheid Vidbir wieder zum Einsatz kommt oder man einen anderen Modus zur Künstlersuche ausrichtet, ist bisher jedoch noch nicht bekannt. Go_A wurden mit "Shum" in Rotterdam Vierte und erreichten im Anschluss einen viralen Erfolg.

Italien
- Insbesondere in Turin ist das Interesse groß, den Eurovision Song Contest 2022 zu veranstalten. Lokale Politiker unterstützen die Bewerbung der Stadt, die sich mit der Ausrichtung des Großevents einen touristischen und wirtschaftlichen Aufschwung versprechen. Tourismus-Stadtrat Alberto Sacco sagte dazu: "Turin verfügt über alle Notwendigkeiten, um die Veranstaltung erfolgreich durchzuführen, aber wir müssen auf den Aufruf der Organisatoren der RAI warten." Neben Turin haben diverse andere Städte Interesse am Bieterverfahren der RAI bekundet, u.a. die Hauptstadt Rom, Bologna, Florenz, Mailand, Pesaro, San Remo, Rimini und Verona.

Niederlande
- Der Song Contest von Rotterdam fand als sogenanntes Fieldlab Event statt, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie bei Großveranstaltungen wissenschaftlich analysieren soll. Wie die niederländische Nachrichtenseite nu.nl berichtet, wurden 48 der 29.785 Zuschauer im Rahmen der Testreihe positiv auf das COVID-19 getestet. Nicht in die Statistik fließen Infektionen bei den Volunteers, der technischen und logistischen Crew sowie den Delegationen. Sowohl in der polnischen als auch isländischen Delegation gab es positive Corona-Fälle, wodurch Daði & Gagnamagnið für Island nicht live auf der Bühne im Ahoy standen.

Samstag, 12. Juni 2021

News-Splitter (867)


Weißrussland
- Das weißrussische Fernsehen BTRC hat innerhalb der 14tägigen Frist keine Beschwerde bei der Europäischen Rundfunkunion eingereicht, wodurch die Mitgliedschaft des Senders mit Sitz in Minsk bis auf weiteres suspendiert wird. Aufgrund der von der EBU kritisierten Einschränkung der Unabhängigkeit des staatlichen Senders in Weißrussland, entzog die Rundfunkunion BTRC die Rechte am Nachrichten- und Informationsaustausch innerhalb des EBU-Netzwerks. Ebenfalls sind damit die Teilnahmen am Eurovision Song Contest und anderen Veranstaltungen der EBU ausgeschlossen. 2021 wurde Weißrusslands Beitrag aufgrund politischer Inhalte von der EBU disqualifiziert, auch der nachgebesserte Beitrag wurde abgelehnt.

Portugal
- In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen hat der portugiesische Song Contest-Sieger Salvador Sobral seine Entschuldigung für die Worte nach dem Finale von Kiew erneuert. Darin heißt es: "Noch nach der Preisverleihung in Kiew musste ich unbedingt loswerden, dass wir in einer Welt voller Fast-Food-Musik ohne Inhalt leben. Das haben viele Leute in den falschen Hals bekommen und mich für einen arroganten Schnösel gehalten. Später habe ich in einer Talkshow den Spruch rausgehauen, dass der ESC meine persönliche Prostitution war. Hätte ich nicht tun sollen. Ich wollte witzig sein und ein bisschen rebellisch rüberkommen." Sobral gewann die Eurovision 2017 mit der größten Punktezahl aller Zeiten vor Kristian Kostov aus Bulgarien.

Kasachstan
- Die Türkvizyon 2021 wird im kasachischen Türkistan stattfinden. Wie der für die Organisation zuständige türkische Musiksender TMB TV berichtet, wird der Wettbewerb erstmals seit seiner Einführung in Kasachstan ausgetragen. Ein konkretes Datum für die Türkvizyon wurde hingegen noch nicht genannt. Türkistan wurde im Mai zur Kulturhauptstadt der turksprachigen Welt bestimmt, die Geschichte der Siedlung reicht bis zu 4000 Jahre zurück. Ursprünglich hätte die Türkvizyon bereits 2017 in Astana, dem heutigen Nursultan, stattfinden sollen, damals wurde der Wettbewerb jedoch abgesagt. Bislang hat eine Reihe von Nationen und Regionen die Teilnahme in Türkistan bestätigt, etwa das Volk der Nogai, die russische Region Stawropol oder Rumänien.

Donnerstag, 10. Juni 2021

Polen: Doda zeigt Interesse an Eurovision 2022


Polen
- In einem Instagram-Livestream äußerte die polnische Sängerin Doda ihr Interesse, ihr Land 2022 beim Eurovision Song Contest 2022 in Italien zu vertreten. Sie erklärte, sie wolle damit nicht zwangsläufig ihre Karriere pushen, sondern vielmehr aus Spaß an der Freude und ihrer Fans zu Liebe teilnehmen. Ihr Wunschszenario sieht vor, dass sie in einem nationalen Vorentscheid zwei Lieder zur Auswahl stellt und die Zuschauer anschließend entscheiden.

Doda knüpfte ihre mögliche Nominierung jedoch auch an eine Reihe von Bedingungen, u.a. möchte sie selbst über ihre Choreographie und das Staging entscheiden können und auch ihr eigenes Creative Team in die Darbietung einbringen: "Ich bin bereit viele, viele Kompromisse zu machen.", in diesem Fall wolle sie jedoch selbst über ihren Auftritt verfügen. Unterstützung erhält Doda in ihrem Bestreben von Maria Sadowska, einer Sängerin, die 2017 Teil der polnischen Vorentscheidungsjury war.

Doda wird von vielen Fans schon seit Jahren als Wunschkandidatin für den Eurovision Song Contest gefordert. Bekannt wurde sie in Polen als Leadsängerin der Gruppe Virgin. Nach deren Auflösung im Jahr 2007 verfolgte sie eine erfolgreiche Solo-Karriere und veröffentlichte zwei Alben, die beide mit Platin ausgezeichnet wurden. 2007 und 2009 erhielt sie zudem zwei MTV Europe Music Awards als Best Polish Artist. TVP, das polnische Fernsehen, hat seine Song Contest-Teilnahme 2022 bislang noch nicht bestätigt.

News-Splitter (866)


Russland
- Ilya Prusikin, Leadsänger der russischen Band Little Big, erklärte im Interview, dass "Uno" ursprünglich gar nicht für den Eurovision Song Contest gedacht war, sondern vielmehr als Preview-Single zum neuen Album der Band in den Verkauf gehen sollte. Die Gruppe selbst war sehr überrascht, als sich der russische Sender Channel One für "Uno" und nicht für das ebenfalls eingereichte "Tacos" entschied. Nach der Absage von Rotterdam 2020 hielt des die Band zudem für angebracht, dass man einem anderen Interpreten die Gelegenheit geben sollte, Russland in Rotterdam zu vertreten, wenngleich man offenbar im November letzten Jahres Alternativen für eine mögliche Nominierung im Jahr 2021 vorbereitet hatte. Letztlich trat Manizha für Russland in Rotterdam auf.

Niederlande
- T-Mobile in den Niederlanden erklärte, dass man all diejenigen entschädigen und ihre entstanden Kosten rückerstatten werde, deren Televoting- bzw. SMS-Stimmen nicht in die Wertung des Eurovision Song Contests 2021 eingeflossen sind. In einem Statement heißt es, dass man die entstanden Kosten für entsprechende SMS auf der nächsten Abrechnung ausweisen werde. Zugleich entschuldigte sich T-Mobile für die Unannehmlichkeiten. Zahlreiche niederländische Song Contest-Zuschauer erklärten, ihre Stimmen seien nicht erfasst worden, eine Informationen, dass die Stimme aufgrund des bereits beendeten Votings nicht gezählt werden konnte, erfolgte teilweise erst Stunden später.

Österreich
- Vincent Bueno hat nach seiner Teilnahme am Eurovision Song Contest in Rotterdam eine zukünftige Teilnahme ausgeschlossen. In einem Interview sagte der 34jährige: "Das war meine letzte Teilnahme an einem Wettbewerb. Ich möchte in Zukunft nicht mehr bewertet werden." Vincent wurde 2020 vom ORF intern nominiert und hätte eigentlich mit "Alive" in Rotterdam auftreten sollen, ehe der Wettbewerb im letzten Jahr coronabedingt abgesagt wurde. 2021 wurde er erneut vom österreichischen Fernsehen gesetzt, schied jedoch mit "Amen" im Halbfinale aus. Bereits 2017 stand er als Backing von Nathan Trent beim Song Contest in Kiew auf der Bühne. 2016 bewarb er sich erfolglos mit "All we need is that love" beim österreichischen Vorentscheid und wurde Sechster.

Freitag, 4. Juni 2021

News-Splitter (865)


Ukraine
- Go_A-Sängerin Kateryna Pavlenko wurde in dieser Woche mit dem "Woman of the Thrid Millenium"-Award ausgezeichnet. Ruslan Stefanchuk, Vizesprecher des Obersten Rates in der Ukraine, lobte den Einsatz der Sängerin und der Band Go_A beim Eurovision Song Contest, dass sie es geschafft haben, alt und jung gemeinsam vor dem Fernseher zusammenzubringen und "für die würdevolle Vertretung der Ukraine, für den Patriotismus und die Popularisierung der ukrainischen Kultur in der Welt". Mittlerweile gehört der ukrainische Beitrag "Shum" zu den größten viralen Erfolgen und stieg unterdessen in die globalen Billboard 200 Charts ein. Go_A belegten mit "Shum" in Rotterdam den fünften Platz im Finale.

Andorra
- Alle sechs bisherigen Vertreter Andorras beim Song Contest machen sich für eine Rückkehr des Landes stark. Auf Initiative von Susanne Georgi, die große Hoffnungen in den Dialog zwischen Regierung und dem Sender RTVA legt, haben sich auch die übrigen Interpreten geäußert, die zwischen 2004 und 2009 dabei waren. So heißt es u.a. von Gisela, die 2008 mit "Casanova" in Belgrad teilnahm: "Die Eurovision ist ein internationales Kultur-Event mit so vielen Künstlern, die etwas zu sagen haben. Für Andorra wäre diese Art der Werbung sehr wichtig." Auch von Marta Roure und Anonymous-Sänger Niki Francesca gibt es ähnlichen Zuspruch. Das andorranische Fernsehen RTVA hatte in einer ersten Stellungnahme am Sonntag nach dem Finale von Rotterdam erklärt, man plane weiterhin nicht teilzunehmen.

Schottland
- Die EBU hat die neuerlichen Teilnahmeabsichten schottischer Minister beim Eurovision Song Contest zurückgewiesen. Gegenüber der britischen Website Express.co.uk heißt es von einem Sprecher der Rundfunkunion: "Als Mitglied der European Broadcasting Union ist die BBC dafür verantwortlich, eine Bewerbung für den Eurovision Song Contest abzugeben, die das gesamte Vereinigte Königreich repräsentiert. Es gibt derzeit keinerlei Pläne dies zu ändern." Das UK wurde seit 1957 durch die BBC repräsentiert und es gibt in naher Zukunft keinerlei Absichten, die einzelnen Landesteile Wales, Schottland, England und Nordirland mit eigenen Beiträgen starten zu lassen. Der schottische Minister Alyn Smith setzt sich hingegen seit Jahren für einen eigenen schottischen Song Contest-Beitrag ein.

Spanien: RTVE will Eurovision ernst nehmen


Spanien
- In Zukunft soll der Eurovision Song Contest in Spanien wieder ernst genommen werden, heißt es aus Madrid. Der neue Senderchef von RTVE, José Manuel Pérez Tornero hat sich in einem seiner ersten Presse-Statements dafür ausgesprochen, dem Eurovision Song Contest in Spanien seinen alten Glanz zurückzugeben und versprach zugleich Neuerungen. Ob diese nun letztlich auch in personellen Umstrukturierungen umgesetzt werden, ist bisher jedoch offen. Insbesondere Unterhaltungschef Toñi Prieto scheint hierbei eine Rolle zu spielen.

"Wir werden die Eurovision sehr ernst nehmen. RTVE ist der einzige öffentliche Rundfunk in Spanien, der zur EBU gehört. Wir sind wirklich an diesem Wettbewerb und an jungen Menschen im europäischen Kontext interessiert.", erklärte der neue Generaldirektor von RTVE. Seit Jahren krebsen die spanischen Interpreten jenseits der 20er-Marke im Finale der Eurovision, zuletzt gelang Ruth Lorenzo im Jahr 2014 ein Sprung in die Top Ten. Insbesondere Unterhaltungschef Toñi Prieto wird hierbei von vielen spanischen Fans vorgeworfen, nicht den notwendigen Ernst und Sachverstand mitzubringen.

Inwiefern es beim spanischen Fernsehen eine Neuverteilung der Rollen geben wird ist unbekannt. Auch Delegationschefin Ana María Bordás, die diese Funktion zunächst nur temporär und später fix wahrnahm, könnte durch die neue Führung von RTVE ausgewechselt werden. Spanien ist seit 1960 Teil des Eurovision Song Contests, die beiden einzigen Siege des Landes fanden jedoch in den späten 60er Jahren mit Massiel und Salomé statt. Die letzte Top Fünf-Platzierung erreichte zuletzt Anabel Conde, 1995 in Dublin, damals noch unter reinem Juryvoting.

Mittwoch, 2. Juni 2021

News-Splitter (864)


Aserbaidschan
- Offenbar hat der Eurovision Song Contest doch etwas Völkerverbindendes. Schon während der Proben in Rotterdam machte der Shipping-Name "Efentix" die Runde, was ich zunächst nur für einen PR-Fake gehalten habe. Nach einem offiziellen "socially-distanced"-Date in einem Restaurant in Rotterdam, spricht Samira Efendi nun in einem Interview mit Sputnik Azerbaijan darüber, dass sie noch heute in regem Kontakt mit dem norwegischen Interpreten Tix steht. Sie habe Tix bzw. Andreas Haukeland zu sich nach Baku eingeladen um ihm ihre Eltern vorzustellen, aufgrund geschlossener Grenzen ist dies derzeit jedoch nicht möglich. Sie wäre sogar bereit für ihn nach Norwegen zu ziehen. Wir dürfen daher weiter gespannt sein...

Deutschland
- Wieder einmal heißt es von der deutschen Delegationsleitung über das spärliche Abschneiden von Jendrik in Rotterdam: "Jede Erklärung wäre reine Spekulation. Fest steht, dass das gleiche Prozedere in der Schweiz ausgezeichnet läuft und aber keine guten Platzierungen bringt.", so Alexandra Wolfslast. Weiterhin wolle man den Vorentscheidungs- und Auswahlmodus kritisch hinterfragen und abwägen, was man in der Zukunft besser machen könne. Das Konzept aus Jury- und Panelvoting, das analog zum Schweizer Vorentscheid auch in Deutschland Anwendung findet, wurde 2018 eingeführt. Während Michael Schulte immerhin den vierten Platz belegte, platzierten sich die S!sters und Jendrik nur jenseits der Top 20.

Israel
- Wie bereits bekannt ist, wird der nächste israelische Song Contest-Vertreter aus der Castingshow X Factor stammen. Nunmehr gab das israelische Fernsehen weitere Juroren des Formats bekannt. Während Simon Cowell nicht mehr länger Teil der Jury ist, wurden Song Contest-Siegerin Netta Barzilai, Aviv Geffen, Margalit Tsanani, Ran Danker und Miri Mesika als Juroren benannt. X Factor wird nach der Absetzung im Jahr 2018 in Israel reaktiviert, die letzte Siegerin der Show war Eden Alene, die mit "Set me free" in Rotterdam dabei war. Seit 2015 wählte das israelische Fernsehen durch die eigene Talentshow "Hakochav haba" einen Vertreter für die Eurovision. Bedingt durch die Direktnominierung von Eden Alene wurde 2021 kein neuer Kandidat gewählt und das Konzept ausgesetzt.

Montag, 31. Mai 2021

News-Splitter (863)


San Marino
- Wie das sanmarinesische Fernsehen SMRTV berichtet, plant die Stadt Rimini die gesamte Region der Emilia-Romagna inklusive der Republik San Marino in den Bewerbungsprozess um den Eurovision Song Contest 2022 einzubinden. Sinngemäß hieß es von den Stadtvätern Riminis, die Stadt hätte die Beherbergungsmöglichkeiten, jedoch könnte die gesamte Region einschließlich San Marino mit einer Zusammenarbeit den großen Bewerbern wie Turin, Mailand oder Rom entgegentreten. Das Projekt einer gemeinsamen Bewerbung bietet für die gesamte Region große Vorteile und man könne beweisen, dass auch Vorschläge die zunächst "provinziell" erscheinen ihren Reiz und realistische Chancen hätten.

Tschechien
- Der tschechische Sender Česká televize hat auf die Berichte reagiert, wonach die Jurorin Tonya Graves beim Eurovision Song Contest in Rotterdam aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit nicht wertungsberechtigt sei. Über seine Social Media-Kanäle erklärte ČT, dass man sich eigens für die Verpflichtung der US-Amerikanerin eine Ausnahmegenehmigung bei der EBU eingeholt hat. Graves lebt seit über 20 Jahren in Tschechien und sei dort ebenso lange musikalisch und künstlerisch tätig. Da die Nominierung offenbar doch durch die EBU abgesegnet ist, dürfte sich der Fall einer nachträglichen Veränderung des Song Contest-Ergebnisses auch erledigt haben. Ohnehin hätte ein Aussieben der tschechischen Jurywertung keine nennenswerten Veränderungen im Ranking gebracht.

Italien
- "Rock'n'Roll never dies", hieß es von Damiano David nach dem Sieg von Måneskin beim Eurovision Song Contest in Rotterdam und das spiegelt sich auch in den Streaming- und Downloadcharts weltweit wieder. Nicht nur der Siegersong "Zitti e buoni" sondern auch diverse andere Titel der Band stiegen u.a. in die globalen Spotify- und iTunes-Charts ein. In den deutschen Singlecharts stieg "Zitti e buoni" neu auf die #9 ein. Weitere Neuzugänge vom Eurovision Song Contest in den deutschen Singlecharts sind Blind Channel mit "Dark side" auf der #51, Barbara Pravi mit "Voilà" auf #62, Go_A mit "Shum" auf der #66 und Gjon's Tears mit "Tout l'univers" auf #86. Auf der #65 findet man zudem den Måneskin-Titel "I wanna be your slave". Der deutsche Song Contest-Titel ist nicht unter den Top 100 zu finden.

Eurovision 2021: 183 Millionen Zuschauer weltweit


Niederlande
- Der diesjährige Eurovision Song Contest wurde von 183 Millionen Menschen gesehen. Wie auf Eurovision.tv nachzulesen ist, kratzen die beiden Halbfinals und die große Finalshow aus Rotterdam wieder einmal an der 200 Millionen-Zuschauer-Marke. Verglichen mit den durchschnittlichen Marktanteilen liegt der Wert damit etwa vier Prozent höher als noch 2019 in Tel Aviv. Neben der TV-Ausstrahlung in über 40 Ländern, darunter auch in Kanada, Kasachstan und dem Kosovo, sahen übere 50 Millionen Menschen die Shows bei Youtube.

Die EBU bestätigte zudem, dass der Eurovision Song Contest in einigen Ländern sogar Quotenrekorde gebrochen hat. So wurden in Italien, Finnland und Island die höchsten Einschaltquoten seit deren Erstübertragung festgestellt. In Island stellte der Eurovision Song Contest mit einer unfassbaren Quote von 99,9% einen neuen Rekord auf. Nahezu die gesamte Inselbevölkerung sah dabei, wie Daði og Gagnamagnið trotz ihrem Auftritt aus der Konserve, den vierten Platz im Finale belegten. In Finnland lag der Marktanteil für YLE ebenfalls bei stolzen 81,4%.

In den Niederlanden wurde ein Marktanteil von 78,5% erzielt, was natürlich auch dem Umstand geschuldet ist, dass die Niederlande in diesem Jahr als Gastgeber auftraten. Dennoch ist die eine Steigerung von 21% im Vergleich zum Finale von 2019 wo Duncan Laurence immerhin als Sieger hervorging. Supervisor Martin Österdahl freute sich über diese Werte und bekräftigt, dass der Song Contest größer als je zuvor war und man nicht nur von den Einschaltquoten sondern auch vom kommerziellen Erfolg diverser Beiträge begeistert und gleichzeitig überrascht ist.

Sonntag, 30. Mai 2021

Tschechien: Juryvoting auf dem Prüfstand


Tschechien
- Da dachte man, alle Auffälligkeiten und Skandale beim diesjährigen Song Contest-Voting wären schon aufgedeckt und analysiert worden, da kommen die Tschechen wieder einmal um die Ecke. Wie die Nachrichtenseite eurocontest.cz meldet, dass das Juryvoting des Landes unter Umständen nachträglich aus der Wertung genommen und das Endergebnis korrigiert werden muss. Der Grund hierfür liegt im Regelwerk der Europäischen Rundfunkunion, die besagt, dass alle Jurymitglieder die Staatsangehörigkeit des Landes haben müssen, für die sie abstimmen.

So saßen in der diesjährigen tschechischen Jury Boris Carloff, Debbi, Elis Mraz, Miro Žbirka und Tonya Graves. Letztere besitzt jedoch lediglich die US-amerikanische Staatsangehörigkeit, nicht jedoch die tschechische. Zwar hat sie eine lange und erfolgreiche Musikkarriere in Tschechien und war u.a. Part der Gruppe Liquid Harmony, wäre laut EBU-Reglement aber gar nicht stimmberechtigt gewesen. Weder die Europäische Rundfunkunion noch der tschechische Sender ČT, der die Jury zusammengestellt hat, haben sich bisher dazu geäußert.

Sollte es dazu kommen, dass die komplette tschechische Jurywertung annulliert wird, würde dies im Ranking des Finales jedoch keinen Ausschlag haben und sich keinerlei Endplatzierungen verschieben. Lediglich der Punktegleichstand zwischen Griechenland und Bulgarien würde nach Abzug der vier Punkte an Bulgarien aufgehoben. Victoria für Bulgarien wird aufgrund der Tie Break-Regeln des Song Contests aber ohnehin schon als Elfte gelistet. Auch im Halbfinale hätten sich durch die Verschiebungen der tschechischen Wertung keine anderen Nationen qualifiziert. 

Eurovision 2021: Tix gewinnt Barbara Dex-Award


Norwegen
- Der in Ketten gelegte Engel war dann doch zu viel in puncto modischer Entgleisungen. Heute endete das Voting für den Barbara Dex-Award, einen seit 1997 initiierten Preis für das schauderhafteste Kostüm im Teilnehmerfeld des Eurovision Song Contests. Und wie man inzwischen auf allen gängigen Eurovisionsseiten nachlesen kann, geht die diesjährige Trophäe an den norwegischen Sänger Tix alias Andreas Haukeland, der seinen Titel "Fallen angel" standesgemäß mit Stirnband, Sonnenbrille und großen Engelsflügeln darbot.

Mit 4.870 Stimmen abgegebenen Stimmen hat der Barbara Dex Award zudem einen Rekord geknackt. Noch nie wurden so viele gültige Stimmen für den Fan-Award gezählt, so die Website songfestival.be. Hinter Tix, der sich zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der rumänischen Sängerin Roxen lieferte, platzierte sich eben jene. Der dritte Platz ging an die kroatische Sängerin Albina, die Top Five komplettierten James Newman aus dem Vereinigten Königreich und Eden Alene aus Israel. Damit geht der Barbara Dex Award erstmals nach Norwegen.

Tix reiht sich in eine ruhmvolle Liste ein, auf der man u.a. Guildo Horn, t.A.T.u., Verka Serduchka, Gisela und Eye Cue aus Nordmazedonien findet. Im letzten Jahr ging der Award zum zweiten Mal nach Portugal. Wie es im Originalartikel heißt, wird nicht zwangsläufig das hässlichste Outfit sondern das auffälligste gesucht. Benannt ist der Preis nach Barbara Dex, die 1993 für Belgien teilnahm und dabei einen selbstgeschneiderten beigefarbenen Sack und quietschgelbe Schuhe dazu trug.

Tix - Fallen angel

Samstag, 29. Mai 2021

USA: NBC schaltet Bewerbungsformular frei


USA
- Nachdem der Eurovision Asia Song Contest wieder einmal krachend gescheitert ist, nimmt nun der American Song Contest Fahrt auf. Die EBU vergab die Marken- und Konzeptrechte an den Sender NBC, der nunmehr einen Bewerbungsaufruf gestartet hat. Interessierte Künstler können sich per Online-Formular für die Erstausgabe im nächsten Jahr bewerben. Ähnlich wie beim Eurovision Song Contest gelten die Regeln, dass ein Interpret mindestens 16 Jahre alt sein muss und es sich bei den Songs um Originale handelt.

Der American Song Contest ist für alle Kandidaten offen, die entweder aus einem der 50 US-Bundesstaaten, dem District of Columbia oder einem der fünf Überseegebiete Amerikanisch-Samoa, Guam, den Nördlichen Marianen, Puerto Rico oder den Amerikanischen Jungferninseln stammt. Anders als beim Eurovision Song Contest wird jedoch keine Längenbeschränkung für die Dauer eines Liedes vorgegeben. Auch über die Anzahl an Teilnehmern die ein Act umfasst, gibt es keine Beschränkungen, vom Solisten bis zur Band sind alle Teilnehmer willkommen.

Der amerikanische Wettbewerb wird sich aufgrund der Teilnehmerzahl in Viertelfinals, Halbfinals und eine Finalshow gliedern. Das genaue Konzept haben die Organisatoren, allen voran Mentor Christer Björkman, vor kurzem erläutert. Das Voting wird analog zum Eurovision Song Contest aus einer Mischung aus Zuschauer- und Juryvoting bestehen. Die Erstausgabe des American Song Contests ist für 2022 geplant, mehrere TV-Sender hatten zuvor Interesse an einer Durchführung signalisiert. Es wäre das erste Mal, das ein Wettbewerb nach dem Konzept der Eurovision auf dem amerikanischen Kontinent stattfinden würde.

Italien: Bari steigt in Bewerbungsprozess ein


Italien
- Der Süden Italiens hat sich mit Ausnahme von Neapel bisher offenbar nicht näher mit der Idee beschäftigt, den Eurovision Song Contest 2022 zu veranstalten. Fast, denn wie ESCxtra.com meldet, scheint nun auch die Stadt Bari, die Hauptstadt der italienischen Region Apulien, daran interessiert, den Musikwettbewerb im kommenden Jahr zu veranstalten. Derzeit werden Möglichkeiten geprüft, ob man der RAI ein entsprechendes Bewerbungsangebot unterbreiten könne oder nicht.

Bürgermeister Antonio Decaro bestätigte, dass sowohl mit der Anzahl an benötigten Hotelbetten und dem nahegelegenen Flughafen zwei Kriterien aus dem Anforderungskatalog der Europäischen Rundfunkunion erfüllt seien. Der Knackpunkt könnte jedoch der Mangel einer adäquaten Halle sein, da die größte Location der Stadt, der PalaFlorio nach einem Umbau im Jahr 2010 maximal 6.000 Zuschauer aufnehmen kann. Die Mehrzweckhalle ist Heimstätte des Basketballteams CUS Bari Pallacanestro, bietet allerdings gerade einmal halb so viele Plätze wie andere Arenen in Mailand oder Turin.

Dennoch scheint das Interesse am Song Contest 2022 in Italien ungebrochen. Eine Woche nach dem Sieg von Måneskin haben sich damit bereits zwölf Städte interessiert gezeigt, was im internationalen Vergleich der letzten Jahre recht viel ist. Unter anderem versuchen sich auch kleinere Städte mit ihrem nostalgischen und gar römischen Charme zu behaupten, etwa San Remo mit seinem legendären Teatro Ariston oder die Stadt Verona mit ihrem Amphitheater. Als derzeit aussichtsreichste Kandidaten gelten die Millionenstadt Mailand, Turin und die Hauptstadt Rom. Die RAI hat sich bisher noch nicht näher geäußert.

Großbritannien: BBC reagiert auf kritische Stimmen


Großbritannien
- Auf eine Anfrage an die BBC, warum der Sender trotz des "politischen Votings" und der "Verschwendung von Rundfunkgebühren" am Eurovision Song Contest teilnimmt, bezog die BBC nunmehr Stellung. In einer entsprechenden Mitteilung heißt es darin u.a. "Der Vorwurf, dass die Wertung im Wettbewerb "politisch" sei, ist nicht neu. Die European Broadcasting Union setzt sich stark dafür ein und versichert, dass die Fairness gewährleistet bleibt und hat eine große Bandbreite an Maßnahmen um dies umzusetzen."

Weiterhin heißt es: "Die Eurovision ist das am meisten gesehene Nicht-Sport-Event der Welt und der Wettbewerb 2021 hat die BBC-Zuschauer mit über acht Stunden in drei Shows unterhalten. Das große Finale auf BBC One hat im Durchschnitt über 7,4 Millionen Zuschauer angezogen. Dies ist sehr kosteneffektiv für ein beliebtes Primetime-Unterhaltungsprogramm." Trotz des spärlichen Abschneidens des Vereinigten Königreichs in den letzten Jahren steht die BBC aufgrund des Kosten-Nutzen-Verhältnisses weiterhin klar zum Wettbewerb.

Obwohl James Newman in Rotterdam null Punkte im Voting für "Embers" kassierte, erreichte die BBC damit die höchste Einschaltquote des Eurovision Song Contests seit 2014 und den größten Marktanteil seit 1999. Auf der Insel haben sich in den letzten Tagen viele Zuschauer und auch politische Stimmen kritisch für den Verbleib des Landes beim Eurovision Song Contest geäußert, sowohl in Schottland als auch in Wales gibt es Initiativen mit eigenen Beiträgen zu starten. Vielleicht bewirkt diese Diskussion im Land nun nicht nur den Fortbestand der Eurovision sondern auch das Bemühen der BBC, 2022 ein gutes Endprodukt in Form eines soliden Beitrags zu liefern.

News-Splitter (862)


Andorra
- Susanne Georgi gibt sich noch nicht geschlagen und erklärte via Instagram, dass man gemeinsam mit der andorranischen Regierung "versucht, die perfekte Lösung" für eine Rückkehr zum Eurovision Song Contest zu finden. Während der Generaldirektor des Senders RTVA, Xavier Mujal, in Early Bird-Manier bereits einen Tag nach dem Finale von Rotterdam erklärte, der Wettbewerb würde nicht zum derzeitigen Senderprogramm passen, sagte Georgi: "Nichts und niemand hat mich jemals aufgehalten, wenn ich in den Wikinger-Kampfmodus geschaltet habe." Sie werde 100% geben, um ein andorranisches Comeback noch im Jahr 2022 in Italien möglich zu machen. Wir drücken die Daumen.

Portugal
- Auch wenn es weder für San Marino noch für Portugal im Finale von Rotterdam für eine Platzierung ganz oben gereicht hat, haben sich dort aber offenbar zwei gefunden. Wie The Black-Mamba-Sänger Pedro Tatanka in einem Interview mit dem Magazin "TV7 Dias" bekannt gab, stehe er in Kontakt mit dem US-amerikanischen Rapper Flo Rida um an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. "Er war von unserem Talent begeistert und möchte mit uns zusammenarbeiten.", so Tatanka. Auch via Instagram stünden die beiden in regem Austausch. Flo Rida arbeitete in diesem Jahr mit der sanmarinesischen Delegation in Rotterdam zusammen und trat gemeinsam mit Senhit im Semifinale und im Finale für San Marino auf.

Niederlande
- Und nachdem wir gestern bereits die ausgeschiedenen Halbfinalisten mit ihren Live-on-Tape-Performances gesehen haben, zeigt die EBU auf ihrem offiziellen Youtube-Kanal ab 21 Uhr (MESZ) die Backup-Videos der 25 Finalisten von Rotterdam. Moderiert wird die Show von Krista Siegfrids. Unter allen Teilnehmern fehlen jedoch die vorab aufgenommenen Beiträge von Irland im Semifinale und dem Vereinigten Königreich im Finale. Sowohl die irische als auch die britische Delegation gaben an, dass man die Performances zu "Maps" und "Embers" so in Erinnerung behalten sollte, wie sie beim Song Contest auf der Bühne aufgeführt wurden. Ob die Videos derart schlecht waren oder ob dahinter der gekränkte Stolz von zwei Letztplatzierten steckt, ist nicht bekannt.

Eurovision Song Celebration - Live-on-Tape Part 2

Freitag, 28. Mai 2021

Norwegen: Melodi Grand Prix 2022 bestätigt


Norwegen
 - Das nächste Land auf der Teilnehmerliste für 2022 heißt Norwegen. Der Sender NRK bestätigte heute sein Interesse auch im nächsten Jahr wieder mit von der Partie zu sein. Bis zum 15. August können sich interessierte Komponisten und Interpreten für den Melodi Grand Prix im kommenden Jahr anmelden. Jeder Komponist bzw. Produzent kann maximal drei Beiträge einreichen.
 
Delegationsleiter Stig Karlsson sagte: „Die Einladung gilt für alle, die Songs schreiben können. Es ist eine einmalige Chance, einen Platz im größten Musikwettbewerb der Welt zu erhalten“, man sei für jeden Musikstil offen, von wunderschönen Popsongs über harten Rock bis hin zu rosarotem Plastikpop und allem was dazwischen liegen. Wie schon in diesem Jahr soll der Vorentscheid zwischen Januar und Februar stattfinden und aus mehreren Vorrunden und einer Finalshow bestehen. 

Für den norwegischen Vorentscheide gelten die üblichen Regularien der EBU. So müssen Interpreten mindestens 16 Jahre alt sein, das Lied nicht länger als drei Minuten sein und nicht vor dem 1. September 2021 kommerziell veröffentlicht worden sein. In diesem Jahr wurde Norwegen von Tix vertreten, der es mit seiner Popballade „Fallen angel“ im Finale des Song Contests von Rotterdam immerhin auf Platz 18 schaffte.