Donnerstag, 13. Mai 2021

Tag 6: Moldawien gibt uns Zucker


Moldawien
- Je häufiger ich mir Natalia Gordienko und "Sugar" anhöre, umso besser gefällt es mir. Hier ist der Fall eingetreten, dass ich den diesjährigen Beitrag um Längen besser finde, als den von 2020. Mit "Prison" wäre Natalia untergegangen, mit "Sugar" bedient sie das Genre, das man von ihr erwartet. Eine leicht trashige Discopop-Nummer mit kontrastreichen Farben und eine genialen Performance, die sie in Silber und ihre Backingtänzer in Schwarz in absoluter Synchronität absolvieren, dass man sich im direkten Duell mit ihrem polnischen Vorgänger als haushohe Siegerin vom Platz geht. Natürlich steckt hinter all dem ein durchdachtes Konzept von Russlands Musikguru Phillip Kirkorow, der gestern gemeinsam mit Natalia auf Erkundungstour in Rotterdam war.

Heute hatte die Frisur ein bisschen mehr Volumen, etwas, das ich auch Elena Tsagkrinou aus Zypern wünschen würde. Natalia spielt ihren Charme aus und weiß damit zu punkten. Wie immer, wenn Moldawien sich mit Trash, Spaß und Uptempo versucht, gehe ich stark von einer Finalteilnahme aus. Allerdings stellt sich spätestens hier langsam der Effekt ein, dass einem die ganzen Violett- und Pinktöne irgendwann zum Hals raushängen. Dafür kann Natalia nun nichts, aber irgendwie ist doch ein wiederkehrendes Schema erkennbar: vier Tänzer und LED-Beleuchtung in Violetttönen. Mehr bleibt nicht zu sagen, ich finde "Sugar" ist eine der besten Uptempo-Nummern in diesem Jahr, wobei mir die schlumpfblauen Eiswaffeln trotz allem ein bisschen fehlen, aber die können vermutlich auf dem Podest, auf dem Natalia tanzt nicht alle gleichzeitig stehen...



Natalia Gordienko - Sugar

1 Kommentar:

  1. Ich finde die Bewegungen erschreckend steif und seelenlos. So sehe ich sogar den Finaleinzug in Gefahr.

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