Sonntag, 21. Juli 2024

EBU: Stellenbeschreibung des ESC Director online


Europa
- Die Europäische Rundfunkunion sucht in einer öffentlichen Ausschreibung nach einem ESC Director in Vollzeitbeschäftigung. Bis zum 9. August läuft die Ausschreibung um die neu geschaffene Position rund um den Eurovision Song Contest und dessen jugendlichen Ableger zu besetzen. Im Karriereportal auf EBU.ch ist fortan die Stellenbeschreibung zu finden, in der es primär um das strategische Management der Marke Eurovision und deren Reputation geht.

Erwünscht sind, um diese Stelle anzutreten, mindestens 15 Jahre Erfahrung im Medien- bzw. Fernsehgeschäft und ebenso lange Erfahrung im Personalmanagement. Ein gesundes Urteilsvermögen und politisches Feingefühl sowie die Fähigkeit unter hohem Druck umsichtige Entscheidungen treffen zu können werden ebenso verlangt, wie diplomatische und kommunikative Fähigkeiten. Hinzu kommen ein Master-Abschluss sowie ausgeprägte Englisch- und weitere Sprachkenntnisse.

Die komplette Stellenbeschreibung kann man sich hier als PDF-Datei aufrufen, einen Link zur Bewerbung stellt die EBU hier zur Verfügung. Nach dem Eurovision Song Contest 2024 in Malmö mit zahlreichen kommunikativen Pannen und einer nahezu kapitulierenden EBU wurde intern beraten, welche Schritte man unternehmen könne, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Brisanz aus dem Wettbewerb zu nehmen. Mehrere Delegationen beschwerten sich formell bei der EBU, die im Nachgang eine objektive Untersuchung durchführte.

Samstag, 20. Juli 2024

Italien: San Remo-Festival um eine Woche verschoben


Italien
- Das San Remo-Festival im kommenden Jahr wird um eine Woche nach hinten verschoben. Der Grund hierfür sind terminliche Überschneidungen mit anderen TV-Großereignissen, insbesondere in Hinblick auf den italienischen Fußballkalender. Somit bestätigte die RAI, dass das Festival in der Woche vom 11. bis 15. Februar und nicht in der Woche zuvor stattfinden wird.

Ansonsten ändert sich am Festivalablauf nichts, weiterhin sind fünf Shows unter der Leitung von Carlo Conti geplant. In der ersten Show treten alle 24 Interpreten mit ihren San Remo-Titeln, also auch ihren potentiellen Song Contest-Beiträgen auf. In der zweiten und dritten Show wiederholen jeweils zwölf Interpreten dieses Schauspiel, in der vierten Nacht singen die Interpreten Duette bzw. Coverversionen und in der fünften Show findet das große Finale statt.

Die Top Fünf der Abstimmungen ziehen von der Endrunde ins Superfinale ein, wo die Juroren und die Zuschauer schlussendlich den Sieger des San Remo-Festivals 2025 ermitteln werden. Aller Voraussicht nach erhält der Sieger des Festivals wieder ein Vorrecht, Italien im Finale des Eurovision Song Contests in der Schweiz zu vertreten. Zuletzt wurde Italiens durch San Remo-Siegerin Angelina Mango und "La noia" vertreten, die im Finale von Malmö den siebten Platz belegte.

Freitag, 19. Juli 2024

Breaking News: Song Contest 2025 in Basel oder Genf!


Schweiz
- Das Schweizer Fernsehen hat eine Vorentscheidung getroffen und die vier Bewerberstädte auf zwei potentielle Austragungsorte für den Eurovision Song Contest 2025 reduziert. Als faustdicke Überraschung gilt dabei, dass Zürich es nicht in die finale Entscheidung geschafft hat, ebenso wenig die Doppelbewerbung der Hauptstadt Bern in Kooperation mit Nemos Heimatstadt Biel. Der Wettbewerb 2025 wird somit entweder in Basel oder Genf stattfinden, so SRG-Generaldirektor Gilles Marchand.

Wie auf Eurovision.tv zu lesen ist, wird die endgültige Entscheidung bis Ende August getroffen. Die beiden verbliebenen Städte haben ein differenziertes Portfolio, Genf etwa ist Sitz der Europäischen Rundfunkunion, der Song Contest 2025 würde somit vor der Haustür der Rundfunkunion stattfinden. Hier geht das Palexpo-Areal mit rund 15.000 Zuschauern ins Rennen. In Basel, das im Dreiländereck zu Deutschland und Frankreich liegt, fasst die St. Jakobshalle rund 12.000 Zuschauer.

Die Europäische Rundfunkunion wird nun weiter in Abstimmung mit dem Schweizer Rundfunk darüber beraten, welche der Städte die beste Wahl für die Eurovision im kommenden Jahr ist, eine finale Entscheidung sowie die möglichen Termine für die beiden Halbfinals und die große Finalshow am Samstagabend fällt bis Ende nächsten Monats. Als aktuell wahrscheinlichste Termine gelten hierbei die Wochen vom 6., 8. und 10. Mai bzw. die Folgewoche vom 13., 15. und 17. Mai. Die Schweiz erhielt das Austragungsrecht nach dem Sieg von Nemo und "The Code" in Malmö.

Donnerstag, 18. Juli 2024

Serbien: Pesma za Evroviziju '25 angekündigt


Serbien
- "Next country confirmed", der serbische Sender RTS hat seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2025 bestätigt und sogleich auch das Bewerbungsfenster für seinen nationalen Vorentscheid "Pesma za Evroviziju '25" geöffnet. Bis einschließlich 1. November können sich interessierte Songwriter und Interpreten für den Vorentscheid bewerben. Während die Komponisten frei jeder Beschränkung sind, müssen die Interpreten die serbische Staatsangehörigkeit besitzen.

Darüber hinaus gelten die offiziellen Song Contest-Regularien, der Beitrag darf nicht vor dem 1. September diesen Jahres veröffentlicht werden, mindestens 51% des Songtextes müssen auf Serbisch oder einer weiteren anerkannten Sprache sein, darunter fallen neben Serbisch auch Ungarisch, Bosnisch, Romanes, Slowakisch, Albanisch, Rumänisch, Kroatisch und Russinisch und das Mindestalter des Interpreten muss im Mai nächsten Jahres 16 Jahre betragen. Bewerbungen nimmt RTS hier entgegen.

Nach Bewerbungsschluss im November wird ein Auswahlkomitee des Senders alle Bewerbungen, insbesondere die künstlerische Qualität, prüfen und sein Kandidatenfeld für den nationalen Vorentscheid aufstellen. "Pesma za Evroviziju '25" ist wieder auf drei Shows auslegt, zwei Halbfinals und eine Finalshow mit jeweils 50%igem Jury- und Zuschauervoting. Der Sieger darf Serbien beim Eurovision Song Contest 2025 in der Schweiz vertreten. Weitere Informationen gibt es hier (auf Serbisch).

Mittwoch, 17. Juli 2024

Bosnien-Herzegowina: BHRT sagt Eurovision für 2025 ab


Bosnien-Herzegowina
- Während Lettland seine Teilnahme in der Schweiz fix gemacht hat, verzichtet Bosnien-Herzegowina abermals unfreiwillig auf den Eurovision Song Contest. ESCtoday.com meldet heute, dass der nationale Rundfunk BHRT, der nach wie vor aufgrund von Schulden bei der Europäischen Rundfunkunion, die Rückkehr zum Wettbewerb absagen musste. Offenbar steht es um den Rundfunk ähnlich schlecht wie in den vergangenen neun Jahren.

Wie ESCtoday.com weiterhin meldet, gibt es für den Staatsrundfunk BHRT nur noch bis Ende des Jahres eine laufende Finanzierungsgrundlage, der Fortbestand bzw. die weitere Finanzierung des Senders darüber hinaus bleibt ungewiss. Bereits vor wenigen Tagen meldeten bosnische Medien, dass der Sender mit Sitz in Sarajevo gerichtliche Auflagen zur Veräußerung von Immobilien im Sachwert von über 80 Millionen Euro besitzt und sie zumindest teilweise abtreten soll um Schulden zu tilgen.

BHRT ist weiterhin vom Medienaustausch der EBU und der Teilnahme an allen Wettbewerben der Union ausgeschlossen. Problematisch bei der Rückzahlung der Schulden gestaltet sich insbesondere die unklare Finanzierung des Senders, da die beiden Entitäten, die Föderation Bosnien-Herzegowina und die Republik Srpska eigene lokale Medienanstalten besitzen und das Geld hierfür bereitstellen und den gesamtbosnischen Rundfunk nur marginale Einnahmen erzielt. Die letzte Teilnahme Bosnien-Herzegowinas bei der Eurovision gelang 2016 nur durch Sponsoring.

Lettland: LTV bestätigt Teilnahme in der Schweiz 2025


Lettland
- Das lettische Fernsehen LTV hat seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2025 bestätigt. Nach der erfolgreichen Qualifikation von Dons beim Wettbewerb in Malmö, der ersten seit 2016, hat der Sender nunmehr seine Absicht erklärt, auch in der Schweiz teilzunehmen. Zuvor gab es Diskussionen über die Familienfreundlichkeit und generell über die Politisierung des Wettbewerbs, die auch das lettische Parlament beschäftigt haben.

LTV hat seine Bestätigung ausgesprochen, jedoch noch nicht weiter erklärt, auf welche Art und Weise der nächste lettische Interpret ermittelt wird. In den letzten Jahren fand stets eine nationale Vorentscheidung in Form der Supernova statt. Diese löste die einstige Eirodziesma ab und war zumindest in den Jahren 2015, 2016 und 2024 auch für die Eurovision ein Erfolg. Generell erfreut sich die nationale Konkurrenz großer Beliebtheit.

Lettland nimmt seit 2000 am Eurovision Song Contest teil und startete erfolgreich in den Wettbewerb. Auf den dritten Platz beim Debüt mit der Gruppe Brainstorm folgte 2002 der erste und bislang einzige Sieg des Landes beim Eurovision Song Contest. Marie N gewann mit "I wanna" knapp vor Malta den Wettbewerb in Tallinn, 2003 fand der Wettbewerb daraufhin in der Skonto-Arena in Riga statt. Seit 2016 fehlte Lettland im Finale der Eurovision, erst Dons konnte sich in diesem Jahr mit "Hollow" wieder für die Endrunde qualifizieren.

Mittwoch, 10. Juli 2024

Eurovision 2025: Zürcher Kantonsrat bewilligt 5 Mio. CHF


Schweiz
- Der Kantonsrat von Zürich hat am Montagnachmittag fünf Millionen Schweizer Franken für die Kandidatur der Stadt als Austragungsort des Eurovision Song Contests im kommenden Jahr freigemacht. Nach diversen Diskussionen folgte die Bewilligung der fünf Millionen CHF für die Veranstaltung. Wie Blick.ch meldet, haben sich 105 zu 62 Stimmberechtigten für die Kandidatur Zürichs ausgesprochen, hinzu kommt eine Enthaltung. Kritik gab es u.a. von der SVP-Fraktion, die den Mehrwert der Veranstaltung anzweifelt.

So heißt es, Gelder aus einem öffentlichen Fonds seien nicht für Aufführungen, Produktionen, Wettbewerbe und Preisverleihungen vorgesehen, gleichzeitig existiert demnach jedoch eine Ausnahmeklausel. In der Diskussion wurde u.a. bemängelt, dass der Wettbewerb nach dem Beispiel von Malmö in diesem Jahr für politische Zwecke missbraucht und instrumentalisiert werde. Dennoch ging der Antrag beim Kantonsrat durch, sodass die Bewerbung weiter verfolgt wird.

Neben den fünf Millionen Franken durch den Kanton Zürich wurden vom Gemeinderat der Stadt 20 Millionen Franken für die Austragung als Rahmenkredit bewilligt, auch hier kam es im Vorfeld zu Diskussionen. Nicht nur in Zürich sondern auch in den weiteren Bewerberstädten Basel, Bern mit Biel und Genf gibt es entsprechende Kritik und Petitionen, den Eurovision Song Contest nicht in die jeweilige Stadt zu holen. Wohin die Reise schlussendlich geht entscheidet sich in den kommenden Wochen, bis September soll die Entscheidung gefallen sein.

Zypern: CyBC sucht zypriotischen Interpreten für 2025


Zypern
- Das zypriotische Fernsehen CyBC hat seine Teilnahme für den Eurovision Song Contest 2025 in der Schweiz bestätigt. Wie lokale Medien berichten, gibt es bereits diverse potentiell interessierte Kandidaten und Pläne des Senders nach zweijähriger Suche bei der zypriotischen Diaspora im Ausland nun wieder einen Interpreten auszuwählen, der seine aktive Musikkarriere auf der Insel selbst hat.

Experten aus der lokalen Musikindustrie und Snong Contest-Experten sollen eine Fokusgruppe bilden, die sich mit den möglichen Kandidaten für Zypern 2025 beschäftigen soll. Den Planungen des Senders zufolge sollen erste Ergebnisse bereits im Herbst diesen Jahres veröffentlicht werden. Insofern darf man auch davon ausgehen, dass der zypriotische Interpret erneut auf internem Wege gesucht wird und man keinen nationalen Vorentscheid ausrichten wird.

Zypern wurde in diesem Jahr durch die 17jährige Silia Kapsis und "Liar" vertreten, die den 15. Platz im Finale von Malmö belegte. Silia wurde auch intern von CyBC ausgewählt, ursprünglich plante der Sender jedoch mit Hilfe des griechischen TV-Marktes einen Interpreten mit Hilfe einer Talentshow zu finden. Nachdem der griechische Sender ERT erfolgreich dagegen anging, verwarf das zypriotische Fernsehen jene Pläne und wickelte seine Kandidatensuche hinter verschlossenen Türen ab.

Montag, 8. Juli 2024

Spanien: Finale von Benidorm am 1. Februar 2025


Spanien
- Das spanische Fernsehen RTVE hat heute zu einer Pressekonferenz eingeladen, bei dem auch ein Vertrag zur Durchführung des Festivals von Benidorm zwischen dem spanischen Rundfunk und dem Bürgermeister der Stadt in der Valencianischen Gemeinschaft unterzeichnet wurde. Damit steht der Fortsetzung des Musikfestivals als nationalem Vorentscheid nichts weiter im Wege. Zugleich wurden die Termine für das Festival im kommenden Jahr festgelegt.

Nach wie vor werden Teilnehmer für das Festival gesucht, am 10. Oktober endet das Bewerbungsfenster. Anschließend wird eine Jury insgesamt 16 Interpreten auswählen, die sich am 28. und 30. Januar den beiden Vorrunden von Benidorm stellen werden. Das große Finale ist für den 1. Februar 2025 angesetzt. Anders als in den Vorjahren sollen die Ergebnisse aus den Halbfinals nicht vor dem Finale bekannt gegeben werden, lediglich die Qualifikanten werden in den Halbfinalshows präsentiert.

Zudem soll die Zuschauerabstimmung anders als in den Vorjahren kostenfrei erfolgen, hierfür wird die offizielle Benidorm Fest-App angeboten. César Vallejo, Co-Direktor des Festivals erklärte, dass zusätzlich Songwriting-Camps stattfinden werden um potentielle Bewerberlieder zu produzieren. Diese finden hinter verschlossenen Türen statt, sollen in Zukunft jedoch offen zugänglich sein. Der Sieger des Festivals von Benidorm darf Spanien im Finale des Eurovision Song Contests 2025 in der Schweiz vertreten.

Bosnien-Herzegowina: Gericht fordert Immobilienverkauf


Bosnien-Herzegowina
- Seit Jahren heißt es für den staatlichen Rundfunk von Bosnien-Herzegowina Leben am Limit, der Sender hat rund 8,4 Millionen Euro Schulden bei der EBU angehäuft und ist nach wie vor sanktioniert und vom Nachrichtenaustausch und der Teilnahme an Veranstaltungen wie dem Eurovision Song Contest ausgeschlossen. Nun berichten bosnische Medien, dass der Sender einen Gerichtsbeschluss erhalten hat, Immobilien zu verkaufen um seine Schulden zu tilgen.

Wie Klix.ba berichtet, hat ein Gericht in Sarajevo den Sender angewiesen, Immobilien zu veräußern. BHRT besitzt neun Immobilien deren Wert schätzungsweise bei rund 84,6 Millionen Euro liegt, wie in einem Gutachten ermittelt wurde. Der Verkauf ist für den 25. September diesen Jahres geplant, BHRT hat gegen den Gerichtsentscheid Berufung eingelegt und zweifelt den Wert jener Immobilien an. Sollte BHRT in der Lage sein, seine Schulden bei der EBU zu begleichen, so könnten die Sanktionen aufgehoben werden.

Diese wurden im Dezember 2016 von der EBU verhängt, nachdem man über acht Millionen Euro Schulen gesammelt hatte. BHRT hatte über die Jahre hinweg immer wieder angegeben, gerne zur Eurovision zurückzukehren, zuletzt scheiterten immer wieder politische Anläufe eine funktionsfähige Rundfunkgebühr im Land einzuführen. Delegationsleiterin Lejla Babović erklärte noch Anfang des Jahres, dass es derzeit keine Möglichkeit gebe, dass BHRT in den Normalbetrieb übergeht und etwa am Song Contest teilnehmen könnte. Dennoch habe man Interesse 2025 ein Comeback zu fokussieren.

Mittwoch, 3. Juli 2024

Schweiz: Bewerbungsfenster öffnet am 8. August


Schweiz
- Am 8. August öffnet das Schweizer Fernsehen das Bewerbungsfenster für den Eurovision Song Contest. Bis zum 22. August um 22 Uhr (MESZ) können sich interessierte Künstler, die die Schweiz gerne im eigenen Land beim Song Contest vertreten möchten bewerben. Das Schweizer Fernsehen versichert, dass die eingereichten Beiträge nicht öffentlich zugänglich sein werden, das Paket für 2025 wird also wieder auf internem Wege ermittelt.

Hierzu kommt das bewährte mehrstufige Auswahlkonzept zum Einsatz, bei dem eine Schweizer Zuschauerjury, die durch das Marktforschungsinstitut YouGov Schweiz begleitet wird und eine 25köpfige internationale Fachjury entscheidet, wer die Schweiz vertreten wird. Wer die Schweiz vertreten wird soll Anfang 2025 bekannt gegeben werden. In der Pressemeldung heißt es zudem: "Die Auswahl sowie die Betreuung des Schweizer Acts am heimischen Eurovision Song Contest 2025 wird von SRF, RTS, RSI und RTR gemeinsam realisiert."

Weitere Informationen werden die entsprechenden Rundfunkanstalten zu gegebener Zeit online veröffentlichen. Die Schweiz ist im kommenden Jahr Gastgeber des Eurovision Song Contests, nachdem Nemo mit "The Code" den Wettbewerb von Malmö gewinnen konnte. Es ist der dritte Sieg für die Schweiz nach Lys Assia im Jahr 1956 und Céline Dion im Jahr 1988. In den letzten Jahren konnten sich die Schweizer Beiträge durch das oben beschriebene Konzept stets für das Finale qualifizieren, 2025 ist die Schweiz automatisch für die Endrunde gesetzt.

Eurovision 2025: Österdahl bleibt Executive Supervisor


Europa
- Martin Österdahl bleibt Supervisor des Eurovision Song Contests, dies wurde von der EBU selbst bestätigt. Damit bleibt die Organisation und das Kernmanagement auch im kommenden Jahr beim Schweden, der in einem Interview mit der Nachrichtenagentur TT Nyhetsbyrån erstmals über den Wettbewerb von Malmö sprach und seine eigenen Einschätzungen zu Wort brachte. Sein Hauptaugenmerk liege nun darin, die Kommunikation zwischen Delegationen, Künstlern und der EBU zu verbessern.

Österdahl sagte angesprochen auf die politische Brisanz, nicht zuletzt durch die Teilnahme Israels in Malmö: "Die Nahost-Frage ist kompliziert. Im Weißen Haus und in der Downing Street 10 wird damit gerungen, daher ist es kein Wunder, dass es auch für eine Organisation wie die EBU schwierig ist. Ich habe keine konkreten Antworten darauf, wie wir das Problem in Zukunft lösen werden, aber wir werden uns darauf konzentrieren, das Entscheidungsmandat klarer zu machen und die Kommunikation zu verbessern."

Gleichzeitig sagte Österdahl, dass man angesichts der Problematik wohl "ein wenig naiv" war und nicht über die Ressourcen verfügte, die benötigt wurden. Er setzte den Wettbewerb mit Sport- und Medienereignissen ähnlicher Größenordnung gleich. Bis zum Herbst werde man sicherstellen, dass die Versäumnisse aufgearbeitet und die Kommunikationslücken geschlossen werden. Auf die Buhrufe nach der Disqualifikation von Joost Klein gab er persönlich an: "Wenn ein Ventil für Frustration und Enttäuschung nötig war, war mir das Ausbuhen vollkommen recht. Wichtig ist, dass niemand verletzt wurde."

Slowakei: RTVS durch Staatsmedium ersetzt


Slowakei
- Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Slowakei wurde per Gesetz zum 1. Juli diesen Jahres aufgelöst und durch den neuen staatlichen Rundfunk STVR ersetzt worden. Das Gesetz wurde am Sonntag von Präsident Peter Pellegrini unterzeichnet, von der Umstellung ist zumindest visuell noch nichts zu sehen, RTVS betreibt weiterhin die Sendefrequenzen und den Internetauftritt. In den nächsten Tagen dürften die Änderungen jedoch zu Tage treten.

Am Montag stellte man mit Igor Slanina einen provisorischen Senderchef für den neuen Rundfunk STVR auf, der das Unternehmen bis Ende September verwalten, anschließend soll ein von Regierung Parlament bestimmter Rat gewählt werden, die zukünftig beim staatlichen Rundfunk die Strippen zieht. Die Regierung vom Robert Fico und Kulturministerin Martina Šimkovičová hatten RTVS zuvor als voreingenommen kritisiert, die Opposition wirft der Regierung vor, mit dem neuen Rundfunk einen Propagandasender etablieren zu wollen.

RTVS ist Mitglied der Europäischen Rundfunkunion und wurde 2011 durch den Zusammenschluss des slowakischen Fernsehens STV und des slowakischen Radios SRo gegründet, zuvor bestanden beide Sender als eigenständige Mitglieder. Zwischen 2009 und 2012 nahm die Slowakei mit STV bzw. RTVS auch am Eurovision Song Contest teil, zog sich anschließend aus finanziellen Gründen und dem mangelnden Interesse der Zuschauer zurück. Eine Rückkehr unter STVR gilt als nahezu ausgeschlossen.

News-Splitter (1045)


Schweiz
- Das Schweizer Fernsehen hat sein Core Team rund um den Eurovision Song Contest 2025 vorgestellt. Nachdem bereits Reto Peritz und Moritz Stadler als Executive Producer des Wettbewerbs feststanden, ist nun auch bekannt, dass Yves Schifferle, bisher Delegationsleiter der Schweiz als Head of Show verpflichtet wurde. Des weiteren wird auch Christer Björkman wieder mitmischen und zum siebten Mal als Head of Contest deligieren. Das Core Team beginnt in Kürze mit der Suche nach der geeigneten Stadt für den Wettbewerb 2025, zur Auswahl stehen Basel, Bern (in Kooperation mit Biel), Genf und Zürich.

Österreich
- Im Nachbarland Österreich hat der ORF unterdessen mit der Suche nach geeigneten Kandidaten für den Eurovision Song Contest 2025 begonnen. Peter Schreiber wird als Scout arbeiten und hat in einem Instagram-Posting dazu aufgerufen, ernstgemeinte und qualifizierte Bewerbungen einzureichen. Hobbysänger seien nicht gefragt, Tonaufnahmen und Referenzen von routinierten Interpreten hingegen sind durchaus erwünscht. Es gelten zunächst die üblichen EBU-Regularien bezüglich Veröffentlichungsfrist und Songkriterien. Bewerbungsschluss ist der 15. September, danach beginnt die unmittelbare Suche nach einem Nachfolger von Kaleen.

Liechtenstein
- Radio Liechtenstein prüft und plant aktuell die Bewerbung für die Mitgliedschaft zur Europäischen Rundfunkunion um damit die Weichen für ein Debüt beim Eurovision Song Contest zu stellen und langfristig vom Informationsaustausch und dem Know How der EBU zu profitieren. In einer kürzlich veröffentlichten Meldung auf radio.li zeigten sich erste Kandidaten bereits interessiert. So soll die Liechtensteiner Band Noops ihr Interesse signalisiert haben, Liechtenstein beim Song Contest zu vertreten. Allerdings heißt es ebenso: "Wie sich der mögliche Beitritt von Radio Liechtenstein in die EBU entwickelt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen."

Dienstag, 2. Juli 2024

Norwegen: NRK bestätigt Teilnahme am Song Contest 2025


Norwegen
- "Jetzt wo die EBU erkannt hat, dass es Probleme gab und daran arbeitet, diese zu beseitigen und das, was uns gesagt wurde und öffentlich gemacht wurde, was sehr gut klingt, werden wir konstruktiv daran arbeiten und sind positiv gestimmt, dass Norwegen 2025 zum Eurovision Song Contest zu bringen. Wir werden teilnehmen.", heißt es in einem Statement des Delegationsleiters Stig Karlsen. Damit steht ein weiteres Land auf der Teilnehmerliste im kommenden Jahr.

Zwar betont NRK, dass man noch keine Antwort von der Europäischen Rundfunkunion über die konkreten Pläne der Union hat, aber dennoch bereit sei, die Teilnahme im kommenden Jahr anzustreben. Hierzu hieß es aus Oslo, dass man hofft, dass die EBU alles daran setzt, damit der Song Contest nicht als politisches Instrument genutzt wird. Auch sei es wichtig, Kommunikation und Krisenmanagement zu verbessern und die Sicherheit rund um den Wettbewerb im Auge zu behalten.

"Uns ist wichtig, dass der Eurovision Song Contest nicht als Plattform für Politik genutzt wird, und die EBU ist nicht in der Lage, dies auch zu verfolgen. Wir können es nicht dulden, dass Länder den Wettbewerb als Plattform für Propaganda nutzen.", beschließt Karlsen die Mitteilung des norwegischen Fernsehens. Weitere Pläne zur Teilnahme in der Schweiz im kommenden Jahr wurden zwar noch nicht gemacht, man darf aber sehr wahrscheinlich davon ausgehen, dass NRK im Hintergrund bereits an einem neuen Melodi Grand Prix als Vorentscheid tüftelt.

Montag, 1. Juli 2024

EBU: Erste Auszüge des Untersuchungsberichts erschienen


Europa
- Die unabhängige Untersuchung der Geschehnisse beim und rund um den Eurovision Song Contest in Malmö sind abgeschlossen und Konsequenzen durch die Europäische Rundfunkunion eingeleitet worden. In einer offiziellen Meldung berichtet Eurovision.tv auszugsweise über die Änderungen bezüglich der Organisation und Durchführung des Wettbewerbs. Ein unabhängiges Gremium hat hierfür Rückmeldungen von Delegationen, Organisatoren und der Reference Group eingeholt.

Die Kommission hat nach erfolgreicher Prüfung drei Themenschwerpunkte herausgearbeitet, die von der EBU in den kommenden Monaten umgesetzt werden sollen. Laut Eurovision.tv hat man als ersten Schritt bereits eine Taskforce gegründet, die die Umsetzung von Änderungen überwachen soll. Hinzu kommt, dass bei der Überprüfung empfohlen wurde, das Führungsteam zu verstärken, "um die operative Bandbreite für die Verwaltung einer Veranstaltung dieser Größenordnung sicherzustellen." Hierfür wurde die neue Position eines Eurovision Directors geschaffen, der dem stellvertretenden Generaldirektoren der EBU unterstellt sein wird. 

Mit dieser neuen Position innerhalb der Eurovision soll die Rolle von Supervisor Martin Österdahl "gestrafft", mit anderen Worten voll auf die Produktion ausgerichtet und der Kontakt mit den Delegationen verstärkt werden. Des weiteren sollen die Regularien des Wettbewerbs bei allen Beteiligten verständlicher gestaltet und der Ausbau von Sicherheits- und Cybersicherheitsbestimmungen aufgrund des gestiegenen Bedarf angepasst werden. Der vollständige Bericht der unabhängigen Untersuchung wurde noch nicht veröffentlicht.

Das niederländische Fernsehen AVROTROS, das maßgeblich von den Vorfällen in Malmö, nicht zuletzt durch die Disqualifikation von Joost Klein, betroffen war, zeigte sich erfreut über die ernstgemeinten Empfehlungen der unabhängigen Untersuchung. "Es scheint, dass es der EBU mit strukturellen Veränderungen ernst ist. Wir werden in der kommenden Zeit genau beobachten, ob den Worten auch Taten folgen und auf dieser Grundlage über unsere Teilnahme im Jahr 2025 nachdenken.", so der O-Ton aus den Niederlanden. 

Luxemburg: Bewerbungsfenster für Vorentscheid geöffnet


Luxemburg
- Nach der gelungenen Rückkehr nach 31 Jahren zum Eurovision Song Contest und Platz 13 für "Fighter" von Tali hat der Sender RTL die Teilnahme Luxemburgs auch für das kommende Jahr bestätigt. Nunmehr hat auch das Bewerbungsfenster für den Luxembourg Song Contest 2025, den nationalen Vorentscheid begonnen, der aller Voraussicht nach erneut im Januar ausgetragen werden soll.

Künstler der lokalen Musikszene oder Interpreten, die einen starken Bezug zu Luxemburg haben, können sich fortan bei Eurovision.lu bewerben. Eine internationale Jury wird sich alle Bewerbungen bis Jahresende anhören und eine Vorauswahl treffen, die anschließend zum Vorentscheid zugelassen wird. Mit diesem Konzept fuhr RTL auch in diesem Jahr bereits recht erfolgreich, der Vorentscheid wurde von internationalen Fans und Medien positiv gelobt.

Beim Luxembourg Song Contest selbst sollen die Zuschauer auch 2025 wieder die Möglichkeit haben, für ihren Favoriten abzustimmen. Ob auch hier wieder eine internationale Jury zum Einsatz kommt ist bislang nicht bekannt, aber äußerst wahrscheinlich. Sobald nähere Informationen zur luxemburgischen Teilnahme 2025 vorliegen werden wir natürlich darüber berichten. Luxemburg ist eines der Gründungsmitglieder der Eurovision und konnte den Wettbewerb bisher fünfmal gewinnen.