Sonntag, 23. Mai 2021

Deutschland: 7,7 Millionen Zuschauer im Finale


Deutschland
- "Komm ein bisschen mit nach Italien", heißt es gemäß einem Schlager von Caterina Valente, der Eurovision Song Contest 2022 wird in dem Land stattfinden, das vor gut zehn Jahren nicht einmal mehr wusste, dass dieser Wettbewerb noch existiert. Im Schatten von San Remo fristete der Wettbewerb ein Schattendasein. Bis heute Nacht, als die Gruppe Måneskin das Urteil der Buchmacher bestätigten und mit "Zitti e buoni" den Song Contest erstmals seit Toto Cutugno 1990 wieder nach Italien holten. Bei der RAI dürfte man sich freuen und wir hoffen schon mal jetzt, dass es nicht so chaotisch wird wie 1991 als Gigliola Cinquetti und Toto Cutugno die Kontrolle über den Abend verloren.

Den Sieg Italiens sahen in Deutschland im Schnitt 6,54 Millionen Menschen im Ersten. Hinzu kamen noch einmal 1,2 Millionen auf ONE. Damit schießt die Quote insgesamt zwar nicht durch die Decke, verglichen mit 8,9 Millionen im Jahr 2019, aber immerhin ONE kann sich mit 7,8% Marktanteil über die wohl beste Einschaltquote des Jahres freuen. Insgesamt war es jedoch keine Bestleistung für die ARD, überboten wurden sie vom Wilsberg-Krimi im ZDF. Deutschland belegte zielsicher den 25. Platz im Gesamtranking des Abends, davon mit null Punkten im Televoting. Unser Kandidat Jendrik ließ sich davon jedoch nicht klein kriegen und bejubelte stattdessen seine drei Zähler und vor allem für die anderen Kandidaten.

Jendrik, der sich offenbar einen feucht-fröhlichen Abend machte, stellte sich danach der Presse in Rotterdam und erklärte: "Mir geht's super, ohne Scheiß. Ich hab' schon irgendwie vor zwei, drei Monaten erwartet, dass es nicht so wird wie andere erwarten. Aber ganz ehrlich, mein Ziel war es hierher zu kommen. Und ich habe die deutschen Jurys überzeugt mit meinem Song, dass ich hierher komme. Und voilà oh mein Gott, das ist einer der Songs, ich bin happy." Der NDR wird sehr wahrscheinlich in die übliche "Nachbearbeitung" gehen, ob es nun aber endlich sinnige Konsequenzen bringt, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

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