Freitag, 23. Oktober 2020

Island: Daði & Gagnamagnið treten 2021 wieder an!


Island
- Die Tabelle mit den Sonderzeichen kann auch 2021 wieder ausgepackt werden, per Twitter bestätigte Daði Freyr, dass er und seine Begleitband Gagnamagnið im nächsten Jahr am Eurovision Song Contest in Rotterdam teilnehmen werden. Wenig später bestätigte auch das isländische Fernsehen RÚV, dass die Band, die u.a. beim deutschen Finale mit Barbara Schöneberger in der Elbphilharmonie unter die besten drei kam und zu den Favoriten für Rotterdam zählte.

RÚV bestätigte sogleich, dass der nationale Vorentscheid Söngvakeppnin 2021 gekippt wird und man auf seine Vertreter von 2020 zurückgreifen wird. Dies ist das erste Mal seit der Nominierung von Selma 2005, dass es keinen nationalen Vorentscheid auf Island geben wird. Der RÚV-Programmdirektor zeigte sich hoch erfreut, dass man Daði & Gagnamagnið auch für das nächste Jahr verpflichten konnte. Daði hatte seine erneute Teilnahme an die Bedingung geknüpft, dass er sich nicht durch einen Vorentscheid quälen muss.

Er räumte auch an, dass er nicht nur aufgrund der vielen möglichen Sympathiestimmen gewinnen möchte, die wegen des ausgefallenen Song Contests in Rotterdam zu erwarten seien. Daði erklärte zudem, dass die Vorbereitungen für 2021 bereits begonnen hätten, man könne einen fröhlichen Song von ihm erwarten, genaue Einzelheiten ließ er jedoch noch nicht durchblicken. Mit "Think about things" gehörte das isländische Team in diesem Jahr zu den Mitfavoriten, schon lange vor dem Söngvakeppnin erhielt der Titel ungeahnt große Aufmerksamkeit in den sozialen Medien.

Mittwoch, 21. Oktober 2020

News-Splitter (820)


Israel
- Nach dem Bewerbungsschluss für Komponisten steht fest, dass Eden Alene 220 Einsendungen für den Eurovision Song Contest 2021 erhalten hat. Ein fünfköpfiges Team des israelischen Fernsehens wird aus allen Bewerbungen nun 16 Vorschläge aussortieren, die in den Halbfinals des israelischen Vorentscheids dabei sein werden. Wie schon mehrfach angesprochen, werden die Songs nicht von Eden Alene selbst, sondern von den Autoren, Komponisten oder anderen Interpreten eingesungen. Per Online-Voting wird anschließend darüber entschieden, welche acht Titel die nächste Runde im israelischen Auswahlverfahren erreichen.

Finnland
- Nahezu ähnlich viele Bewerbungen sind unterdessen beim finnischen Fernsehen YLE eingegangen. Der Sender in Helsinki bestätigte, dass 278 Beiträge ihren Eingang gefunden haben, so Tapio Hakanen, Musikchef bei YleX. Er lobte das besonders gute Niveau der Lieder und erklärte, dass man eine große Bandbreite an Musikstilen ausselektieren werde. Dabei gab es Einsendungen von bekannten finnischen Interpreten aber auch von Nachwuchstalenten. Ob auch Aksel Kankaanranta darunter ist, wurde bisher nicht kommentiert. Die Liste der Interpreten, die bei Uuden Musikiin Kilpailu dabei sein werden, soll am 19. Januar veröffentlicht werden, der Vorentscheid selbst findet am 20. Februar in Tampere statt.

Bulgarien - Anders als in Finnland steht der bulgarische Repräsentant für Rotterdam 2021 bereits fest. Victoria Georgieva wurde von BNT erneut für die Eurovision eingeladen und verpflichtet, anlässlich ihres zweiten Engagements wurde an der bulgarischen Schwarzmeerküste sogar ein Songwriting Camp abgehalten, an dem u.a. Boris Milanov und Ben Dolic teilgenommen haben. Nun kommentierte Victoria, dass ihr Lied für Rotterdam voraussichtlich erst im März 2021 zu hören sein wird. Damit setzt das bulgarische Fernsehen seine Tradition fort, den Beitrag für den Song Contest als eine der letzten Nationen zu präsentieren. Victoria hätte in diesem Jahr mit "Tears getting sober" an den Start antreten sollen und zählte zum erweiterten Favoritenkreis des Wettbewerbs.

Freitag, 16. Oktober 2020

Portugal: RTP meldet sich für Eurovision an


Portugal
- Lange war es still um das portugiesische Fernsehen RTP, nun steht fest, dass Freunde melancholischer Melodien auch im nächsten Jahr nicht auf die Muse von der Algarve verzichten müssen. Der Sender mit Sitz in Lissabon hat heute seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam bestätigt. Gesucht wird der Vertreter des Landes erneut durch das traditionelle Festival da Canção, das seit jeher als nationaler Vorentscheid dient.

Damit wird auch Elisa, die das diesjährige Festival gewonnen hat, nicht automatisch für die Eurovision gesetzt, was sie aber schon vor Monaten öffentlich kommunizierte. Sollte sie weiterhin die Absicht haben, am Wettbewerb teilzunehmen muss sie, wie mittlerweile einige ihrer Song Contest-Kollegen von 2020, den kompletten Bewerbungsmarathon erneut durchlaufen. In diesem Jahr gewann sie das Canção mit dem Titel "Medo de sentir". 

Portugal ist damit das 38. Land, das seine Teilnahme in Rotterdam bestätigt. Obwohl die Deadline zum Anmelden bei der Europäischen Rundfunkunion bereits verstrichen ist, fehlen noch offizielle Bestätigungen bzw. Absagen aus Großbritannien, Moldawien, der Türkei, Ungarn und Weißrussland. Zumindest bei der britischen BBC, dem moldawischen Sender TRM und dem weißrussischen Fernsehen BTRC kann man davon ausgehen, dass die Teilnahme 2021 sehr wahrscheinlich ist, auch wenn es in Minsk und anderen Landesteilen weiterhin zu Demonstrationen gegen Präsident Lukaschenko kommt.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Ungarn: "A Dal" sieht weiterhin keine Eurovision vor


Ungarn
- Eines meiner Lieblingsländer beim Eurovision Song Contest tut sich wieder einmal schwer mit dem Wettbewerb und scheint dem europäischen Liederwettstreit wohl ein weiteres Jahr fern zu blieben. Zumindest ist das einst als Vorentscheid genutzte Format "A Dal" wieder einmal nicht dafür zuständig einen Sieger zu finden, der das Land anschließend bei der Eurovision in Rotterdam vertreten soll. Der Eurovision Song Contest wird mit keiner Silbe im Regelwerk der Show erwähnt, wodurch "A Dal" weiterhin eine rein ungarische Angelegenheit bleiben wird.

Den Regeln ist zu entnehmen, dass der Sieger von "A Dal" eine groß angelegte Werbekampagne durch den Sender MTV erfahren wird und der Titel auf verschiedenen Plattformen angepriesen wird. Dies hat mit dem diesjährigen Siegertitel "Mostantól" von Gergő Rácz & Reni Orsovai schon hervorragend geklappt, das Lied hat sogleich einen Rekord in den ungarischen Charts aufgestellt und stand über 19 Wochen an der Spitze der Hitparade. Zum Eurovision Song Contest 2021 hat sich MTV bisher nicht geäußert, allerdings wurde auch die Teilnahme 2020 formell nie abgesagt sondern ausgeschwiegen.

Ungarn nahm seit 1994 am Eurovision Song Contest teil und konnte aus dem Stand den vierten Platz belegen. Nachdem die Platzierungen sich in den Folgejahren verschlechterten, setzte MTV zwischen 2000 und 2005 aus, seither ist man erfolgreicher, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass eine Vielzahl der Einsendungen weiterhin auf Ungarisch dargeboten wurden. Nach dem Semifinal-Aus von Joci Pápai 2019 in Tel Aviv verzichtete der Sender mit Sitz in Budapest auf die Teilnahme in Rotterdam. Anschuldigungen, der Rückzug sei das Ergebnis einer anti-europäischen und homophoben Senderpolitik wurden dementiert.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Österreich: ORF plant neue Staffel von Starmania


Österreich
- Wie das Medienmagazin DWDL.de berichtet, wird der ORF zehn Jahre nach der vierten und bisher letzten Staffel seine Castingshow "Starmania" reaktivieren. Bei der Show wurden bereits mehrere Kandidaten zu späteren Song Contest-Teilnehmern, u.a. Eric Papilaya, Nadine Beiler oder auch Tom Neuwirth alias Conchita Wurst. Mit Oliver Wimmer nahm der Sieger der vierten Staffel zudem am österreichischen Song Contest-Vorentscheid teil. Wer die Show moderieren wird ist bisher aber noch nicht bekannt.

Die letzten Staffeln wurden von Arabella Kiesbauer moderiert, die 2015 auch den Eurovision Song Contest aus Wien moderierte. Über weitere Änderungen oder Feinjustierungen bei Starmania gibt es noch keinerlei Informationen. Der Aufruf, sich für die Show zu bewerben wurde gestern gestartet, ab dem 26. Februar sollen die einzelnen Shows vom ORF übertragen werden. Unterdessen gab der Redakteursausschuss des Senders bekannt, dass im kommenden Jahr 75 Millionen Euro eingespart werden müssen.

Inwiefern der Sender von einem Stellenabbau betroffen ist, ist bisher nicht bekannt, als Grund für die Einsparungen nannte der Sender u.a. die Corona-Pandemie. Geplant ist überdies der Abbau von bürokratischen Hürden bei der Digitalisierung und der Entpolitisierung in ORF-Gremien. Seit jeher ist der österreichische Rundfunk stark von den Geschicken der Politik, insbesondere durch ÖVP und SPÖ, geprägt worden. Die Teilnahme am Song Contest 2021 und die Nominierung von Vincent Bueno sind indes gesichert.

Kroatien: Finale der Dora am 13. Februar 2021


Kroatien
- "Wenn der Eurovision Song Contest nicht ausfällt, wird auch die Dora nicht ausfallen. Kroatien wird am Wettbewerb teilnehmen und die Tradition fortsetzen, seinen Vertreter über einen nationalen Vorentscheid auswählen.", wird Dora-Projektmanagerin Uršula Tolj zitiert. Hierfür veröffentlichte das kroatische Fernsehen HRT nun weitere Einzelheiten und Termine, wann, wie und wo der Vorentscheid ausgetragen wird.

Vom 26. Oktober bis 10. Dezember können interessierte Komponisten und Interpreten sich für die Dora 2021 anmelden. Im Anschluss daran, wird per Jury beraten, welche Beiträge es in die TV-Vorentscheid schaffen, die am 13. Februar im Strandbad Opatija an der Kvarner-Bucht ausgetragen und von HRT übertragen wird. Der Sieger des Vorentscheids erhält das Ticket für den Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam.

Der für dieses Jahr gewählte Interpret Damir Kedžo wird somit nicht automatisch für Rotterdam gesetzt, sondern müsste im Fall, dass er weiterhin zur Eurovision möchte, das komplette Vorentscheidungsverfahren neu durchlaufen. Er kündigte in einem Instragram-Posting bereits an, dass der sich diese Option wahren möchte und sich gerne erneut bewirbt, sofern er den "richtigen Song" vorgesetzt bekommt. Kroatien nimmt seit 1993 am Eurovision Song Contest teil, konnte den Wettbewerb bislang jedoch nicht gewinnen.

Eurovision Young Dancers kehrt nicht zurück


Europa
- Im zweijährigen Turnus fand bis zuletzt der Sideevent des Eurovision Young Dancers statt, seit 1985 hat sich die europäische Jugend mit professionell gestalteten Tänzen konkurriert, nun steht fest, 2021 wird der Wettbewerb nicht zurückkehren. Dies ist das vierte Mal in der Geschichte des Wettbewerbs, dass er komplett ausfällt, auch 2019 fiel der Contest bereits aus Mangel an Interesse der teilnahmeberechtigten Rundfunkanstalten aus.

Zuletzt konnte Paulina Bidzińska aus Polen den Wettbewerb in Prag für sich entscheiden, auch Deutschland nahm in der Vergangenheit regelmäßig daran teil. Für die Planung und Ausrichtung war der WDR zuständig. Ebenfalls nahmen im Lauf der Jahre mehrere Nationen am Wettbewerb teil, die keine Vollmitglieder in der Europäischen Rundfunkunion haben, etwa der Kosovo oder Kanada. 

Ob Eurovision Young Dancers aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Reise- und Veranstaltungsbeschränkungen oder erneut aus Mangel an Interesse abgesagt wurde, teilte die EBU nicht mit. Ein ähnliches Fragezeichen dürfte trotz der vehementen Bekundung der EBU, den Wettbewerb auf alle Fälle auszurichten mittlerweile auch hinter dem Eurovision Song Contest stehen, für den vor wenigen Tagen die erste vorläufige Anmeldefrist verstrichen ist.

Montag, 12. Oktober 2020

Italien: San Remo-Sieger darf nach Rotterdam


Italien - Die italienische RAI hat heute bestätigt, dass der Sieger des legendären San Remo-Festivals im kommenden Jahr automatisch das Startrecht für den Eurovision Song Contest erhält. Dies bedeutet gleichzeitig auch, dass Diodato, der mit "Fai rumore" das diesjährige Festival gewinnen konnte, kein automatisches Ticket für Rotterdam erhält. Der Interpret, der das Festival gewinnt, muss jedoch im Vorfeld seine Zustimmung geben und seinen Willen bekunden, Italien zu vertreten.

Das San Remo-Festival findet vom 2. bis 6. März 2021 im Teatro Ariston in San Remo statt, das Finale wird in der fünften Galashow am Samstag, den 6. März ausgerichtet und sowohl auf Rai 1 als auch bei Rai Radio 2 und Rai Play übertragen. Die exakten Regularien des San Remo-Festivals werden in Kürze veröffentlicht, die Teilnehmer des Festivals sollen im Dezember diesen Jahres noch vorgestellt werden. Seit der Rückkehr Italiens zum Song Contest 2011 wurden bis auf Emma Marrone alle italienischen Kandidaten durch das Festival ermittelt.

Italien ist Gründungsmitglied des Eurovision Song Contests und gehört seit der Rückkehr 2011 zu den Nationen, die man stets auf der Rechnung haben muss, wenn es um den Sieg geht. In den letzten Jahren spielten die italienischen Kandidaten weit vorne im Ranking mit, die Gruppe Il Volo gewann 2015 sogar das Zuschauervoting von Wien. Insgesamt kommt Italien bislang auf 45 Song Contest-Teilnahmen und konnte den Wettbewerb zweimal gewinnen, 1964 mit Gigliola Cinquetti und 1990 mit Toto Cutugno. Als Big Five-Mitglied ist Italien direkt für das Finale der Eurovision gesetzt.

Montenegro: RTCG erwägt keine Eurovisionsrückkehr


Montenegro
- Auch die Argumentation der nationalen Künstlervereinigung konnte das montenegrinische Fernsehen nicht zur Rückkehr bewegen, das Land bleibt dem Eurovision Song Contest auch im kommenden Jahr fern, nachdem man bereits für 2020 den Rückzug angekündigt hatte, der aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Absage des Eurovision Song Contests sowieso gekommen wäre. Aus Podgorica heißt es laut ESCtoday.com, dass man auch 2021 keinen Interpreten nach Rotterdam schicken werde.

Dies ist umso bedauerlicher, als das der Sender die Teilnahme in diesem Jahr aus Kostengründen abgesagt hat, um statt eines musikalischen Beitrags auf internationaler Ebene zu präsentieren, den Fuhrpark des Senders RTCG aufrüsten wollte. Da die Fahrzeuge für den Sender inzwischen angeschafft werden sein dürften, wären hier wieder finanzielle Kapazitäten frei geworden, die aber im kommenden Jahr anderweitig ausgegeben werden. Montenegro nahm zwischen 2007 und 2019 mit Unterbrechungen am Song Contest teil.

Bereits 2010, 2011 und schließlich 2020 setzte Montenegro aus, wenngleich Senderchefs und Delegationsleiter den Eurovision Song Contest immer wieder als wunderbare Möglichkeit ansahen, das kleine Balkanland international zu bewerben. Dabei griff man immer wieder auf spannende Beiträge zurück, etwa "Igranka" von Who See feat. Nina Žižić oder "Space" von Slavko Kalezić im Jahr 2017, die zwar alle gnadenlos im Halbfinale ausschieden, jedoch sehr unterhaltsam waren. Zuletzt schied die Gruppe D Mol mit "Heaven" im Halbfinale von Tel Aviv aus.

News-Splitter (819)



Norwegen
- Das norwegische Fernsehen NRK hat die Termine seines Vorentscheids 2021 bekannt gegeben. Demnach beginnt der Melodi Grand Prix mit der ersten Vorrunde am 16. Januar 2021, wie Delegationsleiter Stig Karlsen zu Protokoll gab und wird sich jeweils samstags über sechs Wochen bis zum großen Finale in der H3 Arena im Osloer Vorort Bærum am 27. Februar erstrecken. Laut Karlsen werden alle Shows in der gleichen Örtlichkeit stattfinden, man werde jedoch einen Unterschied zwischen Vorrunden und Finale feststellen können. Der Melodi Grand Prix folgt damit in seinem Umfang dem Prinzip des Vorjahres, in dem regionale Vorrunden ausgetragen wurden.

Island
- Die isländische Song Contest-Teilnahme in Rotterdam ist bestätigt, der Künstler bzw. Auswahlmodus für 2021 jedoch noch nicht. Wie ESCxtra.com meldet, hat Daði Freyr durchaus Interesse sein Land bei der Eurovision zu vertreten, werde sich allerdings aus verschiedenen Gründen keinem Vorentscheid stellen. Mit seinem diesjährigen Beitrag "Think about things" löste er bereits vor dem Sieg beim Söngvakeppnin ein großes mediales Echo aus, RÚV ließ nach der Absage des Wettbewerbs 2020 jedoch offen, ob man Daði intern für Rotterdam 2021 setzen werde oder man doch wieder auf den bewährten nationalen Vorentscheid zurückgreifen wird. Für Mai 2020 hat Daði bisher keine terminlichen Verpflichtungen.

Türkei
- Der türkische Musiksender TMB wird nach eigenen Angaben die Türkvizyon zurückholen und das noch in diesem Jahr. Nach bisherigen Informationen ist eine Neuauflage des zuletzt 2015 ausgetragenen Wettbewerb für Musik von Turkvölkern und ethnischen Minderheiten noch für 2020 geplant, Einzelheiten gab es jedoch nicht, weder ein Termin noch ein Austragungsort stehen fest, möglicherweise werde der Wettbewerb erstmals auch online ausgetragen. Die Türkvizyon wurde nach dem Rückzug der Türkei vom Eurovision Song Contest ins Leben gerufen, um die Musik von turksprachigen Interpreten populär zu machen. Unter den Teilnehmern sind neben der Türkei und Ländern in Zentralasien vor allem russische Teilrepubliken, der Kosovo oder Nordzypern beteiligt.

Freitag, 9. Oktober 2020

Polen: Teilnahme in Rotterdam bestätigt


Polen
- Im Rahmen einer Pressekonferenz zum Junior Eurovision Song Contest, den das polnische Fernsehen TVP heuer ausrichten wird, bestätigte der Sender mit Sitz in Warschau, dass man auch 2021 am Eurovision Song Contest teilnehmen wird. Nähere Einzelheiten zur Künstlerauswahl bzw. der möglichen Direktnominierung von Alicja Szemplińska wurden noch nicht veröffentlicht. Die Sängerin gewann im Frühjahr mit dem Titel "Empires" den polnischen Vorentscheid.

TVP gab zwar zu Protokoll, man würde sehr gern weiter mit Alicja Szemplińska zusammenarbeiten, offiziell wurde die Teilnahme in Rotterdam aber noch nicht bestätigt oder definiert. Hierfür muss auch die Plattenfirma der Sängerin zustimmen und entsprechende Formalien unterzeichnen. Polen ist damit die 37. Nation, die ihre Teilnahme am kommenden Eurovision Song Contest in den Niederlanden bestätigt. 

Polen nimmt seit 1994 am Eurovision Song Contest teil und erzielte gleich im Jahr seines Debüts mit Edyta Górniak den zweiten Platz und damit das bis heute beste Ergebnis in der Geschichte des Wettbewerbs. Zuletzt wurde Polen durch die Gruppe Tulia vertreten, die mit "Fire of love (Pali się)" den elften Platz im Halbfinale von Tel Aviv belegten und damit knapp an der Finalhürde scheiterten. Zuletzt erreichte Kasia Moś 2017 mit "Flashlight" das Finale.

Dienstag, 6. Oktober 2020

Bosnien-Herzegowina: Teilnahme 2021 nicht möglich


Bosnien-Herzegowina
- Jedes Jahr schmerzt das Balkanherz, wenn es auf irgendeiner Website, die sich mit dem Eurovision Song Contest beschäftigt steht, dass Bosnien-Herzegowina nicht zurückkehren wird. Und auch in Hinblick auf 2021 gibt es wieder enttäuschende Nachrichten aus Sarajevo, gegenüber ESCtoday.com bestätigte der Sender BHRT, dass die Hürden und Probleme des Senders nach wie vor unüberwindbar sind und eine Teilnahme in Rotterdam ausschließen.

Gemeint sind hierbei vor allem die finanziellen Probleme, der bosnische Staatssender hat nicht nur einen defizitären Haushalt sondern auch noch einen relativ hohen Schuldenberg bei der Europäischen Rundfunkunion, die seit Jahren entsprechende Sanktionierungsmaßnahmen anwendet, gleichzeitig aber auch einen Dialog mit der bosnischen Politik sucht, um für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Land zu werben. Aufgrund der politischen Komplexität und der herrschenden Uneinigkeit stießen diese Dialogvorschläge bisher auf Granit.

Bosnien-Herzegowina ist gemäß dem Frieden von Dayton in zwei Entitäten geteilt, die Föderation Bosnien-Herzegowina und die Republika Srpska, die jeweils eigene Sendeanstalten betreiben und sich recht wenig um den gesamtbosnischen Sender BHRT kümmern. Seit 2013 fehlt Bosnien-Herzegowina aufgrund der fehlenden Finanzierung beim Eurovision Song Contest und anderen Veranstaltungen, lediglich 2016 konnte die Teilnahme mit einem großzügigen Sponsoren ermöglicht werden, dereinst schied "Ljubav je" jedoch als erster bosnischer Beitrag im Halbfinale aus.

Schweden: Melodifestivalen-Rundreise fällt 2021 aus


Schweden
- Anette Helenius, Projektmanagerin des schwedischen Melodifestivalen, hat am Abend bestätigt, dass der Vorentscheid im kommenden Jahr nicht wie üblich auf eine landesweite Tour gehen wird, sondern alle sechs Shows in Stockholm ausgerichtet werden. Der naheliegende Grund hierfür ist ebenfalls die Corona-Pandemie, es sei laut Helenius einfach zu riskant und nach derzeitigem Stand auch unmöglich, große Hallen mit Publikum zu füllen, wie es in den vergangenen Jahren stets der Fall war.

Derzeit steht noch nicht fest, wo genau die Vorrunden, die Andra Chansen und das Finale des Melodifestivalen 2021 stattfinden werden. SVT hat bisher noch keinen Austragungsort festgelegt, allerdings gab man an, dass die Shows nicht aus einem gewöhnlichen TV-Studio kommen werden, da dieses für ein Format wie das Melodifestivalen zu klein sein, eine große Arena mit leeren Rängen sei aber ebenso wenig vertretbar. SVT spart durch den Verzicht auf die Schwedentour zwar Geld, muss aber auch auf die Zuschüsse der entsprechenden Städte verzichten.

Das Melodifestivalen finanzierte sich in den letzten Jahren teilweise durch die Entrichtung von Austragungsgebühren der lokalen Behörden. Geplant ist, das Melodifestivalen 2021 ab dem 6. Februar auszustrahlen, zunächst gibt es vier Vorrunden mit jeweils sieben Kandidaten, anschließend am 6. März eine Trostrunde, die Andra Chansen und am 13. März schließlich das Finale. 2020 gingen The Mamas als Siegerinnen hervor, diese wurden vom schwedischen Fernsehen allerdings nicht für 2021 nominiert.

Montenegro: Künstlervereinigung für Teilnahme 2021


Montenegro
- Die Künstlervereinigung des kleinen Montenegro hat sich für die Rückkehr zum Eurovision Song Contest ausgesprochen, wenngleich einige Vorstandsmitglieder des zuständigen nationalen Rundfunks RTCG durch die Blume bereits angedeutet haben, dass es auch im Jahr 2021 womöglich keine montenegrinische Teilnahme geben wird. Darin hieß es, dass man sich nicht beim Song Contest 2021 blamieren werde.

Die Künstlervereinigung reagierte mit folgenden Worten: "Wenn wir über die Eurovision sprechen, so haben wir uns bisher noch nie blamiert, weil wir als kleines Land in den letzten zehn Jahren zweimal im Finale dabei waren und nie Letzte wurden." Der Formation D-Mol, den bisher letzten Teilnehmern im Jahr 2019 wäre in Tel Aviv allerdings fast gelungen. Trotz allem hat Montenegro in den vergangenen Jahren sehr interessante und vor allem sehr unterhaltsame Beiträge ins Rennen geschickt.

Das montenegrinische Fernsehen RTCG hat sich nach Tel Aviv mit der Argumentation vom Wettbewerb zurückgezogen, dass man die für die Eurovision notwendigen Gelder lieber in die Anschaffung von neuen Firmenwagen investieren möchte. Obwohl der Eurovision Song Contest 2020 coronabedingt ausgefallen ist, steht Montenegro ähnlich wie Ungarn auf der Liste der potentiellen Rückzieher, weder aus Podgorica noch aus Budapest gab es bisher nähergehende Informationen zum Song Contest 2021.

Donnerstag, 1. Oktober 2020

News-Splitter (818)


Slowenien
- 191 Lieder sind im Rennen, Sloweniens nächster Beitrag für den Eurovision Song Contest zu werden. Dabei gibt es bei der EMA im nächsten Jahr keinen klassischen Vorentscheid mit mehreren Interpreten, sondern einen eigens für die bereits nominierte Künstlerin Ana Soklič anberaumten Fernsehabend geben. Die Liste der teilnehmenden Titel wird bis spätestens Ende des Jahres vom Sender RTVSlo veröffentlicht, der Vorentscheid soll bis spätestens 9. März 2021 über die Bühne gehen. Nähere Einzelheiten aus Ljubljana liegen bislang nicht vor. 

Israel
- Im November werden nach Angaben israelischer Medien die 16 Lieder veröffentlicht, die Eden Alenes nächster Song Contest-Beitrag werden könnten. Die Bewerbungsfrist wurde vom israelischen Fernsehen um zehn Tage verlängert, ursprünglich wäre die Frist am 5. Oktober verstrichen, aufgrund der verschärften Corona-Maßnahmen wurde dieser Termin nun auf den 15. Oktober verschoben. Die 16 Titel werden zunächst vom Songwriting-Team eingesungen, erst im späteren Verlauf des Vorentscheids werden die Titel von Eden Alene gesungen.

Georgien
- Tinatin Berdzenishvili wurde zur neuen Generaldirektorin des georgischen Fernsehens GPB gewählt. Sie hatte bereits mehrere Positionen beim Sender inne, u.a. war sie auch Jurorin der georgischen Edition von "Idols", durch den mit Oto Nemsadse und Tornike Kipiani bereits zwei Song Contest-Interpreten ermittelt wurden. Seit 2018 war sie stellvertretende Generaldirektorin des Senders, nach dem Rücktritt von Vasil Magladpheridse wurde sie nun befördert. Georgien hat mit Tornika Kipiani seinen diesjährigen Song Contest-Kandidaten für Rotterdam 2021 nominiert.