Sonntag, 9. Mai 2021

Tag 2: Belgien, Israel und Rumänien


Belgien
- Belgien verlässt sich auf das kleine Schwarze. Sängerin Geike trägt schwarze Stiefel, ein schwarzes Kleid, bis oben hin zugeschnürt und untermalt damit auch modisch die dunkle Stimmung, die sich um "The wrong place" breit macht. Ihre Bandkollegen sind an verschiedenen Instrumenten platziert worden, die auf einem Podium stehen. Im Hintergrund ist Geikes Gesicht in Graustufen zu sehen, ansonsten passiert während des belgischen Auftritts leider gar nichts. Wie schon bei Sennek hat man das Gefühl, dass Belgien einfach durch seinen Song punkten möchte, dabei aber außer Acht lässt, dass auch eine gewisse Bühnenpräsenz notwendig sind, um beim Eurovision Song Contest landen zu können. Man muss nicht übertreiben, aber irgendwie passiert bei Belgien 2021 rein gar nichts.


Israel
- Eden Alene aus Israel war die nächste auf der Bühne in Rotterdam. Begleitet wird die Sängerin, die mal kein Silber sondern Weiß trägt, von fünf Tänzern, die die Sängerin drei Minuten lang umgarnen und mit ihr über die Bühne fegen. Obwohl die Choreographie relativ gut einstudiert ausschaut und sich dort jemand wirklich Gedanken gemacht hat, überzeugt die Show noch nicht zu 100%. Zudem verheddert sich Eden in ihrem Trickkostüm, sodass es bei einem Durchlauf Probleme gab und sie mit dem Ärmel fest hing. Zu sehen gibt es darunter ein schwarzes Kleidchen, zum Schluss gibt es für die "Set me free"-Sängerin auch noch eine dunkle Krone, die auf ihrer Frisur etwas untergeht. Der Hintergrund ist zunächst dunkel, wandelt sich später aber in wilde Neonfarben und einen Bildschirm, der entfernt an das Logo von X Factor erinnert.


Rumänien
- Rumäniens Sängerin Roxen hatte heute offenbar nicht unbedingt ihren besten Tag. Relativ unmotiviert und fast mit hängenden Schultern schlappte sie über die Bühne, fast als hätte man ihr ein paar Beruhigungstropfen gegeben. Auch in ihrer Mimik findet man alles, nur keine Begeisterung auf der derzeit größten Bühne der Welt performen zu dürfen. "Amnesia" ist ein gutes Lied, aber trotz der netten Tanzeinlagen ihrer Backgroundtänzer und dem Bodennebel, der eine sphärische Atmosphäre schafft, bringt Roxen leider überhaupt kein Gefühl rüber, auch stimmlich ist da noch deutlich Luft nach oben. In der Hoffnung, dass dies nur ihre Warm Up-Performance war, hoffe ich zudem inständig, dass man den türkisgrünen Hoodie noch einmal überdenkt. Ich wünsche dem rumänischen Team viel Erfolg bei der Analyse beim Sichten des Probenmaterials...

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