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Sonntag, 8. März 2026

News-Splitter (1150)


Vereinigtes Königreich
- In den vergangenen Tagen haben diverse Länder ihre Interpreten für den kommenden Eurovision Song Contest in Wien bekannt gegeben bzw. ihre nationalen Vorentscheide absolviert. Diese wollen wir hier nun in aller Kürze nachtragen. Den Beginn macht Look Mum No Computer, der von der britischen BBC intern nominiert wurde. In Wien geht er mit dem Beitrag "Eins, zwei, drei" an den Start im Finale des Eurovision Song Contests 2026.

Aserbaidschan
- Der aserbaidschanische Rundfunk İctimai Televiziya hat unterdessen die 43jährige, in Moskau geborene Cəmilə Həşimova kurz Jiva für Wien nominiert. Die Sängerin nahm bereits 2011 an der nationalen Vorauswahl teil und nahm im vergangenen Jahr an der zweiten Staffel von The Voice of Azerbaijan teil, aus der sie am Ende mit 42,6% der Stimmen als Siegerin hervorging. Sie wurde aus 18 Acts ausgewählt, die zunächst an Auditions des Senders teilnahmen.

San Marino
- Im gestrigen Finale des sanmarinesischen Vorentscheids konnte sich unterdessen eine alte Bekannte durchsetzen. Senhit, die San Marino bereits 2008 und 2020 bzw. 2021 vertreten hat, kehrt mit Unterstützung von Boy George zum Eurovision Song Contest zurück. Beim San Marino Song Contest setzte sie sich mit "Superstar" bei der Jury vor Kelly Joyce aus Frankreich und Paolo Belli aus Italien durch. Während Senhit beim Vorentscheid allein auf der Bühne war, gab sie bekannt, dass Boy George, ähnlich wie Flo Rida 2021 live auf der Song Contest-Bühne dabei sein wird.

Frankreich
- Das französische Fernsehen hat nachdem bereits erste Gerüchte aufgekommen waren ebenfalls festgelegt und die 2008 in Salt Lake City geborene Monroe Vata Rigby kurz Monroe für den Song Contest in Wien nominiert. Bekannt wurde die Sopranistin durch die elfte Staffel der französischen TV-Serie "Prodiges" und veröffentlichte im vergangen Jahr ihr Debütalbum "Monroe". Beim Song Contest in Wien, bei dem sie direkt für das Finale gesetzt ist, tritt sie mit "Regarde!" aus der Feder von Christopher Cohen, Fredie Marche, Maxime Morise und Fred Savio an.

Israel
- Nachdem Noam Bettan Ende Januar bereits die israelische Talentshow Hakochav haba gewonnen und damit das Ticket für den Eurovision Song Contest in Wien gelöst hat, wurde im Rahmen einer Sondersendung der Beitrag für Wien bekannt gegeben. Der 28jährige wird mit "Michelle" an den Start gehen, an dem u.a. Vorjahresteilnehmerin Yuval Raphael mitgewirkt hat. Israel, dessen Teilnahme umstritten und zum Boykott von fünf Ländern geführt hat, nimmt am ersten Halbfinale am 12. Mai teil.

Schweden
- Am Abend ging zudem das Finale des schwedischen Melodifestivalen über die Bühne. Als Siegerin ging hier die 24jährige Felicia Eriksson, die Originalsängerin des Musikprojekts Fröken Snusk hervor. Mit "My System" setzte sie sich deutlich von der Konkurrenz, darunter diverse bekannte Interpreten wie die A*Teens und Wiederholungstäter wie Sanna Nielsen oder Robin Bengtsson, durch und vertritt Schweden nunmehr in Wien.

Das Ergebnis des schwedischen Vorentscheids (Jury- und Zuschauervoting):
01. - 161 (71+90) - Felicia - My system
02. - 134 (64+70) - Greczula - Half of me
03. - 130 (66+64) - Medina - Viva l'amor
04. - 090 (49+41) - Smash Into Pieces - Hollow
05. - 082 (34+48) - Brandsta City Släckers - Rakt in i elden
06. - 078 (48+30) - Cimberly - Eternity

Portugal
- Beim portugiesischen Festival da Canção ging es heute grundsätzlich um die Frage, wer Portugal beim Song Contest in Wien vertreten wird, offenkundiges Interesse haben jedoch nur die heutigen Sieger, die Bandidos do Cante bekundet. Aufgrund der israelischen Teilnahme hatten sie zahlreiche Finalisten gegen eine Teilnahme an der Eurovision ausgesprochen. RTP stellte es den Interpreten frei, ob sie das Angebot annehmen wollen. Mit der 2022 in Beja geformten Gruppe, hat auch Portugal nun einen fixen Beitrag.

Das Ergebnis des portugiesischen Vorentscheids (Jury- und Zuschauervoting):
01. - 022 (10+12) - Bandidos do Cante - Rosa
02. - 016 (06+10) - Dinis Mota - Jurei
03. - 016 (08+08) - Nunca Mates o Mandarim - Fumo
04. - 014 (12+02) - João Ribeiro - Canção do querer
05. - 013 (07+06) - Sandrino - Disposto a tudo

Mittwoch, 21. Januar 2026

Israel: Noam Bettan gewinnt Hakochav Haba


Israel
- Der 27jährige Noam Bettan (נועם בתן) hat gestern Abend das Finale von Hakochav Haba im israelischen Fernsehen gewonnen und ist damit zum Vertreter des Landes für den 70. Eurovision Song Contest in Wien ausgewählt worden. Erste Alben hat er bereits veröffentlicht, mit der Intonation von "Dernière danse" von Indila setzte er sich in der finalen Wertungsrunde mit der Höchstwertung aller Juroren und 120 Zuschauerpunkten durch.

Das Ergebnis von Hakochav Haba 2026:
01. - 192 - Noam Bettan
02. - 094 - Gal de Paz
03. - 074 - Shira Zaluf
In der ersten Wertungsrunde ausgeschieden:
04. - Alona Erez

Der Song, den Noam beim Eurovision Song Contest singen wird wurde hierbei noch nicht bekannt gegeben, üblicherweise wird dieser von einem professionellen Auswahlkomitee ausgewählt und im März veröffentlicht. Die israelische Song Contest-Teilnahme in diesem Jahr steht erneut massiv in der Kritik und führte zum Boykott von fünf Rundfunkanstalten aus Irland, Island, den Niederlanden, Slowenien und Spanien.

Sonntag, 26. Oktober 2025

Israel: Moderator Ofer Nachshon verstorben


Israel
- Im Alter von nur 59 Jahren ist der langjährige Radio- und Fernsehmoderator Ofer Nachshon (עופר נחשון) gestern Nachmittag gestorben. Nachshon, der seine Karriere als Rundfunkmoderator in den spätern 80er Jahren begann wurde Tod in seinem Haus aufgefunden. Jahrelang übermittelte er die Punkte der israelischen Zuschauer bzw. der Jury beim Eurovision Song Contest, zuletzt 2017, als er zugleich das Ende der IBA nach der Übertragung des Finales aus Kiew ankündigte.

"Er war einer der einzigartigsten, schillerndsten, kreativsten und mutigsten Moderatoren.", sagte "Diva"-Komponist Yoav Ginai. Auch Dana International äußerte sich gegenüber dem Nachrichtenportal Ynet: "Nachshon war der wildeste Moderator auf Channel 3. Seine Show The Hit Box war eine der erfolgreichsten des Landes. Ich war ein Anfänger, und er hat mich sofort ins Herz geschlossen. Sowohl persönlich als auch im Radio. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Karriere ohne seine Unterstützung so erfolgreich gewesen wäre."

Ofer Nachshon moderierte die Hit Show ab 1992 und war für seine progressive Musikausrichtung bekannt. Von 2009 bis 2017 war er der Punktesprecher der Israeli Broadcasting Authority, IBA für den Eurovision Song Contest und zeichnete sich dadurch aus, dass er immer einige Sätze in der Landessprache des Gastgeberlandes an die jeweiligen Moderatoren richtete, meist akzentfrei. In den letzten Jahren war war er bei KAN Gimel als Nachrichtensprecher tätig und kehrte nicht als Punktesprecher zum Eurovision Song Contest zurück.

Ofer Nachshon bei seiner letzten Punktevergabe (03:08)

Montag, 29. September 2025

Israel: KAN mit neuer Staffel "Hakochav haba"


Israel
- Ob es zu einer israelischen Song Contest-Teilnahme in Wien kommen wird entscheiden die Mitglieder der Europäischen Rundfunkunion im November. Davon unabhängig plant der Sender KAN zunächst wie geplant seine Teilnahme und hat nunmehr das Castingshow-Format "Hakochav haba" als nationalen Vorentscheid für die Saison 2026 bestätigt. Gemeinsam mit der Keshet Media Group hat KAN einen Vertrag über eine weitere Staffel abgeschlossen.

Mit Hilfe von "Hakochav haba", zu Deutsch "Der nächste Star" wurden seit 2015 bereits diverse Kandidaten für den Eurovision Song Contest ermittelt, die auch relativ erfolgreiche Platzierungen erreichten. 2015 belegte Nadav Guedj mit "Golden boy" in Wien den neunten Platz, es folgten Hovi Star, Imri Ziv, Song Contest-Siegerin Netta Barzilai, Kobi Marimi, Eden Alene sowie zuletzt Eden Golan und Yuval Raphael, die in Basel hinter JJ den zweiten Platz belegte.

Die nunmehr zwölfte Saison von "Hakochav haba" soll Mitte November starten und im israelischen Fernsehen zu sehen sein. Ob es bis dahin zur außerordentlichen Abstimmung aller EBU-Mitglieder über den Verbleib von Israel beim Eurovision Song Contest gekommen ist bleibt abzuwarten. Die EBU gibt ihren Mitgliedern die Möglichkeit in geheimer Wahl darüber abzustimmen, ob Israel in Wien startberechtigt ist. Dabei geht es nicht um den Ausschluss von KAN aus der Europäischen Rundfunkunion.

Donnerstag, 25. September 2025

Eurovision 2025: EBU plant wohl Mitgliederabstimmung


Europa
- Nicht nur hinter den Kulissen der Europäischen Rundfunkunion brodelt es gewaltig, mehrere Sendeanstalten haben in den letzten Wochen öffentlich ihren Unmut über die israelische Song Contest-Teilnahme kundgetan. Wie mehrere Quellen berichten, hat die Europäische Rundfunkunion reagiert und ein Schreiben an seine Mitglieder versendet, in dem eine außerordentliche Abstimmung über die israelische Teilnahme im November angekündigt wird.

Das Schreiben von EBU-Direktorin Delphine Ernotte liegt der österreichischen Kronen Zeitung vor, indem darüber berichtet wird, dass eine solch komplexe Situation bislang nicht vorgelegen hat. Den Mitgliedern der Europäischen Rundfunkunion soll in einer geheimen Wahl die Möglichkeit gegeben werden, über den Verbleib Israels beim Eurovision Song Contest abzustimmen. Das Thema wird zudem bei der nächsten Generalversammlung der EBU auf der Agenda stehen.

Weitere Einzelheiten sollen in der kommenden Woche an die Mitglieder versendet werden. Wie es u.a. in einer Mitteilung des israelischen Senders KAN heißt, bedarf es einer 75%igen Zustimmung, ehe Israel vom Song Contest ausgeschlossen wird. KAN selbst habe technisch gesehen keine Regeln oder Statuten der EBU verletzt heißt es weiter. Dennoch polarisiert die israelische Teilnahme in Anbetracht des Gazakrieges und der von mehreren Rundfunkanstalten angezweifelten Zuschauerabstimmung in Basel.

Montag, 15. September 2025

Eurovision 2026: Meldungen um neutrale Flagge dementiert


Europa
- Die Europäische Rundfunkunion dementiert Meldungen israelischer Nachrichtenportale, dass man dem zuständigen Sender KAN die Teilnahme unter neutraler Flagge beim Eurovision Song Contest in Wien angeboten hat. "Die EBU hat KAN keine Vorschläge zur Teilnahme am Eurovision Song Contest im nächsten Jahr unterbreitet. Die Konsultationen mit der EBU-Mitgliedschaft dauern an, und es werden keine Entscheidungen getroffen, bis der Prozess abgeschlossen ist.", heißt es.

Wie das israelische Portal Ynet gestern meldete, habe die EBU angeblich den Vorschlag gemacht, Israel unter neutraler Flagge, wie z.B. Russland und Belarus bei den Olympischen Spielen, starten zu lassen. Auch die Option eines freiwilligen einjährigen Aussetzens wurde vermeintlich kommuniziert. Die Europäische Rundfunkunion wies nunmehr jegliche Angebote zurück, man sei weiterhin in einem Dialog mit den israelischen und auch anderen TV-Anstalten. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

In den letzten Tagen hatte sich der Ton rund um die israelische Song Contest-Teilnahme in Wien deutlich verschärft. Mehrere Sender, etwa aus den Niederlanden, Slowenien und Irland erklärten offen, sie werden keinen Interpreten nach Wien schicken, sollte Israel die Teilnahme möglich sein. Auch Island, Spanien und Belgien haben ihre finale Entscheidung über die Teilnahme vertagt und von den Ergebnissen der EBU-Generalversammlung im Dezember abhängig gemacht.

Mittwoch, 2. Juli 2025

News-Splitter (1134)


Österreich
- Im Gastgeberland des Eurovision Song Contests 2026 haben die Vorbereitungen für die Auswahl des eigenen Beitrags offenbar ebenfalls begonnen. Der ORF akzeptiert bis einschließlich 15. September Bewerbungen von Interpreten, die anschließend von einem professionellen Scouting-Team unter der Leitung von Eberhard Forcher gesichtet werden. Bislang hat der ORF allerdings noch nicht bestätigt, dass es auch eine interne Auswahl geben wird oder ob es doch einen nationalen Vorentscheid für den Song Contest 2026 geben wird. Der letzte österreichische Vorentscheid fand 2016 statt.

Dänemark
- In Dänemark hat der Sender DR mit dem Bewerbungsverfahren für den Melodi Grand Prix 2026 begonnen. Interessierte Künstler und Interpreten können ihre Beiträge bis zum 2. November einreichen, sofern sie den EBU-Regularien entsprechen. Mindestens einer der Komponisten bzw. Künstler muss die dänische Staatsangehörigkeit besitzen oder einen starken Bezug zum Land vorweisen. Der Vorentscheid steht ebenso Bewerbern aus Grönland und von den Färöer-Inseln offen. Der Interpret muss am Tag des Song Contest-Finals 2026 mindestens 18 Jahre alt sein, die Bewerbung mit mehreren Titeln ist möglich.

Island/Israel 
- Stefán Jón Hafstein, Generaldirektor des isländischen Rundfunks RÚV hat bereits mehrfach erklärt, den Ausschluss Israels beim Eurovision Song Contest aus geopolitischen Gründen zu unterstützen. Gleichzeitig schlägt er jedoch vor, dass ein israelischer Künstler analog wie etwa die russischen und belarusischen Athleten bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris unter neutraler Flagge starten könnte, sofern der Interpret erklärt, die Kerntugenden der Eurovision zu unterstützen und die Menschenrechte achtet. Dieser Vorschlag wäre in Hinblick auf die Eurovision bisher einmalig, da die jeweiligen Rundfunkanstalten allerdings für die Teilnahme zuständig sind, dürfte dieser Vorschlag kaum zur Anwendung kommen.

Dienstag, 1. Juli 2025

Israel: KAN erklärt Teilnahmeabsicht für 2026


Israel
- Auch wenn es momentan eine rege Diskussion darüber gibt, ob Israel aus geopolitischen Gründen überhaupt noch am Eurovision Song Contest teilnehmen sollte und mittlerweile einige Rundfunkanstalten wie der isländische Sender RÚV den Ausschluss des israelischen Fernsehens vom Song Contest bzw. aus der Europäischen Rundfunkunion unterstützen würden, so hat der Sender KAN seine Absicht erklärt, im kommenden Jahr wieder einen Beitrag zur Eurovision zu schicken.

Wie ESCtoday.com und mehrere israelische Medien berichten, hat KAN formell seine Teilnahme am kommenden Song Contest in Österreich bestätigt. In einer Stellungnahme heißt es u.a.: "Israel nimmt seit über 50 Jahren mit großem Erfolg am Eurovision Song Contest teil. KAN verpflichtet sich der vollständigen Einhaltung der Wettbewerbsregeln und wird dies auch weiterhin tun. Die Israeli Broadcasting Corporation bereitet sich derzeit auf den nächsten Eurovision Song Contest in Österreich vor."

Auf welche Art und Weise der israelische Rundfunk seinen Beitrag für den 70. Eurovision Song Contest in Österreich auswählen wird ist noch nicht bekannt. Die Teilnahme des Landes wird seit 2024 deutlich kritischer betrachtet und sorgt für zahlreiche Diskussionen innerhalb der Europäischen Rundfunkunion, die EBU argumentiert, dass der Sender regierungsunabhängig sei und der politischen Führung eher ein Dorn im Auge als ein Sprachrohr der aktuellen Politik sei, anders als etwa bei Belarus und Russland. Diese Einstellung wird von vielen anderen Rundfunkanstalten mittlerweile kritisch gesehen.

Dienstag, 20. Mai 2025

Eurovision 2025: Debatte um politische Einflussnahme


Europa
- Mehrere Rundfunkanstalten haben nach dem Finale des Eurovision Song Contests in Basel die Rechtmäßigkeit des Abstimmungsergebnisses in Zweifel gezogen. Primär geht es um den großen Zuspruch für den israelischen Beitrag "New day will rise" von Yuval Raphael im Finale. So wurden mehrere Statements veröffentlicht, in denen man sich die Frage stellt, inwiefern das Endergebnis frei von politischer Einflussnahme ist. Entsprechende Anfragen gingen aus Belgien, Finnland, Island, den Niederlanden, Spanien und Slowenien vor.

"AVROTROS und NPO legen großen Wert auf den unpolitischen und verbindlichen Charakter des Eurovision Song Contests. Wie beobachten jedoch, dass die Veranstaltung zunehmend von sozialem und geopolitischem Druck beeinfluss wird. Die Teilnahme Israels stellt uns vor die Frage, inwieweit der Eurovision Song Contest tatsächlich noch als unpolitisches, verbindendes und kulturelles Ereignis funktioniert. Diese Frage wollen wir gemeinsam mit anderen Ländern innerhalb der EBU diskutabel machen.", erklärte etwa der niederländische Rundfunk in einer Pressemeldung.

Nachdem das spanische Fernsehen RTVE bereits eine detaillierte Aufschlüsselung der Televotingergebnisse angefordert hat, zog u.a. auch der isländische Rundfunk RÚV nach. Senderdirektor Stefán Eiríksson erklärte: "Wir werden die Entwicklungen natürlich beobachten und von der EBU dieselben Informationen zur Telefonabstimmung anfordern wie vom spanischen Staatssender. (...) Die Ergebnisse vom vergangenen Samstagabend waren interessant und werden zweifellos Diskussionen innerhalb der EBU auslösen, die wir wie bisher verfolgen und an denen wir teilnehmen werden." 

Auch das flämische Fernsehen VRT gab eine Pressemeldung heraus, in der es heißt: "Wir haben keine Hinweise darauf, dass die Punktezählung nicht korrekt durchgeführt wurde, fordern aber von der EBU volle Transparenz. Die Frage ist, ob das derzeitige Abstimmungssystem eine faire Widerspiegelung der Meinung der Zuschauer und Zuhörer gewährleistet." Darüber hinaus appellierte man eindringlich "aus aufrichtigem Engagement und Sorge um das Überleben des Wettbewerbs mit allen Ländern in die Debatte einzutreten." VRT stellt den Charakter als unpolitischen Wettbewerb derzeit in Frage.

"Wir bei VRT stellen fest, dass der Eurovision Song Contest in seiner aktuellen Form immer weniger ein verbindendes und unpolitisches Ereignis ist. Er steht zunehmend im Widerspruch zu den ursprünglichen Normen und Werten der Veranstaltung und zu den Normen und Werten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. VRT arbeitet auf vielen Ebenen gut mit der EBU zusammen, aber ohne eine ernsthafte Antwort auf unsere Bedenken hinsichtlich des Eurovision Song Contest stellen wir unsere zukünftige Teilnahme in Frage.", beschließt VRT sein Statement. Song Contest-Direktor Martin Green reagierte bereits auf entsprechende Anfragen.

"Wir stehen in ständigem Kontakt mit allen teilnehmenden Sendern und nehmen ihre Anliegen ernst. Nach Abschluss der Veranstaltung werden wir eine umfassende Diskussion mit den teilnehmenden Sendern führen, um alle Aspekte der diesjährigen Veranstaltung zu reflektieren und Feedback einzuholen. Dies ist Teil unseres Planungsprozesses für den 70. Eurovision Song Contest im nächsten Jahr." Die Diskussion um die Teilnahme Israels im Wettbewerb, das nachweislich im Ausland massive Eigenwerbung betreibt, die von manchen Stellen auch als Propaganda wahrgenommen wird, dürften als noch eine Weile andauern.

Das finnische Fernsehen YLE ließ ebenfalls anfragen, ob es nicht an der Zeit sei, die Regeln des Wettbewerbs zu ändern bzw. zumindest zu überprüfen, ob die aktuellen Regeln Missbrauch zulassen würden. Im Fall von Finnland heißt es jedoch, dass man darüber diskutieren müsse, ob es wirklich sinnvoll sei, dass eine Person zwanzig Mal abstimmen könne. YLE schließt sich damit der generellen Debatte über die Reform des Eurovision Song Contests an. Unabhängig davon gilt es noch eine Entschuldigung des israelischen Senders KAN in Bezug auf das armenische Fernsehen einzufangen.

AMPTV erhielt eine formelle Entschuldigung vom israelischen Fernsehen, nachdem die KAN-Kommentatoren im Halbfinale den Satz "Ich kann nicht glauben, dass wir diesen Typen in Jerusalem ein ganzes Viertel geschenkt haben. Survivor - so fühlen wir uns, nachdem wir dieses Lied gesehen haben." KAN erklärte, dass die israelischen Kommentatoren die Beiträge zumeist humoristisch kommentieren würden, in diesem Fall habe man allerdings unbeabsichtigt die armenische Gemeinschaft beleidigt. Golan Yochpaz, Generaldirektor von KAN, entschuldigte sich für eben jenen Kommentar.

Donnerstag, 15. Mai 2025

Eurovision 2025: Israelische Generalprobe gestört


Israel
- Bei der letzten Generalprobe des zweiten Halbfinals wurde der israelische Auftritt von Yuval Raphael massiv gestört. Bei der sogenannten Family Show, wie sie von der Europäischen Rundfunkunion bezeichnet wird, kam es zu Buhrufen und Pfeifaktionen, während die israelische Sängerin auf der Bühne stand. Auch Trillerpfeifen kamen hierbei zum Einsatz und waren offenbar auch am TV-Bildschirm deutlich hörbar. Sicherheitskräfte in der Halle schritten ein und begleiteten sechs Personen aus der Halle.

Das Schweizer Fernsehen hat hierzu mittlerweile eine Erklärung abgegeben, in der es heißt: "Während der Hauptprobe zum 2. Halbfinal des ESC heute Nachmittag wurde der Auftritt der israelischen Sängerin Yuval Raphael gestört. Sechs Personen, darunter eine Familie, haben mit unzulässig großen Flaggen und Trillerpfeifen den Ablauf der Hauptprobe beeinträchtigt. Das Sicherheitspersonal hat die fraglichen Personen rasch identifiziert und aus der Halle begleitet." Man bedankte sich im Namen der Delegationen bei den Sicherheitskräften für ihren Einsatz. 

"Gleichzeitig möchten wir betonen, dass sich die Organisatoren mit aller Kraft für ein neutrales, sicheres, inklusives und respektvolles Umfeld beim ESC einsetzen.", beschließt die SRG SRR ihre Mitteilung. Die Europäische Rundfunkunion hat hierzu bislang kein weiteres Statement veröffentlicht. Unklar ist, wie trotz intensiver Personenkontrollen u.a. die nicht den vorgegebenen Normgrößen entsprechenden Palästina-Flaggen aber auch Utensilien wie Trillerpfeifen ihren Weg in die Halle finden konnten.

Dienstag, 6. Mai 2025

Palästina: Über 70 Interpreten fordern Ausschluss Israels


Palästina
- Über 70 ehemalige Teilnehmer haben einen offenen Brief an die EBU unterzeichnet, der sich für den Ausschluss Israels vom Wettbewerb ausspricht. Der Inhalt liest sich wie folgt: "Wir, die unterzeichnenden ehemaligen Eurovision-Teilnehmer, fordern alle Mitglieder der Europäischen Rundfunkunion (EBU) dringend auf, den Ausschluss des israelischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks KAN vom Eurovision Song Contest zu fordern. KAN ist mitschuldig am israelischen Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen und am jahrzehntelangen Apartheid- und Militärregime gegen das gesamte palästinensische Volk."

Den vollständigen Text kann man hier einsehen, inklusive der vollständigen Liste aller ehemaligen Teilnehmer, die das an die EBU gerichtete Pamphlet unterzeichnet haben. Auf jener Liste sind u.a. La Zarra aus Frankreich, Song Contest-Sieger Charlie McGettigan aus Irland, Salvador Sobral aus Portugal, die Mitglieder der slowenischen Gruppe LPS, Hadise, Mae Muller und eine Vielzahl an isländischen Vertretern beim Eurovision Song Contest. Kritisiert wird nach eigener Lesart u.a. das Tolerieren der israelischen Teilnahme und die Ermahnung bzw. empfindliche Strafen gegenüber Delegationen, die Position beziehen. 

Die Thematik ist nicht neu und taucht seit Jahren im Vorfeld des Eurovision Song Contests auf. Im letzten Jahr gab es mehrere Statements von Interpreten und Delegationen, die sich ebenfalls für einen Ausschluss von KAN einsetzten. In Malmö herrschte eine bedrückende Stimmung, nicht zuletzt gab es pro-palästinensische Proteste in der Stadt, sodass die Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt massiv verschärft wurden. In diesem Jahr lehnten die Schweizer Behörden eine Sonderbehandlung der israelischen Delegation ab, hinzu kommt, dass auch in Basel Protestaktionen angekündigt wurden. 

Anders als in den Vorjahren ist den Delegationen das Zeigen anderer Flaggen als der eigenen Landesflagge verboten, im Publikum der drei Liveshows sind palästinensische Flaggen indes erlaubt, wenngleich offene politische Botschaften, etwa auf Plakaten nicht gestattet sind. Die EBU hat bereits mehrfach erklärt, dass es für den Ausschluss Russlands 2022 andere Impulse gab als dies bei Israel der Fall ist, die Unterzeichner des offenen Briefes kritisieren die Beurteilung mit zweierlei Maß durch die Europäische Rundfunkunion. 

Sonntag, 27. April 2025

Israel: Yuval Raphael steht allein auf der Bühne


Israel
- Erste Details zur israelischen Song Contest-Performance sind bekannt, Yuval Raphael wird demnach alleine ohne Tänzer oder Backings auf der Bühne in der St. Jakobhalle in Basel stehen. Das detaillierte Staging bleibt weiterhin unter Verschluss, dennoch heißt es aus dem Umfeld der Produktion: "Das Bühnenbild wird explosiv und unvergesslich sein". Vermeintlich sollen insbesondere die LED-Screens im Hintergrund beeindruckende Bilder und eine spektakuläre Atmosphäre bieten.

Zwar gab es zunächst Überlegungen Tänzer oder weitere Künstler auf die Bühne zu holen, am Ende hat man sich jedoch für eine Einzelperformance von Yuval entschieden. Somit wird erstmals seit Jahren lediglich ein Interpret bei der israelischen Darbietung zu sehen sein, in den letzten Jahren hat man stets auch auf Tänzer zur Untermalung gesetzt. An der Produktion ist das gleiche Team beteiligt, dass bereits im vergangenen Jahr die Performance von Eden Golan choreographiert hat. 

Eben jene wird nach Angaben des News-Portals ynet.co.il (auf Hebräisch) die diesjährigen Punkte der israelischen Jury im Finale des Eurovision Song Contests in Basel vergeben. Eden Golan trat im vergangenen Jahr mit dem Titel "Hurricane" unter enormen Sicherheitsvorkehrungen beim Song Contest in Malmö an und belegte dort am Ende den fünften Platz im Finale, nachdem sie zuvor den ersten Platz in ihrem Halbfinale belegte. Sowohl Yuval Raphael als auch Eden Golan qualifizierten sich über die israelische Talentshow "Hakochav haba" für den Eurovision Song Contest.

Freitag, 18. April 2025

Road to Basel (22/37): Israel


Israel - Israel - l'Israël - ישראל

In A Nutshell:
Hauptstadt: Jerusalem (2.920km Luftlinie bis Basel)
Einwohner: 10,0 Mio.
Amtssprachen: Hebräisch1
TLD, Kfz, IOC: .il/IL/ISR

Trivia To Go: 
Eli Avivi ist ein im Iran geborener Seemann, der 1971 aus Protest gegen die Zerstörung seines ohne staatliche Genehmigung errichteten Hauses, den Staat Achsivland proklamierte. Er errichtete auf dem entsprechenden Gelände eine Herberge und ein Museum, aus dem sich eines der größten Aktfotoarchive der Welt entwickelte. Mittlerweile ist die international natürlich nicht anerkannte Mikronation, in der Avivi als "demokratisch von sich selbst gewählten Präsidenten" tätig war, ein Touristenmagnet in der Region zwischen Nahariya und der libanesischen Grenze geworden, der sogar staatliche Unterstützung erhält. Avivi starb 2018 im Alter von 88 Jahren, das Kuriosum wird jedoch fortgeführt.

1 anerkannte Minderheitensprache Arabisch

Zur ESC-Geschichte:
Debüt: 1973 mit Ilanit und "Ey sham"
Bestes Ergebnis: 1. Platz (1978, 1979, 1998, 2018)
Teilnahmen insgesamt: 46x
Davon im Semi ausgeschieden: 7x
Im Ewigen Medaillenspiegel: Platz 7 (42, 2)
Letzter Beitrag: Eden Golan mit "Hurricane"
Rundfunkanstalt: KAN

Der ESC-Beitrag im Jahr 2025:
Interpret: Yuval Raphael
Lied: New day will rise (Text)
Sprache: Englisch, Französisch, Hebräisch
Text & Musik: Keren Peles
Auswahlmodus: Hakochav haba, nationaler Vorentscheid im Rahmen einer mehrmonatigen Castingshow, deren Finale am 23. Januar mit vier Kandidaten stattfand, der Beitrag wurde intern ausgewählt und am 9. März vorgestellt
Teilnahme im...: 2. Halbfinale am 15. Mai

Yuval Raphael (יוּבַל רָפָאֵל) wurde am 5. November 2000 in Ra'anana geboren und verbrachte ihre Kindheit in Genf. Am 7. Oktober 2023 war sie Zuschauerin beim Nova Sukkot Gatherin Musikfestival, das von der Hamas angegriffen wurde. Sie versteckte sich in einem Bunker und überlebte den Angriff, später sprach sie vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Im November 2024 nahm sie an der Castingshow "Hakochav haba" teil, wo sie im Finale mit "Dancing Queen" und "Writing's on the wall" überzeugte und sich deutlich gegen ihre Mitfinalisten Valerie Hamati und der Red Band & Moran Aharoni durchsetzen konnte. Ähnlich wie bei Eden Golan im Vorjahr gibt es auch 2025 Kontroversen um die israelische Teilnahme in Basel.

Platzierung in den Wettquoten: 4 von 37 (9/1)

Eur
ofires Meinung:
 6 von 12 Punkten
Ich finde es schwierig, über den Beitrag von Yuval Raphael wertneutral zu urteilen, dafür ist ihre Geschichte im politischen Kontext im ständigen Israel-Palästina-Konflikt viel zu groß. Musikalisch ist es eine wirklich hübsche Ballade mit Höhen und Tiefen und immerhin in drei Sprachen gesungen. Im Zentrum des Ganzen stehen aber natürlich die Ereignisse rund um den 7. Oktober 2023, mit dem Israel nun schon im zweiten Jahr seine Sicht der Geschichte erzählt. Die einen unterstützen diese Aufarbeitung, die anderen erkennen darin politisches Kalkül und einseitige PR, da die Sängerin nun auch noch selbst bei den Ereignissen dabei war. Ich halte mich hier zurück und lasse es geschehen, wie schon im letzten Jahr.

Userabstimmung: Diese Abstimmung ist beendet. Das Ergebnis präsentieren wir am 4. Mai.

Musikvideo:
Yuval Raphael - New day will rise

Auf ein Wort zum... Libanon:
Letzter Beitrag: 2005 mit Aline Lahoud und "Quand tout s'enfuit"

Von einem "letzten Beitrag" kann man hier eigentlich nicht sprechen, Aline Lahoud ist 2005 nicht zum Eurovision Song Contest gefahren. Télé Liban konnte der EBU nicht garantieren, dass man den israelischen Beitrag störungsfrei ausstrahlt, am Ende folgte die Disqualifikation und eine dreijährige Sperre seitens der EBU. Dabei war "Quand tout s'enfuit" mein Jahrgangsfavorit, ich kann nur empfehlen, sich das Lied einmal anzuhören. Die Politik hat aber wieder einmal über die Vernunft gesiegt und die Geschichte endete bereits bevor sie begonnen hatte, einen Auftritt in Kiew gab es nicht. Seither gab es keinerlei Anläufe im Libanon, sich erneut anzumelden, diese Problematik teilt der Libanon mit anderen arabischen Ländern. Ein Debüt scheint weiterhin schier unmöglich.

Sonntag, 9. März 2025

Israel: "New day will rise" von Yuval Raphael online


Israel
- Auf drei Sprachen, Englisch, Französisch und Hebräisch kommt "New day will rise" von Yuval Raphael daher. Der israelische Beitrag für den Eurovision Song Contest 2025 wurde heute Abend im Rahmen einer Sondersendung beim Sender KAN vorgestellt. Komponiert wurde der Song, mit dem Yuval im zweiten Halbfinale von Basel am 15. Mai teilnehmen wird von Keren Peles, die im Vorjahr auch schon an "Hurricane" von Eden Golan beteiligt war. Der Song wurde aus insgesamt 54 eingereichten Titeln ausgewählt.

Yuval Raphael (יוּבַל רָפָאֵל) gewann die israelische Castingshow "Hakochav haba" und löste damit das Ticket zum Eurovision Song Contest. Geboren wurde sie 2000 in Ra'anana. Sie war eine der Teilnehmerinnen des Nova Sukkot Gatherin Musikfestivals in Re'im, das am 7. Oktober 2023 von der Hamas überfallen wurde. Im November letzten Jahres nahm sie an der elften Staffel von "Hakochav haba" teil und setzte sich im Finale mit deutlichem Vorsprung (157 Punkte im Jury- und Zuschauervoting) vor Valerie Hamati (111 Punkte) und der Red Band & Moran Aharoni (92 Punkte) durch.

Yuval Raphael - New day will rise

News-Splitter (1103)


Zypern
- Bevor der zypriotische Beitrag für den Eurovision Song Contest in Basel vorgestellt wird, hat der Sänger Theo Evan zunächst seine Tänzer präsentiert, die ihn auf der Bühne begleiten werden. Seine Performance wird durch vier spanische Tänzer unterstützt, namentlich Sam Vazquez, Diego Rey, Guillem Carreno und Rada Soto, die in der Vergangenheit u.a. schon bei Dua Lipa und Shakira an Choreographien beteiligt waren. Der zypriotische Beitrag, mit dem Theo im ersten Halbfinale am 13. Mai antritt, soll morgen Abend um 19 Uhr (MEZ) in den Abendnachrichten von CyBC vorgestellt werden.

Israel - Im Alter von 60 Jahren ist die israelische TV-Produzentin Tali Eshkoli verstorben. Sie war über Jahre hinweg in verschiedene Formate rund um den Eurovision Song Contest eingebunden, darunter den Song Contest 2019 in Tel Aviv und zuletzt in den Luxembourg Song Contest 2024. Darüber hinaus war sie vielerorts Jurorin bei nationalen Vorentscheidungen, etwa 2023 in Benidorm oder 2019 bei der rumänischen Vorentscheidung und mehrere Jahre israelische Spokesperson beim Melodifestivalen. Ebenso leistete sie Pionierarbeit bei der israelischen Auswahl durch das Format "Hakochav haba".

Ungarn
- In der letzten Vorrunde von "A Dal", dem Musikwettbewerb des ungarischen Fernsehens, das bis 2019 dazu diente den Beitrag für den Eurovision Song Contest zu bestimmen, haben sich vier Interpreten für die Halbfinals qualifiziert. Die höchsten Punktezahlen erhielten Z!enem! mit "Kettesben önmaganmmal" und Asphalt Horsemen mit "Mesél a szél", ebenfalls eine Runde weiter sind Timi Arany és István Benedekfi mit "Száz szó" und die Iceboyz mit "Szerelemánia". An den nächsten beiden Samstagen finden in Budapest die beiden Halbfinals der Show statt.

Montag, 3. März 2025

Israel: Yuval Raphael singt "New day will rise"


Israel
- Yuval Raphael wird beim Eurovision Song Contest in Basel laut KAN den Titel "New day will rise" singen. Mittlerweile hat die Europäische Rundfunkunion den Song für die Eurovision zugelassen und keine Regelverstöße ausfindig machen können, wenngleich es zunächst hieß, dass der Text aufgrund von Bibelzitaten ggf. durch die Sichtung fallen könnte. 

Das Lied wurde von Keren Peles komponiert und von Tomer Biran produziert. Bekannt ist auch, dass Yuval sowohl Englisch und Hebräisch als auch Französisch singen wird. Die offizielle Präsentation des Liedes findet im Rahmen einer Sondersendung im israelischen Fernsehens namens "HaShir shelanu l'Eurovizion" ("Unser Lied für die Eurovision") am 9. Mai bei KAN sowie online auf den dazugehörigen Medien statt. 

Yuval ist für das zweite Halbfinale in Basel am 15. Mai gesetzt. Mehrere Rundfunkanstalten haben zwar Protestnoten ob der israelischen Teilnahme bekannt gegeben, bis zur EBU sind diese allerdings noch nicht vorgedrungen. So wird u.a. das spanische Fernsehen RTVE in einer Sitzung darüber beraten, ob man seinen Unmut über die israelische Teilnahme der EBU mitteilt oder nicht. Solche Meldungen liegen auch aus Slowenien vor, die EBU hat sich jedoch bislang nicht weiter zu der Thematik geäußert.

Montag, 17. Februar 2025

News-Splitter (1093)


Serbien
- Die Termine des serbischen Vorentscheids "Pesma za Evroviziju '25" wurden vom nationalen Rundfunk RTS verschoben. Das erste Halbfinale des Vorentscheids für Basel findet weiterhin am Dienstag, den 25. Februar statt, das zweite Halbfinale findet am 26. Februar und das große Finale schlussendlich am Freitag, den 28. Februar statt. Insgesamt nehmen 30 Interpreten am Vorentscheid teil, 15 pro Vorrunde, von denen jeweils acht den Einzug in die Finalshow schaffen. Moderiert wird die Show von Dragana Kosjerina, Kristina Radenković und Slaven Došlo, gesucht wird der Nachfolger von Teya Dora und "Ramonda".

Israel
- Der noch nicht veröffentlichte israelische Song Contest-Beitrag, der intern vom Sender KAN für die Siegerin der Talentshow "Hakochav haba", Yuval Raphael, ausgewählt wurde ist durch die Basisprüfung der Europäischen Rundfunkunion gekommen. Der Song, der von Keren Peles komponiert wurde, enthält u.a. Bibelverse, die nunmehr von der EBU abgenickt wurden. Bereits im vergangenen Jahr gab es Probleme um den israelischen Text zu "Hurricane", da dieser ursprünglich den Titel "October rain" trug und offen Bezug auf die Ereignisse vom 7. Oktober nahmen. Präsentiert wird der israelische Beitrag am 9. März im Rahmen der Show "HaShir shelanu l'Eurovizion".

Litauen
- Offenbar gab es während des Superfinals beim litauischen Vorentscheid am Samstag Probleme mit dem Televoting. Wie die für die Durchführung zuständige TCG Telecom bestätigt, gab es während der Entscheidungsshow von Eurovizija.lt Schwierigkeiten bei der Stimmabgabe, wenngleich diese offenbar keinerlei Einfluss auf das Endergebnis genommen hat. "Es wurde eine Verzögerung bei einigen SMS-Nachrichten beobachtet, die das Stimmzählsystem erst mit einer gewissen Verzögerung erreichten", heißt es in einer offiziellen Stellungnahme, die auch vom litauischen Fernsehen LRT mitgetragen wird. Diese hätten dennoch keinen Einfluss auf den Sieg von Katarsis beim litauischen Vorentscheid gehabt.