Sonntag, 9. Mai 2021

Ungarn: Keine Übertragung geplant


Ungarn
Das ungarische Fernsehen MTVA wird den diesjährigen Eurovision Song Contest nicht ausstrahlen. Wie Eurovoix.com berichtet, hat das ungarische Fernsehen in diesem Jahr gänzlich andere Pläne, als den Song Contest zu übertragen. Dies geschieht nach offiziellem Sprech aufgrund finanzieller Probleme, eine genaue Angabe, warum der Sender im letzten und diesen Jahr aussetzt gibt es allerdings bis heute nicht.

Das bis 2019 als nationaler Vorentscheid genutzte Format "A Dal" findet jedoch weiterhin in vollem Umfang statt. Laut ungarischem Fernsehen soll die Show nunmehr aber dazu dienen "ungarische Talente zu fördern", um ihnen eine Plattform für den nationalen Musikmarkt zu bieten. "A Dal" diente seit 2012 als relativ erfolgreiches Format, mit dem sich Ungarn mit Ausnahme von 2019 auch stets für das Finale der Eurovision qualifizieren konnte.

Ungarn nahm erstmals 1994 am Eurovision Song Contest teil und erzielte damals bereits den vierten Platz. Eigentlich war bereits geplant 1993 teilzunehmen, die Sängerin Andrea Szulák fiel mit dem Titel "Árva reggel" jedoch in der osteuropäischen Vorentscheidung für Millstreet durch. Bis 1998 nahm man mehrfach teil, bis 2005 verzichtete man aus finanziellen Gründen jedoch auf die aktive Teilnahme, ebenso 2006 und 2010. Politische Gründe für einen neuerlichen Rückzug Ungarns wurden bisher nicht kommentiert.