Samstag, 4. Mai 2019

Tag 1: Polen, Slowenien und Tschechien



Polen - Startnummer vier bringt etwas Farbe in den bisher in Blau und Schwarz gehaltenen Probentag. Auf der rot illuminierten Bühne stehen die vier Damen von Tulia auf einem sich drehenden Rondell, zunächst verhüllt in glitzerbestickte Schleier, die im Verlauf der gekonnt geschrienen Darbietung zu "Fire of love" gelüftet werden und den Blick auf die wunderschönen Blumendekorationen auf den Köpfen der Sängerinnen freigeben. Der Gesang lässt sich schwer bewerten, da es sich ja um einen speziellen Schreigesang handelt, den setzten Tulia aber drei Minuten konsequent um und wedeln fröhlich, aber auf der Stelle stehend, mit ihren Röcken.

Video von Eurovision.tv: Tulia - Fire of love (Pali się)

Slowenien - Einen wirklich bezaubernden Hintergrund, der uns die fernsten Galaxien zeigt, präsentieren uns die Slowenen. Der Auftritt von Zala Kralj & Gašper Šantl erinnert stark an die Performance, die wir schon von der EMA kennen. Beide stehen an seinem Keyboard, auf das Gašper hin und wieder mal drückt, wenn er nicht grad mit seiner Gitarre beschäftigt ist. Zala umgarnt ihn und schmachtet ihn mit ihrem gleichbleibend monotonen "Sebi"-Gesang an. Tatsächlich hat sich der Song bei mir im Verlauf der Wochen echt gemausert, mir gefällt die zurückgenommene Art der Show und ich kann mir Slowenien damit gut im Finale vorstellen.

Video von Eurovision.tv: Zala Kralj & Gašper Šantl - Sebi

Tschechien - Ei weh, Tschechien! Eine sehr mittelmäßige Performance und gesangliche Vorstellung lieferten Lake Malawi ab. Albert, der schlacksige Sänger der Band demonstrierte mit seinem gelben Pullover einmal mehr, dass das Hipstertum im Jahr 2019 schon grundlegend überholt ist. Gleiches gilt für's Flanking. Seine Bandkollegen, im roten und blauen Pulli, musizieren am Schlagzeug und an der Gitarre. Jedem der drei wurde ein Metallrahmen zugeordnet, die an Turngeräte erinnern. Probemlatisch scheint für Albert zu sein, dass er nicht weiß, wie man sich bewegt und was man mit den Armen machen soll, was aber auch kein Wunder ist, wenn das mitgebrachte Lied keine Melodie hat...

Video von Eurovision.tv: Lake Malawi - Friend of a friend

Gewohnt traditionell in Schale geworfen: Tulia aus Polen auf ihrer Drehbühne
Von einem anderen Stern: Zala & Gašper aus Slowenien
Eine Beleidigung für's Auge: Lake Malawi bei ihrer ersten Probe für Tschechien

Kommentare:

  1. Lake Malawi Fliegt im 1 Semi Finale Raus.Sebi hatte Tolle Proben,die beiden kommen ins Finale.

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  2. Erstmal so zu den Hintergründen, viele v i e l zu dunkel alles, hebt sich ja Polen mit den roten ja ab obwohl ich finde das die mehr noch mehr schreien als singen, kann reichen aber auch nicht.

    Slowenien hat sich bei mir auch immer weiter hochgekämpft bin mir jetzt sogar sicher das sie ins Finale kommen, da muss sich jemand das anschmachten wohl zweimal gefallen lassen müssen :D

    Und bei Tschechien ist ja mehr als 80er sein Outfit und dann so dürre würde dem gerne was zu essen geben, der fällt mir ja fast vom Fleisch haha.. Ich bin überrascht das ihnen sogar das Finale zugetraut wird, mich hat es noch nicht überzeugt.

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  3. Polen: Ich freu mich so auf den Auftritt von Polen :D Das sieht alles so modern-traditionell aus und wäre voll mein Ding :)

    Slowenien: Einen sehr, sehr schönen Hintergrund haben sie, der bestimmt eine tolle Atmosphäre schaffen wird zu einem Song, der den Spannungsbogen von Hämorrhoidensalbe hat

    Tschechische Republik: naja

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