Samstag, 4. Mai 2019

Tag 1: Dritter Teil mit Ungarn, Weißrussland und Serbien



Ungarn - Der erste Rückkehrer auf der 19er-Bühne ist Joci Pápai aus Ungarn, der allein und barfuß auftrat. Wie von der ungarischen Delegation angekündigt, tauchen im Hintergrund auf den LEDs Gesichter von Vätern auf, zudem formt sich ein Lebensbaum auf der Videowand. Joci strahlt Ruhe und Gelassenheit auf der Bühne aus, gibt sich seinem "Az én apám" hin und liefert gut ab. Leider hat man auf das Pfeifen verzichtet, dass die Audio-Version seines Liedes noch authentischer macht. Aber im Großen und Ganzen war es ein finalwürdiges Debüt.

Video von Eurovision.tv: Joci Pápai - Az én apám

Weißrussland - Die weißrussische Delegation hat sich nicht die Mühe gemacht, ihre Dekoration auszupacken und stellt direkt die Transportboxen auf die Bühne. Begleitet wird die 16jährige Britney aus Belarus von zwei hübsch anzusehenden Tänzern, die tatsächlich auch zu "Oops, I did it again" hätten tanzen können. Auf den LEDs spielt sich vieles ab, vom laufenden Tiger bis hin zu um die eigene Achse kreisende geometrische Formen. Zudem zündet Weißrussland rosafarbene Rauchfontänen, das gab es so auch noch nicht. Mir wird "Like it" immer sympathischer, wenngleich die vorderen Platzierungen wohl trotzdem nicht drin sein dürften.

Video von Eurovision.tv: Zena - Like it

Serbien - Am Ende des heutigen Probentages stand Nevena Božović aus Serbien auf der Bühne. Auch sie ist allein auf der Bühne und hat ihre metallene Eiszapfenkette wieder dabei. Scheinbar war der Auftritt bei der Beovizija schon rund genug, sodass es kaum erkennbare Änderungen in der Choreographie gibt. Auch Serbien zeigt sich in diesem Jahr von der dunklen Seite, Nevena hat ein schwarzes Kleid an und auch der Hintergrund hat bis auf einige weiße Verwirbelungen ein sehr düsteres Grundschema. Sie lieferte souverän ab und beschließt erfolgreich den ersten Probentag auf dem Expogelände von Tel Aviv.

Video von Eurovision.tv: Nevena Božović - Kruna

Morgen stehen die Proben der zweiten Hälfte des ersten Semifinals bevor. Eröffnet wird der Tag von Eliot aus Belgien, danach folgen Georgien, Australien, Island, Estland, Portugal, Griechenland und der krönende Abschluss durch Serhat für San Marino.

Joci trat 2017 in Kiew bereits für Ungarn an und wurde mit "Origo" Achter
Teenie-Bubblegum á la Belarus, Zena bei ihrer ersten Probe
Dramatisch gesungenes Ende des heutigen Probentages: Nevena für Serbien

Kommentare:

  1. Ungarn solide Performance auch ein schöner Hintergrund dürfte sicher das Finale erreichen.

    Weißrussland nicht das der Song schon genug billig ist mit ihren Stiefeln wird es noch billiger, finde es einfach nur schrecklich da kann sich noch so häufig I like it singen ich nicht!

    Serbien fand es ein souveränen Auftritt von ihr war mich nicht sicher ob es fürs Finale reicht, aber es könnte doch was werden, mal schauen ob es dann weit nach vorne geht wird man sehen.

    Fazit der ersten Proben viele hatten heute noch die Handbremse drinne wenn ich an Zypern denke, Slowenien ist die Überraschung des Tages entwickelt sich langsam immer mehr zum Dark Horse.

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  2. Ich finde es schwer, die Proben zu beurteilen, da nur 30 Sekunden gezeigt werden und die Akkustik ja auch ganz anders ist, wie es später im TV zu hören sein wird.

    Zypern: "Fuego 2.0" halt, es kommt nicht an das Original ran. Das Lied nicht und die Performance wohl auch nicht. Und ich dachte, Trickkleider sind nun sowas von out (mich hat das nie vom Hocker gerissen).

    Montenegro: Da D-Mol sowieso auf meinen letzten Platz stehen, hatte ich keine Erwartungen gehabt. Und trotzdem wurde diese Erwartungen untertroffen. Immernoch dieselben scheiß "Handmoves", stehen da eng beieinander rum und sehen dabei dämlich aus.

    Finnland: Warum haben die auf die Box verzichtet? Das war mal was Neues. Und Sebastian könnte mal aufhören immer so breitbeinig zu stehen. Finnland war enttäuschend für mich. Die fliegen aus meiner Top 10 gleich mal raus :D

    Polen: Überraschend farbig die Probe von den vier Damen. Das Geschrei gefällt mir trotzdem nicht.

    Slowenien: Harmonisch und verträumt, wie beim National Final auch. Finale ist immernoch verdient.

    Tschechien: Also ich dachte, dass Lake Malawi live gut singen können (siehe Interval Act beim Ukrainischen Vorentscheid), aber die 30-sekündige Probe war erschreckend, genau wie die Backingvocals, auf die man verzichten kann. Und der Junge kann sich einfach nicht bewegen :D

    Ungarn: Fand ich ganz gut. Mir gefällt der Song immer mehr, auch wenn ich das Pfeiffen im Song vermisse.

    Weißrussland: Billiger Teeniekram. Favorit auf den Barbara Dex Award? Vielleicht.

    Serbien: Hat mir auch recht gut gefallen. Finale sollte drin sein.

    Mein Fazit: Gewinner des Tages sind Slowenien und Ungarn
    Verlierer des Tages: Finnland und Tschechien (neben Weißrussland und Montenegro, die sowieso bei mir ganz unten sind^^)

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