Samstag, 11. Mai 2019

Bosnien-Herzegowina: Kein Geld für Übertragungsrechte


Bosnien-Herzegowina - Aus Bosnien-Herzegowina kommen in Bezug auf den Eurovision Song Contest seit Jahren nur schlechte Nachrichten und daran ändert sich auch jetzt nichts. Wie die bosnische Delegationsleiterin Lejla A. Babović gegenüber der Nachrichtenseite faktor.ba bestätigt, fehlt dem staatlichen Rundfunk BHRT das notwendige Geld, um sich die Übertragungsrechte für den Song Contest aus Tel Aviv zu sichern.

Der Eurovision Song Contest 2019 wird somit nicht in Bosnien-Herzegowina übertragen. "Wir werden dieses Jahr nicht übertragen, da wir nicht teilnehmen. Die Kosten für die Übertragung oder den Erwerb von Rechten für diese drei Nächte sind äußerst kostspielig und schwer zu decken.", so Babović. BHRT stehe zudem immer noch unter Sanktion, da der öffentlich-rechtliche Rundfunk Bosniens seit Jahren seine Verbindlichkeiten bei der EBU nicht begleichen kann.

Bosnien-Herzegowina nahm zuletzt 2016 in Stockholm am Song Contest teil, damals wurde die Teilnahme durch Spenden finanziert. Deen, Dalal, Ana Rucner und Jala verpassten mit ihrem "Ljubav je" allerdings den Einzug ins Finale und vermasselten damit die 100%ige Finalquote des Landes. Da BHRT keine feste Finanzierungsgrundlage aufweisen kann, hat der Sender seit Jahren finanzielle Probleme und kämpft um das generelle Überleben.

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