Montag, 6. Mai 2019

Palästina: Schwerste Raketenangriffe seit fünf Jahren



Palästina/Israel - Nicht gänzlich unbeachtet ist in diesem Jahr der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten, der wie ein Damoklesschwert über den derzeit in Tel Aviv laufenden Proben des Eurovision Song Contests hängt. Während die EBU weiterhin die Sicherheitslage beobachtet, stellen die jüngsten Angriffe aus dem Gazastreifen die heftigsten seit fünf Jahren dar. Seit Samstag wurden Berichten zufolge mehr als 650 Raketen aus den Palästinenser-Gebieten vor allem auf den Süden Israels gefeuert.

Militante und islamistische Gruppierungen drohen bereits seit Wochen damit, den Eurovision Song Contest ins Visier zu nehmen, bisher gibt es in Tel Aviv aber keinerlei Beeinträchtigungen, insbesondere da die IDF die Sicherheitsmaßnahmen nochmals verstärkt hat. Israels Luftwaffe schlug auf die Raketenangriffe mit Vergeltungsoffensiven zurück und bombardierte etwa 250 Ziele im Gazastreifen. Dabei kamen nach Angaben der islamistischen Hamas 16 Palästinenser ums Leben. Israels Ministerpräsident Netanjahu wies nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts an, die Angriffe fortzusetzen. 

Der Chef der islamistischen Bewegung im Gazastreifen, Ismail Hanija, erklärte derweil, man sei zu einer Feuerpause bereit, wenn sich auch Israel daran halte und die Seeblockade, die seit zehn Jahren über die Gewässer des Gazastreifens verhängt wurde, aufhebt. Bisher wurden diese Forderungen nicht erfüllt, da man auf israelischer Seite fürchtet, dass Raketenteile und andere gefährdende Materialien ihren Weg nach Gaza finden. Die Seeblockade wird mit ägyptischer Unterstützung aufrecht gehalten.

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