Sonntag, 19. Mai 2019

Niederlande: Öffentlicher Rundfunk will zusammenarbeiten


Niederlande - In einer gemeinsamen Erklärung haben die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Niederlande ihre Partnerschaft bei der Organisation und Ausrichtung des Eurovision Song Contests 2020 zum Ausdruck gebracht. Die drei Sendergruppen AVROTROS, NPO und NOS stellten in einer Pressemeldung eine geplante Zusammenarbeit in Aussicht, in der jede Rundfunkanstalt bestimmte Kompetenzen erhalten soll.

Ähnlich wie die ARD in Deutschland setzt sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk in den Niederlanden (Nederlandse Publieke Omroep) aus mehreren Sendern zusammen. NPO1 stellt damit das Pendant zum Ersten in Deutschland dar, das Material von verschiedenen Rundfunkanstalten überträgt. In der Erklärung heißt es: "Die Organisation des Eurovision Song Contest passt perfekt zu der Rolle, den der öffentliche Rundfunk in der Gesellschaft einnehmen möchte, da der Wettbewerb eine große Bandbreite an Zielgruppen einschließt."

Bis 2010 war der Sender NOS für den Eurovision Song Contest verantwortlich, ehe TROS die Organisation übernahm. Dieser schloss sich im gleichen Jahr mit der Algemene Vereniging Radio Omroep (AVRO) zusammen. Wer welche Rolle beim Eurovision Song Contest übernehmen wird, soll im Rahmen eines ersten Meetings im Juni geklärt werden. Unterdessen buhlen die ersten Städte in den Niederlanden um die Ausrichtung des Wettbewerbs im kommenden Jahr.

Amsterdams Bürgermeisterin Femke Halsema bekundete bei "Eurovision in Concert" im April ihr Interesse, den Wettbewerb zu übernehmen. Neben Amsterdam gibt es auch Bestrebungen aus Rotterdam, wo z.B. 2007 der Junior Eurovision Song Contest veranstaltet wurde, Arnhem, Den Haag, Zwolle und Maastricht. In den nächsten Tagen und Wochen wird es erste Zusammenkünfte zwischen dem niederländischen Rundfunk und der EBU geben, um die Weichen für die Eurovision 2020 zu stellen.

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