Samstag, 4. Mai 2019

Tag 1: Zypern bis Finnland, es geht wieder los!



Das Warten hat ein Ende, es ist wieder Eurovision Song Contest. Delegationen, Presse und Fans aus ganz Europa trudeln nach und nach in Tel Aviv ein um an der größten Unterhaltungsshow der Welt mitzuwirken. Neun Nationen waren heute aufgerufen, ihre ersten Proben zu absolvieren. Da ich wie bereits mehrfach erwähnt, in diesem Jahr nicht in der Lage bin, jeden Beitrag in seine Moleküle zu zerlegen, gibt es im Stil der News-Splitter einen kurzen Einblick in die Highlights der jeweiligen Performances, die hoffentlich dennoch alles Wichtige wiederspiegeln.

Zypern - Gleich der erste Beitrag aus Zypern, der ja vielerorts als Kopie von "Fuego" verschrien wurde, bringt ein gern genommenes Requisit zurück auf die Song Contest-Bühne, nämlich das Trickkleid. Tamta präsentierte sich gemeinsam mit vier Tänzern in einem Outfit, das sie Maruv wohl aus dem Schrank gemopst hat. Im Hintergrund hat die Delegation leuchtende Stehlen aufgebaut, davor wird ein bisschen Showdance betrieben. Anhand des unten stehenden Videos lässt sich noch nicht viel von der endgültigen Fassung ablesen, zumal es im Pressezentrum weder die richtigen Fernsehbilder noch Ton gab. Insgesamt lässt mich der erste Eindruck etwas enttäuscht zurück.

Video von Eurovision.tv: Tamta - Replay


Montenegro - Die erste montenegrinische Probe meiner persönlichen Lieblinge weckt leider ein unschönes Déjà-vu an Ari Ólafsson aus dem letzten Jahr. Auch Ari hatte die Startnummer zwei und sich in ein weißes Kostüm geworfen. In sechsfacher Ausführung stand nun die Formation D-Moll auf der Bühne in Tel Aviv und hat sich leider von der Idee verabschiedet, ihre Noten-Tabelle aus der Montevizija mit nach Israel zu nehmen. Dekoriert sind die Sechs durch Schals in den Landesfarben Dunkelrot und Gold. Mühsam versuchen sie noch etwas zu retten, ich denke aber trotz aller Sympathien und meiner Vorliebe für "Heaven", dass dieses Konzept im Stil von six4one eindeutig zum Scheitern verurteilt ist.

Video von Eurovision.tv: D-Moll - Heaven

Finnland - Offenbar noch sehr müde von der Anreise aus Finnland stand Sebastian Rejman als Sänger des finnischen DJ-Projekts auf dem Außenring der Bühne. Nicht weniger motiviert stand auf einer Anhöhe der namensgebende Darude hinter seinem Pult und mimte zum Playback den DJ, was genauso überflüssig wirkte wie schon im letzten Jahr bei Gromee aus Polen. Komplettiert wird das finnische Ensemble durch eine Tänzerin, die wir schon beim Vorentscheid gesehen haben und sich in einem minzgrünen Kleid ähnlich orgiastisch bewegt wie dereinst Loreen. Auch Finnland dürfte es mit dieser lahmen Performance schwer haben, sich durchzusetzen.


Eröffnungsact im ersten Halbfinale: Tamta aus Zypern
Ari x6: D-Moll aus Montenegro hatten technische Probleme bei ihrer ersten Probe
Finnland schickt in diesem Jahr eine mittelmäßige DJ-Kooperation mit Sebastian Rejman

Kommentare:

  1. Tamtas erste Proben waren Klasse und ich sehe Tamta in der Top 6.

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  2. Bin auch von Zypern enttäuscht mir viel zu dunkel und ein Trickkleid???? mehr ist denen nicht eingefallen, finde das irgendwie out und gähhhn so wird das schwer mit dem Top 5 schade aber wir haben auch nur ein Schnipsel gesehen vielleicht kommt es im tv auch ganz anders rüber... und Montenegro hat mich auch wie die Technik zu überfordert hahaha und Finnland ist einfach zu mittelmäßig und wird untergehen...

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  3. Zypern: Oh wow come through BDSM chandelier! Ich finde Tamta performt noch sehr mit angezogener Handbremse und ich glaube das liegt sehr am Bandscheibenvorfall, den sie sich kurz nach dem Announcement zugezogen hat. Luft nach oben ist da. Man muss halt die weiteren Proben und den Auftritt Mal abwarten.

    Montenegro: Ich finde alle sehen ganz cute und glücklich aus, aber ein bisschen sieht mir das Ganze zu unorganisiert aus. Kitschig wird es auf jeden Fall :)

    Finnland: Das fand ich jetzt langweilig muss ich sagen :/ Stimmlich, aber die beste Performance, die ich von Finnland bis jetzt gehört habe.

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