Samstag, 1. Februar 2020

Marokko: Keine Informationen zu diesem Thema


Marokko - Vor einigen Tagen hat der scheidende Song Contest-Supervisor Jon Ola Sand etwas aus dem Nähkästchen geplaudert und in einem Interview mit AD.nl erklärt, die Europäische Rundfunkunion halte ein Comeback Marokkos nicht für ausgeschlossen. "Obwohl ich persönlich dafür bin, Beiträge aus dem Nahen Osten zu akzeptieren und die Eurovision vielfältiger zu gestalten, so habe ich von ihnen keine Signale erhalten. Wir führen regelmäßig Gespräche mit Marokko, das vielleicht in Zukunft wieder dabei sein wird.", so Sand.

Die marokkanische Website telquel.ma hat diesen Aufhänger zum Anlass genommen, beim staatlichen Sender SNRT in Rabat nachzuhaken und von Karim Sbai, dem Pressedirektor des Sender nur die knappe Antwort "Mir liegen zu diesem Thema derzeit keine Informationen vor.", erhalten. Eine marokkanische Beteiligung am Song Contest wäre zugleich eine Sensation, die erste und bisher einzige Teilnahme fand im Jahr 1980 sprich vor 40 Jahren statt. Damals belegte Samira Bensaïd mit "Bitaqat hob" den vorletzten Platz, Punkte gab es dereinst nur von der italienischen Jury.

Die mittlerweile 62jährige gehört zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der arabischen Welt, wenngleich ihre Song Contest-Teilnahme 1980 beim marokkanischen König Hassan II. in Ungnade fiel und er eine weitere Teilnahme seines Landes ausschloss. Vor einigen Jahren machte die Meldung die Runde, der Privatsender 2MTV wolle sich um die EBU-Mitgliedschaft bemühen und ein Comeback wagen, jedoch folgten auch dieser Nachricht keine Taten. Eine Rückkehr Marokkos in naher Zukunft dürfte, ähnlich wie das anderer arabischer Länder, sehr unwahrscheinlich bleiben.

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