Freitag, 20. April 2018

Schweden: Schwedischer DJ Avicii im Oman gestorben



Schweden - Einer der bekanntesten DJs auf diesem Planeten, Tim Bergling alias Avicii wurde heute tot in Maskat im Oman aufgefunden, wie sein Management bestätigt und aus Rücksicht auf seine Familie keine näheren Umstände nannte. Der gebürtige Schwede wurde nur 28 Jahre alt, hat im Laufe seiner Karriere allerdings mehrere Welthits produziert.

2013 komponierte er gemeinsam mit Benny Andersson und Björn Ulvaeus von ABBA die Hymne "We write the story", der im Intro des Eurovision Song Contests in Malmö verwendet wurde. Es folgten weltweite Nummer Eins-Hits wie "Wake me up", in dem Aloe Blacc den Gesangspart übernimmt, "Hey Brother" oder zuletzt "Lonely together" mit Rita Ora. 

Allein der Song "Wake me up" verkaufte sich in Deutschland über eine Million Mal. In seiner Karriere arbeitete er u.a. mit Madonna und Robbie Williams zusammen. Aus gesundheitlichen Gründen sagte er mehrere Liveshows ab, blieb jedoch weiterhin als Produzent hinter diversen Künstlern im Musikgeschäft aktiv. Wie die britische BBC meldet, litt Avicii seit längerem an einer Pankreatitis.

Avicii, Benny Andersson & Björn Ulvaeus - We write the story

Road to Lisbon (35/43): Ungarn


Ungarn - Hungary - l'Hongrie - Magyarország

Faktencheck zur Lage der Nation:

Hauptstadt: Budapest (Luftlinie nach Lissabon: 2.470km)
Einwohner: 9,8 Mio.
Fläche: 93.036km²
Sprachen: Ungarisch

Trivia To Go: Kulinarisch gesehen steht Ungarn für Gulasch, Salami und Paprika. In kaum einer anderen europäischen Küche wird so viel mit Gewürzen gekocht wie im Land der Magyaren. Schon Carl von Linné wusste 1753 Paprika in Capsicum frutescens und Casicum annuum einzuteilen. Am beliebtesten ist in der lokalen Küche die Ungarische Spitzpaprika, die als "fehér paprika", also weiße Paprika angeboten wird. Sie enthält allerdings kein Schärfemittel. Darüber hinaus existieren weltweit rund 10.000 verschiedene Arten, die allerdings auf ungarischen Märkten kaum unterschieden werden. Wer es weniger scharf sondern lieber süß mag, für den eignet sich die Dobostorte, sie besteht aus acht Biskuit- und Schokocremeschichten und wird mit Karamell glasiert.

Aus 63 Jahren Eurovision Song Contest:
Debüt: 1994 mit Friderika Bayer
Teilnahmen insgesamt: 15 (davon 2x Top Five)
Bestes Ergebnis: 4. Platz (1994 mit Friderika Bayer)
Größer Punktelieferant:  Serbien (114)
Im letzten Jahr: 8. Platz mit Joci Pápai
Zuständiger Rundfunk: MTV

Die letzten drei Jahre: 
Seitdem Ungarn seinen nationalen Vorentscheid "A Dal" austrägt, konnte sich das Land jedes Mal im Finale des Eurovision Song Contests platzieren. 2015 wählte Ungarn die Sängerin Boglárka Csemer alias Boogie mit dem Friedenslied "Wars for nothing" aus, das im Finale von Wien den 20. Platz erreichte. 2016 galt der selektierte Interpret Freddie als Mitfavorit auf den Sieg in Stockholm, "Pioneer" floppte jedoch und erreichte nur den 19. Platz. Im letzten Jahr schickte Ungarn mit Joci Pápai erstmals einen Roma zum Eurovision Song Contest, der mit dem traditionellen "Origo" und seiner ziganen Tänzerin in Kiew den zweiten Platz im Halbfinale und schlussendlich den achten Platz im Finale davontrug.

Was uns in Lissabon erwartet:

Interpret: AWS
Titel: Viszlát nyár
Gesungen auf: Ungarisch
Text & Musik: Dániel Kökényes, Bence Bruckner, Áron Veress, Soma Schiszler, Örs Siklósi
Teilnahme im…: zweiten Semifinale am 10. Mai

Über den Künstler: AWS ist eine Post-Hardcore-Band die sich 2006 in Budakeszi, einem Vorort der ungarischen Hauptstadt gegründet hat und aus Leadsänger Örs Siklósi sowie den beiden Gitarristen Bence Brucker und Dániel Kökényes, Schlagzeuger Áron Veress und Bassist Soma Schiszler besteht. 2011 wurde die erste Single "Fata Morgana" veröffentlicht, seither folgten noch drei Alben. Primär handelt es sich bei AWS um eine Liveband, die u.a. beim Sziget Festival aufgetreten sind oder auf Konzertour durch Österreich, England, Rumänien und Slowenien unterwegs sind. 2011 wurden sie mit dem MTV Award als beste Band ausgezeichnet. Sie stehen beim Plattenlabel Edge Records unter Vertrag. Bei "A Dal", dem ungarischen Vorentscheid konnte sich die Gruppe in den Vorrunden und im Halbfinale jeweils an die Spitze setzen, im Finale wertete die Jury sie auf den vierten Platz herunter, im Televoting siegten sie jedoch souverän.

Eurofire’s Kommentar:

Bewertung: 7 von 10 Punkten

AWS bringen ein Lied mit Aggressionspotential mit. Für die meisten Zuschauer des Eurovision Song Contests mag es Lärm sein. Laut ist es auch, trotzdem werden sich die Ungarn ganz bestimmt etwas dabei gedacht haben, als sie die Band beim Vorentscheid "A Dal" ausgesucht haben. Hardcore und Rock sind sonst überhaupt nicht mein Fall, in diesem Jahr verleiht das Lied dem Wettbewerb aber eine tolle Farbnouance. Sofern genügend Fans jener Stilrichtung einschalten, die meist wie Pech und Schwefel zusammenhalten, könnte es mit dem Finale durchaus etwas werden. Ich hätte die Poppersträger gern im Finale, wobei ich mir auch vorstellen kann, dass "Viszlát nyár" es schwer haben könnte. Andererseits... wenn man bedenkt, mit was für Liedern es Georgien z.B. 2011 oder 2016 ins Finale geschafft hat...

Video:

AWS - Viszlát nyár

Donnerstag, 19. April 2018

Eurovision 2018: Die Postkartenfilmchen sind im Kasten



Portugal - Mittlerweile hat das portugiesische Fernsehen RTP alle Postkarten-Filmchen, die zur Einläutung der 43 Beiträge des diesjährigen Eurovision Song Contests vor den Auftritten der Künstler gezeigt werden, aufgezeichnet. Unser deutscher Vertreter Michael Schulte besuchte dabei die Atlantikinsel Madeira. Der Produzent Filipe Mésseder zeigt sich für die diesjährigen Einspielclips verantwortlich und hat ein umfassendes Interview hierzu abgegeben.

Demnach erhalte jedes Teilnehmerland eine völlig individuelle Postkarte, gedreht wurden die Clips landesweit, auch auf Madeira und den Azoren. Die meisten Filmchen wurden jedoch in der Hauptstadt Lissabon aufgenommen. Nach Angaben des Produzenten hat das gesamte Team größte Anstrengungen unternommen, um den Zuschauern ein Bild vom Land und gleichzeitig auch von den Künstlern zu vermitteln. Die Zeiten, in denen es ausschließlich um Tourismuswerbung ging, wie etwa in Aserbaidschan, scheinen vorbei.

Zu sehen gibt es u.a. die britische Song Contest-Vertreterin SuRie, die bei der Ernte auf einer Teeplantage mithilft oder die zypriotische Kandidatin Eleni Foureira, die auf dem Ribeira Markt in Lissabon aufgenommen wurde. Zu sehen sind hier, ähnlich wie beim vor Produktplatzierungen strotzenden Musikvideo zu "Fuego" einige Ananas. Sämtliche Postcards gibt es ab dem 8. Mai vor den dreiminütigen Darbietungen beim Eurovision Song Contest zu sehen.

Erntehelferin SuRie auf einer Teeplantage | Eleni preist derweil Obstsalat an

Estland: Das Kleiderproblem besteht weiterhin



Estland - Das Thema heute ist wieder einmal das Outfit der estnischen Sängerin Elina Netšajeva. Nachdem bislang weder die estnische Regierung noch der Fond für touristische Öffentlichkeitsarbeit im Ausland die etwa 65.000 Euro für die Projektoren bezahlen möchte, um ihr Kleid ähnlich wie beim Eesti Laul auszuleuchten, gibt es nun offenbar Bewegung bei der Finanzierung.

Elari Tamm, Dozent an der Eesti Ettevõtluskõrgkool Mainor, machte nun den Vorschlag, dass ein privater Investor die notwendigen Kosten für das Staging übernimmt und im Falle eines Sieges den zehnfachen Einsatz von Regierungsseiten zurückerhält. Das estnische Fernsehen ERR hat auf diesen Vorschlag bisher nicht reagiert, auch von staatlicher Seite gab es zu dieser Glücksspiel-Variante bisher keine Äußerung.

Estland ist unterdessen in den Wettquoten auf Platz fünf abgerutscht. Jüngsten Berechnungen zufolge ist die Australierin Jessica Mauboy an Elina und "La forza" vorbeigezogen. NDR-Songcheck-Moderatorin Alina Stiegler hat es sich unterdessen mit einem estnischen Boulevardblatt verscherzt. Nachdem sie beim Songcheck am Montag erklärte, das Lied würde bei ihr Migräne auslösen, berichtete das Portal delfi.ee über die Kritik am estnischen Gesamtwerk.

Road to Lisbon (34/43): Kroatien


Kroatien - Croatia - la Croatie - Hrvatska

Faktencheck zur Lage der Nation:

Hauptstadt: Zagreb (Luftlinie nach Lissabon: 2.201km)
Einwohner: 4,2 Mio.
Fläche: 56.594km²
Sprachen: Kroatisch

Trivia To Go: Kroatien eignet sich nicht nur für einen Badeurlaub, sondern bietet auch allerhand kulturelles und naturelles Erbe. So verfügen diverse Städte an der dalmatischen Küste über gewachsene historische Altstadtkerne. Die Euphrasius-Basilika in Poreč oder die gesamte Altstadt von Dubrovnik zählen zum Weltkulturerbe. Erwähnenswert ist darüber hinaus das Amphitheater von Pula, welches unter dem römischen Kaiser Augustus errichtet und später unter Vespasian ausgebaut wurde. Doch auch natürliche Sehenswürdigkeiten existieren, so die Plitvicer Seen, die inmitten der Karstlandschaft unweit der Grenze zu Bosnien-Herzegowina den größten Nationalpark des Landes bilden. Hier wurden dereinst auch Aufnahmen für den Winnetou-Film "Der Schatz am Silbersee" und der Nachfolger gedreht.

Aus 63 Jahren Eurovision Song Contest:
Debüt: 1993 mit Put
Teilnahmen insgesamt: 23 (davon 3x Top Five)
Bestes Ergebnis: 4. Platz (1996 mit Maja Blagdan und 1999 mit Doris Dragović)
Größer Punktelieferant:  Slowenien (192)
Im letzten Jahr: 13. Platz mit Jacques Houdek
Zuständiger Rundfunk: HRT

Die letzten drei Jahre: 
2014 und 2015 räumte sich das kroatische Fernsehen um sich nach den Pleiten der Vorjahre eine kreative Auszeit ein, um sein Auswahlkonzept zu überdenken. Der nationale Vorentscheid Dora wurde verworfen, 2016 als Kroatien nach Stockholm zurückkehrte, wurde die Sängerin Nina Kraljić intern von HRT nominiert, mit Erfolg. "Lighthouse" erreichte das Finale erstmals seit Igor Cukrov 2009 und belegte den 23. Platz. Im letzten Jahr setzte HRT die interne Auswahl fort, Jacques Houdek wurde mit dem zweiteiligen Popera-Song "My friend" 13. im Finale von Kiew. Den Anschluss soll nun Franka Batelić schaffen, die ebenfalls nicht durch den Vorentscheid musste, sondern direkt von HRT ausgewählt wurde. "Crazy" ist der 24. Beitrag der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik, die zumindest in den 90er Jahren auch die erfolgreichste von ihnen war.

Was uns in Lissabon erwartet:

Interpret: Franka Batelić
Titel: Crazy
Gesungen auf: Englisch
Text & Musik: Branimir Mihaljević, Denis Mevlja, Franka Batelić
Teilnahme im…: ersten Semifinale am 8. Mai

Über den Künstler: Franka Batelić wurde am 7. Juni 1992 in RIjeka geboren und wurde durch ihren Sieg an der kroatischen Castingshow "Showtime" bekannt. Im Anschluss daran erhielt sie einen Plattenvertrag bei Hit Records und veröffentlichte ihre erste Single "Ovaj dan" im Jahr 2007. Ein Jahr später gelang ihr mit "Ruža u kamenu" der große Durchbruch und gewann u.a. den Publikumspreis beim Radiofestival von Opatija. Ihre dritte Single "Pjesma za kraj" reichte sei 2009 beim kroatischen Vorentscheid ein, wurde dort aber nur Siebte. 2010 probierte sie es noch einmal mit "Na tvojim rukama" und wurde Zehnte. Nach mehreren Auskopplungen aus ihrem Album "Featuring" legte sie eine künstlerische Pause ein und kehrte 2017 mit "S tobom" auf den kroatischen Musikmarkt zurück. Der Song erreichte die #3 der Airplay-Charts, dadurch angespornt nutzte HRT ihre Popularität und nominierte sie für Lissabon.

Eurofire’s Kommentar:

Bewertung: 9 von 10 Punkten

Franka hat sich musikalisch neu erfunden und vom Balkanpop Abstand genommen. Stattdessen gibt es eine verruchte Hymne namens "Crazy", die ich musikalisch ausgesprochen interessant finde. Ich bin mehr als gespannt, wie die kroatische Delegation dieses Lied auf der Bühne umsetzen wird, insbesondere weil es noch keine Live-Mitschnitte gibt sondern nur das Video zum Song. Da bei den meisten Zuschauern der erste Eindruck wichtig ist, muss da etwas Imposantes kommen, sonst könnte es auch dieses starke Lied schwer haben, über das Semifinale hinauszukommen. Das einzige, was minimal stört ist der gesprochene Teil ("just like Bonnie and Clyde"). Ich drücke Kroatien sehr die Daumen, nachdem ich auf Jacques Houdek im Finale von Kiew hätte verzichten können, wäre eine erneute Qualifikation mehr als verdient.

Video:

Franka Batelić - Crazy

Ein Wort zu...:
Bosnien-Herzegowina - Letzte Teilnahme: 2016 mit Dalal & Deen feat. Ana Rucner & Jala

Es ist ein seit Jahren bekanntes Problem, dass der bosnische Sender BHRT mit sich herumschleppt, er ist chronisch pleite. 2012 war Bosnien-Herzegowina noch aktiv vertreten, danach zog sich der Sender zurück, da es die finanzielle Situation nicht mehr hergab. 2016 unternahm Bosnien-Herzegowina seinen bisher letzten Ausflug zur Eurovision nach Stockholm. Die Teilnahme basierte allerdings komplett auf Sponsorengeldern, die die Formation um Fuad Backović alias Deen zusammengespart hat. "Ljubav je" war zudem der erste Beitrag, der Bosnien nicht ins Finale brachte, wie ich finde vollkommen zu unrecht. Seither gibt es aus Sarajevo nur noch Meldungen, dass der Sendebetrieb kurz vor dem Exodus steht. Mit Hilfe von Stromanbietern versucht BHRT inzwischen Gebühren einzutreiben, um zumindest den Sendebetrieb aufrecht zu erhalten. Eine teure Show wie die Eurovision ist mit dem knausrigen Budget aber natürlich nicht drin.

Mittwoch, 18. April 2018

Eurovision 2018: Pedro Granger moderiert Red Carpet-Event



Portugal - Am 6. Mai findet nach Abschluss der Einzelproben am museu de Arte, Arquitetura e Tecnologia e no Museu da Electricidade, kurz MAAT, an einem Museumskomplex in der portugiesischen Hauptstadt, das Red Carpet-Event statt. Die Eröffnungszeremonie, die gleichzeitig ein Schaulaufen der Interpreten des Eurovision Song Contests ist, wird vom 38jährigen TV-Host Pedro Granger moderiert.

Pedro Granger moderiert das
Red Carpet-Event in Lissabon
In der Vergangenheit war der portugiesische TV-Moderator auch als Kommentator für den Sender RTP beim Eurovision Song Contest dabei. Anders als in den Vorjahren handelt es sich allerdings nicht um einen roten sondern um einen blauen Teppich, der das maritime Leitthema des Wettbewerbs aufgreift. Zudem wird die abzulaufende Promenade kleiner ausfallen, als dies noch in Kiew der Fall war, die sich nahezu über die gesamte Fußgängerzone vor dem Marienpalast erstreckte.

Die diesjährige Eröffnungszeremonie findet an der Avenida Brasília nahe des Torre de Belém statt. Die gesamte Veranstaltung, deren Beginn noch nicht genau feststeht, wird nicht nur per Livestream auf Eurovision.tv zu sehen sein, sondern auch im Eurovillage auf einer großen Videowand zu sehen sein. Die Organisatoren laden auf dem Praça do Comércio zum großen Public Viewing ein, ebenso wie zu den drei Liveshows am 8., 10. und 12. Mai.

Israel: Happy Birthday, Israel!



Israel - Am 14. Mai 1948 rief David Ben Gurion die Unabhängigkeit des Staates Israel aus, nach dem hebräischen Kalender feiert das Land heute sein 70jähriges Jubiläum. Dies nimmt das Land zum Anlass, ausgelassen mit Fackelzügen in Jerusalem und einer Party auf einem 70km langen Strandabschnitt bei Tel Aviv zu feiern sowie eine Flugschau, an der erstmals auch Luftwaffen anderer Länder teilnehmen. 

Gespielt wird u.a. auch "Hallelujah", die Hymne, mit der Gali Atari 1979 den Song Contest im eigenen Land gewinnen konnte. "Hallelujah" ist heute noch eine Friedenshymne, nicht nur innerhalb Israels. Umso charmanter wäre es für Israel in diesem Jahr den Eurovision Song Contest von Lissabon zu gewinnen. Die Chancen hierfür stehen laut Wettquoten nicht schlecht. Bei William Hill gibt es auf einen Euro Einsatz eine Auszahlung von 1,50 Euro. Auch bei anderen Wettanbietern reicht der bereinigte Auszahlungsbetrag nur selten über zwei Euro.

Netta Barzilai und ihr Lied "Toy" haben in Israel zudem bereits eine Marke geknackt. Kein anderes Lied in der Geschichte wurde bei Spotify Israel häufiger gestreamt, als der diesjährige Eurovisionstitel. Auch bei "Eurovision in Contest" wurde sie von den Fans sehr gefeiert, den Soundcheck von Eurovision.de gewann sie ebenfalls. Israel fährt in diesem Jahr auf der gleichen Schiene wie Italien im vergangenen Jahr. Bleibt abzuwarten, ob Netta dieser Favoritenrolle gerecht werden kann.



Hinzu kommen 14 Millionen Klicks bei Youtube

Road to Lisbon (33/43): Italien


Italien - Italy - l'Italie - Italia

Faktencheck zur Lage der Nation:

Hauptstadt: Rom (Luftlinie nach Lissabon: 1.864km)
Einwohner: 60,5 Mio.
Fläche: 301.338km²
Sprachen: Italienisch

Trivia To Go: Wer vor der Euroeinführung in Italien Urlaub gemacht hat, musste seine DM in Lire (₤) umtauschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor aufgrund der anhaltenden Entwertung der Centesimo, die Untereinheit der Lira seine Bedeutung. Zuletzt entsprachen 1.000 Lire einem Wert von 0,52 Euro. 1.000 Lire stellen zudem auch die kleinste Banknote dar, auf der die Pädagogin Maria Montessori zu sehen war. Der höchste Geldschein war der 500.000er, umgerechnet rund 258 Euro. Auf ihm war der Maler und Architekt Raffael zu sehen. Heute zeigen die italienischen Euromünzen keine prominenten Gesichter der Geschichte mehr, lediglich der Vitruvianische Mann, eine Zeichnung von Leonardo da Vinci, die man von Krankenkassenkassen kennt, ziert die Ein-Euro-Münze.

Aus 63 Jahren Eurovision Song Contest:
Debüt: 1956 mit Tonina Torrielli und Franca Raimondi
Teilnahmen insgesamt: 43 (davon 15x Top Five)
Bestes Ergebnis: 1. Platz (1965 mit Gigliola Cinquetti und 1990 mit Toto Cutugno)
Größer Punktelieferant:  Frankreich (142)
Im letzten Jahr: 6. Platz mit Francesco Gabbani
Zuständiger Rundfunk: RAI

Die letzten drei Jahre: 
Erstarkt kehrte Italien 2011 nach zwölfjähriger Pause zum Eurovision Song Contest zurück. Im Laufe der Jahre entwickelte sich aus der über Jahre uninteressierten RAI ein harter Brocken, der 2015, nachdem das Tenor-Trio Il Volo mit "Grande amore" zwar das Televoting gewann, insgesamt aber nur auf den dritten Platz kam, eine Revenge ankündigte. 2016 gelang dies noch nicht, Francesca Michielin, die hinter der Band Stadio Zweite beim San Remo-Festival wurde, durch deren Absage aber zum Eurovision Song Contest kam, wurde mit "No degree of separation" nur 16. im Finale von Stockholm. 2017 sollte es dann soweit sein, Francesco Gabbani und sein Gorilla führten lange Zeit die Wettquoten an, am Ende reichte es für "Occidentali's karma" aber auch nur für Platz sechs. Trotz allem scheint das italienische Fernsehen sehr bemüht, den Wettbewerb endlich wieder nach Italien zu holen, insbesondere da es beim Fußball momentan auch nicht läuft.

Was uns in Lissabon erwartet:

Interpret: Ermal Meta & Fabrizio Moro
Titel: Non mi avete fatto niente
Gesungen auf: Italienisch
Text & Musik: Ermal Meta, Fabrizio Moro, Andrea Febo
Teilnahme im…: Finale am 12. Mai

Über den Künstler: Ermal Meta wurde 1981, genau wie Eleni Foureira, im albanischen Fier geboren und zog mit seiner Familie im Alter von 13 Jahren nach Bari. Dort wurde er Gitarrist in der Band Ameba4, die 2006 bei der Nachwuchs-Kategorie des San Remo-Festivals teilnahm. Neben seiner Solokarriere komponierte er u.a. für italienische Stars wie Marco Mengoni, Chiara, Annalisa oder Lorenzo Fragola. 2016 nahm er mit "Odio le favole" als Solist an der Newcomer-Sektion von San Remo teil und wurde Dritter. 2017 schaffte er mit "Vietato morire" den Durchbruch als Dritter in der Campioni-Kategorie und wurde mit dem Mia Martini-Kritikerpreis ausgezeichnet. Fabrizio Moro wurde 1975 in Rom geboren und veröffentlichte 1996 seine erste Single. Der große Durchbruch gelang ihm 2007 als er mit "Pensa" die Newcomer-Kategorie von San Remo gewinnen konnte. Es folgten diverse Studioalben und Auftritte mit bekannten Größen der Musikszene, 2011 moderierte er die Reality-Doku "Sbarre" auf Rai 2, deren Soundtrack er ebenfalls schrieb.

Eurofire’s Kommentar:

Bewertung: 9 von 10 Punkten

Ermal Meta war schon im letzten Jahr mein Favorit beim San Remo-Festival und mit Fabrizio Moro an seiner Seite hat er mich auch in diesem Jahr von Anfang an überzeugt. Ich bin sehr glücklich, dass Italien die beiden mit ihrem inhaltsstarken Durchhaltesong ("Du hast mir nichts getan") ausgewählt hat. Beide haben erfolgreiche Karrieren in Italien und können ordentlich singen, Italien steht wieder einmal für Qualität und sieht den Eurovision Song Contest als seriösen Wettbewerb an, was vor allem auch die hohe Nachfrage nach Delegationsleiter Nicola Caligiore bei nationalen Vorentscheiden in Europa zeigt. Italien wird sich in Lissabon gut platzieren, davon bin ich überzeugt. Bleibt noch mein Hinweis, dass die beiden in ihrem Video versucht haben, die Botschaft ihres Liedes mit internationalen Untertiteln dem gesamten Kontinent verständlich zu machen ohne ins Englische auszuschweifen, was sie sehr ehrt. Das Lied wurde als Konsequenz auf den Terroranschlag auf die Manchester Arena geschrieben.


Video:

Ermal Meta & Fabrizio Moro - Non mi avete fatto niente

Ein Wort zu...:
Vatikanstadt - Letzte Teilnahme: bislang keine
Bevor der Vatikan am Eurovision Song Contest teilnimmt friert die Hölle zu. Das ist nicht nur symbolisch gemeint, sondern Fakt. Radio Vaticana war zwar 1950 eines der Gründungsmitglieder der Europäischen Rundfunkunion und ist bis heute Teil des Zusammenschlusses, hat sich aber ausschließlich der Berichterstattung aus der Vatikanstadt verschrieben. Der Sender verlor auf Beschluss von Papst Franziskus zum 1. Januar 2017 seine Eigenständigkeit und wurde in das Kommunikationssekretariat des Vatikans eingegliedert. Das Programm von Radio Vaticana wird stetig verkleinert, 2012 wurden Mittel- und Kurzwellensender für Europa und Amerika eingestellt, 2017 wurden die Sendemasten in den Vatikanischen Gärten abgerissen. Dafür ist der Vatikan inzwischen mit eigenem Youtube-Kanal und einer umfassenden Mediathek online, beim Eurovision Song Contest wird man die katholische Enklave innerhalb Roms dennoch nicht erleben.

Dienstag, 17. April 2018

Eurovision 2018: Update zum Eurovisionsgeschehen



Europa - Verschiedenes ist seit dem letzten Update passiert, "Eurovision in Concert" fand am Wochenende in Amsterdam statt, 32 von 43 Interpreten sind aufgetreten und die EBU hat mit dem Iren Ryan O'Shaughnessy einen Backstage-Reporter engagiert, der sich hinter der Bühne ein wenig umgehört hat und u.a. Netta, Mikolas und die Zibbz vor die Kamera bekommen hat. Laut Berichten einiger Fans vor Ort, hat Belgien ein wenig enttäuscht, während Bulgarien Boden gut gemacht hat, wie sich inzwischen auch in den Wettquoten zeigt.

Equinox verdrängten Mikolas Josef vom zweiten Platz in den Wettquoten und liegt nunmehr hinter Israel. Während einige der Kandidaten sich nun schon auf das nächste Preview-Event in Madrid vorbereiten, gehen in der portugiesischen Hauptstadt die Arbeiten an und in der Halle weiter. Die Produktionsfirma postete neue Bilder und gibt an, dass für die Produktion der Show rund 10.000 Liter Diesel pro Tag benötigt werden. Im Vergleich zum Vorjahr in Kiew ist dies eine Reduzierung um gut die Hälfte. Der Kraftstoff ist notwendig, um die Show autark vom lokalen Stromnetz zu produzieren.

Zudem gibt es erste richtig aussagekräftige Aufnahmen der Bühne, die mehr und mehr ihre endgültige Form annimmt. Nächste Woche Sonntag stehen hier die ersten Interpreten auf der Bühne. Zuvor wird mit Cameos der jeweilige Auftritt geprobt, sodass die Delegationen nicht ganz bei null anfangen müssen und zumindest die Beleuchtung und die Projektionen im Hintergrund mit dem Bild übereinstimmen, dass es am 8., 10. und 12. Mai am Fernseher zu sehen gibt. Auch ein zweiter Kamerakran wurde inzwischen in die Altice Arena gebracht, der Impressionen aus dem Greenroom einfangen wird.

Backstage bei Eurovision in Concert

Da kommt neuer Treibstoff für die Show | Montagearbeiten in der Altice Arena
Die Bühne nimmt Gestalt an, in ein paar Tagen geht es hier rund

Finnland: Joy und Linnea Deb dürfen doch nach Lissabon



Finnland - Da konnte unnötiger Ärger noch einmal abgewendet werden. In einem offiziellen Statement erklärte das finnische Fernsehen YLE nun, dass die Komponisten von "Monsters", Joy und Linnea Deb nun doch als Teil der finnischen Delegation zum Eurovision Song Contest nach Lissabon reisen dürfen. Bei der ganzen Sache handelte es sich nach Senderangaben um ein "Missverständnis".

In Lissabon nun doch vereint:
Saara und ihre Komponisten
Anssi Autio, Produzent für den Eurovision Song Contest beim Sender YLE sagte: "Saara hat immer betont, wie wichtig es ihr sei, dass die richtigen Leute bei ihr in Lissabon dabei sind. Ich stimme ihr da vollkommen zu. Die Organisatoren der Eurovision haben ein Limit bezüglich der Anzahl von Mitgliedern einer Delegation gesetzt. In den meisten Fällen, wie auch in Finnland, wurden Songwriter nicht berücksichtigt." Dies habe man nun offenbar doch verhindern können.

Joy und Linnea Deb zeigten sich nach der ursprünglichen Entscheidung des finnischen Fernsehens enttäuscht darüber, nicht Teil der Delegation sein zu können. Beide erklärten, dies sei keine professionelle Arbeitsweise und man werde es sich in Zukunft gut überlegen, noch einmal für YLE tätig zu werden. Saara Aalto, die mit "Monsters" nach Lissabon fährt, tritt dort im ersten Halbfinale am 8. Mai auf.

Schweden: Sanna Nielsen wird Co-Kommentatorin



Schweden - Die Liste der Kommentatoren und Punktesprecher für den Eurovision Song Contest 2018 füllt sich. Heute stellte das schwedische Fernsehen SVT sein Team für die Berichterstattung vor. So wird Edward af Sillén, Scriptwriter des Eurovision Song Contests 2013 und 2016 sowie der Jubiläumsshow "Eurovision's Greatest Hits", erneut für SVT den Kommentar sprechen. Als Co-Kommentatorin agiert Sanna Nielsen.

Sanna, die Schweden 2014 mit "Undo" beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen vertreten hat und dort dritten Platz belegt hat, war schon 2015 als Kommentatorin für das schwedische Fernsehen tätig. Außerdem bestätigte SVT, dass Felix Sandman, der Zweitplatzierte des diesjährigen Melodifestivalen die Höchstwertung der schwedischen Jury im Song Contest-Finale am 12. Mai verlesen wird.

Alle drei Shows laufen im Hauptprogramm auf SVT 1. In Deutschland übernimmt den Job des Kommentators erneut Peter Urban, der gestern bereits beim ersten Songcheck seine Bewertungen zu den ersten Beiträgen des Jahrgangs kundgetan hat. Als Spokespersons für Deutschland meldet sich wieder Barbara Schöneberger von der Reeperbahn.

Road to Lisbon (32/43): Serbien


Serbien - Serbia - la Serbie - Сpбија

Faktencheck zur Lage der Nation:

Hauptstadt: Belgrad (Luftlinie nach Lissabon: 2.531km)
Einwohner: 7,1 Mio.
Fläche: 88.361km²
Sprachen: Serbisch

Trivia To Go: Serbien ist, ähnlich wie die übrigen Länder des ehemaligen Jugoslawien ein eigener kultureller Mikrokosmos. Neben Serben leben hier vor allem Sinti und Roma, volksläufig auch als Zigeuner bekannt. Die ethnische Vielfalt merkt man u.a. daran, dass die Volksmusik von Dorf zu Dorf verschieden ist und es Unterschiede bei der lokalen Küche gibt. So nahm jede serbische Gemeinde von ihren Bewohnern, ob Türken, Rumänen, Ungarn oder Roma etwas auf. Allein wer auf der A1 von Novi Sad nach Niš fährt wird zwischen k.u.k.-Bauten und Moscheen alles erleben. Obacht ist jedoch bei Raserei auf der Autobahn geboten, durch ein ausgeklügeltes Mautsystem wird nicht nur die zurückgelegte Strecke, sondern auch die dafür benötigte Zeit errechnet. Wer schneller ist als die errechnete Geschwindigkeitsvorgabe bezahlt das Bußgeld direkt bei an der Ausfahrt.

Aus 63 Jahren Eurovision Song Contest:
Debüt: 2007 mit Marija Šerifović (als  Serbien, 2004 als  Serbien-Montenegro, 1961 als  Jugoslawien
Teilnahmen insgesamt: 10 (davon 2x Top Five)
Bestes Ergebnis: 1. Platz (2007 mit Marija Šerifović)
Größer Punktelieferant:  Mazedonien (156)
Im letzten Jahr: 11. Platz im Semifinale mit Tijana Bogićević
Zuständiger Rundfunk: RTS

Die letzten drei Jahre: 
2014 musste auch Serbien aus Kostengründen aussetzen und war nicht in Kopenhagen dabei. 2015 kehrte das Land dafür umso fulminanter zurück und belegte mit der stimmgewaltigen Bojana Stamenov und "Beauty never lies" den zehnten Platz im Finale. Ganz konnte Sanja Vučić im Jahr daran nicht anschließen, ihr "Goodbye (shelter)", ein Lied, das sich gegen häusliche Gewalt an Frauen richtete, belegte den 18. Platz im Finale von Stockholm. Gar nicht erst ins Finale schaffte es Tijana Bogićević mit ihrem "In too deep" aus der Feder von Borislav Milanov, Joacim Persson und Johan Alkenas, die parallel auch für Mazedonien verpflichtet wurden und beide Nationen ins Aus bugsierten. Während Mazedonien auf dem 15. Platz im Semifinale landete, fehlten Serbien nur drei Punkte zum Finale.

Was uns in Lissabon erwartet:

Interpret: Sanja Ilić & Balkanika (Сања Илић & Балканика)
Titel: Nova deca (Нова деца)
Gesungen auf: Serbisch
Text & Musik: Sanja Ilić, Tanja Ilić, Danica Krstajić, Darko Dimitrov
Teilnahme im…: zweiten Semifinale am 10. Mai

Über den Künstler: Aleksandar Sanja Ilić wurde 1951 in Belgrad geboren und begann bereits mit zwölf Jahren Lieder zu komponieren. 1976 schickte er mit "Baj baj baj" seinen ersten Titel zur Jugovizija, dem damaligen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest, gesungen von Bisera Veletanlić. 1982 komponierte er "Halo, halo", mit dem Jugoslawien durch die Gruppe Aska beim Song Contest in Harrogate vertreten wurde. Später schuf er auch die Torhymne von Roter Stern Belgrad. 1998 gründete er die Gruppe Balkanika, eine insgesamt elfköpfige Formation, die nach Ilićs Angaben die moderne serbische Musikkultur mit historischen byzantinischen Klängen vermischen soll. Mit "Nova deca" ("Neue Kinder") konnten sie sowohl im Jury- als auch im Televoting die maximale Punktezahl bei der Beovizija einheimsen. Dort war Ilić mit der Flöte bewaffnet im Background zu sehen.

Eurofire’s Kommentar:

Bewertung: 9 von 10 Punkten

Serbien schlägt die zweite Balkanhymne aus Montenegro um Längen. Flötenschlumpf Sanja Ilić hat einen großartigen Beitrag geschrieben, der allein schon aufgrund der Wehklagen seiner Sängerinnen ein Alleinstellungsmerkmal hat. Richtig in Fahrt kommt das Lied allerdings erst nach einer guten Minute, wenn der Herrengesang zum Refrain ansetzt. Da vereint sich alles, was man von einem ordentlichen Balkanlied erwartet, ein bisschen "Oro", ein bisschen "Ljubav je" und ganz viel Folk. Mit diesem Epos hat es Serbien in diesem Jahr in meine Top Five vorgearbeitet und ich hoffe, dass das Lied auch in Europa ganz viele Freunde findet, sodass wir es im Mai zweimal zu hören bekommen. Im Finale wird das Lied nichts reißen, aber es dort zumindest wiederzusehen, wäre ein toller Erfolg.


Video:

Sanja Ilić & Balkanika - Nova deca

Ein Wort zu...:
 Kosovo - Letzte Teilnahme: bislang keine

Seitdem sich der Kosovo 2008 von Serbien losgesagt hat, klopft der kosovarische Rundfunk RTK bei der Europäischen Rundfunkunion an, um Vollmitglied zu werden und folglich auch am Eurovision Song Contest teilzunehmen. Obwohl die EBU Starthilfe beim Aufbau von öffentlich-rechtlichen Rundfunkstrukturen bot, verneinte die Union bislang die Aufnahme mit der Begründung, der Kosovo sei kein Mitglied in der Internationalen Fernmeldeunion. Zuletzt kritisierte Senderchef Mentor Shala die EBU: "Das ist ein absurder Grund, da wir von sämtlichen Verbänden wie der UEFA, FIFA und dem IOC anerkannt werden. Wir wissen, dass der Kosovo aufgrund der fehlenden UN-Mitgliedschaft kein Vollmitglied der EBU werden kann, danach fragen wir auch gar nicht. Wir wollen nur beim Eurovision Song Contest singen!", heißt es aus Priština.