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Sonntag, 30. November 2025

Eurofire: Eine Woche Betriebsferien


Irland
- Zunächst einmal wünsche ich allen Lesern einen fröhlichen ersten Advent, die Weihnachtszeit naht heran und mit ihr nicht nur Entscheidungen darüber ob es Gans, Ente oder Kartoffelsalat mit Würstchen geben soll, sondern auch wichtige Entscheidungen in Bezug auf den Eurovision Song Contest 2026 in Wien. Am Donnerstag und Freitag findet die lang erwartete Generalversammlung der Europäischen Rundfunkunion statt und nach allem was in den letzten Wochen gemeldet und geschrieben wurde, darf man erwarten, dass es dort zwischen den Delegationen der Rundfunkanstalten und Vertretern der EBU hoch hergehen wird.

Noch immer steht die Frage im Raum, ob Israel am Eurovision Song Contest teilnehmen wird oder nicht, eine offizielle Abstimmung der Sendeanstalten wurde von der EBU abgesagt, dennoch wird es eine eingehende Diskussion zu dieser Thematik geben. Mehrere Sender, etwa RTVE in Spanien und RTVSlo aus Slowenien machen ihre Teilnahme in Wien vom Ausschluss Israels abhängig und haben diese Meinung bereits offen kundgetan, weitere Rundfunkanstalten wie RTÉ in Irland, AVROTROS in den Niederlanden und RÚV in Island vertreten einen ähnlichen Standpunkt. Die Maßnahmen der EBU in Hinblick auf das Voting gehen vielen nicht weit genug.

Dagegen gelten insbesondere der ORF aber offenbar auch die ARD, vertreten durch den SWR, als Befürworter der israelischen Teilnahme, andere Stationen wie DR in Dänemark oder NRK in Norwegen verhalten sich neutral und sehen den kulturellen und verbindenden Charakter der Eurovision im Vordergrund. Wie auch immer das Ergebnis der Generalversammlung ausfallen wird, irgendwo wird es Verlierer geben. Die Ergebnisse der Besprechungen tragen wir unverzüglich nach, ich muss aber aller Voraussicht nach trotzdem auf den Freitagabend vertrösten, da ich mich zwischen Montag und Freitagnachmittag zu einem Kurzurlaub nach Dublin verabschiede.

In den Zeitraum dieser Abwesenheit fallen u.a. auch die Bekanntgabe der Teilnehmer des Melodifestivalen in Schweden im kommenden Jahr und gewiss auch weitere interessante Nachrichten, die ich versuchen werde zeitnah nachzuliefern. Man möge es mir aber nachsehen, dass auch ich mal eine kurze Auszeit vom Eurovisionsgeschehen nehmen möchte. Insofern vertröste ich auf die lieben Kollegen diverser Websites und bitte um Geduld, dass ich sämtliche Nachrichten erst Ende der Woche hier zu Papier bringen werde. Ich wünsche eine schöne Woche und hoffentlich möglichst zufriedenstellende Nachrichten aus der ESC-Welt.

Sonntag, 4. Mai 2025

Eurofire: Ergebnis des Preview-Votings 2025


Europa
- "We have done the math", unser kleines Preview-Voting ist abgeschlossen. In den vergangenen 37 Tagen gingen insgesamt 1.021 Stimmen für die Beiträge des diesjährigen Wettbewerbs ein. Es ging darum, die Songs nach eigenen Vorlieben zu bewerten, wie schon in den letzten Jahren. Zwischenzeitlich gab es zwei kleine Pannen, das Voting zu Spanien musste verzögert beginnen, nachdem der Server unseres Poll-Anbieters down war, vorgestern wurde das Voting zu Albanien mit von Scam-Wertungen beeinflusst, die entsprechenden Wertungen wurden herausgefiltert.

Und somit haben wir nun ein Ergebnis, das Jon Ola Sand dereinst mit "Take it away" austeilen würde. Zunächst: der diesjährige Gewinner deckt sich mit den Wettquoten, den Meinungen vieler Fans und auch mit meiner persönlichen Vorahnung. Doch schon allein der zweite Platz erstaunt mich ein wenig. Deutschland erhielt bei 28 abgegebenen Wertungen immerhin 6,39 Punkte im Durchschnitt und liegt damit solide im Mittelfeld. Mitfavorit Österreich rangiert bei den Eurofire-Lesern nur bei 5,88 Punkten. Die Schlusslichter bilden Kroatien und Portugal mit jeweils unter drei Punkten im Durchschnitt.


Zur farblichen Erläuterung: Die bereits für das Finale gesetzten Big Five und Gastgeber Schweiz sind in Gelb unterlegt, die Qualifikanten aus dem ersten und zweiten Halbfinale jeweils in verschiedenen Grüntönen und Länder, die sich gemäß unserer Leser nicht qualifiziert hätten, sind Rot unterlegt. In diesem Jahr gibt es mit Italien und Montenegro auch einen Gleichstand nach Punkten von 5,94. In diesem Fall haben wir die Anzahl der Höchstwertungen als Ausschlag genommen, Italien mit 5x12 Punkten höher zu werten als Montenegro, das nur 3x12 Punkte erhielt.

Somit sagen wir "Herzlichen Glückwunsch" in Richtung Schweden. Vor zwei Jahren hat Loreen ebenfalls unser Ranking gewonnen und ging in Liverpool auch als Siegerin vom Platz. Wir dürfen gespannt sein, wie nah dieses Ergebnis am tatsächlichen Endergebnis des Eurovision Song Contests liegt bzw. wie viele der hier qualifizierten Acts auch tatsächlich ins Finale einziehen. Das Ganze schauen wir uns noch einmal an, sobald der Eurovision Song Contest vorbei ist. Nunmehr heißt es aber erst einmal weiter proben, um 10:30 Uhr finden in Basel bereits die nächsten Einzelproben der Halbfinalisten vor.

Dienstag, 31. Dezember 2024

Eurovision: Schlusswort zum Jahr 2024


Europa
- Weihnachten liegt hinter uns und in wenigen Stunden auch das gesamte Jahr 2024. Und so dystopisch die Medien über das Weltgeschehen berichten, so unsicher scheint es im Jahr 2025 auch weiterzugehen. Insofern freuen wir uns über die kleinen Dinge, etwa den Maßnahmenkatalog den die Europäische Rundfunkunion angekündigt hat und beim Song Contest in Basel umsetzen möchte, um den Eurovision Song Contest wieder gerade zu rücken. Die über Jahrzehnte hinweg aufgebaute positive Reputation des Wettbewerbs geriet in Malmö in Schieflage.

Eine giftige Atmosphäre vor und hinter den Kameras in Malmö machten die Eurovision in diesem Jahr zu einem Event der anderen Art. Gleich mehrere Künstler beklagten sich über den Umgang mit den Delegationen, störten sich an der Teilnahme Israels und protestierten gegen den Ausschluss der Niederlande vom Song Contest-Finale. Die Aufarbeitung fand in Zusammenarbeit zwischen EBU, den teilnehmenden Rundfunkanstalten und den Delegationen statt, eine Reihe von Maßnahmen wurde verabschiedet, um eine Parade des Schreckens wie in Malmö zu verhindern. Ob dies gelingt werden wir im Mai sehen.

Bis dahin finden europaweit noch zahlreiche Vorentscheide statt, zuletzt hat auch das irische Fernsehen RTÉ seinen Vorentscheid für 2025 angekündigt. 38 Nationen sind mit dabei, u.a. auch die disqualifizierten Niederlande und Rückkehrer Montenegro. Somit ist die Show nach jetzigem Stand größer und ein wenig bunter als es in Malmö der Fall war. Wenngleich wir immer noch auf die Rückkehr einiger Nationen warten, die einst zum Stamminventar der Eurovision zählten. Doch auch hier mischen nicht nur Geldbeträge sondern vor allem die Politik mit, in einigen Ländern wie etwa der Türkei oder Ungarn stören sich konservative Verantwortliche an den liberalen und inklusiven Werten der Veranstaltung.

Von Belarus und Russland wollen wir lieber gar nicht erst reden, das ist ein ganz anderes Kapitel. Und somit hoffe ich, dass sich früher oder später, vielleicht ja schon im Jahr 2025, Lösungsansätze finden, die vielleicht nicht nur die Eurovision sondern auch das globale Bild verändern könnten. Es wäre schön... Bis es so weit ist, bleibt mir zumindest an dieser Stelle nicht mehr viel übrig, als allen Lesern für ihre Aufmerksamkeit zu danken, Glück und Gesundheit für das kommende Jahr zu wünschen und weiterhin zu hoffen, das die Berichte und Nachrichten hier nicht gänzlich in der Leere verhallen und sich der ein oder andere an den Informationen erfreut hat. 

In diesem Sinne, alles Gute
Eurofire

Dienstag, 24. Dezember 2024

News-Splitter (1074)


Kroatien
- Bei der Dora 2025 gibt es wieder ein erstes personelles Stühlerücken. Wie der Sender HRT berichtet, sind Lara feat. LSQ mit "Mama" nicht mehr länger Teil der Line Up, sodass der Beitrag "Ful kul" von den Swingers nachrückt. Die Gründe für den Rückzug ist nicht bekannt. Sollte es zu weiteren Ausschlüssen oder Rückzügen kommen, hat HRT noch drei weitere Interpreten als Reservekandidaten nominiert. Die insgesamt 24 Interpreten verteilen sich auf zwei Halbfinals, die im Februar stattfinden sollen, das große Finale der Dora findet am 2. März in Opatija an der Adriatischen Küste statt. Gesucht wird der Nachfolger von Baby Lasagna und "Rim Tim Tagi Dim".

Deutschland
- Der Ticketverkauf für den deutschen Vorentscheid "Chefsache ESC 2025" ist angelaufen. Wie Eurovision.de meldet, sind die Tickets ausschließlich über Raab Tickets erhältlich und kosten 55 Euro pro Karte. Für die Finalshow am Samstag, den 1. März gibt es allerdings nur noch eine Warteliste, die Show ist ansonsten bereits restlos abverkauft. Für die drei übrigen Shows sind noch Karten erhältlich, die Veranstalter weisen jedoch gesondert darauf hin, dass die Zuschauer vor Ort mindestens 16 Jahre alt sein müssen und die Sitzplatzvergabe vor Ort durch die Produktion erfolgt. Weitere Informationen gibt es hier.

Europa
- Und auf diesem Wege möchte ich allen Lesern und Freunden des Eurovision Song Contests frohe Weihnachten wünschen. Mir hat eine Dame im Zug neulich nach der Fahrkartenkontrolle einen gehäkelten Glückswurm geschenkt, der für Glück, Gesundheit und Freude sorgen soll und so wünsche ich ebenso allen Lesern nur das Beste und besinnliche Feiertage. Insofern heißt es von mir Merry Christmas, Joyeux Noël, Buon Natale, Feliz Navidad, God Jul, Boldog Karácsonyt, Veselé Vianoce, Vrolijk Kerstfeest, Hyvää Joulua, Καλά Χριστούγεννα, Sretan Božić, Linksmų švenčių, Wesołych Świąt, Feliz Natal, Crăciun Fericit und з Різдвом Христовим.

Montag, 6. Mai 2024

Kommentar: Die Last Minute-Aufholjagd von Irland


Europa 
- In wenigen Stunden ertönt es wieder, das "Te Deum", die Melodie auf die ich mich meist ein ganzes Jahr freue. So auch in diesem Jahr, wenngleich die zunehmende Politisierung nicht unbedingt dazu beigetragen hat, dass man sich in diesem Jahrgang wohlfühlt. Man kann auch darüber streiten, ob es klug von der EBU war, die Proben und die generelle Berichterstattung aus Malmö derart klein zu halten. Es gab Jahre, da habe ich Stunde und Stunde jedem einzelnen Bericht hinterhergefiebert, der aus Belgrad, Baku oder sonstwo herkam.

Das war in diesem Jahr nun doch etwas anders, kleine TikTok-Schnipselchen und eine zehn Bilder umfassende Galerie an Fotos ermöglichen keine seriöse Berichterstattung, weder hier noch andernorts, Pressekonferenzen oder andere Side-Events wurden ebenso stiefmütterlich abgehandelt wie der gestrige Tiefpunkt, der Willkommensempfang. Den zweistündigen Youtube-Stream hätte man sich klemmen können, es hätte Kosten gespart. Sei's drum, nun geht es an den wichtigsten Part der Eurovision, nämlich die Liveshows und da wird uns ab morgen viel geboten.

15 Nationen kämpfen am Abend um zehn freie Finalplätze, zudem dürfen Olly Alexander, Isaak und Marcus & Martinus ihre Beiträge schon im Halbfinale in voller Länge singen um Chancengleichheit im Finale zu schaffen. Ob dies wirklich einen Ausschlag gibt, wird sich erst im Nachgang zeigen. Spannend ist da vielmehr, wie sich die Wettquoten nach der Probenwoche verändert haben. Lag Nemo aus der Schweiz letzte Woche noch mit solidem Vorsprung vor Kroatien, so kommt "The code" mit einer Siegwahrscheinlichkeit von 16% nur auf den zweiten Platz.

Baby Lasagna, wohlgemerkt auch mein Favorit, hat seinen Vorsprung auf 28% ausgebaut. Bei einigen Wettanbietern gibt es für einen gesetzten Euro gerade einmal 2,50 Euro zurück, sollte man auf Hrvatska gesetzt haben. Eine bemerkenswerte Aufholjagd in den Quoten hat allerdings Irland hingelegt. Zwar lag Bambie auch schon vor den Proben in den Top Ten, nicht zuletzt dadurch bedingt, dass Wetten in Irland wie auch im UK Volkssport ist, nun liegt Bambie allerdings auf dem fünften Platz, hinter der Ukraine und vor den Niederlanden mit 6% Siegwahrscheinlichkeit.

Man muss auch sagen, dass sich Irland in diesem Jahr entwickelt hat wie Polen im vergangen Jahr. Bambies Auftritt beim Vorentscheid war, nicht zuletzt der RTÉ-Produktion geschuldet, grenzwertig und deutlich ausbaufähig. Aber das Team hat sich an das Feintuning gemacht und dem Beitrag eine ganz besondere Show verpasst, quasi einen Markenstempel aufgedrückt. So wie es auch Blanka im Vorjahr mit "Solo" geschafft hat. Hinzu kommt, dass die Bühnenshow fulminant ist, düster, unheimlich aber dennoch spannend bis zuletzt. Von daher drücke ich Irland beide Daumen, dass es nach Ryan O'Shaughnessy im fernen Jahr 2018 endlich wieder mit dem Finale klappt.

Deutschland liegt mit Isaak auf dem 26. Rang eingekeilt zwischen Electric Fields aus Australien und Tali aus Luxemburg. Doch geht es zunächst einmal nicht um die reine Frage, wer das ganze Event als Sieger verlässt, sondern auch, wer sich morgen und Donnerstag für das Finale qualifiziert. Da gehen die Meinungen zum Teil weit auseinander, Musik und Show wird an subjektiven Kritikpunkten gemessen, das ist völlig legitim. Und so möchte auch ich einen Tipp abgeben, wer es meiner Meinung nach ins Finale schaffen wird bzw. wem ich es persönlich wünschen würde.

Meine Prognose wer es ins Finale schafft (in alphabetischer Reihenfolge):
Finnland
Irland
Kroatien
Litauen
Luxemburg
Polen
Portugal
Serbien
Ukraine
Zypern

Wenn es nach meinem Gusto gehen würde, dann würde ich Portugal mit Slowenien tauschen, ich habe allerdings Bedenken, dass "Veronika" mit eben jener Choreographie tatsächlich Anklang findet. Nicht nur, weil im Halbfinale ein reines Televoting gilt, was u.a. Finnland definitiv gelegen kommen wird, sondern auch, weil der Inhalt des Songs ob der slowenischen Sprache nur durch Ausdruck und die Anmoderation der Kommentatoren rübergebracht werden kann. Ich weiß nicht, ob die Geschichte von Veronika Deseniška, die 1425 erst von der Hexerei freigesprochen später jedoch ritterlich ersäuft wurde, verstanden wird.

Für klare Nicht-Qualifikanten halte ich Moldawien, das bei seinem Staging doch lieber die Klone aus dem Vorentscheid hätte behalten sollen und den mauen Beitrag aus Island. Hera Björk ist eine Ikone was die Eurovision betrifft, aber das Lied ist eine einfallslose Nummer ohne wirkliche Seele. Auf wackeligen Beinen sehe ich auch Aserbaidschan und Australien, beides mit einer traditionellen Note, der absolute Krachereffekt wird aber voraussichtlich nicht eintreten. Vielleicht täusche ich mich auch und morgen Abend sitzen wir alle mit einem offenen Mund vor dem Fernseher, aber ich schätze das sämtliche Rankings eine recht eindeutige Sprache sprechen.

Montag, 29. April 2024

Eurofire: Ergebnis der Road to Malmö 2024


Deutschland
- In den letzten gut fünf Wochen habt ihr fleißig abgestimmt und während der "Road to Malmö" über eure Favoriten abgestimmt. Insgesamt gingen 1.077 Stimmen für die 37 Teilnehmerländer ein, dafür ein herzliches Dankeschön! Aufgrund von Zeitknappheit fällt das spannungserzeugende Video 2024 leider aus, dafür folgt eine nüchterne Tabelle, in der alle Durchschnittsplatzierungen angezeigt werden. Im Fall eines Gleichstandes (den es heuer auch gibt) entscheidet wie beim Song Contest, wer mehr höhere Wertungen hat. Armenien und Lettland haben beide jeweils zwei 12er erhalten, Armenien allerdings vier 10er und Lettland keinen.


Würde es allein nach den Eurofire-Lesern gehen, würde Kroatien mit Baby Lasagna den Wettbewerb mit relativ großem Abstand vor Litauen und Italien gewinnen. Um die Übersicht etwas kompakter zu gestalten, zeigen die einzelnen Farben an, welche Länder sich durch euch für das Finale am 11. Mai qualifiziert hätten. Die Qualifikanten aus dem ersten Halbfinale sind Gelb markiert, die aus dem zweiten Halbfinale Orange. Die bereits gesetzten Finalisten (Big Five und Schweden als Gastgeber) sind Grün hinterlegt, in den Halbfinals ausgeschiedene Beiträge Rot. Unter den 26 Finalisten hätte Isaak mit durchschnittlich 4,06 von 12 Punkten den letzten Rang unter euch belegt. Die generelle rote Laterne geht in diesem Jahr an Hera Björk aus Island.

Natürlich wurde nach subjektiven Gesichtspunkten aufgrund der bisherigen Live- und Studioversionen der Titel, ob sich das User-Ranking am Ende mit den Geschehnissen in den Liveshows deckt, bleibt abzuwarten und hängt sowohl von der Tagesform der Interpreten als auch dem Abstimmungsverhalten der Juroren und Zuschauer sowie nicht zuletzt von den Auftritten selbst ab. Dennoch sage ich noch einmal vielen Dank für das rege Interesse an den Previews im Rahmen der "Road to Malmö". Inzwischen sind wir dort angekommen, in der Arena wird fleißig geprobt und in wenigen Tagen erfahren wir, wer die Nachfolge von Loreen antritt, die im Jahr 2023 übrigens an der Spitze des Eurofire-Rankings stand, gefolgt von Käärijä aus Finnland auf der Zwei, ähnlich wie im Finale von Liverpool selbst.

Sonntag, 24. Dezember 2023

Eurofire: Weihnachtsgrüße 2023!


Europa
- Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, der albanische Song Contest-Beitrag steht fest und deutschlandweit sind die ersten Tonnen Lebkuchen verzehrt. Somit wird es wieder Zeit für die obligatorischen Weihnachtsgrüße bei Eurofire. Anders als in den Vorjahren haben wir bereits mehr als nur zwei, drei Interpreten, die für den Eurovision Song Contest im kommenden Jahr nominiert wurden, sondern schon neun Kandidaten, dafür fehlt noch die finale Bestätigung, ob Rumänien in Malmö dabei sein wird oder nicht.

Wir beschließen ein Jahr, in dem Johnny Logan seinen ewigen Rekord als einziger Interpret mit zwei Siegertiteln mit Loreen teilen muss und ein Jahr, in dem Deutschland wieder einmal den letzten Platz belegt hat, wenngleich mit einer tollen Band, deren Leadsänger Chris Harms in einem Interview jüngst noch einmal betont hat, dass Lord of the Lost durch die Eurovision nur gewonnen und nichts verloren hat. Wie es 2024 aus deutscher Sicht weitergeht, steht noch in den Sternen und wäre Kaffeesatzleserei, weshalb wir uns mit Prognosen und dem Streuen von Gerüchten zurückhalten.

Alle Nachrichten rund um den Song Contest in Malmö werden wir möglichst zeitnah begleiten, berufsbedingt teilweise aber auch mit etwas Verzögerung. Und trotz der alljährlich beschworenen schweren Zeiten, haben wir nichts an unserer Passion "Eurovision" verloren und blicken hoffnungs- und erwartungsvoll nach Schweden, wo 37 bis 38 Nationen zum großen Liederwettstreit antreten werden. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern zunächst besinnliche Tage und frohe Weihnachten. 

Abschließen möchte ich dieses Posting mit einem Lied, das ich 2016 bereits im Eurofire-Adventskalender vorgestellt habe und das mir in den letzten Tagen wieder verstärkt durch den Kopf ging. 

Fröhliche Weihnachten! - Merry Christmas! - Joyeux Noël! - Buon Natale! - Prettige Kerstdagen! - ¡Feliz Navidad! - Feliz Natal! - Wesołych Świąt! - Veselé Vánoce! - Boldog Karácsonyt! - God Jul! - Καλά Χριστούγεννα! - Счастливого Рождества! - Hyvää Joulua! - Срећан Божић! - Crăciun Fericit! - !عيد الميلاد السعي - Glædelig Jul!

Szilvia Péter Szabó - Little Drummer Boy

Donnerstag, 8. Juni 2023

Eurofire: Podcast-Tipp mit Andi und Mikkel


Deutschland
- Wer sein persönliches ESC-Sommerloch stopfen möchte, für den habe ich heute einen kleinen Podcast-Tipp, den ich wärmstens empfehlen kann. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an die Songchecks aus dem Jahr 2020, als Corona uns den Eurovision Song Contest genommen hat. Damals saßen u.a. Andi und Mikkel von PietSmiet vor dem Glitzervorhang des NDR und haben ihre Meinung kundgetan.

Machen ihre Arbeit großartig:
Mikkel und Andi
Das Dilettantische Duett, das gerade seine 300. Podcast-Folge gefeiert hat, beschäftigt sich nämlich ebenso mit dem Eurovision Song Contest und hat eigens hierfür nun auch einen separaten, sehr hörenswerten und regelmäßig fortgesetzten Podcast aufgebaut, der sich mit der Historie und aktuellen Geschehnissen rund um die "schönste Nebensache der Welt", wie sie beide es bezeichnen, beschäftigt. Einige Folgen sind bereits auf Spotify und anderen Podcast-Plattformen hörbar.

Dazu gibt es gegen einen kleinen finanziellen Obolus (ab 5€ monatlich) auf Steady exklusive Podcast-Folgen. So ging dort heute etwa eine neue Folge online, die sich mit den Lebensläufen von Freddy Quinn und Walter Andreas Schwarz, den ersten beiden deutschen Song Contest-Vertretern beschäftigt. Gut recherchiert und keinesfalls oberlehrerhaft dargeboten, präsentieren Andi und Mikkel triviale und hoch interessante Fakten, sodass ich das Duo nur allzu gerne weiterempfehlen kann.

Montag, 1. Mai 2023

Eurofire: User-Abstimmung aller 37 Beiträge


Europa
- In den letzten Tagen und Wochen standen alle 37 Beiträge des diesjährigen Eurovision Song Contest zur Wahl. Unsere Leser hatten die Möglichkeit genau wie im richtigen Wettbewerb zwischen null und zwölf Punkten zu verteilen und nunmehr ist es an der Zeit, das Ergebnis unserer User-Abstimmung zu präsentieren. Im Falle eines Punktegleichstandes (und den gibt es in diesem Jahr tatsächlich einmal), entscheidet die höhere Einzelwertung, welcher Beitrag sich besser platziert.

Zu guter Letzt noch ein herzliches Dankeschön an alle, die über die vergangenen Wochen abgestimmt haben und somit zumindest ein für unsere kleine Community repräsentatives Ergebnis zustande gebracht haben. In der Summe kamen 1.028 Stimmen zusammen. Neben den üblichen Verdächtigen, die sich auch mit den Wettquoten und Erwartungen der Bubble decken, gibt es auch einige Überraschungen. Nun aber genug gespoilert, viel Freude bei unserem kleinen Präsentationsvideo.

Eurofire.me Preview-Voting 2023

Samstag, 24. Dezember 2022

Eurofire: Frohe Weihnachten!


Europa
- Auch wenn die kommenden Feiertage für mich Arbeitstage sind, komme ich nicht umhin, allen Lesern, die nach wie vor regelmäßig auf dieser Website vorbeischauen, frohe Feiertage und besinnliche Weihnachten zu wünschen. Auch wenn es in vielerlei Hinsicht ein schweres Jahr war, geprägt durch den Krieg in Ukraine, Corona-Maßnahmen, Energiekrise und anderen belastenden Ereignissen, so wollen wir zumindest das Jahresende einigermaßen souverän bestreiten...

Wie schon seit Einführung von Eurofire sind die Weihnachtstage relativ nachrichtenarme Tage, wenngleich wir mit Tvorchi und Albina und ihrer Familie Kelmendi bereits zwei präsentationsfertige Song Contest-Beitrag haben. Erst vorgestern wurde in Tirana mit dem üblichen Juryvotum gebrochen und der Titel für Liverpool durch ein Zuschauervoting ermittelt. Hinzu kommen Planungen für zahlreiche Vorentscheidungsformate Anfang kommenden Jahres, auf die wir uns schon sehr freuen. Um den deutschen Vorentscheid ist es mal wieder recht ruhig, bleibt zu hoffen, dass der NDR weiß, was er tut.

Im nächsten Jahr findet der Song Contest erstmals seit 1980 nicht im Siegerland des Vorjahres statt, sondern im Vereinigten Königreich. Die BBC wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Liverpool, aber auch mit einem Team des ukrainischen Fernsehens UA:PBC eine Show organisieren, die sowohl das UK als auch die Ukraine repräsentiert. Der Spagat aus Unterhaltung, kultureller Rücksichtnahme und europäischer Einheit findet allerdings in kleinerem Kreise statt als üblich. Mit Bulgarien, Montenegro und Nordmazedonien haben gleich drei Nationen vom Balkan ihre Teilnahme in Liverpool verneint.

Der Wettbewerb wird damit nur mit 37 Nationen stattfinden, die aber hoffentlich dennoch ein kurzweiliges Portfolio auf die Beine stellen werden. Die nächsten Wochen werden es uns zeigen. Nunmehr wünsche ich allen Lesern aber zunächst ein paar wohlwollende Tage im familiären Kreis mit allem was dazu gehört und drücke die Daumen, dass die Weihnachtsfeiertage ohne Blessuren über die Bühne gehen werden. Die obligatorischen Weihnachtsgrüße gibt es hier. Und in diesem Sinne wünsche ich frohe Weihnachten, Merry Christmas, Joyeaux Noël, Buon Natale und Prettige Kerstdagen!

Fyr og Flamme - Her hos mig

Sonntag, 1. Mai 2022

Eurofire: Preview-Voting 2022


Europa
- In den letzten sechs Wochen haben wir alle 40 Teilnehmer des diesjährigen Eurovision Song Contests vorgestellt und erstmals auch ein Voting veranstaltet, in dem man die Beiträge auf der Eurovisionsskala von null bis zwölf Punkte bewerten konnte. Insgesamt gingen 2.688 Stimmen ein, im Schnitt also rund 67 Wertungen pro Beitrag. Dafür sage ich schon einmal herzlichen Dank. Gefragt wurde nach der persönlichen Meinung zu den Beiträgen, unabhängig davon, ob eine Qualifikation oder ein Sieg realistisch erscheint. Und so haben wir nun ein Stimmungsbild erhalten, dass wir natürlich nicht unkommentiert lassen möchten.

Um das Ganze nicht nur als plumpe Tabelle aufzulisten und ein bisschen darüber zu philosophieren, haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und ein 25köpfiges Core-Team mit der Produktion eines HD-Videos beauftragt. Das stimmt zwar nicht ganz, aber mit wenigen Mitteln kann man auch eine ganz nette Präsentation auf die Beine stellen und genau das werden wir hier nun peu à peu tun. Gelistet sind die 40 Nationen nach ihrer durchschnittlichen Punktezahl und wie es sich für den Eurovision Song Contest gehört, fangen wir natürlich bei Platz 40 an und arbeiten und langsam zum Spitzenreiter und damit dem Sieger der Eurofire-Community vor. 

And the winner is...

Sonntag, 17. April 2022

Eurofire wünscht frohe Ostern!


Europa
- Alexander Klaws und Ella Endlich haben bei RTL die Passion nachgespielt, die so oder so ähnlich vor 2.000 Jahren irgendwo im Nahen Osten stattgefunden haben soll. Nun habe ich es nicht so sehr mit Bibelfestigkeit, aber die Osterzeit bedeutet für uns auch stets, dass der Eurovision Song Contest in den Startlöchern steht und in zwei Wochen schon die ersten Delegationen in Turin rotieren. Heute in vier Wochen ist dann schon wieder alles vorbei und der Katersonntag der PED steht bevor. Bevor es so weit ist, absolvieren wir aber noch die schönsten Wochen des Jahres.

Unter anderem müssen wir noch unsere Previews zu einem gütigen Ende bringen, heute steht der Tag im Zeichen des deutschen Beitrags "Rockstars" von Malik Harris. Nachdem alle 40 Titel vorgestellt wurden, präsentieren wir das Gesamtergebnis unserer Eurofire-Abstimmung, anschließend beginnen die Proben im PaliOlimpico. Daneben findet noch der American Song Contest statt, es gibt also noch viel Programm in den nächsten Wochen. Und wer am Osterwochenende in Tristesse verfällt, dem sei der alljährliche Osterhit-Marathon bei Radio Hamburg empfohlen, bei dem heuer die Top 833 gespielt werden.

Die Zahl orientiert sich an der Jahreszahl des Hamburger Hafengeburtstags, der in diesem Jahr zum 833. Mal begangen wird. Rund um die Uhr werden die Wunschlieder der Hörer gespielt und nicht nur die immer gleiche Chartsgrütze. Wohl im Zuge des Ukraine-Krieges hat es auch Jamala mit "1944" in die Liste geschafft (Platz 651). Die Top 20 werden bis zuletzt unter Verschluss gehalten, reinhören kann man hier. Ansonsten wünsche ich frohe Ostertage, Happy Easter, Joyeuses Pâques, Wesołych Świąt, Kellemes húsvéti ünnepeket und was nicht sonst noch alles sowie erholsame Ruhetage.

Freitag, 31. Dezember 2021

Eurofire: Silvestergrüße 2021


Europa
- In wenigen Stunden heißt es "Willkommen 2022", das ZDF nimmt es sogar wörtlich und sendet unter dem Motto "Celebrate at the Gate" seine alljährliche Silvesterparty vom Brandenburger Tor. Nun ist es so, dass in diesem Jahr nur zehn Personen zusammenkommen dürfen, was diejenigen, die heute Abend ihren Raclette-Grill herausholen nicht in die Bredouille bringen dürfte, hat so ein Ding im Regelfall doch nur acht Pfännchen. Trotzdem hätte man sich einen besseren Jahresabschluss gewünscht, als schon wieder einen Abend, der von Restriktionen und der Ungewissheit bestimmt wird. Trotz allem darf man heute sein Glas heben und auf bessere Zeiten hoffen.

Das Jahr 2021 hat wieder einmal viel verändert, selbst Angela Merkel ist nicht mehr dort, wo sie die letzten 16 Jahre war, bewies sie zum Abschluss mit "Du hast den Farbfilm vergessen" von Nina Hagen beim Zapfenstreich des Stabsmusikkorps der Bundeswehr aber Humor. Beherrscht wurde das Jahr, wie schon 2020, durch das C-Wort, das den Alltag maßgebend bestimmt hat und in den nächsten Monaten auch weiterhin bestimmen wird. Trotz aller Widrigkeiten gab es in diesem Jahr ein Olympische Spiele aus Tokio, eine Fußball-EM bei der Italien im Elfmeterschießen gegen England gewonnen hat und einen Eurovision Song Contest, den die Italiener ebenfalls für sich entscheiden konnten. 

Partyhütchen auf, das
neue Jahr naht heran 
2022 geht es nach Turin, die Stadt im Herzen des Piemonts, über die A6 gut 2,5 Autostunden vom legendären Teatro Ariston entfernt, dort wo die Wurzeln des modernen Eurovision Song Contests liegen. Im Mai begrüßt die Stadt Delegationen aus 39 Nationen und hoffentlich Fans aus aller Welt, die EBU prüft derzeit mögliche Lösungen, wie man den Wettbewerb ähnlich gestalten kann, wie den von Rotterdam. Fest steht bereits, dass viele Vorentscheide ohne Publikum stattfinden werden, trotz allem finden sie statt. Diverse Nationen haben große TV-Shows geplant, Estland, Norwegen, Schweden, Rumänien, Kroatien, selbst San Marino. 

Fest steht auch, dass die Teilnehmer wieder aufgefordert werden Live-on-Tape-Performances einzureichen, für den Fall der Fälle. Zwar wollen wir nicht hoffen, dass die Konservenauftritte dauerhaft erforderlich sind, sie garantieren aber eine Eurovision im kommenden Jahr. Und so blicke ich zumindest einigermaßen optimistisch nach vorne. Leider haben mir in den letzten Wochen meine eigenen Stimmbänder übel zugespielt, sodass ich mich seit Anfang Dezember anhöre wie Bonnie Tyler nach dem vierten Gin und nicht einmal Chancen auf den Background-Chor von Krassimir Avramov habe. Ich hoffe aber mittelfristig auf Besserung. Hier hat sich mir persönlich gezeigt, wie wichtig Gesundheit ist und das man glücklich sein kann, wenn man den HNO-Arzt aussparen kann.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern, die regelmäßig, gelegentlich oder zufällig auf dieser Seite vorbeischauen alles Gute für das kommende Jahr. Möge 2022 uns allen wieder die Chance geben, das Leben so zu genießen, wie wir es vor der Pandemie gewohnt waren. Bleibt gesund, auf ein erfolgreiches neues Jahr. Traditionell wird auch dieses Posting wieder von Neujahresgrüßen begleitet, wie schon zu den Weihnachtstagen in veränderter Optik und mit neuen Sprachen (Klick auf das Feuerwerks-GIF in der rechten Spalte). Gegen Mitternacht ertönt dann wieder vielerorts der Klassiker einer jeden Silvesterfeier, "Happy New Year" von ABBA, die neben "Wetten dass..?!", "TV total" und "Geh aufs Ganze" ihr Comeback feiern konnten, was noch ein Grund zur Freude ist und 2021 nicht gänzlich ätzend macht. 

Kommt gut ins neue Jahr!
Euer Eurofire

ABBA - Happy New Year

Sonntag, 4. April 2021

Eurofire wünscht frohe Ostern 2021!


Deutschland
- Es gab eine Zeit, da wurden zu Ostern typische Fragen gestellt wie "Wie färbe ich meine Eier bunt?" oder "Warum bringt ein Hase die Eier?", heute stellt man sich Fragen wie "Darf ich an Ostern meine Familie besuchen?" oder "Brauche ich einen Negativ-Test für's Kuchenessen?" Das ist schade, aber leider nicht zu ändern. Frust und Corona-Müdigkeit sind Alltag geworden, weil es kaum Perspektiven gibt oder gar ein Ende in Sicht ist, immerhin wird von uns niemand ans Kreuz genagelt, wie andere Figuren der Weltreligion dieser Tage. Ich maße mir aber gar nicht erst an, eine Grundsatzdiskussion ins Rollen zu bringen und über richtig und falsch diskutieren, sondern wollte einfach allen Lesern frohe Ostern wünschen.

Ich halte mich über Ostern ohnehin unter Verschluss, da ich mit einer ausklingenden Mandelentzündung und Husten, der nach einer Dampflok bei voller Fahrt klingt, zuhause liege, in Hamburg nach 21 Uhr nicht mehr vor die Tür darf und der traditionelle Käsekuchen-Verzehr im Familienkreis eh auf Eis liegt. Dafür bleibt immerhin viel Zeit für ausgiebige Schläfchen am Nachmittag und die Nachrichtenbeobachtung in der Eurovisionswelt, in der es hier primär geht. Es sind keine 50 Tage mehr, bis an einem hoffentlich lauwarmen Samstagabend im Mai die Eurovisionsfanfare ertönt und uns Chantal Janzen, Edsilia Rombley und Jan Smit aus Rotterdam begrüßen.

Der Eurovision Song Contest 2021 wird stattfinden und ich finde, dass ist die beste Nachricht seit Monaten über die wir uns hier wirklich freuen können. Es wird 2021 einen "The last finalist is..."-Moment im Halbfinale geben, bizarre Kostüme, hohe Noten, ja im Idealfall auch Feuerwerk und ausladende Tanzchoreographien, bis es am Ende heißt "The winner is...!" Freuen wir uns, dass trotz aller Einschränkungen und Richtlinien, die derzeit unser Leben maßgeblich bestimmen zumindest dieses Licht scheint und nicht wieder verboten oder abgesagt wurde. Die EBU und die niederländischen Behörden haben ein Konzept vorgelegt, dass in den nächsten Jahren hoffentlich keine Schule machen muss, aber sie haben es geschafft, dass wir am 18., 20. und 22. Mai in Einigkeit unseren liebgewonnenen Eurovision Song Contest schauen können. 

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern frohe Ostern! :)

Dienstag, 24. Dezember 2019

Eurofire: Weihnachtsgrüße 2019



Europa - Da sind sie wieder, meine obligatorischen Weihnachtsgrüße, die für mich mehr Relevanz haben als die Jahresendansprachen von Frank Walter und Angela. Zum einen weil ich sie selbst schreibe und zum anderen, weil es mir die Möglichkeit bietet ein Fazit zu ziehen. Dabei rede ich nicht nur davon, wie der Eurovision Song Contest gelaufen ist, sondern auch, was sich persönlich bei mir getan hat. Und ich muss sagen, 2019 war ein gutes Jahr! Viele meckern, schauen auf die Weltpolitik, ich kann sagen, dass ich zufrieden bin.

Vor allem weil ich es geschafft habe, nach elf Jahren den Absprung aus einer Branche zu schaffen, die sich selbst gegen die Wand gefahren hat. 2008 habe ich angefangen ein Praktikum im Reisebüro zu machen, darauf folgte eine Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann, später die Arbeit in zwei Büros, von denen das letzte seit Juni nicht mehr existiert. Statt der Tourismuswelt nachzutrauern habe ich den Schritt gewagt und etwas Neues ausprobiert. Nun sorge ich dafür, dass die Türen bei einem Intercity bei Abfahrt in Bonn-Beuel verschlossen sind und blicke auf Interrail-Tickets auf der Strecke zwischen Berlin und Bad Schandau.

Mit unter begegnet man dabei auch bekannten Gesichtern, einen Kunden aus dem Reisebüro habe ich in Hagen beim Aussteigen getroffen, einen alten Freund aus Schulzeiten nach Jahren im Zug in Richtung München. Ich habe mit Hobbythek-Moderator Jean Pütz beim Kuppelvorgang in Niebüll vorne an der Lok philosophiert, den FC St. Pauli nach seinem Auswärtssieg nach Hamburg zurückgebracht, das wäre mir nicht passiert, wenn ich nicht einen neuen Weg gegangen wäre und so sehr es auch in der Mentalität der Deutschen liegt über ihre Bahn zu meckern, so dankbar bin ich, dass ich nunmehr Teil dieses Unternehmens bin.

Dabei muss man aber auch sagen, dass die Zeit, die ich für die Eurovision aufbringen kann, nicht weniger geworden ist, sich aber anders verteilt. So wird den meisten von euch sicher aufgefallen sein, dass die "Breaking News" auf sich warten lassen und ich auch nicht drei Minuten nach dem Ende des albanischen Vorentscheids über dessen Siegerin plaudern kann. Eurofire bleibt erhalten, manchmal etwas reduzierter als man es aus früheren Jahrgängen gewohnt ist, aber es bleibt. Der Song Contest ist seit 1997 fester Bestandteil meines Lebens und bleibt dies auch weiterhin, wenngleich das namensgebende "Feuer" dieser Website vielleicht manches Mal nicht durchscheint.

Die Original-Bank aus dem
Video von "Together" (und ich)
Mit diesem Feedback an das Jahr 2019, in dem ich u.a. die Ehre hatte auf der gleichen Bank zu sitzen, wie die irischen Tänzer von Ryan O'Shaughnessy oder Cocktails am Strand von Warnemünde getrunken habe, wünsche ich allen Lesern, die nach wie vor auf meiner Seite vorbeischauen besinnliche und fröhliche Weihnachtstage. Vielleicht hat sich auch bei euch das Jahr 2019 zu einem guten Jahr entwickelt und falls nicht, so drücke ich fest die Daumen, dass dies 2020 der Fall sein wird. Da manche Traditionen nie aussterben, folgen hier natürlich auch wieder die bekannten Weihnachtsgrüße in drölfzig Sprachen, ergänzt um einige Kracher wie Sorbisch, Tatarisch und Friesisch. Macht es gut! :)