Mittwoch, 13. März 2019

Spices: Über Madonna und fehlende Millionen



Israel - Seit Wochen geistert die Meldung, dass Madonna den Interval-Act im Finale des Eurovision Song Contests von Tel Aviv in Beschlag nehmen soll. Sylvan Adams, ein kanadisch-israelischer Milliardär, setzt sich dafür ein und möchte die Gage für den amerikanischen Superstar aus eigener Tasche zahlen. Das Produktionsteam des Wettbewerbs sieht dieses Unterfangen allerdings eher kritisch, wie die Nachrichtenseite ynet.co.il berichtet.

Ein israelischer Milliardär will
Madonna zum ESC holen
Adams ist für seine großzügigen Investitionen zur Bewerbung Israels im Ausland bekannt, so hat er u.a. dafür gesorgt, dass das Radrennen Giro d'Italia in Jerusalem begann und zwei Etappen des Italien-Rundkurses in Israel stattfanden. Er selbst gab an, die Verhandlungen mit Madonna laufen prima, das Produktionsteam des Wettbewerbs stört sich nach Berichten mehrerer Medien aber an den potentiellen Songs, die die 60jährige plane zu singen.

Die Europäische Rundfunkunion reagierte bislang nicht, auch scheinen noch keine Gespräche mit Adams erfolgt zu sein. Dieser sei bereit einen siebenstelligen Betrag aufzubringen, um Madonna für den Eurovision Song Contest zu gewinnen. Das mögliche Engagement Madonnas wäre nach Justin Timberlake der zweite Weltstar innerhalb von drei Jahren im Wettbewerb. Sollten sich die Gerüchte bestätigen oder in Wohlgefallen auflösen, werden wir natürlich darüber berichten.

Während für die Mobilmachung eines Weltstars Geld vorhanden zu sein scheint, drängt die Europäische Rundfunkunion die israelische Regierung erneut, die versprochenen Gelder für die Organisation des Wettbewerbs umgehend an den Sender KAN zu überweisen. In einem Brief fordert der irische Generaldirektor der EBU, Noel Curran, die israelische Regierung zum Handeln auf. Es geht darin um einen Betrag von 75 Millionen Schekel, was umgerechnet rund 18,5 Millionen Euro entspricht.

In Sorge: EBU-General-
direktor Noel Curran
"Leider mussten wir feststellen, dass die 70 Millionen NIS, die Sie zur Finanzierung der Eurovision an KAN überweisen mussten, entgegen früherer Aussagen während unserer Treffen in Israel, nur in Form eines 15jährigen Darlehens an den Rundfunk übertragen haben. (...) Diese kurzfristigen Änderungen bei der Finanzierung des Wettbewerbs sind besonders besorgniserregend, da sie die Handlungsfähigkeit von KAN als öffentlich-rechtlichen Rundfunk erheblich beeinträchtigen können.", heißt es in dem Schreiben.

Die Regierung des Landes gefährde laut Europäischer Rundfunkunion, die gesetzliche Forderung, durch die Schaffung diverser Programm im Sinne der israelischen Bevölkerung, einem Grundversorgungsauftrag nachzukommen. Um die Funktionsfähigkeit von KAN und die Finanzierung des Eurovision Song Contests nicht zu gefährden, sei umgehendes Handeln notwendig, so die EBU. Bereits im Vorwege der Planungen gab es mehrere schleppend verlaufende Gespräche über die Finanzierung des Wettbewerbs zwischen der EBU und dem israelischen Regierungsapparat.

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