Sonntag, 31. März 2019

Eurovision 2019: Kein Dreh in Autonomiegebieten



Israel - Das Leitthema der diesjährigen Postcards vor den einzelnen Song Contest-Beiträgen lautet "Everybody dance". Die 41 Delegationen sind mit ihren Aufnahmen bereits fertig bzw. reisen in den kommenden Tagen nach Israel, um ihre Clips zu drehen. Die Dreharbeiten finden vor diversen Sehenswürdigkeiten und beeindruckenden Landschaftskulissen in Israel statt, nicht jedoch in den besetzten und umstrittenen Gebieten, wie es auf Wiwibloggs heißt.

Der Sender KAN folgt damit dem Appell der Europäischen Rundfunkunion, jegliche Politisierung des Wettbewerbs zu vermeiden. Somit wurde auf den Dreh in den Palästinensischen Autonomiegebieten verzichtet. Kritik gab es dafür von einigen Politikern, u.a. Kultur- und Sportministerin Miri Regev, die im Wortlaut sagte, dass es sich dabei um "eine unglückliche Entscheidung" handelt. Eine Ausnahme gibt es dennoch, Kobi Merimi wird vor der Klagemauer im Ostteil von Jerusalem gezeigt.

Von mittlerweile 15 Nationen ist inzwischen bekannt, wo diese ihre Postkarten gedreht haben. Bilal Hassani beispielsweise taucht im Tel Aviv Museum of Art auf, in dem auch die Eröffnungsfeierlichkeiten am 12. Mai stattfinden werden. Michael Rice hat in den Baha'i-Gärten in Haifa gedreht, Lake Malawi in der historischen Ausgrabungsstätte Caesarea, Conan Osíris am Toten Meer, Serhat in einer Solarkraftanlage in der Wüste Negev und Tamta in Eilat am Roten Meer. 

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