Donnerstag, 18. März 2021

Weißrussland: EBU weiter im Dialog mit BTRC


Weißrussland
- Nach wie vor nichts Neues im Osten, die Europäische Rundfunkunion hat, wie Eurovoix.com meldet, weiterhin seine Gesprächsbereitschaft mit dem weißrussischen Fernsehen BTRC bekundet. In einem kurzen Statement erklärt die Senderunion, dass man nach wie vor Gespräche mit Minsk führt, um nach einem geeigneten Lied für den Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam zu suchen. Sollten diese Gespräche ins Nichts verlaufen, würde das Land eine Disqualifikation riskieren und die Teilnehmerzahl auf 39 Nationen sinken.

"Wir sind immer noch im Dialog mit dem weißrussischen Rundfunk BTRC bezüglich der Einreichung eines neuen Liedes oder einer Modifikation des aktuellen Beitrags um sicherzustellen, dass ihr Act mit den Regeln des Eurovision Song Contests übereinstimmt.", so die EBU auf Anfrage. Gleichzeitig ließ die EBU offen, wann die Deadline für das weißrussische Fernsehen endet. Der eingereichte Titel "Ya nechu tebya" steht aufgrund der implizierten Politisierung nicht in Einklang mit den Regularien des Wettbewerbs, wie die EBU in einem deutlichen Posting bekannt machte.

Zuvor meldeten weißrussische Medien, der Sender wolle an der nominierten Gruppe Galasy ZMesta festhalten, eine offizielle Bestätigung hierfür liegt jedoch nicht vor. Sollte Weißrussland freiwillig zurückziehen bzw. disqualifiziert werden, wäre es die erste Nicht-Teilnahme seit dem Debüt des Landes im Jahr 2004. Immer wieder wurden weißrussische Songs im Nachgang geändert bzw. ersetzt, zumeist aus mangelnder Qualität, aber auch durch offenkundigen Stimmenkauf und Betrug der Interpreten beim Vorentscheid. Die Gruppe VAL, die 2020 für Rotterdam ausgewählt wurde, zog den Zorn der Verantwortlichen auf sich, da sie das undemokratische Regime von Lukatschenko anprangerten.

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