Mittwoch, 17. März 2021

Nordmazedonien: Videodetail sorgt für Entrüstung


Nordmazedonien
- Als ob es in diesem Jahr nicht schon genug Kuriositäten gäbe, nun folgt auch noch Drama aus Nordmazedonien. Dort wurde vergangene Woche das Musikvideo zu "Here I stand" von Vasil Garvanliev vom offiziellen Eurovisionskanal bei Youtube vorgestellt. Nur wenige Tage später heißt es von Delegationsleiterin Meri Popova, dass der Sender MRT eine unabhängige Kommission gebildet hätte, die nun prüft, ob man unter diesen Bedingungen am Eurovision Song Contest teilnehmen könne.

Es geht um ein Detail im Musikvideo, für das sich Vasil bereits in aller Form entschuldigt hat und erklärt, es handle sich um eine Missinterpretation, mit der er niemanden verletzen wollte. Im Hintergrund ist ein Gebilde zu sehen, dass man als vertikale Fassung der bulgarische Flagge deuten könnte. Diese Form des Videos wurde bereits gelöscht und eine "entschärfte" Fassung hochgeladen. Davon fühlten sich offenbar einige Nordmazedonier angegriffen, insbesondere in Hinblick darauf, dass Vasil neben der nordmazedonischen auch die bulgarische Staatsbürgerschaft besitzt.

Aufgrund dessen hat der Sender MRT einen Ausschuss ins Leben gerufen, der nun über das Schicksal der Eurovisionsteilnahme urteilen soll. Vasil erklärte weiter: "Ich bin ein musikalischer Botschafter und in Musik gibt es weder Religion, noch Politik, Orientierung, Rassen oder Farben. Ich hatte absolut keine Intention jemanden zu verletzen, ganz im Gegenteil." MRT wird die Ergebnisse dieser "Analyse" in Kürze mitteilen, was das genau für den Künstler bzw. die Teilnahme am Eurovision Song Contest bedeutet, ist momentan unbekannt.

1 Kommentar:

  1. Sollte Nordmazedonien sich gegen eine Teilnahme entscheiden, würde ich über Sanktionen nachdenken, weil ich das alles für zu überspitzt halte. Seine Entschuldigung finde ich glaubhaft, damit sollte es gut sein.

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