Freitag, 9. Februar 2018

Schweiz: Volksentscheid über Rundfunkgebühr



Schweiz - Am 4. März sind die Schweizer wieder einmal aufgerufen in einem Volksentscheid über grundlegende Dinge in ihrem Land abzustimmen. Dabei geht es diesmal auch um die Abschaffung der Rundfunkgebühren, die bislang von der Billag AG eingetrieben werden und die Zukunft des Schweizer Rundfunks SRG SSR nachhaltig durcheinanderwirbeln könnte. Seit Sommer 2015 wird über diesen Schritt nachgedacht, nun kommt es zur Abstimmung.

Damals stimmten 50,1% der Wähler für eine neue, geräteunabhängige Rundfunkgebühr, wie dies auch in Deutschland der Fall ist. Die Initiative sammelte seither über 100.000 Unterschriften um den Volksentscheid anzusetzen. Die SRG SSR, zu der die vier großen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten des Landes gehören, verweisen darauf, wie wichtig das unabhängige Angebot der Sender für die Schweiz sei und kein Privatsender in der Lage wäre sein Angebot viersprachig zu betreiben. Wie DWDL.de meldet werden rund 75% des Budgets durch Gebühren gedeckt.

Eine Abschaffung der Rundfunkgebühren würde ein großes Loch in die Kassen reißen und dabei Qualität und u.a. auch die Teilnahme am Eurovision Song Contest beeinträchtigen könnten. Eine so detailreiche Berichterstattung wie sie derzeit im Haupt- und Regionalprogramm stattfindet, könne nicht mehr gewährleistet werden. Die Gegner der "No Billag"-Initiative liegen bei 60%, zudem erhält die SRG SSR Rückendeckung von vielen Politikern, Künstlern und Sportlern, die sich ebenfalls für eine Beibehaltung der Rundfunkgebühren aussprechen.

1 Kommentar:

  1. Schön, dass du davon berichtest. Die Rundfunkgebühr ist lästig, aber wird eben gebraucht. Ich finde, die Rundfunkgebühr muss bleiben, aber sie sollte nach Einkommen gestaffelt werden.

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