Mittwoch, 2. Mai 2018

Tag 4: Gepäckprobleme, Kindersegen, Quotenänderungen



Portugal - Der vierte Probentag wirft seine Schatten voraus und könnte zugleich auch der langweiligste der Saison werden. Angefangen mit Georgiens Folk-Band Iriao und endend mit der Ukraine. Die Höhepunkte auf die ich mich freue sind Polen und Ungarn. Wenngleich die polnische Delegation noch im Casual-Outfit auftreten wird, die Kostüme für den Song Contest wurden nämlich auf dem Flug von Warschau nach Lissabon von der TAP Portugal verbummelt. Man sei derzeit bemüht, die Koffer ausfindig zu machen, hatte aber bislang in der Hotline keinen Erfolg.

Das Navi-Kind ist da :)
Zudem gibt es Nachrichten von der Babyfront. Wie es aus Minsk heißt, ist Matsei, das Baby der beiden Navi Band-Mitglieder Ksenija und Artyom da. Außerdem gab Waylon gestern bei seinem Meet & Greet an, dass seine Freundin Bibi Breijman, die momentan auch in Lissabon dabei ist, ebenfalls schwanger ist. Außerdem erfuhren wir noch, dass die Tanzwut in die Waylons Bandmitglieder verfallen "crumping" genannt wird. Bei der Konferenz fügte er hinzu, dass er trotz seines Outlaw-Status eigentlich ein ganz netter Kerl sei. Viele Journalisten können ihm das, wie er sich aktuell in Lissabon präsentiert, nicht bescheinigen.

Beim letzten Meet & Greet gestern Abend von Australien zeigte sich Jessica Mauboy ganz volksnah und nahm sich viel Zeit für Selfies und Kommentare. Diesmal sei ihre Teilnahme etwas ganz anderes, da sie nun aktiv mit dabei ist und sich nicht als Gast fühlt wie bei ihrem Interval-Auftritt 2014. Wir erfuhren außerdem, dass sie ihren ersten Song Contest im Alter von elf Jahren gesehen hat. Ihr Vater habe damals Fußball geschaut, sie habe einen Werbeclip für den Song Contest gesehen und darum gekämpft, dafür aufstehen zu dürfen. Dies blieb über Jahre das Geheimnis zwischen Vater und Tochter, da ihre Mutter es ihr eigentlich verboten hatte.

Enttäuschte gestern ein
wenig: Jessica Mauboy
Und auch wenn ich die Wettquoten mittlerweile nicht mehr ernst nehmen kann, möchte ich es nicht unerwähnt lassen, dass Alexander Rybak nach seiner gestrigen Probe auf den zweiten Platz bei den Buchmachern geschnellt ist und Frankreich, Estland und Tschechien hinter sich gelassen hat. Israel ist nach wie vor unumstößlich an der Spitzenposition. Hinter Mikolas, von dem es bisher keinen neuen Gesundheitsstatus gibt, liegen Bulgarien, Schweden und Australien. Nach der gestrigen Probe ist Jessica abgestürzt, eine Siegerperformance sehen die wenigsten in "We got love" und auch ich muss mir eingestehen, dass die Wahrheit manchmal wehtut, aber solange es noch so mau aussieht, ist es wirklich kein Auftritt für den Gesamtsieg.

Ähnlich wie Netta aus Israel und auch Sennek aus Belgien hat Jessica nach ihrem Auftritt Federn lassen müssen. Profiteur waren bislang besagter Norweger und Eleni Foureira in zypriotischen Diensten, die es inzwischen geschafft hat, bei den Buchmachern auf den neunten Platz vorzurücken. Deutschland hat es sich derweil zwischen Portugal und den Niederlanden gemütlich gemacht. Wir sind gespannt, welche Erkenntnisse der vierte und damit letzte Probentag liefert, bei dem es nur offizielle Schnipsel von 30 Sekunden zu sehen gibt. Morgen gibt es dann erstmals die richtigen TV-Einstellungen zu sehen.

Der Trend-Snack der Saison:
Pasteis de Nata
Zu guter letzt noch eine Empfehlung aus der portugiesischen Küche. Im letzten Jahr hatten nahezu alle Interpreten des Jahrgangs Bortschtsch als Highlight der ukrainischen Küche bezeichnet, was aber auch kein Wunder war, da ausnahmslos jeder Kandidat von den Moderatoren der Pressekonferenzen danach gefragt wurde. 2018 scheint das Trend-Lebensmittel die Pasteis de Nata, ein Puddingteilchen aus Blätterteig zu werden, von Journalisten und Delegationen gleichermaßen geliebt, allerdings wird in den PKs nicht so penetrant darauf eingegangen wie in der Ukraine.

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