Sonntag, 20. Mai 2018

Eurovision: EBU wünscht die Kommentatoren vor Ort



Europa - Die Europäische Rundfunkunion hat die teilnehmenden Fernsehanstalten dazu aufgerufen, ihre Kommentatoren wieder verstärkt live zum Eurovision Song Contest zu schicken. Während es in Deutschland selbstverständlich ist, dass Peter Urban in der Kommentatorenkabine in der Halle sitzt, verzichten offenbar immer mehr Nationen darauf, ihre Kommentatoren aus Kostengründen zum Eurovision Song Contest zu schicken.

Genannt wurde in diesem Zusammenhang u.a. das wallonische Fernsehen RTBF, das seine Kommentatoren Maureen Louys und Jean-Louis Lahaye seit 2012 nicht mehr zum Eurovision Song Contest geschickt hat, während das flämische Fernsehen den Niederländisch sprechenden Kommentator Peter Van de Veire seit einigen Jahren wieder direkt zum Wettbewerb schickt. Insbesondere kleinere Nationen verzichten auf die Entsendung der Kommentatoren als Teil der nationalen Delegation, um die Übernachtungs- und Anreisekosten so gering wie möglich zu halten, so senden Lia Fiorio und Gigi Restivo aus einem Studio des sanmarinesischen Fernsehens.

Neben den Kosten für Kost und Logie vor Ort fallen für die Rundfunkanstalten auch Kosten für die Übertragung des Kommentars aus der Halle zum jeweiligen Sender in ihren Heimatländern an. Peter Urban hat seit seinem Einstieg als Kommentator lediglich den Wettbewerb von Moskau 2009 zuhause verfolgen müssen, was allerdings einer notwendigen Operation geschuldet war. Stattdessen reiste HR-Moderator Tim Frühling nach Moskau. Peter Urban ist der dienstälteste Kommentator beim Song Contest.

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