Mittwoch, 2. Mai 2018

Tag 4: Die Schreie, die Europa aufwecken



Ungarn - Ein Novum bringt Ungarn mit, Gitarrist Dániel Kökényes führt das erste Stage Diving beim Eurovision Song Contest aus. Eigens hierfür mussten Mitglieder vom Technical Stuff sich an der Bühne positionieren und ihn auf Händen tragen. Ob das während der Liveshow eine gute Idee ist, wird sich zeigen, auf jeden Fall ist es vorgesehen. Ansonsten verlief die Probe der Ungarn ganz wie erwartet, nämlich laut und mit ganz viel Feuer.

Während es beim ersten Durchlauf noch keine Pyroeffekte zu sehen gab, bestand die restliche Probe aus einem einzigen Zündkonzert an Flammen und Feuer. Leadsänger Örs Siklósi muss aufpassen, dass er sich bei all den Flammen nicht das Stirnband wegbruzelt, das er sich heute so formschön über die Poppersmähne gestrichen hat. Kostümtechnisch sah es aus wie immer, Schlagzeuger Áron Veress, der aufgrund der EBU-Regularien nun auch singen musste, trat natürlich in kurzer Spongebob-Hose auf.

Ansonsten wird "Viszlát nyár" konsequent und headbangend durchgebrüllt, ganz wie man das für eine Metalcore-Band erwartet. Was für viele einfach nur Lärm und Krach ist und bei vielen traditionellen Eurovisionsfans Beklemmungen auslösen dürfte, ist eine Abwechslung die es in diesem recht drögen Halbfinale gebraucht hat und die trotzdem nicht extra für den Eurovision Song Contest abgeschwächt wurde. Die Jungs von AWS bleiben einfach ihrer Linie treu.

Der Regisseur der Show hatte nach dem Probendurchlauf nur den trockenen Kommentar "Why save pyroes for everyone else?" übrig und unterstrich damit, dass AWS bislang am meisten Feuer mit auf die Bühne bringen. Örs rennt auf der Bühne wie wild hin und her, was man nach drei Minuten auch seiner Frisur anmerkt. An sich würde ich behaupten, dass das ein sicherer Finalist ist, die Eurovision wird es schon verkraften können. Mit dieser lauten Vorstellung endete in Lissabon der erste von drei Probenblöcken.

Wenn sie nicht singen sehen sie doch ganz brav aus: AWS
Ansonsten donnert und kracht es in Lissabon | Erster Stage Diving-Test
Örs Siklósi bangt über die Bühne, schreit und sorgt für Abwechslung

1. Probe: AWS - Viszlát nyár

Kommentare:

  1. Was ist mit dem lettischen Stage Diving aus 2013?

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  2. Es ist einfach nicht meine Musikrichtung, aber da ich ein Fan von Pyros bin, wird ja von dieser Seite einiges geboten, kann ich es mir auch anschauen auch wenn ich den Tv ganz leise stelle.
    Also wäre es für mich kein Beinbruch, wenn es für Ungarn fürs Finale reicht.
    Muss es aber auch nicht unbedingt haben.

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