Sonntag, 4. März 2018

Schweiz: Rundfunkgebühr bleibt bestehen



Schweiz - Die Rundfunkgebühren in der Schweiz bleiben. In einer ersten Hochrechnung sprechen sich rund 71% der Wähler für die Beibehaltung der Gebühren aus, das Ergebnis liegt damit höher als zunächst erwartet. Die Initiative "No Billag" wurde damit abgelehnt, als Scheitern wurde dies dennoch nicht bezeichnet, sei in der Schweiz doch eine "medienpolitische Diskussion" lanciert worden, heißt es auf DWDL.de.

Über die Rundfunkgebühren finanziert sich ein Großteil der Einnahmen der SRG SSR, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Schweiz. Generaldirektor Gilles Marchand erklärte, man werde den Fokus in Zukunft auf die Besonderheiten der Sendergemeinschaft legen. "Wir wissen, dass auch ein Teil jener, die am 4. März mit Nein stimmen werden, Neuerungen von uns erwarten. Diese Stimmen haben wir gehört, wir haben verstanden.", sagte Marchand im Interview mit der "Welt".

Trotz allem werden die Rundfunkgebühren in der Schweiz sinken, von derzeit 451 Franken auf 365 Franken jährlich. Hätte sich die Mehrheit der Schweizer für die Abschaffung der Rundfunkgebühren ausgesprochen, hätte dies erheblichen Einfluss auf die Radio- und TV-Sender der SRS, insbesondere der kleineren Regionalprogramme. Aber auch die Teilnahme am Eurovision Song Contest, bzw. das dafür vorhandene Budget hätte unter der Abschaffung gelitten.

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