Dienstag, 12. Oktober 2021

Bosnien-Herzegowina: BHRT muss auch 2022 pausieren


Bosnien-Herzegowina
- Die Kollegen von ESCtoday.com sind heute fleißig am Werk und liefern nach der Comeback-Meldung von Montenegro auch gleichzeitig Nachrichten aus Bosnien-Herzegowina. Dort sieht die finanzielle Situation des staatlichen Senders BHRT weiterhin desaströs aus, sodass es im nächsten Jahr wieder kein "Sarajevo calling" geben wird. BHRT fehlt damit seit 2013 beim Eurovision Song Contest, die einmalige, sponsorenfinanzierte Ausgabe im Jahr 2016 ausgeklammert, konsequent in der Line Up des Wettbewerbs.

Schon im Juni diesen Jahres erklärte ein Sprecher von BHRT, dass sich die Schulden bei der Europäischen Rundfunkunion auf rund sechs Millionen Schweizer Franken belaufen und es voraussichtlich noch mehrere Jahre dauern könnte, ehe diese Summe vollständig beglichen ist. BHRT wurden 2017 Sanktionen auferlegt, die sich noch heute auf das Senderprogramm auswirken. Nach wie vor sucht man mit der bosnischen Politik nach einer Lösung für dieses Problem, aufgrund des kuriosen Gebührensystems in Bosnien-Herzegowina bleibt dem Sender kaum Spielraum für etwaige Projekte.

Da sich beide Entitäten des Landes eher mit ihren eigenen Rundfunkanstalten statt dem Dachverband von BHRT beschäftigen, muss der Sender mit 3,80 Euro pro Person und Monat an Gebühren auskommen, wobei ein Großteil der Bevölkerung diese Gebühren nicht abführt. Durch den fehlenden politischen Einsatz für BHRT dürfte es unwahrscheinlich sein, dass wir in naher Zukunft ein Comeback von Bosnien-Herzegowina beim Song Contest erleben werden. Zuletzt nahmen Dalal & Deen gemeinsam mit Ana Rucner & Jala in Stockholm 2016 teil, konnten sich mit "Ljubav je" jedoch nicht für das Finale qualifizieren.

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