Montag, 6. Januar 2020

Beyond Eurovision (93): St. Kitts & Nevis



St. Kitts & Nevis - In der Karibik tummeln sich zahlreiche Inselstaaten und Überseegebiete, die im Schatten ihrer großen Nachbarn wie Kuba, der Dominikanischen Republik oder Jamaika stehen. Eine dieser Nationen, die zu den Inseln über dem Winde gehört, ist die Föderation St. Kitts & Nevis, die aus den beiden Hauptinseln St. Kitts mit der Hauptstadt Basseterre und dem kleinen Nevis besteht, das sich zeitweise auch versuchte aus der Union zu lösen und einen unabhängigen Staat zu bilden, in einem Volksentscheid fand sich hierfür aber nicht die notwendige Mehrheit, sodass die Inseln seit 1983 einen zusammenhängenden Staat bilden.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Basseterre
Sprachen
Englisch
Fläche
259km²
Währung
Ostkaribischer Dollar (EC$)
Einwohner
56.000
Internet-TLD
.kn
Zeitzone
UTC-4
Wiki-Info

Seit dem Zusammenbruch der Zuckerindustrie, die über Jahrzehnte hinweg die tragende Säule der lokalen Wirtschaft war, richtet die Inselgruppe ihren Fokus auf den Tourismus. Insbesondere amerikanische Touristen werden druch die langen Strände und das karibische Flair angezogen, zumeist im Rahmen von Kreuzfahrten namhafter Reedereien wie Celebrity oder Carnival Cruises. Daneben ist ein kleiner Teil der Bevölkerung im Fischereisektor oder mit der Herstellung von Gebrauchsgegenständen beschäftigt. In nahezu allen Belangen ist die Inselgruppe aber von den Vereinigten Staaten abhängig. Auch zur ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien werden Beziehungen aufrecht erhalten.

Es existieren Presse- und Medienfreiheit, ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk existiert allerdings nicht, sodass man primär vom Netzwerk der karibischen Rundfunkunion abhängig ist. Das wichtigste Medium in dem Land, das knapp 60.000 Menschen zählt ist das Radio und dies sorgt auch für eine weite Verbreitung lokaler Musikrichtungen. Beeinflusst wird die Musik von St. Kitts & Nevis vom Karneval, der jedes Jahr über den Jahreswechsel bis zum 3. Januar zelebriert wird und das nationale Musikfestival im Juni. Im Gegensatz zu anderen Karibikinseln gehört der Karneval aber erst seit den späten 50er Jahren zum Nationalbrauchtum. Steeldrums, Calypso und Soca haben maßgeblich Anteil an der lokalen Musikkultur der Inseln.

Inzwischen haben sich aber auch hier westliche Musikelemente mit der traditionellen karibischen Soca- und Salsamusik vermischt, die die Grundlage für die moderne Popmusik des Landes stellen. Zu den bekanntesten Gesichtern der Musikszene von St. Kitts & Nevis gehört der Künster Kervin Infamus Benjamin. Schon im Kindesalter sang er gemeinsam mit seinem Bruder, ehe er im Alter von 16 Jahren erste eigene Songs aufnahm und seine Karriere ins Rollen brachte. Er arbeitete mit anderen Musikern des Inselstaates zusammen und veröffentlichte 2014 u.a. eine Lobhymne namens "Love St. Kitts" auf seine Heimat. Etwa zeitgleich folgten andere Songs wie auch das heute vorgestellte "Someday".

Infamus - Someday

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