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Donnerstag, 28. Oktober 2021

Beyond Eurovision (256): Deutschland


Deutschland
- Unsere musikalische Weltreise geht heute nach über zweijähriger Reisedauer in Deutschland zu Ende. Nachdem wir 255 Länder und Regionen von den Polkappen bis in die tiefste Sahara durchforstet haben, befinden wir uns nun wieder auf heimischem Terrain. Über die deutsche Geschichte brauche ich nicht zu philosophieren, auch weniger über die Entwicklung von mittelalterlicher Kammermusik bis hin zur heutigen Situation der deutschen Charts, in denen man vorrangig Rapper wie Capital Bra, Samra und Konsorten findet, daher greift in unserem Abschlussposting das Motto des Fernmeldewesens "Fasse dich kurz!"

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Berlin
Sprachen
Deutsch
Fläche
357.581km²
Währung
Euro (€)
Einwohner
83,1 Mio.
Internet-TLD
.de
Zeitzone
UTC +1
Wiki-Info

Wie es bei Wikipedia heißt, hatte die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2013 den drittgrößten Musikmarkt der Welt, nach den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich. Erfasst werden dabei alle Laien vom Kirchenchor über Singer/Songwriter, die ihre Werke bei Youtube und Instagram veröffentlichen und natürlich all diejenigen, die seit der ersten Erfassung 1953 die deutschen Hitlisten bevölkern. Gab es nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst vorrangig Gassenhauer der Schlagerszene und volkstümliche Musik, die nach und nach selbst aus dem TV-Programm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens verschwunden ist, orientierte sich die Musiklandschaft hierzulande vor allem an Trends aus den USA oder England.

In der ehemaligen DDR hingegen waren Musikschaffende weniger frei in ihren Entfaltungsmöglichkeiten. Zum einen gab es staatliche Förderungen für musikalische Bildung, zum anderen stießen einige Interpreten und Bands an die, von der SED vorgegebenen, Grenzen der Meinungsfreiheit. Um kapitalistischen Strömungen Einhalt zu gebieten, ließ man beim Kessel Buntes Interpreten wie Frank Schöbel wenig tiefgründige Texte singen oder erfand Tänze wie den Lipsy, während Bands wie City mit "Am Fenster" Metaphern in ihren Texten verpackten und subtil an der staatlichen Zensur vorbei veröffentlichten. Kritik am System musikalischer Zensur äußerte dereinst Udo Lindenberg in seinem "Sonderzug nach Pankow", die posthume Hymne zum Mauerfall lieferten 1989 die Scorpions mit "Wind of change".

Um noch einer Künstlerin eine Plattform zu bieten, die vielen außerhalb der ZDF-Fernsegarten-Bubble unentdeckt blieb, möchte ich heute Diana Sorbello vorstellen. Die Sängerin wurde 1979 in Bocholt geboren und gelang über Ballett und Jazztanz an den Sänger und Strippenzieher der Gruppe Wind. 1997 erhielt sie ihren ersten Plattenvertrag, 1998 nahm sie gemeinsam mit Wind an der Song Contest-Vorentscheidung teil, mit "Laß' die Herzen sich berühren" erreichten sie allerdings nur den fünften Platz. Die Schlagersängerin arbeitete mit diversen Produzenten zusammen, veröffentlichte u.a. 2008 eine eigene Coverversion des Italo-Schlagers "Sara perche ti amo" und 2006 den Titel "Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an", der eigentlich von der viel zu früh verstorbenen Schweizer Sängerin Monica Morell stammt.

Diana Sorbello - Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an

...und damit endet die Serie "Beyond Eurovision", wenngleich es phasenweise etwas schwer war, einen Interpreten zu finden oder es etwas langatmig wurde um diese Reihe fortzusetzen, so habe ich hoffentlich einen ganz gescheiten Eindruck ins musikalische Spektrum von 256 Ländern und Regionen dieser Erde vermitteln können. Wer sich alles noch einmal von Anfang an durchlesen möchte, findet hier die vollständige Liste aller Artikel.

Beyond Eurovision (255): Haiti


Haiti
- Haiti ist ein Land mit wechselhafter Geschichte, 1697 kam der Westteil der Insel Hispaniola zu Frankreich, die Kolonie Saint-Domingue wurde im 18. Jahrhundert zur reichsten Kolonie des Landes, 1791 kam es dort zum Sklavenaufstand, in den Wirren konnte selbst eine napoleonische Garnison nicht gegen die Armee um Toussaint Louverture bestehen, 1804 wurde Haïti unabhängig und zum ersten selbstständigen Staat der Karibik. Nach der Spaltung des Landes und dem Freikauf der Souveränität, bei der Haiti 90 Millionen Gold-Franc an Frankreich zahlte, folgten unsichere Zeiten, die bis heute andauern, von einer US-Intervention über die diktatorische Herrschaft des Duvalier-Clans (Papa Doc und Baby Doc) bis hin zum Erdbeben 2010 kam das Land nicht mehr auf die Beine.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Port-au-Prince
Sprachen
Haitianisch, Französisch
Fläche
27.750km²
Währung
Gourde (Gde.)
Einwohner
11,3 Mio.
Internet-TLD
.ht
Zeitzone
UTC -5
Wiki-Info

Heute ist Haiti das am wenigsten entwickelte Land der westlichen Hemisphäre, die Wirtschaft liegt am Boden, nahezu das gesamte Land ist abgeholzt, was zu Dürren und weiteren Problemen führte. Mittlerweile haben Millionen Haitianer das Land verlassen, zumeist als Bootsflüchtlinge in Richtung USA. Das Erdbeben von 2010 zerstörte große Teile des fragilen Staates, etwa den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Port-au-Prince, später brachen Seuchen aus. Im Juli diesen Jahres wurde Präsident Jovenel Moïse ermordet. Trotz der politischen Instabilität weist Haiti einen enormen kulturellen Reichtum auf, der auf dem Erbe französischer Siedler, haitianischem Kreol und dem im Land praktizierten Voodoo-Kult fußt. Auch der Karneval erfreut sich in Haiti großer Beliebtheit. 

Eine musikalische Eigenheit Haitis ist der Kompa, ein Musikgenre, das sich aus spanischen und französischen Elementen, afrikanischen Rhythmen und kreolischen Gesängen zusammensetzt. Anders als viele karibische Staaten ist die haitianische Musikszene eher durch ihren eigenen Kreoldialekt und die französische Kultur geprägt, weniger durch Calypso, Salsa und Soca. Auch der Haitian Rap ist in den letzten Jahren in Mode gekommen. In vielen Liedern werden gesellschaftliche Probleme thematisiert, auch international bekannte Acts wie z.B. die kanadische Band Arcade Fire nehmen mit dem Lied "Haiti" Bezug auf die Situation in Haiti unter der Diktatur der Duvaliers. Der bekannteste haitianische Musikexport ist der Sänger Wyclef Jean, der u.a. mit Sarah Connor ("One nite stand") und Shakira ("Hips don't lie") mitwirkte.

Weniger bekannt ist der in Miami geborene Sänger Michel-Olivier Martelly. Sein Vater Michel Martelly war von 2011 bis 2016 der 41. Präsident Haitis, mit über vier Jahren Regierungszeit hatte er die längste Amtszeit seit der Wiederherstellung der Demokratie im Land. Über Olivier Martelly ist relativ wenig bekannt, er tritt unter seinem Alias BigO auf und engagierte sich 2015 als Antwort auf die Empfehlung von Wyclef Jean für Jude Célestin musikalisch für den oben genannten Präsidentschaftskandidaten Jovenel Moïse. Olivier ist seit 2006 musikalisch aktiv und seit 2013 verheiratet. Er lebt nach wie vor in Florida, engagiert sich aber immer wieder für Projekte in Haiti. So setzt er sich mit der Veröffentlichung des kreolischen Liedes "Ave'w mwen prale" gegen häusliche Gewalt ein, wie man im unten verlinkten Video und dem dazu gehörigen Subtext unschwer erkennen kann.

Olivier Martelly - Ave'w mwen prale

Beyond Eurovision (254): Russland


Russland
- Die Russische Föderation ist nach ihrem Auseinanderbrechen der staatliche Rechtsnachfolger der Sowjetunion und mit einer Ausdehnung von der Ostsee bei Kaliningrad bis an die Beringstraße im Fernen Osten das flächenmäßig größte Land der Welt. Dereinst regierten die Zaren in St. Petersburg bzw. Moskau, später war es die kommunistische KPdSU und heute ist es Wladimir Putin, der die Zügel in der Hand hält. Dabei inkludiert "Russland" nicht nur die ethnischen Russen, sondern auch zahlreiche Ethnien und kleine Völker, insbesondere in den autonomen Teilrepubliken oder im hohen Norden des Landes, wie z.B. die Komi, Nenzen, Chanten und Mansen.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Moskau
Sprachen
Russisch, diverse Sprachen in den Teilrepubliken Russlands
Fläche
17.075.400km²
Währung
Russischer Rubel (руб)
Einwohner
144,5 Mio.
Internet-TLD
.ru
Zeitzone
UTC +2 bis +12
Wiki-Info

Allein der Geographie und klimatischen Bedingungen geschuldet, leben über Dreiviertel der russischen Bevölkerung westlich des Uralgebirges, das Europa und Asien teilt. Das kulturelle Leben spielt sich in den Agglomerationen im westlichen Russland, im Fernen Osten, wo die Bevölkerungsdichte zum Teil unter einem Einwohner pro Quadratkilometer liegt, konzentriert sich das gesellschaftliche Leben auf die Ballungsräume wie Jakutsk, Irkutsk oder Magadan. So vielfältig die ethnische Zusammensetzung auch ist, so vielseitig ist auch die Kultur der einzelnen Bevölkerungsgruppen. Hier reicht es von der, hierzulande manchmal klischeebehafteten "Russendisko" bis hin zu schamanistischer Zeremonienmusik der nordischen Völker. 

Das typische Instrument russischer Volkslieder ist die dreieckige Balalaika, ein Zupfinstrument, dessen Ursprünge höchstwahrscheinlich im mongolischen Kulturkreis liegen. Daneben existieren gerade in dörflichen und ländlichen Regionen eine Vielzahl von Volkstänzen, der oftmals mit Russland verbundene Kasatschok ist hingegen ein Ritus ukrainischer Kosaken, passt allerdings auch auf russische Volkslieder wie "Kalinka", "Katjuscha" oder "Korobeiniki". Ab dem 19. Jahrhundert machten sich auch diverse Komponisten wie Tschaikowski, Rachmaninow und Prokofjew einen Namen auf internationaler Bühne, selbst in Zeiten moderner Popmusik schwappen einige russische Produktionen nach Westeuropa, genannt seien hier u.a. das Duo t.A.T.u., der Rapper Timati oder in Hinblick auf den Eurovision Song Contest Erzeugnisse des Fließbandproduzenten Philipp Kirkorow.

Derweil möchte ich heute die Sängerin Marina Maksimova kurz MakSim (МакSим) vorstellen. Sie wurde 1983 in Kasan geboren und landete im Jahr 2006 mit ihrem Debütalbum "Trudnyi vozrast" einen ersten Achtungserfolg. Darauf enthalten sind Airplay-Hits wie "Vetrom stat" oder auch das hier vorgestellte "Znayesh li ty". Mitte der 2000er hatte sie ihren Karrierehöhepunkt, wurde für den MTV Russian Music Award nominiert und brachte mit "Moy ray" und "Odinochka" noch weitere populäre Alben heraus. Sie füllte das Olympiastadion von Moskau, wurde von der tatarischen Regierung für ihre Erfolge geadelt. Inzwischen hat sie sechs Alben veröffentlicht, Nach längerer Krankheit im Jahr 2021 kehrt sie langsam wieder zur Tagesordnung zurück. Ihren Bühnennamen verdankt sie ihrem Bruder Maksim.

MakSim - Znayesh li ty

Dienstag, 26. Oktober 2021

Beyond Eurovision (253): Kamerun


Kamerun - Im Knick des Golfs von Guinea erstreckt sich Kamerun, 1472 landeten portugiesische Seefahrer an der Küste und benannten die Region des Wouri-Flusses nach den Camarões, den Krabben, die hier in Fülle zu finden waren. In Kamerun setzte später, wie in vielen Staaten Afrikas der Kolonialhandel ein, die Ausfuhr von Sklaven, Elfenbein und Palmöl bestimmten die Wirtschaft der Handelsposten in der Region. Im imperialistischen Wettlauf sicherte sich das Deutsche Reich ab 1884 das Gebiet Kameruns, es verblieb bis zum Vertrag von Versailles 1919 unter deutscher Führung, später wurde das Mandat auf Großbritannien und Frankreich übertragen.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Yaoundé
Sprachen
Französisch, Englisch
Fläche
475.442km²
Währung
CFA-Franc (XAF)
Einwohner
28,5 Mio.
Internet-TLD
.cm
Zeitzone
UTC +1
Wiki-Info

Im Afrikanischen Jahr 1960 löste sich der französische Teil als Republik Kamerun aus der Ära der europäischen Kolonialisierung, ein Jahr später wurde Französisch-Kamerun mit dem britischen Teil vereinigt. Bedingt durch die Teilung sind Englisch und Französisch heute gleichwertige Amtssprachen in dem Gebiet, das sich vom Kamerunberg an der Küste bis zur Region Extrême Nord am Tschadsee erstreckt. Durch die landschaftliche Diversität vom Hochgebirge über Grassteppen bis zur Küste trägt Kamerun den Beinamen "Little Africa". Im Land existieren über 250 verschiedene Ethnien, die zusätzlich für eine reiche und vielfältige Kultur mit eigenen Riten und Bräuchen sorgen. 

So dominieren in ländlichen Regionen nach wie vor die zeremoniellen Feste mit Tänzen und folkloristischer Musik. Es kommen, wie auch in anderen Teilen West- und Zentralafrikas Trommeln, Flöten, Saiteninstrumente und Xylophone zum Einsatz, die das reichhaltige Erbe der afrikanischen Völker widerspiegelt. Auch in der Neuzeit leben Tänze wie der Assiko aus dem Süden des Landes in der modernen Popmusik weiter. Mit Verbreitung von Funk und Fernsehen wuchs auch die Musikszene des Landes, in der heute die typischen Stilrichtungen Makossa und Bikutsi die Hitlisten dominieren. Ein Zentrum für Musiker des Landes ist die Küstenstadt Douala, von wo aus Talente wie Manu Dibango, Francis Bebey und Petit-Pays ihre Karrieren starteten.

Eine für ihr Weltmusik-Œuvre bekannte Sängerin ist die 1969 geborene Coco Mbassi. Bereits mit sieben Jahren gewann sie einen Gesangswettbewerb und verließ Anfang der 80er Jahre die Hauptstadt Yaoundé um in Paris zunächst Gospel und später als Backgroundsängerin ihre Karriere voranzutreiben. 1996 gewann sie den Prix Découvertes des französischen Auslandssenders RFI, es dauerte jedoch bis 2001 als beim Label Tropical Music ihr erstes Album "Sepia" erschien, an dem sie selbst mitwirkte. Sie behandelt in ihren Liedern die Probleme der afrikanischen Gesellschaft, 2003 und 2014 erschienen weitere Alben. Beim BBC Radio wurde sie als Newcomerin des Jahres nominiert, hierzulande kennt man sie u.a. aus einer ZDF-Dokumentation mit Roger Willemsen. Der hier vorgestellte Titel "Iwiye" erschien 2001 auf ihrem Debütalbum.

Coco Mbassi - Iwiye

Montag, 25. Oktober 2021

Beyond Eurovision (252): Irland


Irland
- "The Home of Eurovision", mit diesem Slogan warb das irische Fernsehen RTÉ Ende der 90er, schließlich hat die Republik auf der grünen Insel bis dato sieben Mal den Eurovision Song Contest gewonnen, was bis heute von allen anderen Nationen unerreicht ist. Dass Irland eine musikalische Nation ist, merkt man schon allein am Landeswappen. Die dort gezeigte keltische Harfe, kann im Long Room der Bibliothek im Dubliner Trinity College bestaunt werden oder wahlweise auch auf irischen Euromünzen. Neben dem dreiblättrigen Shamrock-Kleeblatt ist die Harfe eines der nationalen Symbole Irlands. Insbesondere die typisch irische Folkmusik erfreut sich noch heute größter Beliebtheit.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Dublin
Sprachen
Irisch, Englisch
Fläche
70.273km²
Währung
Euro (€)
Einwohner
4,9 Mio.
Internet-TLD
.ie
Zeitzone
UTC
Wiki-Info

Keltische Stämme waren die ersten, die in Irland siedelten, die Römer nannten die Insel Hibernia, Teil ihres Reiches war sie jedoch nie. Der Heilige Patrick sorgte für die Christianisierung des Landes, zeitweise waren Wikinger, Normannen und später die Engländer die Befehlshaber in Irland. Im Zuge der "Great Famine", der Kartoffelfäule ab 1845 wanderten viele Iren in die USA aus, zu nationaler Stärke fanden sie Anfang des 20. Jahrhunderts als 1922 der Irische Freistaat gegründet wurde, nach der Unabhängigkeit bremste der Nordirland-Konflikt die Entwicklung des Landes, das in kürzester Zeit vom Armenhaus Europas zu einem der reichsten Staaten der Welt aufstieg. 

Kulturell sind viele Bräuche aus vergangenen Jahrhunderten erhalten geblieben, so glauben viele nach wie vor an die Todesfee Banshee oder andere keltische Mythen und wer schon einmal abends durch Temple Bar in Dublin gelaufen ist weiß, dass der Irish Folk aus jedem Pub tönt. Shantys und andere Folkstücke, meist begleitet durch Geigen, die Tin Whistle, andere Pfeifen, die Rahmentrommel Bodhrán und das Akkordeon sind überall zu hören. Durch die Migration vieler Iren sind diese Klänge nicht nur in Cork, Galway und Kilkenny sondern vielerorts auf der Welt in den irischen Communities zu hören. Daneben erreichten diverse Popmusiker aus Irland Spitzenpositionen in den Charts weltweit, etwa Enya, The Coors, U2, die Kelly Family oder auch Gruppen wie Boyzone.

Während der 90er Jahre war Irland zudem beim Eurovision Song Contest schwer erfolgreich, gleich vier Siege in fünf Jahren konnte Éire verbuchen, was den Sender RTÉ nahezu an den Rand des Ruins brachte. Einen Song auf gälischem Irisch, der zweiten Amtssprache des Landes gab es hingegen nur ein einziges Mal in den 70er Jahren. Mit Wegfall der Sprachregelung wurden auch die Platzierungen schlechter. Während 2009 die Gruppe um Sinéad Mulvey zum Song Contest nach Moskau fuhr, verpasste es das Duo Lamph aus Waterford, sich für den nationalen Vorentscheid zu qualfizieren, was aus meiner Sicht einer der größten Fehler des irischen Fernsehens war. Daher möchte ich heute noch einmal den Titel "Róisín Dubh" von Lamph vorstellen, das auf seinem Youtube-Kanal mit der Einleitung "Enter into a world of enchanting harmonies" wirbt.

Lamph - Róisín Dubh

Beyond Eurovision (251): Australien


Australien
- Ursprünglich war Australien eine unwirtliche Sträflingskolonie, aufgebaut von den Briten, heute ist es eines der fortschrittlichsten Länder der Welt, das jährlich Millionen Touristen anlockt, sei es in die Metropolen wie Sydney, Melbourne oder Brisbane oder ins Outback, um die rote Erde, Formationen wie den Ayers Rock oder Kata Tjuṯa und die Traditionen der Aborigines kennenzulernen. Zumindest wenn die Grenzen wieder offen sind, denn Australien hat im Zuge der Corona-Pandemie eine der strengsten Ein- und Ausreiseregelungen weltweit erlassen und setzt damit eine Tradition fort, schließlich ist auch die Einwanderungspolitik eine der restriktivsten weltweit.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Canberra
Sprachen
Englisch
Fläche
7.688.287km²
Währung
Australischer Dollar (AU$)
Einwohner
25,7 Mio.
Internet-TLD
.au
Zeitzone
UTC +8 bis 11
Wiki-Info

Besiedelt wurde Australien vor rund 50.000 Jahren aus Richtung Südostasien. Bis zur Überflutung der Landbrücke zum nördlich gelegenen Neuguinea gab es einen regen kulturellen Austausch, vor etwa 1.000 Jahren kamen melanesische Seefahrer hinzu, die sich mit den Aborigines vermischten. Bis zur Entdeckung durch die Europäer, die der antiken Theorie eines Südkontinents ("Terra Australis") folgten, lebten schätzungsweise bis zu 1,5 Millionen Aborigines im Land, die größten Stämme waren die Milingimbi und die Torres-Strait-Insulaner auf den gleichnamigen Inseln. Nach Konflikten mit den europäischen Siedlern erfolgte im 20. Jahrhundert eine Entschuldigungspolitik, die den Aborigines heute Land- und Wahlrechte einräumt.

Australiens Kultur ist klassischerweise die einer Einwanderungsnation. Hier leben heute rund 1,2 Millionen Briten, eine halbe Million Chinesen, Inder, Filipinos, Italiener, Südafrikaner, Malaien und auch rund 125.000 Deutsche. Jedes dieser Völker brachte eigene Bräuche mit, später entwickelten sich australische Eigenheiten. So sind Australier verrückt nach Vegemite, einem Hefeextrakt, der als Brotaufstrich ikonische Ausmaße angenommen hat, wie ich aus eigener Erfahrung aber berichten kann wie alte Autoreifen schmeckt. Auch musikalisch ist Australien eine bunte Nation, traditionelle Instrumente der Aborigines, etwa das Didgeridoo, ein von Termiten ausgehöhlter Eukalyptusstamm, fristen hingegen eher ein Schattendasein.

Ähnlich wie andere englischsprachige Nationen brachte auch Australien zahlreiche Künstler mit Weltruhm hervor, genannt seien hier die Bee Gees, Kylie Minogue, AC/DC oder Natalie Imbruglia. Vorstellen möchte ich aber die Gruppe Young Divas, die sich im Zuge von Australian Idol zusammensetzte. Ricki-Lee Coulter, Pauline Curuenavuli, Emily Williams und Kate DeAuraugo bildeten ab 2006 die ursprüngliche Formation und brachten im gleichen Jahr gleichnamiges Album heraus, auf dem Coverhits wie "What a feeling" von Irene Cara oder das unten vorgestellte "Gloria" von Umberto Tozzi enthalten waren. 2007 folgte das zweite Album "New attitude". 2007 verließ Ricki-Lee die Band um ihre Solokarriere voranzutreiben, ersetzt wurde sie durch Jessica Mauboy. Nach der Singleveröffentlichung von "Turn me loose" trennte sich die Gruppe 2008.

Young Divas - Gloria

Sonntag, 24. Oktober 2021

Beyond Eurovision (250): Kanada


Kanada
- "A mari usque ad mare" ("Von Meer zu Meer") ist der Wahlspruch Kanadas, dem zweitgrößten Land der Erde und er stimmt, erstreckt sich das Land doch vom Pazifischen Ozean bis zum Atlantik. Trotz seiner enormen Größe lebt der Großteil der rund 38 Millionen Einwohner südlich des 49. Breitengrades, der über weite Teile die Grenze zu den USA darstellt und die weltweit längste Grenze zwischen zwei Staaten darstellt. Kanada und die USA teilen sich viele Gemeinsamkeiten, sind in Teilen aber auch grundverschieden. Dafür bietet Kanada unberührte Natur, sobald man die Großstädte wie Vancouver, Toronto oder Montréal verlässt ist man nahezu allein.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Ottawa
Sprachen
Englisch, Französisch
Fläche
9.984.670km²
Währung
Kanadischer Dollar (kan$)
Einwohner
38,0 Mio.
Internet-TLD
.ca
Zeitzone
UTC -3:30 bis -8
Wiki-Info

Sprachlich wie kulturell ist Kanada gespalten, während die Region Québec französisch geprägt ist, sind die restlichen Provinzen und Territorien englischsprachig. Neben europäischen Einwanderern leben insbesondere in den nördlichen Gebieten Kanadas noch zahlreiche First Nations, indigene Völker, die einst über die Beringstraße nach Nordamerika kamen und heute salopp entweder als Indianer oder Eskimos bezeichnet werden, 1999 wurde mit dem Territorium Nunavut erstmals eine Verwaltungseinheit mit mehrheitlich indigener Bevölkerung geschaffen. Diese zelebrieren ihre eigene Kultur und ihre Bräuche weitgehend unabhängig vom Rest des Landes.

Die kanadische Musikkultur ist geprägt von europäischen Siedlern, es entstanden nach dem Vorbild westlicher Nationen Orchester, später im Zeitalter der Schallplattenindustrie und neuer Medien auch viele Pop- und Rockbands. Der kanadische Musikmarkt hat im Laufe der Jahrzehnte viele Künstler hervorgebracht, die heute international erfolgreich sind, wenngleich der lokale Markt kleiner ist, als der der Vereinigten Staaten. Genannt seien hier Interpreten wie Bryan Adams, Michael Bublé, Nelly Furtado, Shania Twain, Justin Bieber oder Avril Lavigne. Auch Céline Dion, die 1997 den "Titanic"-Soundtrack sang, kommt aus Kanada, ihren Sieg bei der Eurovision 1988 verschweigt sie in ihrer Vita hingegen. Auch Rockbands wie Nickelback oder Billy Talent stammen aus Kanada.

Ebenfalls aus Québec, nämlich aus Sainte-Félicité am Sankt-Lorenz-Strom, stammt die 1972 geborene Sängerin Isabelle Boulay. Ihre musikalische Karriere begann eher zufällig, als sie 1988 von Freunden bei einem Musikfestival angemeldet wurde und dort als Siegerin hervorging. Nach mehreren Festivalauftritten ging sie nach Frankreich und trat dort u.a. für Radio Canada im Périgord auf, 1996 erschien mit "Fallait pas" ihr erstes Studioalbum. Seither hat sie diverse Alben veröffentlicht, die sowohl in Frankreich als auch in Kanada erfolgreich waren. 2008 landete sie mit "Nos lendemains" ihren ersten Nummer-Eins-Hit in den kanadischen Albumcharts. Inzwischen besitzt die Chanson-Sängerin mehrere Goldene und Platin-Schallplatten. Da ich zwei Lieder von ihr großartig finde, stelle ich unten heute "Parle-moi" vor und empfehle zugleich den Titel "Ton histoire".

Isabelle Boulay - Parle-moi

Beyond Eurovision (249): Estland


Estland
- Terry Wogan fragte nach dem Sieg von Tanel Padar & Dave Benton 2001, ob Estland überhaupt über Hotels verfüge. Er konnte sich nicht vorstellen, dass ein Land, das jahrzehntelang Teil der Sowjetunion war, über westliche Standards verfügt und eine Veranstaltung wie den Eurovision Song Contest hosten könnte. Estland hat ihn eines Besseren belehrt, die nördlichste der drei Baltikumrepubliken ist in vielerlei Hinsicht sogar besser aufgestellt als die meisten klassischen westeuropäischen Nationen. So gab es schon Anfang der 2000er flächendeckendes WLAN, zudem ist man technisch wie auch in puntco Natur hervorragend aufgestellt.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Tallinn
Sprachen
Estnisch
Fläche
45.339km²
Währung
Euro (€)
Einwohner
1,3 Mio.
Internet-TLD
.ee
Zeitzone
UTC+2
Wiki-Info

Über die Jahre geriet Estland in die Hände verschiedener Mächte, etwa den Deutschen Orden, Schweden und schließlich der Sowjetunion. 1991 wurde Estland, nachdem es bereits bis 1918 unabhängig war, ein souveräner Staat und ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union. Wie fest verankert das musikalische Erbe des Landes in der Volkskultur ist, zeigte u.a. auch die Singende Revolution, 1988 sangen über 300.000 Esten im Zuge von Glasnost und Perestroika die verbotene Hymne des Landes, auch heute noch existieren zahllose Chöre im Land, die in Tracht und voller Inbrunst die alten Volksweisen singen und große Menschenmengen anlocken.

Zudem ist Estland für die hohe Dichte an Dirigenten bekannt, die nicht nur Chöre sondern auch Orchester an weltweit renommierten Musikschulen und Opernhäusern leite, genannt sei hier u.a. Mart Saar. Nach dem Ende der Sowjetunion etablierte sich eine vielfältige Musiklandschaft, nicht nur die Teilnahme am Eurovision Song Contest sondern auch der eigene nationale Vorentscheid, Eesti Laul (früher Eurolaul) spiegelt die Vielseitigkeit der estnischen Musikszene wieder. So gibt es neben standardisiertem Pop viele unkonventionelle Gruppen und Interpreten, die nahezu jede Sparte bedienen. Viele davon erleben wir alljährlich beim Vorentscheid für die Eurovision.

1994 entstand in Tallinn das Ensemble Alumiinium unter der Leitung von Sänger und Gitarrist Allan Vainola und Andres Aule. Die Gruppe, die den Beinamen Sinu Sädelev Sõber ("Dein funkelnder Freund") trägt, ist breit aufgestellt und präsentiert sowohl Pop- und Gitarrenklänge wie auch Schifferlieder und Gothic-Melodien, jeweils mit sehr minimalistischer Instrumentalisierung. Mittlerweile gehört auch Sängerin Margit Kärner zum Ensemble. 1998 erschien, noch auf MC-Kassette, das erste Album "Zeig", 2004 das zweite Album "Garaažide taga". Im Laufe der Jahre arbeiteten diverse Gastmusiker mit Alumiinium zusammen, die offiziell keine Live-Auftritte geben sondern nur medial in Erscheinung treten, wodurch es bei Youtube und Co. keine Live-Videos sondern nur Auszüge aus den Alben gibt, etwa das unten präsentierte "Loss taivalkoskis", das im Original von der 1984 gegründeten Punkband Vennaskond stammt.

Alumiinium - Loss taivalkoskis

Samstag, 23. Oktober 2021

Beyond Eurovision (248): Fidschi


Fidschi
- Inmitten des Südpazifiks liegen die Fidschi-Inseln, ein verstreuter Archipel, bestehend aus 332 Inseln, von denen Viti Levu und Vanua Levu die größten sind. Vor rund 3.000 Jahren wurden die Inseln durch malaiischen Seefahrern entdeckt und besiedelt, knüpften dabei Kontakte mit polynesischen Völkern und errichteten ein für den Südpazifik typisches Häuptlingssystem. 1643 war es der niederländische Seefahrer Abel Tasman, der die Inseln entdeckte, 1774 landete James Cook an, ab 1835 entstanden britische Handelsposten, ins Empire wurden die Inseln schließlich 1874 einverleibt und Zuckerrohr angepflanzt.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Suva
Sprachen
Fidschianisch, Fiji-Hindi, Englisch
Fläche
18.274km²
Währung
Fidschi-Dollar (F$)
Einwohner
890.000
Internet-TLD
.fj
Zeitzone
UTC +12
Wiki-Info

Um den Mangel an Facharbeitern auszugleichen, siedelten die Briten indische Arbeitskräfte an, bis 1916 waren es rund 61.000. Diese stellen noch heute einen beachtlichen Anteil an der Bevölkerung, bis 1997 waren sie sogar in der Mehrheit. Nach dem Erreichen der Unabhängigkeit und den Wahlsiegen indischer Parteien putschten sich Melanesier an die Macht, Verfassungsänderungen führten dazu, dass beide Bevölkerungsgruppen sich in politischen Konflikten gegenüberstanden. Mittlerweile hat sich die Situation beruhigt, dennoch kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen beiden Volksgruppen. Neben dem Fidschianischen ist auch der lokale Hindi-Dialekt offizielle Amtssprache des Landes.

Touristen, die zu einer bedeutenden Einnahmequelle geworden sind und über Nadi (sprich Nandi), ein großes Flugdrehkreuz im Südpazifik einreisen, erleben eine vielfältige Kultur, geprägt durch melanesische und indische Bräuche, die parallel nebeneinander existieren. Verständigen können sich beide Ethnien jedoch auf den Volkssport Rugby, bei dem fidschianische Sportler in jüngster Zeit Olympisches Gold heimbrachte. Musikalisch baut die lokale Kultur wie andere melanesische Staaten auf Instrumente wie die Gitarren, Mandolinen und Ukulelen. Hinzu kommen typische Instrumente des indischen Kulturkreises, seit den 80er Jahren vermischt sich folkloristische Musik auch mit modernen westlichen Strömungen.

1995 gründete sich die Gruppe Black Rose, die sich der typischen fidschianischen Instrumentalisierung verbunden fühlt und inzwischen beim neukaledonischen Label Mangrove Productions unter Vertrag steht. Die Gruppe um Leadsänger und Gitarrist Timoci Ratusila besteht je nach Besetzung aus bis zu neun Mitgliedern. 2000 erschien das erste Album "Voices of nature". 2005 erfolgte die Umbenennung der Gruppe in Rosiloa, analog zum bis dahin dritten Album. Die letzte bekannte Aufnahme der Band, die sich selbst in das Genre Weltmusik einsortiert, entstand im Jahr 2009 mit dem Album "Ancient pulse", dennoch musiziert die Gruppe bis heute und tritt auch in anderen Ländern des Südpazifiks auf.

Rosiloa - Liva liva

Freitag, 22. Oktober 2021

Beyond Eurovision (247): Ecuador


Ecuador
- Über dem Nationalwappen Ecuadors thront der Andenkondor über dem inaktiven Vulkan Chimborazo. Der Name des Landes leitet sich vom Äquator ab, welcher unweit der Hauptstadt Quito, welche auf über 2.800m liegt, das Land zerschneidet. Landschaftlich ist das kleine Land äußerst vielfältig und obwohl es im südamerikanischen Schnitt äußerst klein erscheint, weist Ecuador einen hohen Grad an Biodiversität auf, was nicht zuletzt am Archipel der Galápagos-Inseln liegt, die unter strengem Naturschutz stehen und Rückzugsgebiet für Tiere wie die Riesenschildkröte, den Blaufußtölpel und diverse Echsen- und Vogelarten sind.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Quito
Sprachen
Spanisch
Fläche
283.561km²
Währung
Ecuad. Sucre u. US-Dollar
Einwohner
17,4 Mio.
Internet-TLD
.ec
Zeitzone
UTC -5
Wiki-Info

Die recht junge Bevölkerung Ecuadors besteht aus einer Vielzahl von Ethnien und zeichnet sich durch einen hohen Anteil von Indios aus, die jeweils ihre eigenen Sprachen besitzen und eigene Bräuche pflegen. So ist Spanisch ob der einstigen Kolonialherren zwar Amtssprache des Landes, gesprochen werden aber eine Reihe von Idiomen, etwa Kichwa oder Quechua, die Sprache der Inka. Reisenden, die Ecuador besuchen, werden die vielen lokalen Gepflogenheiten auffallen, da wären typische Trachten und Veranstaltungen wie der Indio-Stoffmarkt in Otavalo, ebenso wie spanische Kolonialbauten und große Naturräume.

So gibt es auch keine "ecuadorianische Musikkultur" sondern eine Vielzahl von Genres und traditionellen Eigenheiten, die jede Ethnie mit sich bringt. So breitete sich im 19. Jahrhundert z.B. der Pasillo aus, eine Form von Gitarren- und Mandolinenmusik, dem jedes Dorf in Ecuador seine eigene Note verliehen hat und sich insbesondere durch eine unterschwellige Melancholie auszeichnet. Auch die Marimba genießt einen großen Stellenwert in der ecuadorianischen Musiklandschaft, Mitte der 60er Jahre, als Ecuador durch eine Militärdiktatur geführt wurde, entwickelte sich zudem eine progressive Rockmusikszene. Auch Ska und Independent-Musik erfreuen sich inzwischen größter Beliebtheit.

Ein Vertreter lateinamerikanischer Töne und in Ecuador sowie angrenzenden Ländern erfolgreicher Musiker ist der 1972 in Quito geborene Juan Fernando Velasco. Ursprünglich wollte er in die Wirtschaft gehen, landete schlussendlich aber bei der Musik, seit 1988 ist er musikalisch aktiv und veröffentlichte mehrere Alben, auf denen er typische Pasillo-Melodien zum Besten gibt. Durchschlagenden Erfolg hatte sein 2002 veröffentlichtes Album "Tanto amor", das in Ecuador und Kolumbien Gold-Status erreichte. 2004 wurde er mit dem Orden Vicente Rocafuerte, der höchsten Auszeichnung Ecuadors für Musiker ausgezeichnet. Auch tritt er als Botschafter für den Frieden auf. Unter Präsident Lenín Moreno wurde er zum Minister für Kultur und ecuadorianisches Erbe.

Juan Fernando Velasco - Me quedo contigo