Montag, 1. April 2019

Eurovision 2019: Überprüfung durch Polizei ausgesetzt



Israel - Bei der Nachricht aus Israel handelt es sich leider nicht um einen Aprilscherz, sondern um Gewissheit. Die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest 2019 auf dem Expo-Gelände in Tel Aviv sind zum Erliegen gekommen, da die Polizei sich geweigert hat, das Equipment für den Wettbewerb ordnungsgemäß zu überprüfen. Wieder einmal geht es um den finanziellen Aspekt, da die Polizei auf zugesagte Gelder wartet.

In einem offenen und mit der höchsten Priorität versehenem Brief wendet sich die Europäische Rundfunkunion an den Premierminister des Landes und fordert umgehend die Zahlung der zugesagten Gelder an die Polizei, damit diese mit der sogenannten K9-Methode, also dem Durchsuchen der Lieferungen durch Polizeispürhunde, fortfahren können. Die EBU erklärte, dass diese Sicherheitsroutine in sämtlichen Ländern, in denen der Song Contest in den vergangenen Jahren stattgefunden hat, durchgeführt wurde und die Ablehnung der Maßnahme "unerhört" wäre.

Ohne die Garantie, die ordnungsgemäße Prüfung der angelieferten Ausrüstung zu veranlassen, würde es massive Beeinträchtigungen bei der Einhaltung des straffen Terminplans geben und die Durchführung von Proben "in time" gefährden. Der von Jon Ola Sand signierte Brief endet mit den Worten "Wir stehen Ihnen heute jederzeit telefonisch zur Verfügung, da die Folgen für den Eurovision Song Contest und Israel katastrophal sein können." Den vollständigen Brief kann man sich hier durchlesen.

Update [22:12 Uhr]: Channel 2 berichtet mittlerweile, dass das Büro des Premierministers der Zahlung eines Teils der Sicherheitskosten zugestimmt hat.

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