Donnerstag, 5. September 2019

Deutschland: Schweigen auf ganzer Linie



Deutschland - Kurz nach dem Song Contest in Tel Aviv schrieb ich, dass ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber den deutschen Vorentscheid erneut auf den Prüfstand stellen wird. Seitdem, es war am 19. Mai, herrscht Funkstille zwischen dem zuständigen NDR, den Medien und der Außenwelt. Keinerlei Informationen sind bisher zur deutschen Song Contest-Teilnahme nach außen gedrungen. Bekannt ist lediglich, dass hinter den Kulissen fleißig nach einer neuen Jury gesucht wird.

Wie ESCxtra.com meldet, hat der NDR-Partner Simon + Kucher heute E-Mails an die Jurybewerber verschickt, ob sie für die Auswahl des deutschen Beitrags infrage kommen oder nicht. Seit April, also schon lange vor Tel Aviv, konnte man sich für das Panel bewerben, das in den letzten beiden Jahren immerhin 33% des Endergebnisses ausmachte und von Fans besetzt wurde, dessen Musikgeschmack nach einem analytischen Verfahren den Querschnitt der Eurovisionszuschauer widerspiegelt.

Dennoch findet man auf den offiziellen Song Contest-Seiten des NDR weiterhin keinerlei Informationen, nach welchem Schema der Vorentscheid stattfinden wird und ob das bisher genutzte Konzept, durch das Michael Schulte und die S!sters entdeckt wurden, auch 2020 wieder zum Einsatz kommen wird. Sobald wir nähere Informationen haben und der NDR sein Schweigen bricht, werden wir natürlich darüber berichten. Bis dahin gilt der Wortlaut von Thomas Schreiber: "Für 2020 werden wir den Weg, auf dem Deutschland sein Lied und seine Künstler sucht, überdenken."

1 Kommentar:

  1. Ja, ich hab die Mail auch bekommen. Bin wieder rausgeflogen, weil ich eine andere Meinung habe. Das ist echt frech! Letztes Jahr sagten mir einige, wie man es schafft, reinzukommen. Da muss man genau das drücken, was die deutsche Jury gevotet hat, ansonsten hat man "keine Ahnung".

    Man hat ja gesehen, wie viel Ahnung das Panel letztes Jahr hatte, denn bis auf Makeda hätte KEINER eine Chance beim ESC gehabt...

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