Samstag, 21. September 2019

Island: RÚV muss 5.000 Euro Strafe zahlen



Island - Die Europäische Rundfunkunion hat das isländische Fernsehen mit einer relativ milden Strafe von 5.000 Euro sanktioniert. Grund hierfür war das Zeigen der palästinensischen Flagge während der Punktevergabe beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv, was als klares politisches Statement gewertet wurde. Die EBU verhängt erstmals eine entspreche Strafe, ähnliche politische Bekundungen wie z.B. 2016 in Armenien blieben bisher unbestraft.

Das isländische Fernsehen RÚV legte gegen die 5.000 Euro (umgerechnet 685.731 isländische Kronen) Protest ein und erklärte in einem offiziellen Statement, man könne niemanden bestrafen, wenn dieser alle Maßnahmen im Rahmen seiner Möglichkeiten ausgeschöpft habe, um einen Regelbruch zu unterbinden. Bereits vor dem Finale von Tel Aviv sprach die EBU eine Warnung an das isländische Fernsehen aus, politische Aktionen nicht zu tolerieren.

Hatari wurden während der Punktevergabe von Tel Aviv vom mehrheitlich israelischen Publikum ausgebuht worden, nachdem sie mehrere Schals mit "Palestine"-Aufdruck und der palästinensischen Flagge in die Kamera streckten. Diese Szene ist u.a. auch nicht auf der offiziellen DVD des Wettbewerbs zu sehen, stattdessen flackert die isländische Fahne über den Screen. RÚV vertritt die Ansicht, dass sich derartige Statements nie gänzlich vermeiden lassen werden. Die Teilnahme Islands in Rotterdam ist hingegen nicht in Gefahr.

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