Sonntag, 18. März 2018

Road to Lisbon (02/43): Vereinigtes Königreich


Vereinigtes Königreich - United Kingdom - le Royaume-Uni - United Kingdom

Faktencheck zur Lage der Nation:
Hauptstadt: London (Luftlinie nach Lissabon: 1.586km)
Einwohner: 65,1 Mio.
Fläche: 243.610km²
Sprachen: Englisch

Trivia To Go: Die Aufnahmen des Bahnhofs Hogsmeade aus den preisgekrönten Harry Potter-Filmen wurden in Goathland, einem kleinen verschlafenen Dorf in North Yorkshire gedreht. Seit dem Dreh der Filme erfreut sich die Region, die über zahlreiche Natur- und Wanderwege verfügt, an rund 1,2 Millionen Besuchern pro Jahr, die allesamt einmal das historische Bahnhofsgelände besichtigen möchten. Unweit von Goathland liegt übrigens Addlethorpe, bekannt durch einem Loriot-Sketch, in dem Evelyn Hamann einen Review zu den bisher gezeigten Teilen des Klassikers "Die zwei Cousinen" verliest..

Aus 63 Jahren Eurovision Song Contest:
Debüt: 1957 mit Patricia Bredin
Teilnahmen insgesamt: 60 (davon 29x Top Five)
Bestes Ergebnis: 1. Platz (1967 mit Sandie Shaw, 1969 mit Lulu, 1976 mit Brotherhood of Man, 1981 mit Bucks Fizz und 1997 mit Katrina & The Waves)
Größer Punktelieferant:  Irland (255)
Im letzten Jahr: 15. Platz mit Lucie Jones
Zuständiger Rundfunk: BBC

Die letzten drei Jahre: Das UK hatte es in den letzten Jahren wahrlich nicht leicht. Schon in den Jahren vor Electro Velvet schaffte es kaum ein Beitrag in die Top Ten, selbst ausgebuddelte Ikonen der 70er und 80er Jahre scheiterten grandios, etwa Bonnie Tyler. 2015 erreichte das Duo Electro Velvet mit "Still in love with you" den 24. Platz, Joe & Jake stellten ihr Ergebnis ein. Lucie Jones riss im vergangenen Jahr mit ihrem "Never give up on you" aus dieser Serie aus und belegte immerhin den 15. Platz unter 26 Teilnehmern. Als Big Five-Mitglied ist Großbritannien allerdings jedes Jahr für das Finale der Eurovision gesetzt und muss sich keine Gedanken um das Überleben im Halbfinale machen, was die BBC auch in Sicherheit wiegt und sie keine teuren Vorentscheide produzieren lässt.

Was uns in Lissabon erwartet:
Interpret: SuRie
Titel: Storm
Gesungen auf: Englisch
Text & Musik: Nicole Blair, Gil Lewis, Sean Hargreaves
Teilnahme im…: Finale am 12. Mai

Über den Künstler: SuRie, bürgerlich Susanna Marie Cork, wurde am 18. Februar 1989 in Harlow in der Grafschaft Essex geboren und wuchs in Bishop's Stortford auf.  Ihren Künstlernamen schraubte sie aus ihren beiden Vornamen zusammen. Sie lernte an der Royal Academy of Music in London und lernte Oboe- und Klavierspielen. Zweimal stand sie bereits beim Eurovision Song Contest auf der Bühne, beide Male in belgischen Diensten. 2015 sang sie im Background von Loïc Nottet, 2017 war sie "Musical Director" von Blanche, die mit "City lights" Vierte in Kiew wurde. In diesem Jahr stellte sie sich selbst dem britischen Vorentscheid "You Decide".

Eurofire’s Kommentar:
Bewertung: 5 von 10 Punkten

"Storm" ist zwar nicht meine allererste Wahl beim britischen Vorentscheid gewesen, trotzdem finde ich die, optisch an eine junge Ausgabe von Annie Lennox erinnernde, Sängerin sehr sympathisch und den Titel an sich auch ganz ordentlich gemacht. Es hat das britische Publikum erreicht, das bereitwillig mitklatschte, als sie im Vorentscheid auf der Bühne stand. Mich hat es allerdings erst ein bisschen später getoucht. Sofern sie in Lissabon nicht ordentlich am Arrangement herumgebastelt hat und versucht die Bühne zu füllen, nicht nur mit ausgebreiteten Armen, könnte es mit Punkten in diesem Jahr allerdings wieder düster aussehen für das Vereinigte Königreich...

Video:
SuRie - Storm

Kommentare:

  1. Vereinigtes Königreich:
    Das Lied an sich ist zwar sehr beliebig, hört sich für mich zumindest aber nach britischem Pop an. Den Refrain ist auch nicht unbedingt neuerfunden und kommt ein bisschen unscheinbar rüber. SuRie als Sängerin finde ich super. Sie hat eine angenehme Stimmfarbe und live bringt sie das Lied besser rüber als in der Studioversion. Nichtsdestotrotz erinnert mich das alles sehr stark an eine aufgebesserte Version von Levina und "Perfect Life".

    Der Vorentscheid war für meinen Musikgeschmack leider auch ein Reinfall. Keins der 6 Lieder hätte ich beim ESC gebraucht. Im Nachhinein war SuRie die beste Wahl.

    Sterne: 3 von 6 oder auch wieder die Schulnote 4

    Top 43:
    1. Vereinigtes Königreich
    2. Ukraine

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  2. Gerade heute wache ich mit nem Ohrwurm von Storm auf :D

    Achja UK was ein Rückschritt gegenüber Lucie... Storm ist ja nicht schlecht wie jeder Song aus dem Vereinigten Königreich, naja außer Electro Velvet. Aber es bleibt hängen, auch weil es sehr simpel gehalten ist. SuRies Stimme bessert es alles ein wenig auf. Aber es wird dennoch nicht reichen, der Song ist einfach zu flach ohne Höhepunkt und Wiedererkennungswert. Dementsprechend schätze ich auf Platz 20+. Verdient hätte es das UK mal wieder, wie so oft...

    1.Ukraine
    2.Großbritannien

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  3. Das Lied finde ich ebenfalls ganz ok man kann es sich anhören muss aber auch nicht.
    Das UK hat auch bessere so manches Jahr verdient sowie 2014..... top 5 sollte es sein :(:(:(.
    Dieses Jahr sehe ich sie selber ganz unten.

    1. Ukraine
    2. UK

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  4. Das ist so einer dieser (in 2018 doch relativ zahlreich vertretenen) absolut nichtssagenden Durchschnitts-Songs. Ich meine, hat Levinas Song nicht deutlich genug bewiesen, dass dies der falsche Weg ist? Da kann selbst eine tolle Live-Performance á la Lucie Jones nichts mehr rausreißen...

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    39. VEREINIGTES KÖNIGREICH
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  5. Hach herrlich! Ihr habt alles gesagt :-)
    Ich kopier mal einige (auf den Punkt treffenden) Sätze raus:

    „Nichtsdestotrotz erinnert mich das alles sehr stark an eine aufgebesserte Version von Levina und "Perfect Life".“

    „Achja UK was ein Rückschritt gegenüber Lucie ... Aber es bleibt hängen, auch weil es sehr simpel gehalten ist ... Aber es wird dennoch nicht reichen, der Song ist einfach zu flach ohne Höhepunkt und Wiedererkennungswert.“

    „Das ist so einer dieser (in 2018 doch relativ zahlreich vertretenen) absolut nichtssagenden Durchschnitts-Songs“

    „Das Lied finde ich ebenfalls ganz ok man kann es sich anhören muss aber auch nicht ... Dieses Jahr sehe ich sie selber ganz unten.“

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  7. Ich habe Beschwerden erhalten, dass ich beim ersten Review nicht cunty genug war :(

    Ich muss heute leider sagen, dass ich wieder nicht in Hochform bin und das liegt am Lied. Ich finde, dass SuRie eine sehr sympathische Knuddelmaus ist, aber das lied sehr "meh". Mir fällt wirklich nichts weiteres ein. Es tut keinem weh (außer das dem gemeinen UK-ESC-Fan), aber der große Wurf ist es auch nicht. Für mich eher die Kategorie "In My Cabana". Gut für einen Ohrwurm und mehr nicht.

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    1. Ja beim ersten Preview hast du dich echt zurückgehalten und warst mir zu „british“ angehaucht. Das kannst du definitiv besser :P

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