Donnerstag, 17. Mai 2018

Island: Rückzugspetition zieht größere Kreise


Island - Mittlerweile wird auch innerhalb des isländischen Fernsehens RÚV über die Möglichkeit diskutiert, den Eurovision Song Contest 2019 in Israel sausen zu lassen. Die gestartete Petition, die eine Pause fordert, zählt inzwischen 22.000 Unterschriften. Offenbar wird es am kommenden Dienstag sowie im Juni bei RÚV Beratschlagungen geben.

Die initiierte Petition fordert das isländische Fernsehen RÚV auf, nicht am Eurovision Song Contest teilzunehmen, da dieser in Israel stattfindet. "Aufgrund der Menschenrchtsverletzungen der Israelis an den Palästinensern wäre es unethisch für uns, an so einer glamourösen Veranstaltung wie dem Eurovision Song Contest teilzunehmen, während in dessen Schatten Gewalt der Israelis an ihren Nachbarn stattfindet.", heißt es im Wortlaut.

Insbesondere die letzten Ereignisse in Gaza sind nicht mit ethischen Grundsätzen vereinbar. RÚV-Programmdirektor Skarphéðinn Guðmundsson sagte gegenüber isländischen Medien, es werde auch bezüglich dieser Thematik Diskussionen innerhalb des Senders geben. Island schied in diesem Jahr mit Ari Ólafsson und "Our choice" im Semifinale aus, zuletzt war Island 2014 im Finale vertreten.

Kommentare:

  1. 22.000 sind schon ziemlich viel für isländische Verhältnisse,abwarten ob andere Nationen folgen und auch eine Petition starten,in Deutschland wird das sicherlich nicht passieren.

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  2. Würde ich unterstützen. Israel ist für sowas einfach nicht das richtige land.
    Ich plädiere für eine verlegung nach malta.

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  3. Diese Stimmen gab es vor dem ESC in Baku auch (Damals aus meiner Sicht eher berechtigt als diesmal). Und am Ende waren bis auf Armenien alle dabei...

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