Dienstag, 24. Dezember 2019

Eurofire: Weihnachtsgrüße 2019



Europa - Da sind sie wieder, meine obligatorischen Weihnachtsgrüße, die für mich mehr Relevanz haben als die Jahresendansprachen von Frank Walter und Angela. Zum einen weil ich sie selbst schreibe und zum anderen, weil es mir die Möglichkeit bietet ein Fazit zu ziehen. Dabei rede ich nicht nur davon, wie der Eurovision Song Contest gelaufen ist, sondern auch, was sich persönlich bei mir getan hat. Und ich muss sagen, 2019 war ein gutes Jahr! Viele meckern, schauen auf die Weltpolitik, ich kann sagen, dass ich zufrieden bin.

Vor allem weil ich es geschafft habe, nach elf Jahren den Absprung aus einer Branche zu schaffen, die sich selbst gegen die Wand gefahren hat. 2008 habe ich angefangen ein Praktikum im Reisebüro zu machen, darauf folgte eine Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann, später die Arbeit in zwei Büros, von denen das letzte seit Juni nicht mehr existiert. Statt der Tourismuswelt nachzutrauern habe ich den Schritt gewagt und etwas Neues ausprobiert. Nun sorge ich dafür, dass die Türen bei einem Intercity bei Abfahrt in Bonn-Beuel verschlossen sind und blicke auf Interrail-Tickets auf der Strecke zwischen Berlin und Bad Schandau.

Mit unter begegnet man dabei auch bekannten Gesichtern, einen Kunden aus dem Reisebüro habe ich in Hagen beim Aussteigen getroffen, einen alten Freund aus Schulzeiten nach Jahren im Zug in Richtung München. Ich habe mit Hobbythek-Moderator Jean Pütz beim Kuppelvorgang in Niebüll vorne an der Lok philosophiert, den FC St. Pauli nach seinem Auswärtssieg nach Hamburg zurückgebracht, das wäre mir nicht passiert, wenn ich nicht einen neuen Weg gegangen wäre und so sehr es auch in der Mentalität der Deutschen liegt über ihre Bahn zu meckern, so dankbar bin ich, dass ich nunmehr Teil dieses Unternehmens bin.

Dabei muss man aber auch sagen, dass die Zeit, die ich für die Eurovision aufbringen kann, nicht weniger geworden ist, sich aber anders verteilt. So wird den meisten von euch sicher aufgefallen sein, dass die "Breaking News" auf sich warten lassen und ich auch nicht drei Minuten nach dem Ende des albanischen Vorentscheids über dessen Siegerin plaudern kann. Eurofire bleibt erhalten, manchmal etwas reduzierter als man es aus früheren Jahrgängen gewohnt ist, aber es bleibt. Der Song Contest ist seit 1997 fester Bestandteil meines Lebens und bleibt dies auch weiterhin, wenngleich das namensgebende "Feuer" dieser Website vielleicht manches Mal nicht durchscheint.

Die Original-Bank aus dem
Video von "Together" (und ich)
Mit diesem Feedback an das Jahr 2019, in dem ich u.a. die Ehre hatte auf der gleichen Bank zu sitzen, wie die irischen Tänzer von Ryan O'Shaughnessy oder Cocktails am Strand von Warnemünde getrunken habe, wünsche ich allen Lesern, die nach wie vor auf meiner Seite vorbeischauen besinnliche und fröhliche Weihnachtstage. Vielleicht hat sich auch bei euch das Jahr 2019 zu einem guten Jahr entwickelt und falls nicht, so drücke ich fest die Daumen, dass dies 2020 der Fall sein wird. Da manche Traditionen nie aussterben, folgen hier natürlich auch wieder die bekannten Weihnachtsgrüße in drölfzig Sprachen, ergänzt um einige Kracher wie Sorbisch, Tatarisch und Friesisch. Macht es gut! :)

Kommentare:

  1. Was wäre die Eurovision Zeit ohne deine Seite - wie würd ich die endlose Zeit dazwischen verbringen. Als einfacher Konsument deiner Rundumversorgung mit all deinen Informationen - kann man sich perfekt unterhalten lassen und mein Worldmusic Ordner bei ITunes wächst und wächst - weil ich nun auch die Suchfunktion auf die kleinsten Inseln dieser Welt erweitern kann. Danke für all deine Arbeit, deine Leidenschaft und die Zeit, die du dafür investierst. Dafür fahr ich jetzt auch mit der Bahn und schreib Eurovision Fan auf mein Ticket - und freu mich auf die Kontrolle.
    Ich bin gespannt auf deine Sicht auf Eurovision 2020 und hoffentlich noch viele folgende. Ehrliche Dankeschön.

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  2. Ich freue mich sehr, auf weitere Beiträge von Dir in 2020 und wünsche Dir einen guten Start für das neue Jahr.

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