Montag, 30. Dezember 2019

Beyond Eurovision (88): Wallis & Futuna



Wallis & Futuna - Einen habe ich für dieses Jahr noch aus der Serie "Beyond Eurovision". Und was wäre besser dafür geeignet, als eine der Regionen auszuwählen, die als erstes ins neue Jahr einsteigen. Das französische Überseegebiet Wallis & Futuna hat die Zeitzone UTC+12 und ist damit relativ weit vorne, wenn es um den Jahreswechsel geht. Das Collectivité d'outre-mer im südlichen Pazifik besteht aus den drei Königreichen Uvea, Sigave und Alo, die ihrerseits eine relativ große Autonomie innerhalb des Verbundes Wallis & Futuna genießen. Ansonsten sind die Inseln vor allem von Frankreich abhängig.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Mata-Utu
Sprachen
Französisch
Fläche
142km²
Währung
CFP-Franc (XPF)
Einwohner
11.600
Internet-TLD
.wf
Zeitzone
UTC+12
Wiki-Info

Das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Inselgruppe spielt sich auf der Hauptinsel Uvea ab, auf der knapp 70% der Bevölkerung leben, ein Großteil der einstigen Bewohner sind aber ins wirtschaftlich lukrativere Neukaledonien gezogen, auch weil hier bessere Bildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bestehen. Während Französisch eine dominierende Stellung beherrscht, existieren trotz allem zwei lokale polynesische Sprachen, das Wallisianische und das Futunische, was allerdings weniger geschriebene Sprachen sind, mehr als die Hälfte der Einwohner kann nicht lesen oder schreiben.

Mit der Außenwelt ist Wallis & Futuna vor allem durch den Sender Réseau Outre-Mer 1ère verbunden, dem Überseesender von France Télévisions. Der Rest wird über den Flughafen Hihifo abgewickelt, der die einzige internationale Anbindung an den Flugverkehr darstellt, von hier bestehen Anschlüsse nach Neukaledonien. Somit gilt Wallis & Futuna als eines der unwegsamten Gebiete des Planeten, bei dem die Anreise mitunter Tage dauern kann. Dies bietet der lokalen Kultur jedoch große autarke Entfaltungsmöglichkeiten. Leider habe ich auf der Suche nach wallisianischem Liedgut keinen nennenswerten Erfolg erzielt.

Um aber in der Region zu bleiben, stelle ich heute den Sänger Ken Carlter vor, der ebenfalls polynesische Wurzeln hat und sich seinen Namen in der Dance- und Electronic-Branche gemacht hat. Er hat mittlerweile mehrere Alben veröffentlicht, darunter das bekannte "Tahitian Boy" aus dem Jahr 2014 und das jüngst erschienene, unten gelistete "Ia ora na", das es auch ins Radio des französischen Festlandes geschafft hat. Mit dem gleichnamigen kanadischen Stuntman hat er nichts zu tun. Carlter singt sowohl auf Englisch, als auch auf Tahitianisch und Französisch und bedient sich traditionellen Musikinstrumenten des pazifischen Raums, etwa der Ukulele oder der Vivo.

Ken Carlter - Ia ora na

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