Freitag, 6. Dezember 2019

Beyond Eurovision (74): US Minor Outlying Islands



United States Minor Outlying Islands - Zugegeben, die Kleineren Amerikanischen Überseeinseln wie sie übersetzt heißen, sind keine eigenständige Nation und nicht mehr als eine Sammelbezeichnung für neun Inselchen, die aufgrund des Guano Island Acts zum Territorium der USA gehören und selbst dies nur für statistische Zwecke des United States Census Bureaus. Dennoch führten sie zumindest bis ins Jahr 2008 eine eigene Top-Level-Domain und tauchen hin und wieder in sehr ausführlichen Länderlisten auf.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
N/A
Sprachen
Englisch
Fläche
34km²
Währung
US-Dollar ($)
Einwohner
300
Internet-TLD
.um
Zeitzone
UTC-12, -11, -10, -5, +12
Wiki-Info

Sie bestehen aus dem Navassa-Atoll in der Karibik sowie acht Inseln bzw. Inselgruppen im Pazifischen Ozean. Dazu zählen beispielsweise die Midwayinseln auf denen bedeutend mehr Fregattvögel als Menschen leben, das Wake-Atoll, das vor allem für seinen Militärstützpunkt bekannt ist oder die Howlandinsel in der Nähe der Schnittstelle von Äquator und 180°-Meridian, auf der sehr wahrscheinlich die Flugpionierin Amelia Earhart 1937 bei ihrer Pazifikquerung abstürzte. Ferner gehören noch die Bakerinsel, Jarvisinsel, das Johnston-Atoll, das Kingmanriff und das Palmyra-Atoll hinzu.


Jede Besiedelung der Inseln scheiterte, in den 30er Jahren versuchte man mit dem Baker, Howland and Jarvis Colonization Scheme dauerhafte Siedlungen zu installieren, vergebens. Folglich kann man auf den Inseln nur noch die Ruinen der Orte Itascatown, Meyerton und Millersville bestaunen kann. Eine Besiedlung auf Navassa war ebenfalls zum Scheitern verurteilt, da der Boden der Insel so scharfkantig war, dass der Schuhsohlen zerschneiden konnte, so Wikipedia. Somit gibt es auch keine permanente Bevölkerung, die musikalisch aktiv werden kann. Dafür behandeln wir hier heute die Musik von Hawaii, das zumindest nicht allzu weit von den Midwayinseln entfernt liegt, denn auf dem Archipel, der Geburtsort der Ukulele ist, haben im Laufe der Jahre einige Interpreten eine Karriere starten können.

Der wohl bekannteste Musiker Hawaiis ist zweifelsohne der 1997 verstorbene Israel Kamakawiwoʻole, der mit seinem "Somewhere over the rainbow" im Jahr 2010 auch in Deutschland posthum an die Spitze der Charts kletterte. Viel interessanter ist allerdings der Titel "Oua oua" des Duos Kanui & Lula, das in den 1920er Jahren mit Hula und Ukulele weit über die Inselkette hinaus bekannt wurde und 1922 in Europa diverse Schallplatten aufnahm. Auch "Oua oua" wurde reaktiviert, 2001 wurde der Titel von den Max Brothers remastert und Werbejingle für eine österreichische Mobilfunkmarke. Mehrere Wochen stand die Neufassung an der Spitze der österreichischen Charts und erhielt sogar einen Amadeus Austrian Music Award für die "Single des Jahres".


Kanui & Lula - Oua oua

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