Samstag, 10. November 2018

Eurovision 2019: Jon Ola Sand über Politik



Israel - EBU-Supervisor Jon Ola Sand hat in den Jahren in denen er dieses Amt bekleidet schon mit einigen Kontroversen umgehen müssen, den Song Contest in Baku und die armenischen Sticheleien, den Konflikt in der Ostukraine und nun muss er als Mittler zwischen der israelischen Politik und dem Sender IPBC rangieren. Im Interview mit der Zeitung "Ha'aretz" erklärte Sand nun, worum es beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv vordergründig und hinter den Kulissen geht.

Hat nicht immer leichte Ge-
sprächspartner: Jon Ola Sand
So sprach er über die Absichten der israelischen Politiker, den Wettbewerb um jeden Preis in Jerusalem stattfinden zu lassen und den zähen Streit um finanzielle Garantien des Senders IPBC, um den Zuschlag für die Eurovision zu behalten. "Wir können es nicht zulassen, dass sich die Politik einmischt. Wir haben uns von Anfang an klar positioniert. Israels Politiker haben auch eingesehen, dass jegliche Einmischung dem Wettbewerb Schaden zufügt.", wird Sand zitiert.

"Der beste Weg um Israel der Welt zu präsentieren ist, wenn die Politik außen vor bleibt und nicht manipuliert wird. Die Menschen sehen diese Dinge sofort." Er verwies zudem auf das amtliche Schreiben an Premierminister Netanjahu, dass die Verpflichtung einforderte, Besucher der Eurovision ohne Rücksicht auf Herkunft und politische Ansichten einreisen zu lassen. "Jedes Gastland muss die gleichen Verpflichtungen eingehen. Dies war auch in Schweden, Deutschland, Portugal und der Ukraine der Fall." Des weiteren seien Sicherheitsgarantien notwendig.

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