Sonntag, 24. November 2019

Ungarn: Regierung lässt Rückzug unkommentiert



Ungarn - Die Nachrichtenseite Magyar Hang ("Stimme Ungarns") hat in einem kürzlich erschienenen Artikel über die Absage des Senders MTV für Rotterdam berichtet und zitiert dabei auch Regierungssprecher. Laut Bence Rétvári, einem parlamentarischen Sekretär, sei es nicht möglich, Auskünfte über den Rückzug zu geben, da "kein Mitglied der Regierung die Möglichkeit hat, die Entscheidungswege des öffentlichen Rundfunks zu überstimmen oder zu kontrollieren."

Dem vorangegangen war eine Anfrage des Grünen-Politikers Péter Ungár. Der Sender MTV hat den Rückzug vom Eurovision Song Contest ebenfalls unkommentiert gelassen und bewirbt lediglich seinen eigenen Wettbewerb "A Dal", der bislang als Vorentscheid für den Song Contest genutzt wurde. Die Show findet ab 18. Januar wöchentlich statt, bis am 7. März das Finale ausgerichtet wird, allerdings geht es lediglich darum, einen lokalen Künstler zu promoten und nicht, ihn nach Rotterdam zu schicken.

Magyar Hang spekuliert, dass der Rückzug Ungarns einfach mit der Nicht-Qualifikation von Joci Pápai in Tel Aviv zusammenhängt. Auch nach dem letzten Ausscheiden im Halbfinale, 2009 mit Zoli Ádok in Moskau, zog sich Ungarn vom Wettbewerb zurück. Auch in den Jahren zuvor setzte Ungarn regelmäßig aus, damals jedoch primär aus finanziellen Gründen, wie zwischen 1999 und 2004 sowie 2006. In den 90er Jahren musste Ungarn zweimal aufgrund schlechter Vorergebnisse aussetzen.

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