Donnerstag, 21. November 2019

Andorra: Regierung rechnet Kosten für Eurovision durch



Andorra - Niemand versteht das Motto "Wunder gibt es immer wieder" besser als Eurovisionsfans und manchmal können sie halt tatsächlich geschehen. Wie die katalanische Website El Nacional berichtet, haben die gewählten Demokraten im Pyrenäenstaat Andorra Ambitionen, das Land nach zehnjähriger Pause wieder zum Eurovision Song Contest zurückzubringen. "RTVA wird zur Eurovision zurückkehren, aber vorher muss eine Kostenabschätzung durchgeführt werden.", heißt es.

Die Europäische Rundfunkunion versuchte Andorra schon 2015 zum Jubiläum des Song Contests zurückzuholen, der Versuch scheiterte damals an der fehlenden finanziellen Unterstützung von staatlicher Seite. Dieses Problem scheint nun bedeutend kleiner geworden zu sein, da die andorranische Regierung die Teilnahme als Werbung für das Land sieht und sich durchaus etwaige Zuschüsse vorstellen könnte. Dass es aber schon in Rotterdam zu einem plötzlichen Comeback kommen wird, dürfte unwahrscheinlich sein.

Das signalisierte Interesse der andorranischen Regierung darf aber als vorsichtiger Hoffnungsschimmer interpretiert werden, der Andorra unter Umständen wieder zum Song Contest bringt. Das Land nahm zwischen 2004 und 2009 am Wettbewerb teil und kam nicht ein einziges Mal über das Semifinale hinaus. Bis heute ist der Kleinstaat in den Pyrenäen das einzige Land, dass nie an einer Finalrunde teilgenommen hat. Allein dies dürfte schon Ansporn genug sein, RTVA finanziell zu unterstützen und diesen Ruf ad acta zu legen. RTVA zog sich nach 2009 aufgrund des anhaltenden Misserfolgs zurück und der nicht verhältnismäßigen Kosten zurück.

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