Dienstag, 12. November 2019

Norwegen: Melodi Grand Prix zieht nach Trondheim um


Norwegen - Erstmals seit den späten 80er Jahren wird der norwegische Vorentscheid nicht in Oslo stattfinden. 1989, als Britt Synnøve Johansen mit "Venners nærhet" gewann, fand der Melodi Grand Prix in Stavanger statt, seither wurde er immer in der norwegischen Hauptstadt ausgetragen. Dies soll sich 2020 ändern. Nachdem diverse Regeländerungen und neue regionale Vorrunden angekündigt wurden, bestätigte NRK-Delegationsleiter Stig Karlsen, dass man in die Provinz ausweicht.

Zwar sollen die Vorrunden in Oslo ausgetragen werden, das große Finale mit zehn Interpreten geht allerdings nach Trondheim. Das Trondheim Spektrum bietet rund 12.000 Zuschauern Platz und sei laut Karlsen an der Reihe, eine große Party am 15. Februar 2020 auszurichten. Geplant ist seiner Aussage nach eine "große Show mit Konfetti, Pyroeffekten und großartigen Künstlern die fantastische Lieder performen" werden. Bis es soweit ist, müssen allerdings erst einmal fünf Vorrunden überstanden werden.


NRK behält sich vor fünf Interpreten intern für das Finale auszuwählen, hinzu kommt pro Vorrunde jeweils ein Kandidat aus den regionalen Shows, die nach geographischen Kriterien besetzt werden. So umschließt die Vorrunde "Nord-Norge" beispielsweise nur Künstler, die in den Provinzen Nordland, Troms, Finnmark und Svalbard gelistet sind. Die Landesteile waren in früheren Melodi Grand Prix-Finals schon einmal von Bedeutung als Juroren der jeweiligen Regionen ihre Stimmen an die Finalisten vergeben haben.


Landesteil
Fylke (Provinzen)
Nord-Norge
 Finnmark,  Nordland,  Troms,  Svalbard
Trøndelag
 Trøndelag
Østlandet
 Hordaland,  Møre og Romsdal,  Rogaland, 
 Sogn og Fjordane
Vestlandet
 Akershus,  Buskerud,  Hedmark,   Oppland, 
 Oslo Telemark,  Vestfold,  Østfold
Sørlandet
 Aust-Agder,  Vest-Agder

Was die einzelnen Fylke, also die Provinzen angeht, gilt es allerdings hinzuzufügen, dass sie nur noch bis zum 31. Dezember diesen Jahres Bestand haben. Ähnlich wie Frankreich seine Regionen zusammengewürfelt und neu sortiert hat, beschloss auch das norwegische Storting 2017, die einzelnen Provinzen zu sechs neuen Regionen zusammenzuschließen, lediglich Spitzbergen, das gemeinhin auch nicht zu den eigentlichen Provinzen zählt, behält seinen ursprünglichen Status. Begründet wird die Fusion der Provinzen durch mögliche verwaltungstechnische Kosteneinsparungen.

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