Sonntag, 3. Mai 2020

Beyond Eurovision (124): Panama



Panama - 1903 erhielt Panama von Kolumbien die staatliche Unabhängigkeit, geriet aber sogleich in die Interessensphäre der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Hoheitsrechte der sogenannten Panamakanalzone gingen an die USA über, die bis 1914 den Kanal aushoben und eine der wichtigsten Schifffahrtsverbindungen der Welt schufen. 1999 wurde das Gebiet an Panama zurückgegeben, die Durchfahrt zahlloser Schiffe beschert Panama großzügige Einkünfte, die das Land heute besser dastehen lassen als manch anderes Land in Mittelamerika.

 Schnelle Fakten
Hauptstadt
Panama-Stadt
Sprachen
Spanisch
Fläche
75.517km²
Währung
Balboa, US-Dollar
Einwohner
4,1 Mio.
Internet-TLD
.pa
Zeitzone
UTC -5
Wiki-Info

Generell verdient Panama erheblich durch die Schifffahrt, das Land welches auch auf der Liste zu der Steueroasen steht und durch die Panama Papers weltweit in die Kritik geriet, hat eine der größten Handelsflotten der Welt. Grund hierfür ist, dass die Steuerpolitik des Landes vielen ausländischen Schiffseignern beste Konditionen bieten, ihr Schiff unter einer Billigfahne auszuflaggen. Der Tourismus, wie es in anderen Ländern wie z.B. Costa Rica, ist zwar vorhanden, aber noch relativ unbedeutend für die lokale Wirtschaft. Dafür stehen ähnlich wie in Costa Rica zwei Drittel aller Wälder des Landes unter Naturschutz.


Die Mehrheit der Einwohner Panamas sind Mestizen, als Nachkommen europäischer Einwanderer und Indianer. Die indigene Bevölkerung hält mit Emberá, Guna Yala und Ngöbe-Buglé drei Territorien zur Selbstverwaltung und sind weitestgehend autonom. Die Rechte erhielten die Indios erst nach dem Tod des Diktators Manuel Noriega. Diese bewahren sich auch ihre autarke Kultur. Der Rest Panamas ist insbesondere durch die spanische Kolonialzeit und den Nachbarn Kolumbien geprägt. Insofern ist es nicht erstaunlich, dass entsprechende lateinamerikanische Musikstile wie der Cumbia oder die Salsa sich in Panama großer Beliebtheit erfreuen.

Zu den Interpreten, die sich modernen Klängen verschrieben haben gehört der 1993 in Panama-Stadt geborene Carlos Isaías Morales Williams aka Sech. Der hatte seinen großen Durchbruch, obwohl er seit 2014 Musik macht, im April 2019 mit seinem Debütalbum "Sueños", das es bis auf die #3 der lateinamerikanischen Billboard Charts schaffte. Der darauf enthaltene Track "Otro trago", den ich auch hier vorstellen möchte, schaffte es sogar über den Atlantik hinweg in die spanischen Charts. Zudem war er vergangenes Jahr dreimal für den Premio Grammy Latios nominiert, konnte ihn allerdings nicht gewinnen.

Sech feat. Darell - Otro trago

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